Guide Michelin macht Harakiri mit Ansage!

19. Januar 2020

Am 27. Januar, Montag in einer Woche, kommt der jährliche Restaurantführer der Gastronomie-Kritiker des Guide Michelin heraus und dies gedruckt, als „ganz altmodisches Buch“!

Keine Ahnung, wer heute überhaupt noch Bücher lesen kann, diese harten Deckel, dazwischen diese vielen widerspenstigen Blätter von denen Eines wie das Andere aussieht und außen herum ein loser, glatter, rutschiger Umschlag, wie hält man das verdammte Ding, wo ist oben und unten, wo ist hinten und vorne, warum bewegt sich nichts, wenn ich es mit dem Finger antippe und wie, zum Teufel, soll man dabei Auto fahren, hä.. weisst du das Alexa?

Das bedruckte, gebundene Buch wäre also für den modernen,  sich immer von A nach B, wenn nicht gar C bewegenden Menschen als  mobiles Kommunikationsmedium grundsätzlich zu hinterfragen, aber der Guide Michelin hat sich viel krasser „die Kugel gegeben! Sie haben der l’Auberge du Pont-de-Collonges***, in Collonges-au-Mont-d’or bei Lyon, der Wirkungsstätte des seligen „Saint“ Paul Bocuse, den „ewigen Dritten Stern“ aberkannt, diese Wahnsinnigen!

Für den Wirt, Verzeihung, den Spitzengastronomen Périco Légasse, ein klarer Fall: „Die Kritiker des Guide Michelin verstehen nichts mehr vom Essen, sie sind die Schande der französischen Küche, das ist ein Selbstmord mit Ansage!“

Seit 1965 hatte Bocuse mit seinem Lokal ganze 55 Jahre in Folge die drei Sterne eingefahren. Das war der Pol, ach was, der Vatikan der französischen Gastronomie und der Guide Michelin hatte dies Jahr für Jahr ganz offiziell bestätigt.

Nun starb Paul Bocuse und schwupps, war der dritte Stern weg! Da wurde, dem Anlass entsprechend, sogar Talleyrand (noch so ein Koch?) zitiert:

„C’est plus qu’un crime, c’est une faute“.
(„Das ist schlimmer als ein Verbrechen, das ist ein Fehler!“)

So mancher sieht das ganz klar: „Der Guide Michelin starb mit Paul Bocuse, Amen!“

„Ihnen war Pauls Stern schnuppe, sie starben an einer Sternschnuppe, was für ein Schicksal!“

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https://www.francetvinfo.fr/economie/emploi/metiers/restauration-hotellerie-sports-loisirs/le-restaurant-paul-bocuse-perd-sa-troisieme-etoile-les-gens-du-guide-michelin-ne-savent-plus-manger-lache-perico-legasse_3788571.html


Paris, 20. Bezirk. Anwohner zur Drogendealerszene: „Die Straße gehört uns!“

19. Januar 2020

„Dieses Mal werden WIR den öffentlichen Raum besetzen!“ Die Anwohner des südlichen Teils des im 20. Bezirk des Pariser Ostens gelegen Viertels Orteaux/Réunion zusammen mit der Vereinigung ARMBH (l’association Réunion-Marc Bloch-Haies) haben die Schnauze endgültig voll und wollen es jetzt wissen.

Sie organisierten am Samstag, den 18. Januar ab 15 Uhr ein großes Straßenfest für die Nachbarschaft. Normalerweise gehört diese Gegend ab Mittags den jugendlichen Straßenbanden, nicht notwendigerweise aus dieser Gegend, die auf offener Straße Haschisch „verticken“.

Diese spontane Bürgerinitiative drückt mit ihrer Aktion zugleich die Unzufriedenheit mit der Unzulänglichkeit der kommunalen Maßnahmen aus, die öffentliche Sicherheit des Viertels betreffend.

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http://www.leparisien.fr/paris-75/paris-ils-organisent-une-fete-des-voisins-pour-reprendre-le-terrain-aux-dealers-17-01-2020-8238357.php#xtor=EREC-1481423604-%5BNL75%5D—$_id_connect_hash@1


„Operation Tote Häfen“: Gewerkschaft CGT legt Frankreichs größte Häfen lahm im Streik gegen Lebensarbeitszeitverlängerung!

16. Januar 2020

Calais? Alles tote Hose!
Dunkerque? Alles tote Hose!
Le Havre? Alles tote Hose!
Rouen? Alles tote Hose!
Saint-Nazaire? Alles tote Hose!
La Rochelle? Alles tote Hose!
Marseille? Alles tote Hose!

Von Mittwoch bis Freitag geht für 72 Stunden nichts mehr in Frankreichs größten Häfen! Allein von Marseille nach Korsika wurden für diese drei Tage 18 Fähren gestrichen!

Diese Dock- und Hafenarbeiter haben derzeit eine besondere Renteneintrittsregelung: Sie können mit 59 Jahren in Rente gehen!

In Deutschland müssen die Menschen bis 67 Jahren arbeiten um dann eine Durchschnittsrente zu bekommen, die nur knapp über der Armutsgrenze liegt, aber deshalb streiken? In Deutschland doch nicht…

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https://www.francetvinfo.fr/economie/retraite/reforme-des-retraites/reforme-des-retraites-les-dockers-rejoignent-la-contestation_3785631.html#xtor=EPR-2-%5Bnewsletterquotidienne%5D-20200116-%5Blesimages/image3%5D


Nicola Sturgeon verlangt mit 45% der Wählerstimmen neues Unabhängigkeitsreferendum für Schottland!

15. Dezember 2019

Zugegeben, sie hat ganz ordentlich gewonnen! Aber eine Mehrheit der Schotten vertritt sie ganz sicher nicht! Zwar hat sie auf Grund des Mehrheitswahlrechtes 47 von 59 schottischen Sitzen, das sind rund 80% der schottischen Sitze gewonnen im Unterhaus, aber dafür genügten ihr in einem Wahlkampf, in dem es SEHR um die schottische Unabhängigkeit ging, ganze 45% der Wählerstimmen!

Nicht einmal jeder zweite Schotte hat also für die Unabhängigkeit gestimmt! DAS IST FAKT und das ganze Getöse jetzt ist schlichte Separatistenpropaganda, wie wir sie ja schon aus anderen Gegenden der EU kennen!

Um in einer solchen Schicksalsfrage entscheiden zu können, sollte man eine qualifizierte Mehrheit, sagen wir mal zwei Drittel oder 66% der Wähler hinter sich haben und nicht 55%, mehr als die Hälfte der Wähler eines Landes, GEGEN sich, oder?


Französische Bürgermeisterin verhängt Sterbeverbot an Wochenenden und Feiertagen!

15. Dezember 2019

Die Bürgermeisterin von La Gresle, Loire (70km westlich von Lyon)  Isabelle Dugelet, ging in die Medien ein: Nachdem sie am Sonntag, den 01. Dezember miterlebte, daß es bei einem Todesfall am Wochenende über zweieinhalb Stunden dauerte einen Arzt zu finden der einen Totenschein ausstellte, was die Voraussetzung für jegliche weiteren Schritte zur Initiierung einer Beisetzung ist, fand sie diesen Umstand unzumutbar für die trauernden Hinterbliebenen. Da sie nicht in der Lage war Ärzte zur zeitlich akzeptablen Verfügung zu halten, ging sie den entgegengesetzten Weg dieses Problem zu lösen und Verbot ihren rund 850 Einwohnern „am  6. Dezember schlicht, auf unbestimmte Zeit an Wochenenden und Feiertagen zu sterben:

« Il est interdit aux habitants de décéder à domicile sur le territoire communal les samedi, dimanche et jours fériés pour une durée indéterminée ».

Sie habe auf eine absurde Situation in der völlig unzureichenden medizinischen Versorgung ihres Ortes und des ganzen ländlichen Umgebung mit einer ebenso absurden Maßnahme eines Bürgermeisters geantwortet, so Isabelle Dugelet, die mit dieser, ihrer Aktion schlagartig bekannt wurde! Es gäbe in der ganzen Gegend schon seit Monaten keine Notärzte mehr und in diesem konkreten Fall hatten sich Rettungsdienste, Polizei und Rathäuser hektisch gegenseitig die Verantwortung zugeschoben…

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https://www.leprogres.fr/edition-loire-nord/2019/12/06/interdiction-de-mourir-les-week-ends-et-jours-feries
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https://www.bfmtv.com/societe/loire-une-maire-interdit-a-ses-administres-de-mourir-a-domicile-les-week-ends-et-jours-feries-1820276.html
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http://www.mairielagresle.fr/category/actualites/
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La Gresle ist eine französische Gemeinde mit 834 Einwohnern im Département Loire in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Roanne und zum Kanton Charlieu. Die Einwohner werden Greslis genannt.Wikipedia

1 Jahr Gelbwesten-Proteste mit Gewalt in Paris*, Nantes und Lyon. *(Mindestens 124 Festnahmen!)

16. November 2019

Dramatische Bilder von Gewalt, Zerstörungen, Feuer an der Place d’Italie, im 13. Bezirk. Die Polizei verkündete den Rest des Pariser Territoriums sicher unter Kontrolle zu haben. Es seien 8.861 Personen kontrolliert worden. Es sollen sich bei den Gewaltbereiten um eigene radikale Gelbwesten, aber auch um Infiltrierte Gewaltfanatiker des Schwarzen Blockes handeln.
Auch „Les Halles“ ist betroffen. Die Gelbwesten spielten mit der Polizei in diesem Komplex offenbar „Katz und Maus“?

https://www.lefigaro.fr/actualite-france/gilets-jaunes-les-images-des-heurts-place-d-italie-a-paris-20191116

In einer Umfrage äußerten zwei Drittel der befragten Franzosen Verständnis für die Wut der Gelbwesten…


Belgische Staatsanwalt verlangte Puigdemonts Auslieferung an Spanien, doch Gericht verschiebt auf 16. Dezember!

28. Oktober 2019

Dem Europäischen Haftbefehl des Obersten Gerichts Spaniens wegen „sedición y malversación“, das heisst wegen Aufruhr und Unterschlagung, sei Folge zu leisten, da dies auch in Belgien strafbare Handlungen seien. Heute beriet, in erster Instanz und unter Ausschluss der Öffentlichkeit, das entsprechende Gremium in Brüssel.

Außerdem hat heute, das Oberste Gericht der EU die Bitte um Immunität von Carles Puigdemont wegen seiner Wahl ins EU-Parlament im vergangenen Mai endgültig abgelehnt, nachdem sein provisorischer Antrag bereits im Juli diesen Jahres verweigert wurde!