Kommen die CAT-SEP’s mit Hilfe der SCC aus der Sackgasse?

Über 300 Spanier der verschiedensten Strömungen des Nationalkatalanismus werden sich am nächsten Samstag im Kloster Poblet (Tarragona) treffen um dort gemeinsam nach einem Ausweg aus der Sackgasse des unilateralen Sezessionismus, der internen Zerstrittenheit und der Ilegalität zu suchen.

Damit soll formell das Scheitern des „Procés“ der CAT-SEP’s eingestanden und die Spaltung der katalanischen Gesellschaft überwunden werden. Der Clou daran soll sein, die radikalen Nationalkatalanisten mit ins Boot zu holen indem die abstrakte „Unabhängigkeit“ nicht generell geleugnet werden, sondern „auf irgendwann in ferner Zukunft“ vertagt werden solle!

Die Sociedad Civil Catalana (SCC) habe dazu über Monate vier Dokumente, ein „Programm für das Land“ erarbeitet, die in der kommenden Woche in Barcelona vorgestellt werden sollen.

Dabei sollen generell die „akademischen Dreissiger“ eine wichtige Rolle gespielt haben. Sie wollen offenbar keine neue Partei gründen, sondern den „status quo“ des Katalanismus mit einer ausgeprägten Selbstkritik definieren?

Das da von Seiten der SCC „etwas kommen würde“ zeichnete sich zwar seit Längerem ab, baute man den Nationalkatalanisten doch deutlich Brücken, die Details sind mir jedoch nicht bekannt.

Es begann Ende Juni in Barcelona wo sich 43 Personen trafen und über die vier Eckpfeiler Werte, Politik, Ökonomie und Sozialmodell zu diskutieren begannen.

Es entstand der Plan zu einer neuen Organisation, die nicht unter dem Namen SCC firmieren wird. „Der Neue“ wird am Samstag in Poblet verkündet werden! Die erarbeiteten 120 Seiten Programm werden Anfangs der Woche in Barcelona veröffentlicht. Sie sollen nicht „von oben nach unten“ sondern „von unten nach oben“ erarbeitet worden sein.

Das bisherige Wirken der Separatisten wird als gescheitert, einseitig, improvisiert und ilegal bezeichnet, das künftige Ziel würde im Dialog, legal und mit internationaler Zustimmung (die bislang ausblieb) in ferner Zukunft angestrebt.

Wenn dieses neue Projekt aber eine Zukunft haben soll, dann sollten die anstehenden Urteile des Obersten Gerichtes gegen die Separatisten nicht allzu hart ausfallen, denke ich?

Dies ist also womöglich abgestimmt, ein Brückenbau, weil die zeitliche Nähe dieser neuen Initiative zu den erwarteten Urteilen auffällig ist?

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https://elpais.com/ccaa/2019/09/14/catalunya/1568487479_628331.html

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