Carles Sastre, eine katalanische Separatistenkarriere, die ein Quim Torra lieben müsste?

Ein verurteilter Terrorist und Mörder droht am 7. Februar mit Generalstreik in der nordostspanischen Autonomie Katalonien. Er will das Oberste Gericht Spaniens vor dem Beginn des Prozesses gegen die mutmaßlichen katalanischen Putschisten am 12. Februar einschüchtern! Dazu will er die ganze katalanische Gesellschaft zu Geiseln nehmen und der Wirtschaft maximal schaden, denn es gibt für diesen Demokraten natürlich das gefühlte humanitäres Grundrecht der Totalblockade…

Wie immer in solchen Fällen werden die Katalanen in ihrer Gesamtheit von einer radikalen gesetzesbrecherischen Minderheit zeitweise in Geiselhaft genommen, „im alles rechtfertigenden Dienste der höheren Sache“, des nationalkatalanistischen Separatismus, sozusagen…“

Aber wie schon der halb aufgeblasene Heissluftballon Oriol Junqueras 2006(!) befand, „könne unter bestimmten Umständen die Legitimität des bewaffneten Kampfes verteidigt werden“. Bei dieser Formulierung muss dem Mann (mit der extradicken kugelsicheren Weste unter dem Hemd?) wohl sein Anwalt zur Seite gestanden haben?

Diesen Generalstreik rief der Vorsitzende der Gewerkschaft CSC, Carles Sastre aus, ein freundlich wirkender, netter älterer Herr, der früher ein widerlicher Terrorist der katalanischen Terror-Organisationen „Terra Lliure“ und deren Vorgängerin „Epoca“ und als solcher vermutlich ein Doppelmörder war, der vom Gericht aber nur für den ersten Mord verurteilt wurde.

Dieser war erstmals vor nun bald 42 Jahren in Erscheinung getreten als sich ein sechsköpfiges Kommando unter Sastres Führung am 9. Mai 1977 Zutritt zu einer Wohnung in der Calle Muntaner in Barcelona verschaffte in der José María Bultó Marqués, ein 77-jähriger Unternehmer, der Älteste von 6 Brüdern, bei einem dieser Brüder zum Essen befand. Sie befestigten eine fernsteuerbare Bombe in der Größe einer Tafel Schokolade unter seiner linken Achsel und verlangten 3 Millionen €uro Lösegeld für sein Weiterleben. Bulto weigerte sich vom ersten Moment an. Er verlangte von seiner Familie nicht zu unternehmen und ging nach Hause nach Pedralbes, wo er zur Polizei gehen wollte. Die Bombe ging hoch, zerfetzte den Körper des Mannes und hinterließ dessen Überreste an Boden, Wänden und Decke des Raumes…

Sastre wurde zwei Monate später festgenommen und nach einem Knast-Sommer im September wieder frei gelassen?

Am 25. Januar des Folgejahres 1978 drangen vier bewaffnete Personen an der Paseo de Gracia in Barcelona in die Wohnung des Ex-Bürgermeisters der Stadt Joaquin Viola Sauret, 64, den sie zusammen mit seiner Ehefrau Montserrat in ein Zimmer sperrten, ihn ebenfalls mit einer Fernauslöser-Bombe fesselten, Geld forderten und ihm schriftliche Anweisungen hinterließen.

Die Bombe explodierte zu früh, köpfte Viola, zerfetzte ihn und seine Frau und tötete beide! Die vier Terroristen flüchteten. Einer der in der Wohnung anwesenden Söhne des Ehepaares identifizierte später unter Anderem Carles Sastre.

Der wurde 1985 (7 Jahre später!) erneut festgenommen und von der Audiencia Nacional wegen des ersten Mordes als Mittäter zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Für den zweiten (Doppel-)Mord nach demselben Schema wurde er nicht belangt „wegen des Fehlens von Beweisen“. Ich kann ihm deshalb natürlich diesen Doppelmord ebenfalls nicht unterstellen! Dafür bekam er zusätzliche 18 Jahre Gefängnis wegen seiner Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Terra Lliure“. Von den insgesamt 48 Jahren Strafe saß er 11 Jahre ab und war ab 1996 wieder ein freier Mann.
Sastre hat seine Tat/en(?) nie öffentlich bereut oder gar um Entschuldigung gebeten. 2012 kandidierte er für die (Anarcho-)CUP auf Platz 15 in Lérida (Lleida) und im Dezember 2016 wurde er im berüchtigten, öffentlichen, mit den Geldern aller Katalanen und Spanier finanzierten nationalkatalanistischen Separatisten-Propagandasender TV3 als „Ausführender Direktor von Terra Lliure, als politischer Gefangener (unschuldig, natürlich, ganz klar!) und als „große Reserve des katalanischen Separatismus“ präsentiert!

______
https://www.dolcacatalunya.com/2019/02/el-asesino-de-bulto-y-del-exalcalde-de-barcelona-convoca-una-huelga-por-los-golpistas-lazis/

https://www.dolcacatalunya.com/2017/11/llore-la-salvajada-cometio-40-anos-tipo-convoca-la-huelga-del-miercoles/

One Response to Carles Sastre, eine katalanische Separatistenkarriere, die ein Quim Torra lieben müsste?

  1. almabu sagt:

    Eigentlich müsste er Diego heissen, anstatt Carles, dann könnte man ihn „D. Sastre“ nennen ;-))

    Liken

Was denkst Du?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: