Spaniens Rechte in drei Parteien zerfallen!

Spaniens konservativer Ex-Präsident José María Aznar himself, jammerte kürzlich, daß er seinem (nicht namentlich erwähnten!) Nachfolger Mariano Rajoy eine Volkspartei (Partido Popular, PP) übergeben habe, die das gesamte Mitte-Rechts Spektrum Spaniens abgedeckt habe. Dessen Nachfolger Casado wiederum, habe eine in drei Teilen zerfallene Rechte vorgefunden, die eigene Partido Popular,(PP), die neoliberalen Ciudadanos, (C’s) und die Ultra-Rechten von VOX. Aznar hat so den seiner Ansicht nach Schuldigen an der Misere benannt, so ganz ohne dessen Namen MARIANO RAJOY(!) laut zu nennen, dieser Schlingel!

Diese drei Parteien bekämpfen sich untereinander und versuchen natürlich aber auch den Anteil der Rechten am Kuchen insgesamt zu erweitern. Bisher hat die PP nach der Abwahl von Mariano Rajoy per Misstrauensvotum aller anderen im Parlament vertretenen Parteien in Umfragen kräftig an Stimmen verloren, aber wo gingen/gehen diese „Abtrünnigen“ hin?

Es scheint logisch, daß die stärker profilierten Ränder der ehemaligen PP für Abwanderer attraktiver sind, als die Mitte, die sie ja verließen? Daraus folgt, daß sich die Rechte hautsächlich selbst zerfleddert, sich untereinander Stimmen abzujagen versucht.

Ein ähnliches Bild findet sich in mehreren Ländern Europas, z.B. in Frankreich, Italien, den Niederlanden, dem UK, Deutschland, Schweden, Österreich und anderen Staaten. Rechtspopulismus scheint „in“ zu sein, jeder möchte „der Trump“ seines Landes sein?

Ähnliches scheint sich Mitte-Links abzuspielen, denn hier scheinen sich die Sozialdemokraten auf gesamteuropäischer und auf nationaler Ebene zuverlässig zu zerbröseln?

Um auf Spanien zurück zu kommen, so scheint es für einen Sànchez-84 und seine PSOE künftig praktisch ausgeschlossen zu sein, durch Wahlen zu einer Mehrheit zu kommen? Jetzt droht ihm der ebenfalls rechtspopulistische katalanische Separatist Quim Torra die Duldung aufzukündigen und das einzige namhafte Linksbündnis PODEMOS verliert auch kräftig Stimmen. Interessanterweise scheint es sogar einen Fluss von ganz Links- nach ganz Rechtsaußen, nämlich von PODEMOS hin zu VOX zu geben?

Womöglich geht der Trend ganz hinweg von Parteien mit einem klar definierten Programm und Weltbild, hin zu Bündnissen des kleinsten gemeinsamen Nenners zu konkreten Anlässen (Wir wollen erst mal die Wahl gewinnen, dann sehen wir weiter!)

FAZIT: Die Wähler müssen wohl künftig immer mehr Wundertüten wählen und sich nach der Wahl doch sehr wundern, was sich in diesen Tüten wirklich befindet und was daraus angestrebt oder gar verwirklicht werden wird? Werden Wahlen so am Ende obsolet?

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