Die 10 verlogenen Gebote des Nationalkatalanismus, Teil III

5. Spanien beraubt uns* (die Katalanen)
6. Alleine wären wir reicher
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https://elpais.com/politica/2017/09/24/actualidad/1506244170_596874.html

Diese Zehn Gebote der CAT-SEP’s werden seit Jahr(zehnt)en Gebetsmühlenartig wiederholt. Richtiger werden sie dadurch aber nicht.

5. Spanien beraubt uns* (die Katalanen)
„Spanien beraubt uns!“ Diesen Lügen-Slogan brachte Artur Mas als Autonomiepräsident im Jahre 2012 unter die Leute. Katalonien würde jährlich 16 Milliarden an Madrid abführen müssen, etwa 8,4% seines BIP. Das ist schlichtweg Entsolidarisierung der Reichen von den Ärmeren, neoliberal und zerstörerisch. Sei großes Vorbild, der „ewige Jordi Pujol“ hatte schon mit solchen Vergleichen Neid und Missgunst erzeugt. Er hatte schon in den 80ern Versuche unterstützt ein Europa der starken Regionen (Barcelona, Lyon, Mailand, Stuttgart, München) von den schwachen Regionen Europas abzukoppeln und so ein Europa der zwei Geschwindigkeiten anzustreben.

Ich denke, sein Hauptanliegen bestand aber darin, direkt und ohne Umwege über Madrid an die Brüsseler Kassen zu kommen, die damals recht freigiebig mit dem Geld umgingen. Der Umweg über Madrid machte dies erheblich schwieriger, denn die Madrilenen kannten die Katalanen und ihre Tricks und waren deshalb nicht so leicht über den Tisch zu ziehen, wie irgendein Brüsseler Beamter?

Die Berechnung des Geldflusses an Madrid hängt vom Verfahren und der Konjunktur ab und er kann deshalb ganz erheblich niedriger sein, als die 8% bzw. 16 Milliarden und unter bestimmten Umständen durchaus auch zu einem Zufluß anstelle eines Abflusses werden.

Der gegenwärtige Aussenminister Spaniens „und waschechter Katalane“ Josep Borell hatte in seinem Erfolgsbuch „Las cuentas y los cuentos de la independencia“ (Die Geschichten und die Konten der Unabhängigkeit) für 2015 das Ungleichgewicht zu Lasten Kataloniens auf 3,3 Milliarden oder 1,6% seines Bruttoinlandproduktes (BIP) genannt. Das ist doch schon eine erheblich andere Zahl als die berüchtigten 16 Milliarden, die zum Dogma der CAT-SEP’s wurden? Ausserdem ist seit 2014 Madrid die Comunidad, welche am meisten für die Allgemeinheit in Spanien bezahlt und Katalonien, das Baskenland und die Balearen folgten auf den Plätzen danach…

6. Alleine wären wir reicher
Katalonien hat eine eigene Industrie-Tradition, die bis zu den Anfängen der Industrie wie in Baden-Württemberg und Sachsen zurück reicht. Diese war immer Protagonist und Vorhut und Akteur, auch z.B. im Spanischen Bürgerkrieg und bei Franco, der diese mit billigen Arbeitskräften aus Spaniens landwirtschaftlichen Provinzen versorgte und ihnen so manches Privileg einräumte. Häfen, Eisenbahnen und Straßen führten durch Katalonien nach Europa und so auch zur Ansiedlung von Multis und internationalen Firmen, die Spanien beliefern wollten und nicht speziell Katalonien, so z. B. auch SEAT. Solche Erfolge schreibt Katalonien sich dann unverdientermaßen gut. Die Hauptexporte Kataloniens gehen nach Spanien. Ohne Spanien hätten die Katalanen eine negative Handelsbilanz und würden mehr importieren als exportieren. Studien zeigten in einem unabhängigen Katalonien Einbrüche bei den Exporten zwischen 37 und bis zu 63 Milliarden Euro. Dazu wäre dieser Problemstaat kein EU-Mitglied und nicht im Euro-Raum. Dann könnten sie wirklich ihre Häfen an Russen und/oder Chinesen verpachten um über die Runden zu kommen, wie sie selbst es einst erfinderisch drohend vorgeschlagen hatten!

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