Droht weitere Unregierbarkeit in CAT?

13. Februar 2021

Durch die Amtsenthebung des „unsäglichen Autonomiepräsidenten“ Quim Torra mussten die untereinander total uneinigen Separatisten einen neuen Wahltermin festlegen, bevor die festgelegten Fristen der Zentralregierung dies für sie erledigten. Wie nicht anders zu erwarten, nahmen sie den spätestmöglichen Termin, den 14. Februar 2021, den Valentinstag, den Tag der Verliebten (Separatisten?). So konnten sie das fürstliche Abkassieren durch Nichtstun so weit wie möglich ausdehnen…

Ich habe absolut keine Lust auf dieses korrupte katalanische Dauertheater im Detail einzugehen. Diese Zeiten sind vorbei. So deshalb hier nur eine der theoretisch möglichen Alternativen. Es könnte der Fall eintreten, daß die Separatisten der ERC den von ihnen scheinbar gepachteten Status der größten Partei in CAT an die PSC verlieren, daß dem Lager des Separatismus die Spitze so gebrochen würde, doch sicher ist das nicht!

Die (laut CAT-Wahlrecht verbotene!) letzte Umfrage wird deshalb traditionell durch die andorranische Version von elperiódico veröffentlicht, also außerhalb spanischen Territoriums und damit legal-illegal(!)
______
https://www.elperiodico.com/es/elecciones-catalunya/20210212/encuesta-elecciones-cataluna-2021-andorra-sondeo-11503399

Hier die 5. und „allerletzte“ der legal-illegalen Wahlumfragen, vom Tag vor der Wahl:
https://sondeos.elperiodic.ad/quinto-sondeo-elecciones-catalanas-14f.html

Aus „dem Dreier“ vom Freitag, scheint heute – quasi über Nacht – nur noch „ein Zweier“ von möglichen, nahezu gleichstarken Wahlsiegern geworden zu sein? Dies gilt bezogen auf die Anzahl der Sitze im katalanischen Autonomieparlament, dessen Wahlrecht das ländliche, rurale, Hinterland der Separatisten im Vergleich zu den Großräumen der Metropolitanregionen Barcelona und Tarragona begünstigt.


Nationaler, EU-Impfpass oder keiner?

7. Februar 2021

Die Covid-19 Pandemie in allen ihren bekannten und künftigen Mutationen stellt die nationalen und EU-Rechte und Reisegepflogenheiten auf den Prüfstand. Historisch fällt der Schutz eines Territoriums und seiner GESAMTEN(!) Bevölkerung in die Verantwortung des jeweiligen Staates, bzw. einer Allianz, einer Union. Hier erleben wir schon seit über einem Jahr die Reibungen und das Zuständigkeitsgerangel zwischen Nationalstaat und EU-Ebene sowie Drittstaaten. Das Virus und seine Mutationen kümmern sich aber nicht um Grenzen. Es agiert global.

Die Wirtschaft ist ebenfalls global aufgestellt und holt sich Microchips, Schräubchen, aber auch Pillen und Impfstoffe, Nahrung, Rohstoffe und Energie ebenfalls aus ALLEN Ecken und Winkeln dieser Welt.

Man sollte also annehmen, daß der Kampf gegen Viren ebenfalls nur global erfolgreich gelingen kann? Statt dessen streiten WIR (die aus den reicheren, demokratischeren Ländern dieser Welt?) uns wie die Kesself(l)icker untereinander und natürlich auch mit den bösen, total undemokratischen, politischen Feinden „um jeden Schuss“ von Impfstoffen, egal welchen Typs und welcher Herkunft.

Die Hersteller dieser hochkomplexen Medikamente haben über die Jahre hinweg bei allen Staaten die Hand aufgehalten und sich kreuz-und-quer finanzieren lassen, sich mit durch staatliche Mittel hochqualifiziertem Personal ausgestattet und dann höchstbietend und z.T. ebenfalls vorfinanziert produziert. Risiko tragen die Abnehmerstaaten, bzw. letztlich natürlich die Geimpften dieser Staaten.

So entstand die unschön, unwürdige und von Populisten aller Couleur gerne ausgenutzte Situation eines Wettkampfes (mit allen Mitteln?) um nationale Lösungen durch nationale Heilsbringer.

Es sollte doch eigentlich möglich sein, die geeigneten Impfstoffe global zu produzieren, einzusetzen und zu bezahlen und Patente- bzw. Rechteinhaber angemessen zu entschädigen? Momentan lassen wir aber ungerührt eigene Bevölkerungsschichten, ganze Staaten, gar Kontinente im Stich und setzen sie dem Risiko von Krankheit und Tod aus, weil WIR uns nicht einigen können…

Eine ganz andere Frage in diesem Zusammenhang ist die Freiwilligkeit der Impfung. Es wird also vermutlich immer einen mehr oder weniger großen Anteil von Menschen geben, die sich NICHT impfen lassen wollen. Das Ziel eines Impfpasses, gleich welcher Art, wird es also sein, Ungeimpfte egal aus welchen Gründen, gesellschaftlich auszuschließen. Hier wurden neben der Einreise in Staaten auch die gesellschaftliche Teilhabe an Sport- und Kulturveranstaltungen, an Berufsausübung, Freizeitgestaltung, bis hin zum Restaurantbesuch (Dänemark!) genannt. Klassengesellschaft?

______
https://www.20minutes.fr/politique/2954871-20210117-coronavirus-passeport-vaccinal-fausse-bonne-idee-contrer-epidemie


Schengen, Adieu?

5. Februar 2021

Die Versuche der Corona-Pandemie Herr zu werden, die eigene nationale Bevölkerung auf eigenem Territorium zu schützen, sind zwar zunächst scheinbar verständlich, weisen aber durch ihren nationalen Ansatz im Prinzip in die falsche Richtung, denn Viren und alle ihre Mutationen benötigen keine Erlaubnis, kein Visum für einen Grenzübertritt.

Seit 1996 gilt in Dänemark, Schweden und Finnland das Schengener Abkommen. Jetzt haben Dänemark und Schweden in dieser Woche, im Abstand von einem (1!) Tag, die bevorstehende Einführung eines personalisierten digitalen Impfpasses angekündigt, der im Prinzip letztlich über die Einreise in dänisches und/oder schwedisches nationales Territorium entscheiden soll, auch zur Teilnahme an Sport- und Kulturveranstaltungen, bis hin zum Restaurantbesuch beim dänischen Modell! Das Ziel sei es, die EIGENE Bevölkerung zu schützen.

Schweden will das System „Impfpass“ im Juni 2021 einführen, Dänemark spricht von drei bis vier Monaten, von heute an gerechnet, was ungefähr auf den gleichen Zeitraum hinausläuft. Digital vor Ort sei dann an den Grenzen unverzüglich der Impfstatus des Kontrollierten überprüfbar, von dem dann die Einreise abhängen wird. Sollte sich aber herausstellen, daß Geimpfte weiterhin anstecken können, dann wäre eine Einreise auf dieser Basis, also dem Vorliegen einer Impfung, doch wohl trügerisch und nicht belastbar „im Sinne der Erfinder“ dieses Impfpasses?

„Irgend jemand“ wird dann also Europäisches Recht einschränken oder gar ausschalten, wenn man die nationalen skandinavischen Impfpässe einfach darüber stülpt?

Beide Staaten versicherten, dies im Einklang mit den Maßnahmen der Weltgesundheitsorganisation und der EU tun zu wollen, was dann wieder Ursula von der Leyen, u.A. ins Spiel bringen wird…

Das kann ja heiter werden, oh je…


______
https://www.francetvinfo.fr/sante/maladie/coronavirus/covid-19-la-suede-et-le-danemark-vont-developper-des-passeports-vaccinaux_4284685.html#xtor=EPR-51-%5Bcovid-19-quatre-questions-sur-le-vaccin-de-la-societe-franco-autrichienne-valneva-qui-sera-livre-en-priorite-aux-britanniques_4283561%5D-20210205-%5Brelated%5D


„Jetzt geht’s loss bi uns in Elsass“ ?

3. Januar 2021

Am Montag, den 30. Oktober 2018, verkündete der damalige französische Premierminister Edouard Philipe um 18:20 Uhr im Regierungssitz „Matignon“ in Paris per Dekret des Staatsrates der Republik Frankreich die Bildung einer neuen, europäischen Gemeinschaft Elsass (Collectivité européenne d’Alsace). Diese wird hierarchisch als eine neue Ebene* ÜBER die weiterhin existierenden Departements Haut-Rhin (FR-68, Mulhouse) und Bas-Rhin (FR-67, Strasbourg) weiterhin existierend mit jeweils eigenem Präfekten und UNTER der seit 2016 existierenden Region Grand Est eingezogen, deren Gründung damals im Elsass Proteste und Demonstrationen ausgelöst hatten. In diesem Sinne eine verwaltungstechnische Neuheit in Frankreich, die ab dem 2. Januar 2021 formal gebildet wurde mit der Wahl von Frédéric Bierry als einzigem Kandidaten mit 75 Stimmen, 4 Enthaltungen bei 79 Gesamtstimmen. Dann wurden 15(!) Vizepräsident:innen ernannt:

11 h 20 : élection des vice-présidents, une seule liste déposée : 

  • Rémy With : premier vice-président
  • Isabelle Dollinger : deuxième vice-président
  • Pierre Bihl : troisième vice-président
  • Pascale Jurdant-Pfeiffer : quatrième vice-président
  • Rémi Bertrand : cinquième vice-président
  • Lara Million : sixième vice-président
  • Eric Straumann : septième vice-président
  • Catherine Graef-Eckert : huitième vice-président
  • Jean-Philippe Maurer : neuvième vice-président
  • Pascale Schmidiger : dixième vice-président
  • Nicolas Jander : onzième vice-président
  • Michèle Eschliman : douzième vice-président
  • Etienne Burger : treizième vice-président
  • Bernadette Groff : quatorzième vice-président
  • Marc Munck : quinzième vice-président

    Deren Namen lassen zugleich auf eine geschlechtliche Ausgewogenheit aber auch auf das Fehlen von Abgeordneten ohne Deutsch-klingende Familiennamen oder gar mit Migrationshintergrund schließen und mich fragen, ob dies eine Wirklichkeit der rund 1,9 Millionen Elsässer abbildet?
    Die zusätzlichen, neuen Kompetenzen dieser CEA (mit dem leckeren Herz-Brezel-Logo!) sind:
  • Der Grenzverkehr mit Deutschland / Schweiz
  • Die Zweisprachigkeit Französisch / Deutsch
  • Der Tourismus
  • Transport und Verkehr

    Politisch dürfte die neue Formation eher Mitte-Rechts angesiedelt sein, denn die Linke spielte im Elsass traditionell eher eine geringe Rolle? Das wird sich spätestens im März 2021 bei den Departementswahlen in Frankreich zeigen, bei denen auch für diese neue Institution CEA gewählt wird und deren Zusammensetzung sich dann vermutlich ändern wird?
    ______
    *(…13 h 05 : „Quel numéro de département portera la CEA ?“ demande un téléspectateur. „Le Bas-Rhin et le Haut-Rhin vont continuer à exister comme circonscriptions administratives de l’Etat avec chacun un préfet. Les numéros 67 et 68 vont continuer à exister. Mais par exemple sur les plaques d’immatriculation, il n’y aura plus que le logo de la Collectivité européenne d’Alsace“, explique Arnaud Duranthon sur notre antenne…)

    ______
    https://de.wikipedia.org/wiki/Elsass
    https://france3-regions.francetvinfo.fr/grand-est/bas-rhin/replay-collectivite-europeenne-alsace-est-officiellement-installee-elle-choisit-frederic-bierry-president-1910556.html
    https://france3-regions.francetvinfo.fr/grand-est/collectivite-europeenne-alsace-ce-que-on-sait-100-jours-naissance-ce-super-departement-1876576.html

Werden die überzeugten Insel-Briten nach dem Brexit wirklich frei sein?

21. Dezember 2020

Die Zeit läuft nun endgültig ab, in der es rein theoretisch noch zu einer Einigung zwischen dem UK und der EU kommen könnte. Eventuelle Übereinkommen, gar Verträge, können nicht mehr vom EU-Parlament oder dem Britischen Unterhaus fristgerecht abgewickelt werden. Die Verhandlungspartner hauen sich im Auftrag von Boris Johnson und Ursula von der Leyen symbolisch die Fische um die Köpfe und drohen mit dem Brexit-Chaos in den britischen und französischen Häfen.

Nun hat das total fiese Corona-Virus dieses Argument vorzeitig entkräftet, denn nach den jüngsten Tests befanden sich quasi in jedem Flieger aus dem UK positiv getestete Passagiere. Frankreich, Belgien, die Niederlande, Italien, Deutschland und sogar Indien, Südafrika, Australien machten konsequent dicht für Flieger aus dem UK. Alle Häfen wie Calais und Dünkirchen und der Kanaltunnel wurden geschlossen, fast als sei schon Brexit! Bei Dover soll sich ein bis zu 30km langer Lkw-Stau befinden, der sich nicht bewegt. Deren Fahrer:innen sind „gefangen“ unter unzumutbaren sanitären und Ernährungsbedingungen. Die Fahrzeuge der Speditionen sind derzeit auf unbestimmte Zeit ihrer normalen Nutzung entzogen, was nach einer zeitlichen Verzögerung vermutlich überall zu Versorgungsproblemen und Preissteigerungen führen wird? Ein Vorgeschmack auf einen harten Brexit? Keine Ahnung, ich weiss es nicht!

Aber der hier verlinkte Artikel zur spanischen Tageszeitung LA VANGUARDIA zeigt an einigen Beispielen auf, daß die Relationen des UK zu EU-Nationalstaaten keineswegs gekappt werden würden mit dem Brexit, wie es seine Betreiber den Befürwortern des Brexit-Referendums damals 2016 einredeten.

Da gibt es z.B. den französischen Energie-Multi EDF (Électricité de France), der zu über 80% im französischen Staatsbesitz(!), weiterhin zusammen mit den Chinesen von CGN quasi ein Monopol zum Betrieb und Bau mehrerer ((8?) Kernkraftwerke im UK besitzen, unter anderem in Hinkley Point Wert (22,5 Milliarden Pfund Sterling und mit bisher 2 Jahren Rückstand beim Bau!). Die Briten waren technologisch nicht mehr dazu in der Lage diese Projekte selbst abzuwickeln! Der Anteil von Nuklearenergie am Energiemix beträgt derzeit 20% und er wird steigen, wenn der CO2-Verbrauch bis 2050 auf Null reduziert werden soll! Es existieren zwei weitere unterschiedlich weit fortgeschrittene Bauprojekte für Nuklearkraftwerke, in Sizewell und in Bradwell. Um der EDF ihre Gewinne zu garantieren(!) existieren hohe Abgabepreis für Elektroenergie für 35 Jahre, ganz egal „ob Brexit hin oder Brexit her“, die der britische Endverbraucher, aber auch die Wirtschaft bezahlen müssen!

Der Finanzsektor, „die City“ ist bisher weniger betroffen, obwohl große Häuser ihren Sitz oder zumindest Teilkapazitäten z.B. nach Paris oder gar Frankfurt verlegt haben.

Es gibt Französische Bahn- und Busunternehmen mit Staatsbeteiligung die Linien in England, besonders im Großraum London betreiben.

Der neue blaue(!) Hightec-UK-Reisepass ohne die verhasste Symbolik der EU-Sterne wird… vom französischen Multi-Unternehmen THALES (Raumfahrt, Rüstung und Sicherheit, mit über 20% französischer Staatsbeteiligung!) produziert.

Die staatliche französische RATP, die den Nahverkehr im Großraum Paris betreibt, ist Konzessionär einiger wichtiger Buslinien in London!

Auch die französischen Staatseisenbahnen SNCF betreiben Bahnstrecken im UK.

Aber – wie schon oben erwähnt – die Verhandler „hauen sich die Fische um die Köpfe“ um die reale Abhängigkeit des UK von kontinentalen Nationalstaaten der EU zu verschleiern… bis zum bösen Erwachen!




_____
https://www.lavanguardia.com/internacional/20201221/6137712/brexit-reino-unido-francia-china-boris-johnson-ue.html


John le Carré, alias David Cornwell, dies aged 89, RIP!

14. Dezember 2020

Der Autor legte erst kürzlich seinen letzten(?) Roman vor und hatte noch bis ins hohe Alter eine klare Meinung zum BREXIT (gegen den er noch vor zwei Jahren aktiv demonstrierte!) und zu „Politikern“ wie Nigel Farage und Boris Johnson…

https://www.theguardian.com/books/2020/dec/14/john-le-carre-remembered-margaret-atwood-john-banville-ian-rankin?utm_source=eml&utm_medium=emlf&utm_campaign=MK_SU_NewsletterCanvas&utm_term=Email_RC_ROW&utm_content=variantA

https://www.theguardian.com/books/2019/sep/07/exclusive-john-le-carre-new-novel-brexit-intrigue-agent-running-in-the-field


____
https://www.theguardian.com/books/2020/dec/13/john-le-carre-author-of-tinker-tailor-soldier-spy-dies-aged-89?utm_term=195d5569cf6af2d4e1388c9825d259c5&utm_campaign=GuardianTodayUK&utm_source=esp&utm_medium=Email&CMP=GTUK_email


Die Nachricht, die keine ist… in CAT!

13. Dezember 2020

Ein Antrag wird gestellt im EU-Parlament und mit sehr klarer Mehrheit von 487 Stimmen = 70% (3/4) abgelehnt gegen eine Zustimmung von 170 Stimmen = 24% (1/4) bei 37 Stimmen = 5% (1/20) Enthaltung. Eine Angelegenheit, die offenbar im Tagesgeschäft keine Spuren hinterlässt und über die folglich in CAT kaum berichtet wird? Dabei war es eine katalanische Abgeordnete des EU-Parlamentes, Diana Riba, ERC, die vom EU-Parlament forderte, einen formalen Weg zur Zerstörung der nationalen Mitgliedstaaten durch den berüchtigten Separatismus anzunehmen. Die EU sagte also sehr klar, deutlich und unmißverständlich „NEIN“ zu diesem Ansinnen. Als Beispiele waren in dem Antrag neben Katalonien, dem Baskenland, aber auch das belgische Flandern und das italienische Südtirol genannt worden. Dafür gestimmt hatten die bekannten Separatisten von Bildu, ERC y PNV aber auch die spanische Regierungspartei PODEMOS, die offenbar aus der Regierung heraus mit Ministergehältern honoriert, an der Zerstörung des Spanischen Staates arbeitet?


Die peinliche Witzfigur, der „Motxo“, die sich nach der 10-Sekunden-Unabhängigkeitserklärung im Kofferraum eines Autos nach Marseille, Frankreich und von dort bequem im Flieger nach Brüssel, Belgien flüchtete und letztlich in einer Luxus-Villa in Waterloo versackte,wo sie sich durch ein spanisches(!) EU-Abgeordnetenmandat juristische Immunität und ein auskömmliches EU-Gehalt verschaffte, begann sofort „automatisch“ zu tönen: „Die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien verhandeln wir doch nicht mit dieser EU von Nationalstaaten in der letztlich Spanien bestimmt (wegen dieses blöden Veto-Rechtes?)… TÄTÄÄÄ!“ Und, geheimnisvoll hinzufügend, „Es gibt ein Leben nach der EU!“

Übrigens hielt sich das Interesse des EU-Parlamentes am „Motxo“ sehr in Grenzen. Er sprach in fast leerer Halle vor vielen, vielen leeren Stühlen…
https://www.elindependiente.com/espana/2020/12/16/el-mundo-no-mira-a-puigdemont-interviene-ante-un-parlamento-europeo-casi-vacio/?utm_source=Usuarios+con+newsletter&utm_campaign=08d6ede6ae-EMAIL_CAMPAIGN_2018_09_25_06_57_COPY_02&utm_medium=email&utm_term=0_19d740f1b0-08d6ede6ae-71465391

Was hat dieser „Teufelskerl“ an politischer Phantasie und virtuellen Erfolgen denn jetzt schon wieder vor?
Helfen russische Truppen bei der Unabhängigkeit? Bekommen die Chinesen den Hafen von Barcelona als Marinestützpunkt? Aber das hatten wir doch alles schon? Oder sieht er gar seine persönliche Zukunft doch eher in Rumänien oder noch besser in Moldawien, dieser Conde de Puigfranconia?

Laura Borràs, Jordi Sànchez, Elsa Artadi, Joan Canadell, Jaume Alonso Cuevillas, Meritxell Budó, Damià Calvet, Marta Madrenas, Ramon Tremosa, Francesc de Dalmases, Gemma Geis, Eusebi Campdepadrós… die üblichen Verdächtigen des katalanischen Separatismus zuzüglich der ins rettende EU-Ausland geflüchteten mutmaßlichen Straftäter diverser Delikte und natürlich, diejenigen die ihre per Gerichtsurteil zugewiesen Strafen (teilweise bzw. zeitweise) absitzen, manchmal drin im *****Luxus-Knast für CAT-SEP’s und manchmal als Freigänger ein fast normales Leben führend, und dabei ungeduldig ihrer vorzeitigen Begnadigung vor den Autonomiewahlen im Frühjahr harrend… sie schweigen.
______
https://www.eltriangle.eu/es/2020/12/07/el-sueno-independentista-se-ha-acabado-el-26-n-del-2020-2/?fbclid=IwAR2XTjxzzxVIYoZnpwCqGHgmJnVw0Smdhw1BKkddOj6P2D_u4tn5t7eJkJY

https://www.20minutos.es/noticia/4489304/0/parlamento-europeo-rechaza-autodeterminacion-dentro-ue/


Setzt Boris Johnson die Royal Navy gegen EU-Fischer ein?

12. Dezember 2020

Es scheint, „Blondie“ kann es kaum noch erwarten mit dem Brexit? Ebenso klar scheint, daß es ein harter Brexit werden soll? „Blondie“ kann es wohl gar nicht hart genug bekommen? 50 Jahre, ein halbes Jahrhundert mit diesem von Franzosen und Deutschen dominierten EU-Haufen in Brüssel sind ihm einfach genug!

Jetzt muß die Royal Navy nicht mehr um die halbe Welt schippern um zum Einsatz zu kommen, ab 1. Januar 2021 sitzt der perfide Feind direkt vor der britischen Hafeneinfahrt, quasi in Sichtweite, wirft seine Netze aus und klaut den Briten ihre Fische! Ausgerechnet die Fische! Welchen Vorteil hätte es denn noch auf einer Insel zu hocken, wenn außenrum keine Fische mehr schwömmen, weil die bösen Portugiesen/Spanier/Franzosen/Belgier/Niederländer/Deutschen und Dänen die alle weggefischt hätten?

Vergesst es, böse Europäer, sonst schießen wir eure Fangflotten in Stücke! Dazu sind die HMS Tyne und drei weitere Schiffe der 80m langen River-Class Kategorie ab dem 1. Januar 2021 abkommandiert. Die Bordkanonen sind durchgeladen. „Blondie“ wird ihre Aktion womöglich von den White Cliffs of Dover überwachen, wenn er durch die endlosen Lkw-Schlangen-Staus überhaupt in die Nähe der Küste gelangt. Die Kriegschiffe sollen die bis zu 200 Seemeilen umfassende exklusive Wirtschaftszone (EEZ) offensiv schützen vor diesen Kontinental-Europäern, denen man bekanntlich ja noch nie trauen konnte…

Konservative Insider behaupten, die Anzahl der Kriegsschiffe sei inzwischen heimlich von vier auf acht verdoppelt worden, wohl weil die forsche Panzer-Uschi von der Leine „Blondie“ die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit des UK vermittelt hat?

UK-Marine Profis raten dazu, gleich zu Beginn ein, zwei EU-Trawler aufzubringen und in britischen Häfen an die Kette zu legen, dann würden sich die anderen hübsch zurück halten, echt cool die Typen, was?

______
https://www.theguardian.com/uk-news/2020/dec/11/four-navy-ships-to-help-protect-uk-waters-in-case-of-no-deal-brexit?utm_term=76e56b9a17f5140daa5d450ce1c19a0c&utm_campaign=GuardianTodayUK&utm_source=esp&utm_medium=Email&CMP=GTUK_email


Geht Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ins Gefängnis?

11. Dezember 2020

Das „Le Parquet national financier“ der französischen Justiz ermittelt seit 23.11.2020 erstmals gegen einen Ex-Präsidenten der Republik Frankreich. Vorgeworfen werden ihm Korruption und Bestechung. Der Ankläger forderte am 10.12.2020 für Nicolas Sarkozy, seinen Anwalt (und langjährigen Freund) Thierry Herzog* und Ex-Magistrat Gilbert Azibert je 4 Jahre Gefängnis, davon 2 Jahre in echter Haft und 2 Jahre auf Bewährung. Die theoretische Höchstrafe für diese Delikte betrüge 10 Jahre! Das Urteil soll am 01.03.2021 verkündet werden.

Sarkozy (selbst Anwalt von Beruf) sieht sich in seinem Schlusswort als unschuldig, als juristisch Verfolgter auf einem Kreuzweg, der die Wahrheit gesagt habe und bereit sei, die Verantwortung zu tragen, der aber NOCH Vertrauen in die Justiz unseres Landes habe (die ihn folglich am Ende freisprechen müsse)…

Sarkozy soll mit Hilfe seines Anwaltes Einblick in geheime Ermittlungsakten zur Affäre „Bettencourt“ erlangt haben und dem Magistrat Azibert im Gegenzug Hilfe und Kontakte für dessen Traumjob in Monaco versprochen haben, den dieser jedoch nie erhielt!

Der amtierende Innenminister Gérald Darmanin rühmt Nicolas Sarkozy derweil parallel im TV in den höchsten Tönen als ehrlichen Mann und verdienstvollen Präsidenten mit dem er sich regelmäßig austausche (wussten Sie das, Präsident Macron?) und der vor kurzem zu einem Frühstück bei ihm im Innenministerium „á Beauvau“ zu Gast war (haben sie das gehört, hohes Gericht?).

______
*Für den Anwalt Herzog werden zusätzlich zur Haftstrafe, anschließend 5 Jahre Berufsverbot gefordert!

______
https://www.francetvinfo.fr/politique/affaire/sarkozy-sur-ecoute/affaire-des-ecoutes-quatre-ans-de-prison-dont-deux-fermes-requis-contre-nicolas-sarkozy-et-les-deux-autres-prevenus_4211799.html#xtor=EPR-51-%5Baffaire-des-ecoutes-quatre-ans-de-prison-dont-deux-ferme-requis-contre-nicolas-sarkozy-son-avocat-thierry-herzog-et-l-ancien-magistrat-gilbert-azibert_4212075%5D-20201208-%5Bbouton%5D

https://www.francetvinfo.fr/politique/affaire/sarkozy-sur-ecoute/


ECMWF entscheidet sich für Bonn statt Barcelona!

9. Dezember 2020

Wieder einmal hat sich eine supranationale Organisation, die ECMWF* (European Center for Medium-Range Weather Forecasts) gegen ein Barcelona im permanenten Niedergang und statt dessen für das nette, schön gelegene, plan- und berechenbarere Bonn am Rhein, quasi einen Vorort von Köln und Brüssel, kaum mehr als einen Steinwurf von Paris und Berlin entfernt, entschieden.

Der helle Wahnsinn! Noch vor 20 Jahren wäre dies nahezu unmöglich gewesen, aber nach einem runden dutzend Jahren des nationalkatalanistischen Separatismus, von Pujol über Mas über Puigdemont über Torra und „natürlich“ der Bürgermeisterin und Über-Mutter der Hausbesetzer-, Schlepper-, Drogenmafia- und Mantero-Szene, der laibhaftigen Ada Colau, mit der entsprechenden Verwahrlosung des Stadtbildes und des Niederganges der öffentlichen Sicherheit, wurde die einst „schönste Stadt der Welt mit der besten Lebensqualität der Welt“ bei einer Bewerbung von 9 Städten um den Standort für die ECMWF von einer „romantischen Rhein-Idylle mit Lebensqualität“ auf den zweiten, den Verlierer-Rang verwiesen!

Keine große Sache natürlich! Es handelt sich um eine Zweigniederlassung mit gerade mal 250 Arbeitsplätzen und einem 100 Mio € Jahresetat, also kaum der Rede Wert für den nationalkatalanistischen Nabel der Welt!

Zum „sportlichen“ Wettbewerb:
In der Vorrunde setzten sich Barcelona, Toulouse und Bonn gegen sechs weitere Kandidaten durch.
Im Halbfinale flog dann Toulouse raus.
Im Finale verlor Barcelona ganz, ganz knapp, „nur um ein paar Zehntel“, so Ada Colau. Bin gespannt ob sie „den Trump gibt“ und das Ergebnis anzufechten versuchen wird?
______
ECMWF wurde 1975 gegründet mit Hauptsitz in Reading, UK (in 3 Wochen, ab 2021 nicht mehr EU-Mitglied!). Seit 2017 gibt es einen zweiten Standort in Bologna, Italien. Der ECMWF hat aktuell 22 Staaten als Mitglieder, darunter die Nicht-EU-Staaten Israel, Türkei und Marokko.


______
https://cronicaglobal.elespanol.com/politica/barcelona-pierde-otra-sede-europea-brexit-centro-europeo-predicciones-se-fuga-bonn_417612_102.html?a_aid=noti
https://www.lavanguardia.com/local/barcelona/20201209/6106228/barcelona-sede-centro-europeo-prediccion-meteorologica.html