Will Sánchez-124, gerade im 2. Wahlgang gescheitert, noch weitere 2 Monate so „herum eiern“?

124 JA, 155 NEIN und 67 ENTHALTUNGEN!
Alles deutet auf eine erneute, an Peinlichkeit kaum zu übertreffende persönliche Niederlage des ungewählten spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez hin? Zwar schiebt er sich in einer Art Ping-Pong mit Pablo Iglesias wechselseitig die Verantwortung des Scheiterns zu, aber da standen sich wohl zwei Egos im Wege denen es beiden nicht um Spanien ging, sondern lediglich um die persönlichen Interessen.

Von diesen Beiden war aber nur Sánchez in Amt und Verantwortung, während Iglesias bei Licht betrachtet durch tatsächliche Arbeit nur verlieren konnte. So kann er sich bequem in seinem Landhaus um seine junge Familie kümmern und von seiner gegenwärtigen Rolle komfortabel leben. Wozu also sich das Leben mit realer Regierungsarbeit versauern?

Sànchez hatte offensichtlich auf eine Links/Linke-Karte gesetzt mit Duldung durch baskische und katalanische Separatisten?

Man kann wohl froh sein, daß diese Variante endgültig gescheitert scheint? Eine Art GroKo mit PP oder C’s ist in Spanien undenkbar und steht auch in Deutschland offenbar kurz vor dem Ende? Keine Empfehlung also! Es scheint aber auch keinen oder nur rudimentären Willen zur Partei-übergreifenden Zusammenarbeit um gemeinsame spanische, europäische Werte zu geben?

6 Responses to Will Sánchez-124, gerade im 2. Wahlgang gescheitert, noch weitere 2 Monate so „herum eiern“?

  1. almabu sagt:

    Podemos, aus den „Empörten“ der außerparlamentarischen Opposition hervorgegangen, würde es wohl nach einer aktiven Regierungsbeteiligung nicht mehr lange geben, muss Pablo Iglesias gefürchtet und deshalb unerfüllbare Forderungen formuliert haben, wohl wissend, daß diese nicht erfüllt werden würden?

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  2. almabu sagt:

    Nun, Spanien ist weiterhin nur unter kommissarischer Regierung für die nötigsten Dinge, ohne wirkliche Entscheidungsfreiheit von Pedro Sánchez-124. So entschied der erst einmal für drei Wochen Urlaub zu machen, nicht ohne zuvor das Klo seines Ferienhauses für rund 18.000 €uro „aufhübschen“ zu lassen. Ob er mit der FALCON in Urlaub fliegt, das ist mir nicht bekannt.

    Sánchez kann derzeit nicht einmal neue Minister ernennen, wenn z.B. sein Aussenminister Josep Borrell im Herbst „zum EU-Aussenminister“ in Brüssel wird, dann kann er eine/n provisorische/n Vertreter ernennen, aber keinen neuen Minister.

    Das Allerpeinlichste ist aber der Umstand, daß er Gefahr läuft drei Jahre nach seiner Ablösung der PP-Vorgängerregierung des Mariano Rajoy Brey noch immer mit deren Haushaltsetat von 2017 arbeiten zu müssen, den Rajoys Wirtschaftsminister Cristóbal Montero tatsächlich für mehrere Jahre anlegte um zu sparen, was Sáchez-124, damals noch Sánchez-85, einst heftigst kritisierte! Heute scheint ihn dieser rekordwürdige Umstand, eventuell, sehr wahrscheinlich, noch 2020(!) mit dem Etat der konservativen Vorgängerregierung „regieren“ zu müssen, nicht zu stören, Hauptsache Medien-Ministerpräsident auf der Weltbühne…

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  3. almabu sagt:

    Der König Felipe VI hat anscheinend gerade auch keinen Bock auf neue Konsultationen mit den Parteien in der Urlaubszeit und verblieb gegenüber der Parlamentspräsidentin Batet mit der Auskunft sich rechtzeitig vor Ablauf der 2-Monats-Frist bei ihr diesbezüglich melden zu wollen:

    https://www.ecestaticos.com/file/61a35b64586074ac4c529d9a7021810d/1564132425-20190726-comunicado.pdf

    Jetzt also alle erstmal den August über in den wohlverdienten(?) Urlaub, olé!

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  4. almabu sagt:

    Der König hat übrigens ausdrücklich NICHT NUR Pedro Sánchez, sondern ausdrücklich ALLE Parteien dazu aufgefordert sich um Lösungen, sprich Koalitionen zu bemühen.

    Wenn es dann Kandidaten gibt, die sich das zutrauen, kann er EINEN DIESER KANDIDATEN damit beauftragen, zu versuchen eine Regierung zu bilden. Damit ist Pedro Sánchez nicht mehr der einzige Akteur, sondern nur einer von mehreren! Ob das sei Ego erträgt?

    Zwar wurde die PSOE wirklich zur stärksten Partei bei der Wahl des 28-A, sie ist aber offenbar unfähig oder unwillig dem Wählerauftrag zu folgen und eine Regierung zu bilden.

    Eine Art von die Lager übergreifender GroKo ist für Spanien unvorstellbar, wäre aber im Prinzip die einzige Alternative zu Neuwahlen und Rot/Rot/Separatisten, die das Land in Links und Rechts spalten würden.

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