Alltägliches, hochnäsiges Diktaturen-Bashing lenkt uns von eigenen Missständen ab.

9. September 2019

In Deutschland haben wir die demokratische Kultur mit GroKos weitgehend eingeschläfert. Was hier bei Parteien und Programmen (bei einem Viertel der Wähler scheinbar alternativlos?) folgte, darauf brauchen wir wirklich nicht Stolz sein.

Im UK zerlegt sich anscheinend die älteste aller westlichen Demokratien durch das Agieren durchgeknallter, populistischer Rabauken des Schlages Nigel Farage, Boris Johnson und/oder Jacob Rees-Mogg. Das Unterhaus wird vom von den Briten nie gewählten Premier Boris Johnson in den Zwangsurlaub geschickt. Die Demokratie stört!

In Frankreich agiert ein der Kontrolle seiner „Lehrergattin“ entglittener Präsident, vollkommen ungestört von den seit über einem Jahr stattfindenden Gelbwesten-Protesten. Diese haben bisher zwar viele Millionen teure Immobilien- und Fahrzeugschäden, tausende Verletzte und rund ein Dutzend Tote gefordert, den Präsidenten aber nicht zu wirklichem Eingehen auf die Forderungen der Unter- bzw. unteren Mittelschicht veranlasst. Der schwelgt lieber in Frankreichs vergangener Größe und einer neu zu bildenden EU-Armee unter seinem Einfluß.

Italien und Spanien haben zwar unterschiedliche politische Probleme, bei denen es aber Gemeinsamkeiten gibt. Keine stabile Regierung, Rechtspopulismus.

Belgien lebt quasi vom Sitz der EU und der NATO. Der Rest ist mehr oder weniger ein failed state.

Polen und Ungarn sind bekanntlich die demokratischen Zierden Osteuropas.

Österreich hat eine Übergangsregierung „der Fachleute“.

Last, but not least, sind da auch noch die Trump’schen USA, eine lupenreine Oligarchie, die sich immer weniger Mühe gibt demokratisches Gebahren wenigstens vorzuspielen.

Aber „WIR, der Westen“ sind uns absolut einig und vollkommen überzeugt davon, daß WIR, quasi von Natur aus, die demokratischen Vorbilder für den Rest der Welt zu sein haben. Das gibt UNS das Recht überall unseren Senf dazu zu geben, auch wenn dies mehr und mehr einfach nur noch peinlich wirkt.

Und dann lenken unsere Öffentlich-Rechtlichen Oma+Opa-Medien allabendlich die Aufmerksamkeit der zunehmend betagten Zuschauer auf die Bösen dieser Welt: „der Russe, der Chinese, der Iraner, die bösen Teufel, ganz dahinten halt in Asien.“
Da braucht es dann wirklich ganz dringend Kijimea gegen den Reizdarm…

Bei uns werden indessen demokratische Perlen wie „Zuzugsstopp nach Berlin“ oder Strafen für „Viel-Ärzte-Besucher“ diskutiert. Unser Bundestagspräsident erklärt uns derweil, das teures, per dreckigem Fracking gefördertes und in Schiffen umweltfeindlich nach Polen (wohin denn sonst auch?) angeliefertes US-Gas einer Versorgung durch eine Unterwasserpipeline aus Russland, ganz ohne polnisch, ukrainische Absperrventile, allemal vorzuziehen sei, denn von Russland mache man sich bekanntlich abhängig, vom Querulanten Trump mit täglich neuen Strafzöllen hingegen nicht? Erinnern wir uns denn nicht mehr an die Jahre des Kalten Krieges wo Russland uns jahrelang keine Energie lieferte? Nein? Muss wohl das fortgeschrittene Alter sein…


Profitiert Präsident Trump finanziell vom US-Militärapparat?

7. September 2019

Der US-Kongress untersucht derzeit, ob es einen Interessenkonflikt zwischen der wundersamen US-Steuergelder-Verschwendung auf dem schottischen Provinzflughafen Prestwick und dem US-Präsidenten Donald Trump und dessen schottischen Golf-Immobilien gäbe, gab oder gibt?

Aus Militärflügen der US-Streitkräfte nach Schottland könne der US-Präsident evtl. rein zufällig persönlichen finanziellen Vorteil mit seinen schottischen Golf-Immobilien ziehen? Trump hatte Jahre zuvor hunderte Millionen Dollars in die Golfeinöde investiert und dort zudem jahrelang Verluste gemacht. Es gab sogar das Gerücht, Trump könne den Deal damals mit russischen Krediten getätigt haben?

Der Herr Trump, der hatte sich halt mal verzockt. Angeblich passierte ihm dies nicht nur einmal? Er hatte für ein Schweinegeld einen Golfplatz in Schottland gekauft, der Heimat seiner Mutter. Der Golfplatz wurde aufwändig renoviert und aufgepeppt. Anschließend produzierte er über Jahre nichts als „Miese“, üble Verluste halt.

Glücklicherweise wurde der Herr Trump Dank seiner übermenschlichen Qualifikationen US-Präsident. Von da an ging es mit dem Golfplatz aufwärts! Wie das?

Nun, es fügte sich daß ein Pleite-Provinz-Küstenflughafen Prestwick, ca. 30 Meilen südlich von Glasgow, im Jahr 2013 für ein (1!) Pfund Sterling von der schottischen Regierung aufgekauft und mit viel Geld in Gang gehalten wurde. Den UK-Steuerzahler kostete der Airport bisher 48 Millionen Pfund Sterling plus Zinsen. Auf diesem Provinzflughafen landeten zunehmend Maschinen der US-Airforce als Zwischenstopp zum Auftanken und relaxen. Das Personal dieser Maschinen checkte auf Trumps Golfplatz ein und entspannte dort auf US-Staatskosten aus Mitteln des Militäretats.

Die Schottische Regierung und Trump hatten also ein gemeinsames finanzielles Interesse in dieser Sache. Die Schotten warben im gesamten US-Militär für ihren Flughafen und erwähnten dabei womöglich(?) Trump und seinen nahen Golfplatz? Dabei wurden die Airforce, die Navy, die Nationalgarde und Verteidigungslogistik kontaktiert und stiegen offenbar bereitwillig auf den Deal ein? Auf wundersame Weise wurde Prestwick Airport zu einem Drehkreuz des US-Militärs, angeblich sogar für direkte Kampfhandlungen (im Nahen oder Mittleren Osten?).

Es fügte sich auf wundersame Weise, daß das US-Militärpersonal von Prestwick mittels „Freundschaftspreisen“ und Boni auf Trumps Golfplatz untergebracht wurde und dort wohl auch den einen oder anderen Ball schlug?

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Trump schlug übrigens nach dem kürzlichen G7 von Biarritz, Frankreich Ende August 2019 vor, den nächsten Gipfel auf seinem Golfplatz in Florida abzuhalten. Da scheint wohl Methode dahinter zu stecken?

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https://www.theguardian.com/politics/2018/feb/07/scottish-government-criticised-over-us-military-use-of-airport

https://www.theguardian.com/us-news/2019/sep/07/congress-investigating-trump-over-us-military-trips-to-scotland


Über 20 spanische Eltern sitzen mit ihren von Leihmüttern geborenen Kindern in der Ukraine fest!

29. August 2018

Offenbar ist das Austragen von implantierten Kindern fremder Eltern in der von Armut geplagten Ukraine zunehmend ein lohnendes Geschäft, zumal dieses Verfahren in der Ukraine völlig legal ist.

Jetzt aber sitzen mindestens 20 spanische Elternpaare mit ihren zur Zeit staatenlosen Kindern teils seit Monaten in der Ukraine fest. Was ist geschehen?

Schon am 5. Juli hatte die spanische Botschaft in der Ukraine offiziell interessierte spanische Eltern vor diesem Verfahren in der Ukraine gewarnt, mit der Begründung, es würde an Transparenz und Garantien zwischen allen Beteiligten fehlen. Spanische Behörden können keine Verantwortung für Versprechen und Zusagen von privaten Agenturen übernehmen, die außerhalb Spaniens Aktivitäten betrieben die nicht vom spanischen Recht gedeckt seien.

Dies wurde aber die ganze Zeit problemlos genau so betrieben. Mündlich wurde den Agenturen und interessierten Eltern am 27. Juni bei einem Treffen mitgeteilt, es läge  am neuen Europäischen Datenschutzgesetz, das Ende Mai in Kraft getreten sei.

Bisher genügte es, wenn dem anwesenden Vater im Konsulat eine DNA-Probe entnommen wurde, an ein Labor in Spanien geschickt, dort ausgewertet, seine Verwandtschaft mit dem Neugeborenen sich darin bestätigte und das positive Ergebnis an die spanische Botschaft in Kiew zurückgemeldet wurde. Darauf wurde das Kind offiziell als Spanier/in registriert, beim Vater in den Pass eingetragen und die Eltern konnten mit ihm nach Spanien zurückkehren, wo die spanische Mutter dann ihr eigenes, von einer Ukrainerin ausgetragenes Kind, adoptieren musste, denn Spanien erkennt nur als Mutter an, wer das Kind geboren hat!

Das Konsulat behauptet nun, diese DNA-Probe seien sensible Daten und nach neuem Europäischen Recht verboten?

So etwas könne man zumindest nicht bei laufenden Verfahren ändern wird nun kritisiert, in der Ukraine sitzen rund 20 Elterpaare mit ihren geborenen, offiziell STAATENLOSEN NACHKOMMEN fest.  Sollten die Kinder noch nicht geboren sein und die Leihmutter die Schwangerschaft abbrechen wollen, hätten die Eltern keine legale Verbindung zu dem Ungeborenen!

Das Konsulat sagte den Eltern, sie müssten den DNA-Test bei Vertragslabors in Spanien selber realisieren lassen, geben dem Neugeborenen Kind aber keine spanische Legalität, lassen es also auch nicht zum Zwecke des DNA-Tests einreisen nach Spanien.

Jetzt beantragen die ersten Eltern für ihr Kind einen ukrainischen Pass, was die ukrainischen Behörden wohl akzeptieren, obwohl beide Eltern Ausländer sind? Mit diesem Pass können die Kinder ohne Visum in die EU einreisen. Dort muss dann die Vaterschaft des spanischen Vaters gerichtlich anerkannt werden und das Kind von seiner genetischen Mutter adoptiert werden, ein teures Verfahren, das rund zwei Jahre dauern könne!

Die Ukraine sei nach den USA das Land mit den meisten Leihmüttern, ein steigendes Geschäftsmodell. In der Ukraine kann dieser ganze Prozess zwischen 35.000 und 45.000 €uro kosten, in den USA oder Kanada leicht das Doppelte! Die Leihmutter bekommt in der Ukraine etwa 20.000 €uro, was zwar für die Verhältnisse im Land viel Geld ist, etwa gleich viel kassieren aber die Agenturen und Vermittler.

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https://www.elconfidencial.com/espana/2018-08-27/ucrania-kiev-atrapados-vientres-de-alquiler-familias-pasaporte-adn_1607834/

https://www.20minutos.es/noticia/3425918/0/familias-vientres-de-alquiler-atrapadas-ucrania/

 

 


Das WM-Dilemma, diesmal in Russland.

7. Juli 2018

Da läuft seit einer gefühlten Ewigkeit, dennoch eigentlich reibungslos, eine Fußball-WM in Russland. Politisch war die von westlicher Seite stets hinterfragt worden, so nach dem Motto, „können, dürfen die das?“

Wider Erwarten der Medien blieb bisher alles ruhig, ganz ohne „Krawall-Mösen“, wo sind die eigentlich geblieben?

Alles scheint entspannt, die Besucher genießen das Land des WM-Gastgebers und so kann man, ganz ohne Ablenkung, auf die sportlichen Resultate schauen. Ja, was ist das denn? Da fliegen ja sogenannte Favoriten reihenweise raus aus der WM!

Zur Taktik kann man sagen, das Modell des „tici-taci“, des Ballbesitzfußballes, scheint ausgedient zu haben? Die ganzen ballverliebten Techniker sind raus aus dem Wettbewerb? Plus 70% Ballbesitz sind keine Garantie für den Sieg? Nein, diesmal nicht!

Es gibt aber auch einen politischen, gar „rassistischen“ Aspekt in dieser WM. Da gibt es Medien, die Mannschaften tatsächlich „als rassenrein, oder gemischt, oder afrikanisch“ einordnen! Da wird darauf geachtet, ob da vor dem Anpfiff weisse Gesichter, oder schwarze, oder gelbe in der Reihe stehen. Man glaubt es nicht und ich hätte nie gedacht so etwas zu erleben, aber diese Diskussion besteht tatsächlich.

Inzwischen wird notiert und medial festgehalten, wer bei der Hymne nur die Lippen bewegt, wer sie textsicher schmettert oder gar verbockt den Mund hält. Inzwischen wird die Begegnung eines UNSERER Recken mit einem fremden Staatschef, der sich im Wahlkampf befindet, diskutiert und verworfen, gar als Verrat gewertet, welcher den Verbleib im WM-Team unmöglich mache. Auch in der Schweiz wird derzeit offen diskutiert, daß Spieler in der „NATI“ nur eine, die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen dürften. Da wird die Loyalität von Spielern auf Grund ihres äußeren Eindrucks, ihrer Hautfarbe und/oder ihres fremd klingenden Namens angezweifelt. Dem können sie nur versuchen zu entgehen durch 150%-igen Einsatz für ihre großzügige Gast-Nation? Das ist doch einfach pervers!

Dieser Schwachsinn war und ist aber nur möglich, weil die Fiktion von Nationen, Flaggen und Hymnen dazu einladen. Wir belügen uns damit bewusst und absichtlich, denn wir wollen natürlich zu allererst GEWINNEN. Ebenso, wie in den nationalen Vereinsmannschaften, wo sich längst internationale, „gemischte“ Teams gebildet haben, mit Weltstars mit entsprechendem Marktwert, versuchen wir auch auf nationaler Ebene in der Auswahl die Besten auflaufen zu lassen. Da müssen wir dann halt zuweilen mit der Staatsangehörigkeit nachhelfen. Gut, wenn man mehrere davon hat, oder zumindest einen deutschen Opa, der irgendwann einmal, irgendwo auf dieser Welt, in einem ballverliebten Land dieses Planeten, seine Gene verspritzt hat. Schon vom Ansatz her, geradezu lächerlich, dieses Unterfangen…

Die Grundidee, aus Zeiten der Nationalismen, vor über hundert Jahren entstanden, trägt in letzter Konsequenz heute nicht, genau wie sie damals nicht trug, denn sie ist schlicht und einfach verlogen! Was leider aber immer funktionierte und so auch heute, ist die Fiktion WIR gegen DIE ANDEREN, wobei WIR natürlich DIE GUTEN sind, die RECHTHABER, die GEWINNER und DIE ANDEREN die BÖSEN, die UNRECHTEN, die LOSER halt!

Wie könnte man nun diese Situation befriedigend auflösen? Wieso kann der blanke Nationalismus dazu führen, daß alle vier Jahre ein Land, Verzeihung, natürlich eine Nation, bereit ist sich in Milliardenhöhe zu verschulden für Stadien und Einrichtungen, die hinterher, nach vier Wochen WM-Rausch, kein Mensch mehr braucht, auch und gerade in Drittwelt-Staaten, die eigentlich andere Probleme haben sollten?

Ich spinne hier also einfach mal „so vor mich hin“:

1.) Kontinent-Spiele: Nach der Symbolik der Olympischen Ringe spielten Asien , Afrika, Europa und Amerika (wer ist der Fünfte?) gegeneinander. Da würden Nationalismen zwar zugunsten  größerer Einheiten überwunden, aber es gäbe zu wenig Paarungen, ganz schlecht für’s Geschäft!

2.) Märkte-Spiele: Da die Wirtschaftsräume letztlich den geographischen Kontinenten folgen, entstünde das selbe Problem wie unter Punkt 1.

3.) RED BULL-Spiele: Das Büchsengesöff steht hier nur stellvertretend für global agierende Firmen. Man könnte sie auch apple- oder Amazon- oder mit argen Einschränkungen auch SIEMENS- oder VW-Spiele nennen. Man identifiziert sich mit seinem Team und man wettet, man setzt Geld darauf. Da wäre sportliches, monetäres und spielerisches Interesse im Spiel aber kein Nationalismus, oder gar Rassimus?
Na, wäre eine solche Lösung denkbar, gar wünschenswert? Immerhin wäre zumindest das Potential der Unterstützer eines Teams nicht in der Größenordnung Dänemarks, der Schweiz oder Belgiens zu suchen, sondern „rein theoretisch“ im Hundert-Millionen-Unterstützer Bereich. Vermutlich ein „Wahnsinnsgeschäft“?


Was geht denn hier jetzt ab? Interventionstreitkräfte abseits von NATO und EU?

25. Juni 2018

Nach dreimonatigen Verhandlungen hat Frankreich heute eine neue militärische Interventionskraft gegründet, die Europäische Interventions-Initiative, die weder Teil der NATO noch Teil der EU ist, angeblich um dem BREXIT-UK die Teilnahme zu ermöglichen? Teilnehmer sind insgesamt 8 EU-Staaten plus das UK! In einer Zeremonie in Luxemburg wurde eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben , unter anderem auch von „Ich-brauch‘-mehr-Panzer-Uschi“ von der Leyen.

Moment mal, wir haben jetzt also nationale Militärs, die NATO und „die Neuen“ mit Truppen und Waffen in Europa, pardon, in Teilen Europas, denn es machen ja nicht einmal ein Drittel der EU-Staaten mit? Wer setzt die ein? Kann es Konflikte und Überschneidungen mit nationalen Militärs und/oder der NATO kommen? Oder wird hier schon am Ende ein möglicher europäischer „Bürgerkrieg“ vorbereitet?

Die EU hatte doch erst im Dezember GEMEINSAME Streitkräfte und Rüstungsmaßnahmen beschlossen? Treibende Kraft dieser neuen Militärs war der Französische Präsident Emmanuel Macron, der erstmals diesen Vorschlag im vergangenen September machte.

Diese „Acht plus Eins“ wollen/sollen dabei mitmachen:

Frankreich, Deutschland, Belgien, UK, Dänemark, Estland, Niederlande, Spanien und Portugal.

Wer also NICHT teilnimmt sind, unter Anderem, Italien, Österreich sowie der gesamte Südosten und Osten der EU, wie z.B. die Polen oder Ungarn, die Visegrad-Staaten halt?

Können/dürfen wir uns dann von der NATO verabschieden oder müssen/wollen wir künftig auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen?

War der deutsche Bundestag als vom Volk gewähltes Parlament an dieser Teilnahmeentscheidung irgendwie, irgendwann beteiligt, auf Basis welcher Information, oder war dies ein Schnellschuss der Bundesregierung und VOR ALLEM, was sagt, besser welchen Kraftausdruck äußert, Frau Nahles zu dieser Entscheidung?

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http://www.abc.es/internacional/abci-francia-lanza-fuerza-intervencion-militar-europea-margen-y-incluye-espana-201806251828_noticia.html

https://elpais.com/internacional/2018/06/25/actualidad/1529936242_904530.html

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Soll das etwa PESCO sein? Wenn ja, wann sind die Mitglieder von 23 auf 8+1 geschrumpft?
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2017/11/2017-11-13-pesco.html


Wer killt am Ende die EU, Nettozahler oder -empfänger, die Flüchtlinge oder die „üblichen Verdächtigen“, unsere Freunde und Feinde?

25. Juni 2018

Die EU ist ein Einziges großes Geben und Nehmen. Unter dem Strich sollte ein einigermaßen ausgewogenes Gefühl vorwiegen unter den Mitgliedsstaaten, nicht wie eine Gans ausgenommen zu werden. Etwas komplizierter macht die Sache, daß Geber in der Regel Steuerzahler sind und Empfänger in der Regel Staaten, aber auch die zu großen Teilen Privatwirtschaft dieser Staaten.

Nun stehen wir gerade vor der „Flüchtlingskrise“, die jetzt seit drei(?) Jahren glimmt, aber anscheinend das Potential hat, die ganze EU in Flammen zu setzen? Wo vor zehn, zwanzig Jahren die USA längst schlichtend eingegriffen hätten, da feuert heute ein Trump per Twitter die Krise noch populistisch an! Sieh‘ an, da haben sich Interessen klar geändert!

Im Allgemeinen hilft es, darauf zu achten WEM eine Sache, eine Handlung, eine Aktion nutzt, um ungehindert von der jeweiligen Propaganda zu erkennen, „wie der Hase läuft“ in dieser EU.

In der EU glaubten die Schlauköpfe in Mitteleuropa, wenn man Verträge macht, die die Last der Flüchtlingskrise, der Menschenströme letztlich den Peripheren EU-Südstaaten aufbürdet, dann sei man „fein heraus“, habe damit nichts zu tun, sollen doch diese Griechen, Italiener, Malteser, Spanier und Portugiesen sehen, wie sie das regeln! Dieses Konstrukt zerplatzte mit den ersten Menschenströmen, die an unseren Grenzen standen und die wir selbstverständlich in dieser konkreten Situation aus humanitären Gründen nicht zurückweisen konnten. Eine andere Frage sei erlaubt, wie konnten Frau Merkel und ihre Geheimdienste das halbjährige Anrollen einer Menschenlawine durch den Nahen Osten und die Türkei auf EU-Grenzen zu „übersehen“? Na ja, Schnee von Gestern!

Da war ja auch noch dieser BREXIT und die erkennbare Neuorientierung des Baltikums und der Visegrad-Staaten weg von der EU, hin zu den USA. Da waren Staaten, die auch wirtschaftlich klar auf Konfrontation mit Russland und dazu auf die USA setzten und da durfte dieser unsägliche Ukraine-Oligarch und teilweise auch sein noch unsäglichere Georgischer Oligarchen-Kumpel beinahe schon wie „de-facto-EU-Mitglieder agieren, nach Wunsch in Brüssel oder Berlin aufschlagen, dort dummes Zeug reden und die Hand aufhalten!

In untenstehendem Link von Statista gibt es ein Diagramm von EU-Nettozahlern und Netto-Empfängern. Daraus kann man auf einen Blick erkennen, daß sich unter den Nettoempfängern im Jahre 2016 praktisch das gesamte, USA-hörige, bellizistische Baltikum, die Visegrad-Staaten sowie die südöstliche und südwestliche EU-Peripherie befinden und die Hände aufhalten. Polen allein sackt knappe 7 Milliarden €uro ein, gefolgt von Rumänien mit 6 Milliarden €uro. Gleichzeitig bettelt man in Polen und im Baltikum um ständige Stationierung von US-Truppen, denn auch das ist natürlich ein Geschäft, das am Ende irgendeiner bezahlt und das werden weder die USA noch die Balten oder Polen sein, sondern die NATO und damit auch indirekt Deutschland.

Mit dem Gelder einkassieren haben diese Staaten kein Problem, mit der gebotenen Solidarität bei der Lösungsfindung von Problemen, welche die gesamte EU betreffen, aber offenbar schon?

Wenn die Briten am Ende ohne Austritts-Vertrag ihren BREXIT exekutieren, was ich ihnen hier einmal unterstellen möchte, denn „so doof verhandeln“ kann man nur wenn Absicht dahinter steckt, dann kommen schlagartig weitere Milliarden an Kosten auf die Nettozahler der EU hinzu, allen voran auf Deutschland. Gleichzeitig würden aber die Exportmärkte des Ex-Exportweltmeisters deutlich geschmälert um die USA (Steuern auf Autos, Stahl und Alu!) und das UK.

Wer also könnte ein Interesse an einem Zerbrechen der EU haben?
Die üblichen Verdächtigen, Russland und die Türkei? Gewiss, aber nicht nur die. Ich würde hier die USA und das UK auch nennen wollen, denn im Falle von England entspricht das Jahrhunderten englischer Politik in Kontinentaleuropa.
Es ist zu befürchten, daß wir mittelfristig in einen Krieg gegen Russland getrieben werden sollen, denn hauptsächlich Europa führen und bezahlen soll und bei dem hauptsächlich die USA und ihr Pudel UK zu profitieren gedenken, aber Kriege laufen bekanntlich nicht immer genauso ab, wie vor Beginn geplant, wie besonders wir Deutschen so langsam wissen sollten?

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https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38139/umfrage/nettozahler-und-nettoempfaengerlaender-in-der-eu/


Europa gerät in schweres Wasser.

2. Juni 2018

Die Südschiene der EU wird zum größten aktuellen Problemfall der EU. Angefangen hatte es mit den Randstaaten Portugal und Griechenland, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerieten. Vermutlich hätten sie unter objektiver Prüfung der wirtschaftlichen Vorraussetzungen und Bedingungen nicht dem €uro beitreten dürfen? Einmal dabei und dem gnadenlosen Schäubleschen Sparzwang unterworfen, brauchte man nur abzuwarten, bis die Kalamitäten begannen. Beide kleine Staaten bekamen regelmäßigen Besuch von den „Men-in-Black“ der internationalen Finanzgremien und knallharte Auflagen. Seitdem ist es deutlich ruhiger geworden und daraus schließe ich optimistisch, daß sich die Lage weitgehend entspannt haben dürfte? Zumindest sind dieses Portugal und dieses Griechenland augenblicklich nicht Themen der Wirtschaftsmeldungen in den Medien.

Nun hat es aber die zwei Großen des EU-Südens erwischt: Sowohl Italien, als auch seit heute Morgen Spanien stehen ohne, bzw. ohne stabile Regierungen da! In beiden Staaten soll es ein bunter Mix aus Nationalisten, Populisten, Neoliberalen, Pseudo-Linken und Linksextremen „irgendwie“ richten.

In Südosteuropa sind Bulgarien und Rumänien noch hinter der Südschiene zurück. Sie waren bisher die Niedrigstlohn-Schiene der EU, was nach den jüngsten Gesetzesvorhaben endlich beendet werden soll… wenn es am Ende denn klappt?

Die großen Ost-EU-Staaten haben seit Jahren ganz spezielle eigene Vorstellungen von Demokratie entwickelt und wollen sich diese auch weiterhin mit EU-Geldern finanzieren lassen. Die Baltischen EU-Staaten leben vom Konjunkturprogramm der imaginären russischen Gefahr und der daraus „zwingend erforderlichen“ NATO-Aufrüstung.

Der EU-Norden steht ziemlich gut da, nicht zuletzt wohl deshalb, weil Norwegen und Schweden den €uro gar nicht erst übernommen haben, Skål!

Es ist wohl nur ein vollkommen unbedeutender Zufall, daß der Wirtschaftsärger der EU mit den Trump-USA erst begann nachdem die Briten den BREXIT erklärten und seitdem scheinbar sinnlos herumeiern? Am Ende könnte Theresa May den Austritt gar für lau bekommen, durch Abwarten und tea drinking?

Es wird spannend ob und in wie weit sich Frau Merkel „dem schamlosen wirtschaftlichen Begehren“ des Emmanuel Macron widersetzen kann und will?

EU-Finanzetat, Schuldenvergemeinschaftung und EU-Finanzminister und Deutschlands wirtschaftlicher Vorteil wäre ebenso dahin, wie es die bisherigen wirtschaftlichen Nachteile der EU-Süd-Staaten sein würden.