Fast die Hälfte der arbeitenden Spanier bekommt weniger als 1.100 €uro Netto pro Monat!

Diese Aussage stammt von der Gewerkschaft UGT und basiert auf Zahlen der Jahre 2015 und 2016. Aktuellere lägen angeblich noch nicht vor:

12,5% bekamen sogar weniger als den Mindestlohn von 9.172,80 €uro pro Jahr.

33,15% der Arbeitnehmer lagen in der Gruppe zwischen einem und zwei Mindestlöhnen, oder bis zu 18.345,60 €uro pro Jahr bei 14 Zahlungen.

Addiert man diese beiden Prozentsätze, dann bekommen 45,7% der Arbeitnehmer, etwa die Hälfte der 15,3 Millionen angestellten Beschäftigten in Spanien, im Durchschnitt etwas weniger als 1.100 €uro Netto pro Monat. Aber auch das ist letztlich theoretische Statistik-Scheisse, denn jeder Einzelne bekommt sein ganz konkretes Elendsgehalt und nicht einen, wie auch immer gearteten, Durchschnitt!

Die Gewerkschaft führte im Vorjahr die Kampagne „Ponte a mil!“ („Nimm’ tausend“, oder auch „geh‘ auf tausend“!) für ein allgemeines Brutto-Mindestgehalt von 1.000 €uro im Monat! Die oben genannte Hälfte hat etwa das doppelte Mindest-Brutto-Gehalt von 18.345,60 €uro, was Netto zu den besagten knapp 1.100 €uro bei 14 Zahlungen im Jahr führt.

Wer die Mieten, Lebenshaltungskosten und Preissteigerungsraten in Spaniens Ballungsräumen kennt, weiss daß mit 1.100 €uro keine großen Sprünge gemacht werden können, zudem es eine wachsende Zahl von befristeten Arbeitsverträgen gibt, die teilweise nur auf eine Woche begrenzt sind und folglich keinerlei Sicherheit und soziale Abfederung bieten.

Derzeit laufen zwischen den Gewerkschaften UGT und CCOO Verhandlungen für eine gemeinsame Vorgehensweise gegen die Arbeitnehmerorganisationen CEOE und CEPYME zur Umsetzung eines allgemeinen Mindestlohnes von 1.000 €uro Brutto im Monat. Aber diese gemeinsamen Tarifverträge der beiden größten Gewerkschaften beträfen nur Einen(!) von Drei Arbeitnehmern, nur ein Drittel(!), nur jeden Dritten(!), ein absolutes ARMUTSZEUGNIS für die spanischen Gewerkschaften.

Vor einem halben Jahr, im Dezember 2017 und damals noch in der Opposition, machte sich die PSOE des Pedro Sánchez für ein allgemeines Mindestgehalt von 1.000 €uro Brutto stark. Jetzt kann sie beweisen, wie ernst sie das damals meinte…

Wenn PP-Rajoy gebetsmühlenartig von seinem (rein statistischen!) Erfolg bei der Senkung der Arbeitslosenzahlen seit der Wirtschaftskrise von 2008 faselte, dann vergaß er stets zu erwähnen, daß diese Zahlen-Reduktion mit einer kollosalen Verschlechterung der Lage á la „weniger Gehalt und weniger Sicherheit, aber wenigstens nicht arbeitslos“ der arbeitenden Menschen einher ging!

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https://www.20minutos.es/noticia/3363613/0/salario-minimo-smi-mil-euros-mes-convenio-mitad-trabajadores-mileuristas-sindicatos/

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