Ein Wunder: Maduros rechte Hand latschte 4km durch den Madrider Flughafen ohne dabei Spanischen Boden zu berühren!

Der (erste?) Skandal der Regierung des Pedro Sánchez zieht sich seit einer Woche dahin, nicht ohne täglich neue Enthüllungen, welche die bisherigen Aussagen von Minister und Präsident, jeweils im Nachhinein als Lügen bloß stellen. Das kann doch einen Pedro Sánchez nicht erschüttern…

Was ist geschehen?
Da gibt es denn selbsternannten, aber von den USA und der EU anerkannten „einzig wahren, demokratischen Präsidenten Venezuelas Juan Guaidó“. Dieser war auf Europa-Tournee (wg. Davos?). Er wurde von Pedro Sánchez (warum eigentlich?) nicht empfangen, sondern „nur“ vom Bürgermeister Madrids José Luis Martínez-Almeida, der ihm die Goldenen Stadtschlüssel überreichte, und der spanischen Außenministerin Arancha González Laya. Pedro Sánchez zierte sich. Er und sein sozialistischer Vorgänger Zapatero hielten eher zum Diktator Maduro, mit dessen Regime auch die Linkssozialisten von Unidas Podemos des Pablo Iglesias Geschäfte unterschiedlicher Art machten. Der erste sozialistische spanische Nach-Franco-Präsident Felipe González hielt allerdings klar zu Guaído! Da waren sich die Sozis untereinander offenbar mal wieder total uneins??

Parallel landete mitten in der Nacht ein venezuelanischer Privat-Jet,   eine Falcon 900LX TC-AKE auf dem geschäftlichen Teil des Madrider Flughafens Barajas. Drinnen saß „Busfahrer“ Nicolás Maduros Rechte Hand und Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez und wollte raus! Bis hierhin war alles klar und unumstritten. Ab diesem Punkt begannen die kunstvoll geflochtenen Lügengeschichten.

Der spanische Transportminister José Luis Ábalos setzte sich demnach mitten in der Nacht (in Freizeitklamotten, als Privatmann?) in seinen Privatwagen und fuhr eilig nach Barajas. Das Problem: Spanien als EU-Mitglied ist vertraglich dazu verpflichtet, von der EU verhängte Sanktionen sicherzustellen, sie durchzusetzen, wenn die davon Betroffenen spanischen Boden betreten sollten.

Dies will der Minister José Luis Ábalos dadurch sichergestellt haben. Er sei dazu von Innenminister Fernando Grande-Marlaska aufgefordert worden. Rodríguez soll spanischen Boden nicht betreten haben. Zuerst hieß es, sie habe den Flieger nicht verlassen, sei nicht ausgestiegen. Dann hieß es, sie hätten sich im internationalen Teil, ohne Einreise nach Spanien (worüber?) unterhalten und dann sei sie weitergeflogen in die Türkei, nach Istanbul. So der Minister und sein Präsident unisono. Pedro Sánchez: Der Minister hätte so eine außenpolitische Krise verhindert, der Held!

Jetzt, nach einer Woche des Lügenspektakels räumte Ábalos im TV ein, daß die venezuelanische Ministerin NICHT in ihrem privaten Geschäfts-Jet nach Istanbul weitergeflogen sei, ohne jede Berührung spanischen Bodens, sondern, daß sie wegen Übermüdung ihrer Crew mit einer Fluglinie (vermutlich Qatar Airways) um 08:20 Uhr Montag Morgens vom Terminal T4 abgeflogen sei und dann über Doha, Katar nach Istanbul gelangt sei!

Dieses Terminal T4 liegt aber in direkter Linie 4km südlich des Business-Teils von Barajas auf dem die Venezuelanerin gelandet war. Die Frau hatte also „die Nacht quasi in Madrid verbracht“, warum, mit wem, wo genau, mit Ábalos?
Wenn ein Normalsterblicher dies tun will, muß er aber zwingend durch die Paßkontrolle und damit nach Spanien einreisen. Die Ministerin Delcy Rodríguez war dann also mitten in der Nacht in Gefolgschaft der spanischen Polizei 4,3km über die Pisten von Barajas geschlendert um zum T4 zu kommen? Der Boden unter ihren Füßen war dann kein spanischer Boden, oder schwebte sie mit sanftem Flügelschlag, gleich einem Engel, über dem Boden?
In der Regierung von Pedro Sánchez herrscht helle Aufregung. Das Innenministerium, wegen des Polizeigeleites und das Transportministerium wegen Transportminister Ábalos schieben sich gegenseitig den „Schwarzen Peter“ zu.

14 Stunden nach seiner Ankunft in Madrid startete der Business-Jet, mit der nun ausgeschlafenen Crew, hinter ihrer Ministerin her, nach Istanbul in die Türkei. Für die Rückreise wechselte sie den Business-Jet gegen eine eine Dassault Falcon 2000EX YV3360 mit nur 5.800km Reichweite und landete zum Auftanken vor den 9.700km, die Istanbul von Caracas trennen, diesmal zum Zwischenstopp in Algerien um EU-Territorien zu vermeiden…

Die USA setzten beide Business-Jets flugs auf ihre schwarze Liste, der Maschinen die zu blockieren, zu beschlagnahmen seien…

Die US-Regierung fand das nächtliche Treffen in Madrid „sehr überraschend und sie habe viele Fragen dazu“ so der Unterstaatsekretär für Lateinamerika Jon Piechowski.

Der Hohe Repräsentant der EU für Aussenpolitik und Ex-Aussenminister Spaniens, Josep Borell, PSC sagte heute auf einer PK in Berlin mit Heiko Maas „die Details nicht zu kennen“! Er fügte aber hinzu, „daß es die nationalen Autoritäten der EU-Staaten seien, die für die Umsetzung und Einhaltung der gemeinschaftlichen Sanktionen der EU sorgen müssten!

Sie müssen sich also selbst kontrollieren und bewerten? Na, dann…

Spanische Medien berichten, daß mindestens 9 spanische Politiker, zum Teil aus der ersten Linie, enge, aktive Kontakte unterschiedlichster Art mit Venezuelas Regierung hätten…
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https://www.elconfidencial.com/espana/2020-01-26/eeuu-embargo-el-avion-que-usa-la-numero-2-de-maduro-a-las-24-h-de-verse-con-abalos-900_2428044/

 

One Response to Ein Wunder: Maduros rechte Hand latschte 4km durch den Madrider Flughafen ohne dabei Spanischen Boden zu berühren!

  1. almabu sagt:

    Es gibt vielschichtige Kontakte spanischer Politiker zu den pseudolinken Drogendiktaturen in Venezuela und Bolivien. Es gab/gibt auch immer angelegte Drogengelder in Spanien, die u.a. zu dem jahrzehntelangen Bauboom beitrugen. Tendenziell stammen diese Politiker-Kontakte zwar aus PSOE- und UNIDAS PODEMOS-Kreisen, Ausnahmen bestätigen aber die Regel.

    Im aktuellen Fall Venezuela, wo die USA mit Juan Guaidó einen Regime-Change versuchen, hält die aktuelle spanische Links/Ultralinks-Regierung des Pedro Sánchez und besonders dessen Vizepräsident/in Pablo Iglesias klar zum „Busfahrer Maduro“, denn zum von den USA und der EU vorgegebenen Kandidaten Guaidó.

    Es gibt seit Jahren immer wieder Gerüchte/Berichte um lateinamerikanische Parteien-Schwarzgelder in Spaniens Politik. In einem ordentlichen Gerichtsverfahren bewiesen wurde aber m.E. bisher nichts in dieser Hinsicht…

    Liken

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