Der Gesprächstermin Sánchez/Torra am 6. Februar wird relativiert und in seiner Bedeutung abgewertet.

Nachdem die Vizepräsidentin Calvo den Termin zunächst mit den Worten „wenn er denn stattfindet“ grundsätzlich in Frage stellte, was später von der spanischen Regierung richtig gestellt wurde, hatte Pedro Sánchez selbst ihn als Routinegespräch zweier Regierungen über anstehende aktuelle Themen, wie z.B. die schweren Sturmschäden des Unwetters GLORIA in Katalonien, dargestellt.

Über einen institutionellen Gesprächstisch zum Austausch zwischen der Madrider Zentralregierung und den nationalkatalanistischen Separatisten würde später mit der jetzt erst einmal neu zu wählenden Regierung der spanischen Autonomie Katalonien zu sprechen sein, das stünde jetzt erst einmal nicht an, denn diese würde wohl kaum vor Ende Mai, Juni oder gar erst nach der Sommerpause im Amt sein. Pedro Sánchez käme auch nicht allein zu diesem Torra-Termin nach Barcelona, sondern er wolle am 7. Februar noch mit der Anarcho-Bürgermeisterin Ada Colau und Anderen sprechen in Barcelona…

Jetzt muss Quim Torra sich schnellstens etwas einfallen lassen um die Bedeutung des zwar fest eingeplanten, aber jetzt wohl von beiden Seiten ungeliebten Termines in Barcelona, zu minimieren…

Quim Torra hat inzwischen öffentlich verkündet NICHT wieder für das katalanische Autonomieparlament kandidieren zu wollen, „was er schon immer gesagt habe!“ Dieser Anhang war notwendig, denn er ist immerhin gerichtlich (aber noch nicht in letzter Instanz) von jeder politischen Betätigung und jedem politischen Amt ausgeschlossen worden „wegen Ungehorsams“.

Da fällt mir doch sogleich die spannende Frage ein, ob ein Präsident, ohne ein (ihm vom Gericht entzogenes) Abgeordnetenmandat, denn überhaupt ein „echter, legaler“ Präsident mit voller Amtskraft sei, denn falls NICHT, dann könne er ja wohl kaum die Legislaturperiode für beendet erklären und Neuwahlen ausrufen, oder? Ich fürchte Quim Torra müsste dann in alle Ewigkeit weiter „nichts tun und abkassieren“ als katalanischer Autonomiepräsident?

3 Responses to Der Gesprächstermin Sánchez/Torra am 6. Februar wird relativiert und in seiner Bedeutung abgewertet.

  1. almabu sagt:

    Es dauerte nur Stunden, da holte der Pausen-Clown von ERC, Gabriel Rufián, Pedro Sánchez wieder abrupt aus seinen Träumen eines spanischen Sonnenkönigs!

    Nachdem er den vereinbarten „Gesprächstisch auf Augenhöhe“ mit den Separatisten, vertreten durch Quim Torra, zunächst grundsätzlich in Frage gestellt hatte, dann inhaltlich auf anstehendes Tagesgeschäft zwischen Zentralregierung und einer beliebigen Autonomie reduzierte, dann vage auf eine ferne Zukunft „nach den vorgezogenen Neuwahlen“ verschob, was in der Realität durchaus auf Herbst bedeuten könnte, wurde er jetzt von der ERC wieder aus den Wolken geholt und der Gesprächstisch wieder zur Aussprache zwischen dem katalanischen Separatismus und der „bösen“ Zentralregierung in Madrid deklariert, wie es ursprünglich ja auch vereinbart worden war.

    Pedro Sánchez und seine PSOE haben an einem halben Tag mehr politische Purzelbäume geschlagen als ein Bodenturner bei seiner Kür.

    Wenn man bedenkt, welchen Einfluss der Clown Rufián auf die erpressbare spanische Regierung hat, kann einem Übel werden…

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  2. almabu sagt:

    Jetzt droht auch noch Quim Torra damit, den Termin des „Gesprächstisches“ zwischen dem spanischen Präsidenten der Minderheitsregierung aus PSOE und UP Pedro Sánchez und dem katalanischen Autonomiepräsidenten platzen zu lassen, wenn es dort nicht „zur Sache ginge“, also um all die durchgeführten Verfassungsverstösse der CAT-SEP’s für deren Flüchtige und Verurteilte er kategorisch Freispruch und Freilassung forderte, außerdem das welt-exklusive katalanische Ur-Recht der einseitigen Selbstbestimmung, die Separation eines Teiles Spaniens, die sogar nur von einer Minderheit der Katalanen in einem illegalen Referendum verlangt wurde und die folglich umzusetzen sei. Über total langweilige Dinge zu reden, die innerhalb des Rahmens der Spanischen Verfassung lägen, das lohne sich nicht, sei Zeitverschwendung, da müsse sich so ein vielbeschäftigter Mann wie er, Quim Torra, schon überlegen, ob er da überhaupt hingehen solle…

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  3. almabu sagt:

    Man muss sich hier vor Aufgen führen, daß dieses aufgeregte Gegackere „wie in einem Hühnerstall, an dem der Fuchs vorbei schnürt“ und das inzwischen die halbe spanische Regierung beschäftigt, durch die vage, nicht konkret terminierte Ankündigung von vorgezogenen Neuwahlen durch den durchgeknallten Separatisten-Autonomiepräsidenten Quim Torra ausgelöst worden ist, Wahnsinn!

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