Warum Carles Puigdemont vor Elsa Artadi Angst hat!

Am kommenden Samstag lässt der abgesetzte Ex-Autonomiepräsident der spanischen Autonomie Katalonien, Carles Puigdemont, mal wieder aufwändig seinen inneren Separatisten-Zirkus einfliegen, doch diesmal nicht nach Brüssel, sondern nach Berlin. Egal, Madrid zahlt ja die Zeche!

Hintergrund dieser „plötzlichen Hast“ ist das sich nähernde Ende der Frist, mit dessen Erreichen am 22. Mai automatisch vorgezogenen Neuwahlen ausgelöst werden würden, sollte es dann, nach fünf Monaten, keine legal amtierende Regierung auf der Basis der Wahlen des 21-D geben in Katalonien.

Wie man hören und lesen kann, haben die Separatisten insgesamt sehr wenig Lust, sich erneut in den Wahlkampf zu begeben. Sicher, ein Kern verblendeter Hardcore-Separatisten würden erneut PDECat, ERC und CUP wählen, aber die Angst geht um unter den Separatisten, daß sie erneut Stimmen verlieren könnten und auch das Stimmen- und damit das  Kräfteverhältnis untereinander ist Teil argwöhnisch- neidischer Spekulationen.

Welche Handlungsoptionen verbleiben ihnen, den zankenden Separatisten, wenn man Neuwahlen einmal grundsätzlich ausschliesst?

Der in Brüssel oder Berlin sitzende „Hologramm-Präsident“Puigdemont ist nicht durchsetzbar, obwohl die Separatisten im formal und politisch illegalen Schnelldurchgang das katalanische Gesetz entsprechend änderten, wogegen bereits Klagen vor Gericht anhängig sind. Puigdemont schmerzt dies ausserordentlich, denn noch immer sieht sich dieser Egozentriker von Separatisten-Clown im Zentrum unseres Sonnensystems als „die strahlende Sonne von Gerona“ sozusagen. König Louis XIV von Frankreich war ein bescheidener Waisenknabe, ein Bettelmönch gar, gegen Carles Puigdemont, den Sektenführer, den Charles Manson des katalanischen Separatismus, der sein ganzes Leben im Stile eines Schmarotzers auf Subvention und Korruption aus öffentlichen Mitteln aufbaute. Eigentlich erwartet man jeden Tag die Meldung, daß die CAT-SEP’s das Charlottenburger Schloss für ihren Repräsentationszwecke kauften?

Um Zeit zu gewinnen spielte er verschiedene Karten von Einsitzenden, damit ebenfalls nicht real verfügbaren Kandidaten, zu seiner Nachfolge als Autonomiepräsident aus. Auch dieser Weg wurde ihm juristisch verbaut. Er hatte ihn wohl auch nicht ernsthaft beschritten, wollte nur täglich in den Medien bleiben?

Vor einiger Zeit tauchte dann der Name von Elsa Artadi auf. Im Prinzip scheint sie eine real durchsetzbare Kandidatin zu sein, denn sie wäre die Erste Frau als AutoCat-Präsidentin, was ihr wohl einen Sympathie-Bonus verschaffen würde? Sie ist mit 42 Jahren die Jüngste der bisher genannten Kandidaten aber vor allem, sie ist als Quer-Einsteigerin in die Politik bisher NICHT das Ziel von Ermittlungsverfahren, denn sie war an den bisher verfolgten mutmaßlichen CAT-SEP-Schweinereien höchstens nachrangig und damit am Rande beteiligt.

Die ERC um Oriol Junqueras hat schon ihre Zustimmung zu dieser PDECat-Kandidatin verkündet. Bei der CUP sehe ich das mit der Zustimmung aber schon deutlich schwieriger. In Madrid würde sie wohl akzeptiert werden, aber das grundsätzliche Problem dieser Konstellation könnte es sein, daß Puigdemont – wie bisher immer – sich selbst als den einzigen, den echten Präsidenten im Berliner Exil sieht und Artadi ihm – wie bisher immer – treu als Provisorium zuarbeiten solle und dies praktisch auf Abruf, denn letztlich will Puigdemont irgendwann nach Katalonien, in Spaniens nordöstliche Autonomie zurück, in der eine 2 Millionen-Minderheit der Gesamtgesellschaft von 7,5 Millionen ihren Willen aufzwingen will, so ganz nach dem Motto „Nationalismus, Populismus, Rassismus? Zurück in die Zukunft!“

Carles Puigdemont aber darf getrost davon ausgehen, daß fünf Minuten nach der Amtsübernahme einer legal eingesetzten Autonomiepräsidentin die Katalanen UND die Medien seine Person schlichtweg vergessen würden.

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https://www.elperiodico.com/es/opinion/20180502/elsa-artadi-presidenta-con-contrato-temporal-6796478

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