Heute Abend „höchstwahrscheinlich“ Knatsch zwischen May und Putin!

Bekanntlich gab es in England vor einigen Tagen einen „höchstwahrscheinlichen“ Angriff mit einem „höchstwahrscheinlich“ russischen Nervengas auf einen „höchstwahrscheinlich“ britischen Agenten und dessen Tochter mit russischem Migrations-Hintergrund. Beide befinden sich in kritischem Zustand im Krankenhaus, aber zumindest leben sie noch! Ihnen ausdrücklich alles Gute!

Für die Briten ist der Fall klar, das waren „höchstwahrscheinlich“ die Russen, das heisst man vermutet es, kann es aber nicht beweisen. Wenn sie es nicht selber waren, dann wussten sie davon und haben es „höchstwahrscheinlich“ zustimmend geschehen lassen? Man verzichtet an dieser Stelle – „höchstwahrscheinlich“ ganz bewusst – darauf, sich die Frage zu stellen, welchen Nutzen dieser Putin eigentlich davon hätte einen solchen Anschlag zu planen, anzuordnen, oder auch nur geschehen zu lassen?

Da Theresa May in letzter Zeit von einem Umfrage-Tief zum nächsten Tief taumelt, käme ihr ein wenig Bedrohung von außen „höchstwahrscheinlich“ gerade höchst gelegen?

Sie nutzt ihre Chance und stellt „den bösen Russen“, abgekürzt „diesem Putin“ ein Ultimatum bis heute Abend seine Schuld einzugestehen, weil sonst.., ja, was sonst?

Das UK alleine ist natürlich nicht in der Lage mehr als Symbolpolitik gegen Russland zu fahren. Da trifft es sich doch gut, daß gerade die USA kurzfristig ihre Meinung wechselten und auch der NATO-Esel schon ganz aufgeregt mit dem Hufen scharrt! USA-Trump und NATO-Stoltenzwerg rufen nicht etwa zur Besonnenheit auf, sondern sie schließen sich ganz im Gegenteil Theresa May an, bestärken sie und drohen Russland, alias Putin, bis heute Abend. Deutschlands Flinten-Uschi hält zwar gerade noch so den Ball flach, aber sie wird natürlich dabei sein, will sie doch den NATO-Stoltenzwerg beerben. Da trifft es sich doch irgendwie gut, daß die NATO bereits im Baltikum vor der russischen Grenze, rund 150km vor Sankt Petersburg und rund 700km vor Moskau mit den Muskeln spielt.

Theresa May hat keine Beweise, drum sagt sie „höchstwahrscheinlich“ und sie verweist auf das böse Verhalten Russlands, äh.. natürlich dieses Putins, in der Ukraine, in Syrien, in Georgien. Nur gut, daß das UK, die USA und die NATO in all diesen Konflikten „höchstwahrscheinlich“ nicht die geringste Rolle spielten und bis heute nicht spielen. Okay, das war jetzt doch schon ein bißchen übertrieben, die spiel(t)en schon mit, aber die dürfen das halt.

Was also wird heute Abend von Theresa May verkündet werden? Am kommenden Sonntag will übrigens Putin wieder mal zum russischen Präsidenten gewählt werden, obwohl der Westen diesen „Vollpfosten“ Navalny als Kandidaten für geeigneter hält, der immer im richtigen Moment an der Hundeleine irgendeiner ONG aufgeregt vor den Kameras herum bellt, bis er („höchstwahrscheinlich“ erwartungsgemäß) von der Polizei verhaftet, in einem Käfig vor Gericht gestellt  und nach kurzer Zeit in alter Frische wieder die Straßen unsicher macht? Wo bleiben in diesem Moment eigentlich die Krawall-Mösen von Pussy-Riot? Will Theresa May wirklich die russischen Wahlen beeinflussen, diese kleine Tory-Schelmin?

Will man russische Oligarchen und/oder deren Gelder in London belangen? Geht nicht, Theresa May, die sind doch alle deine Freunde, oder? Zieht man die Botschafter zurück? Ruft man zum Boykott der Fußball-WM in Russland auf? Man muss es diese Woche noch so richtig krachen lassen, wenn man die russischen Wahlen beeinflussen will.

Keine Ahnung, was Theresa May im Handtäschchen herumträgt, ein Nervengift gegen Putin vielleicht? Quatsch, das benötigt die doch gar nicht. Ich bin sicher, sie geht ihm „höchstwahrscheinlich“ auch schon so gewaltig auf die Nerven?

49 Responses to Heute Abend „höchstwahrscheinlich“ Knatsch zwischen May und Putin!

  1. almabu sagt:

    Wer ernsthaft an russische Beeinflussung der US-Wahlen, des BREXIT-Referendums, der französischen Wahlen, der deutschen Wahlen, des Katalonien-Spektakels in Spanien glaubt, der sieht sich natürlich „voll im Recht“ im Gegenzug nun die russischen Wahlen zu beeinflussen. Wie es inzwischen bei US- und UK-Geheimdiensten üblich ist, werden Dinge ohne Beweise behauptet, man muß einfach an deren Kompetenz GLAUBEN, weil Beweise „total geheim“ sind und es sich letztlich um WIR gegen DIE, um GUT gegen BÖSE handelt, um Glaubensfragen halt!

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    • almabu sagt:

      Dieser Boris Johnson, interessanterweise ein Mann mit US-, Russisch- und Türkischen Wurzeln, ein wirklicher Global-Player von seiner Abstammung her, der von den Europäern trotz Brexit absolute Vasallentreue gegen Russland einfordert, will zugleich mit USA, Polen und Balten die geplante Northstream2-Gaspipeline durch die Ostsee verhindern und die Deutschen und andere Europäer dazu zwingen, teurere US-Flüssiggas-Frackingbrühe zu kaufen. Dazu hört man von Merkel und Scholz so gar nichts? Was haben Trump und May und Johnson als Aussenstehende mit der EU Energieversorgung zu tun?

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  2. almabu sagt:

    Labours Jeremy Corbyn behauptet im Parlament, daß Mays Tories von russischen Oligarchen mit über 800.000 Pfund Spendengeldern geködert worden seien…

    https://www.telegraph.co.uk/news/2018/03/13/disgraceful-anger-commons-jeremy-corbyns-response-theresa-mays/

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  3. almabu sagt:

    Trump wie er leibt und bebt: Aussenminister (R)ex-Tillerson gefeuert! Er wird durch CIA-Direktor Mike Pompeo ersetzt. Tina Haspelt, die aus dem geheimen Foltergefängnis in Thailand, soll als erste Frau die CIA leiten! Alles wird gut?

    https://www.theguardian.com/us-news/2018/mar/13/mike-pompeo-who-is-he-secretary-state-trump-new-rex-tillerson-from-cia

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  4. almabu sagt:

    Der GUARDIAN hat eine etwas komplexere Erklärung für den Giftanschlag. Natürlich sieht auch er Putin als Schuldigen, aber er wollte, sozusagen als Wahlkampfgag und um die Russen an die Urnen zu treiben, eine harte Gegenreaktion des UK, der EU, der USA und der NATO provozieren um den russischen Nationalismus zu bedienen. Demnach hätte Putin es absichtlich so angelegt, daß das eingesetzte Mittel eine klare Spur zu ihm legt, damit auch Theresa May verstünde, WER hinter dem Anschlag stecke? Na ja..

    In der unübersehbaren Meute von russischen Oligarchen, die sich mit ihren Milliarden, Familienangehörigen und Helfern in London ansiedelten und dort anscheinend ungestört ihren Geschäften, gerade auch in Russland nachgingen, da haben westliche, besonders die britischen und US-Geheimdienste willige, weil überzeugte oder auch gezwungene, erpresste Helfer für allerlei Spielchen in Russland. Darunter gibt es Agenten, Doppel- und womöglich Tripleagenten. Über die Jahre sind in diesen Kreisen schon Einige eines plötzlichen Todes gestorben, der nicht in allen Fällen ein natürlicher Tod war.

    Also, kurz zusammengefasst: Der GUARDIAN rätselt nicht über Putins Schuld sondern höchstens über seine möglichen Motive!

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  5. almabu sagt:

    Als erste Maßnahme kündigte TM die Ausweisung von 23 Russen an, ohne näher auf deren Status, Tätigkeit oder Identität einzugehen. Dazu stellte sie die Blockade „russischer Regierungsgelder“ in Aussicht, sowie Gesetzesänderungen zum Schutz des UK vor Auslandsspionage. Den größte Aufstand machten die UK-Medien wegen Labour-Jeremy Corbyns schlichter, simpler Forderung zuerst Beweise und dann Verurteilungen und Strafen auszusprechen. Das UK, bzw. seine Geheimdienste hätten eine negative Bilanz bezüglich ihrer Aussagen zu WMD`s, zu Massenvernichtungswaffen. Diese Forderung rief unter den UK-Patrioten quer durch die Parteien große Entrüstung hervor, denn es geht doch schlicht um Glauben, um Gut und Böse…

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  6. almabu sagt:

    Im Gegensatz zu Trump und Merkel, die Theresa May einen Freibrief ausstellten bezüglich der Beschuldigung Russlands, bzw. Putins, ohne dafür jeglichen Beweis erbringen zu müssen, hat die französische Macron-Regierung den Namen Russlands nicht einmal erwähnt und sagte, es sei beim derzeitigen Stand der Kenntnisse ZU FRÜH zu entscheiden, welche Aktionen zu treffen seien.

    Dazu Regierungssprecher Griveaux: „Wir machen keine Phantasie-Politik. Wenn die Details klar sind, dann wird die Zeit kommen zu entscheiden, welche Maßnahmen zu treffen sein werden!“ Klarer geht es nicht!

    Merkel hingegen setzte servil, wie man es von ihr gewohnt ist, gleich am ersten Tag ihrer neuen Regentschaft zu einer rektalen Höhlenexkavation im UK an.

    Es wird im Nach-Brexit-Zeitraum sowieso erneut über die Frage der Solidarität mit dem UK nachgedacht werden müssen? Es kann schließlich nicht sein, daß ein (dann!) Nicht-EU-Staat Solidarität von der EU automatisch einfordert.

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  7. almabu sagt:

    Wenn man die koordinierte Berichterstattung und die koordinierte Vorgehensweise der NATO-Staaten im Falle des Nervengas-Anschlages in England verfolgt, dann könnte man den Eindruck gewinnen, daß die NATO einen Militärschlag gegen Russland beabsichtigt?

    Geht es der Wirtschaft, besonders der der USA, schon so schlecht, daß man mal wieder zum Mittel des Krieges greifen muss?

    Das muss ja nun nicht jedesmal klappen? Ich hatte eigentlich gedacht, daß ein solcher Schlag erst nach dem Brexit erfolgen könnte. Dann könnten USA/UK sozusagen von Außen die Europäer über die NATO gegen Russland treiben und sich formell raushalten?

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  8. almabu sagt:

    Während Boris Johnson es lautstark für „allerhöchstwahrscheinlich“ sicher hält, daß Putin „persönlich“ den Mordauftrag für den russischen Doppelagenten und seine Tochter gegeben habe, hat Theresa May erstmals ein britisches Nuklear-U-Boot in die arktischen Gewässer hinauf geschickt, wohl weil es von dort aus besser Atomraketen auf Moskau und St. Petersburg schießen könnte, in allerletzter Notwehr natürlich nur, falls der Russen-Schurke mal wieder ein Ultimatum verstreichen läßt…

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  9. Leo Brux sagt:

    Ich bin ja selten einer Meinung mit May und Johnson, aber im vorliegenden Fall schließe ich mich ihnen an:
    Ich halte es in der Tat für „höchstwahrscheinlich“, dass Putin der Auftraggeber des Mordanschlags war.

    Es ist durchaus nicht der erste Fall. Ich meine mich, an einige Fälle erinnern zu können. Litwinenko war einer davon.

    Putin ist nicht nur ein Diktator, sondern auch ein Verbrecher. Er sorgt dafür, dass in seinem Interesse gemordet wird. In Russland und außerhalb.

    Selbst wenn es diesen Hintergrund nicht gäbe – wenn da ein Spion in Pension lebt und umgebracht wird, kann man sich ausrechnen, dass der Mord von dem Land ausgeht, dem das Opfer geschadet hat. POLITISCH brauche ich da keine weiteren Beweise.

    Mich wundert, dass du unseren Todfeind in Schutz nimmst. Was nützen da all die Hinweise auf die Verbrechen westlicher Regierungen? Es geht um die Verbrechen Putins. Und um seine Lügen – die Krimlüge, die Ostukraine-Lüge, die Lüge zum Abschuss des niederländischen Flugzeugs …

    Wofür steht Putin?
    Für Diktatur.
    Für eine reaktionäre Kulturpolitik.
    Für die Zerstörung der EU.
    Für die Förderung von AfD, FPÖ, Front National, Orban in Ungarn, … für Rechtsradikalismus also
    Für Hackerangriffe bei Wahlen u . a.

    Es ist schon eine Frage, almabu, warum du ausgerechnet die Macht, die einen wie mich (würde ich in Russland leben müssen) umbringen oder ins Gefängnis werfen oder zusammenschlagen würde, verteidigst .- gegen diejenigen, die mich immerhin frei leben und frei schreiben lassen.

    Wenn ich die Wahl habe zwischen May&Johnson oder Putin, ich wäre doch ein Selbstmörder, wenn ich mich für Putin entscheiden würde. Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.

    Wir mögen viele der Regierungen und viele vom Regierungspersonal in den westlichen Ländern übel finden – im Vergleich zu Putin sind sie geradezu liebenswert.

    Indem du dich für Putin in die Schanze wirfst, unterstützt du in Deutschland die AfD.

    Im Fall der Vergiftung von Skripal ist es wirklich so hoch wahrscheinlich, dass Putin dahintersteckt, dass man sich schon wundern muss, wenn jemand das bestreitet. Ich frage mich nach den Motiven. Bei der AfD sind mir die Motive klar. Was aber ist dein Motiv? Es ist sicherlich nicht das Motiv der objektiven Aufklärung. Denn dein Angriff richtet sich immer genau gegen den Westen und klammert immer genau Russland aus.

    Putin will keinen russischen Spion durchkommen lassen. Jeder soll wissen, was ihm droht, wenn er gegen Russland spioniert. Das ist der Hintergrund für den vorliegenden Mordversuch und für den Mord an Litwinenko. Russland ist noch um eine oder zwei Grade skrupelloser als westliche Regierungen. Die haben immerhin Snowden noch nicht umbringen lassen. Was Putin im umgekehrten Fall sicherlich getan hätte.

    (Sollte Snowden in Russland auf mysteriöse Weise umkommen, können wir mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, dass dahinter die Amerikaner stecken. Oder etwa nicht?)

    Was wäre zu tun? – Natürlich müsste und könnte man gegen Putins Oligarchen in England und in der EU vorgehen. Gegen deren kriminelle Geschäfte, kriminelle Geldwäsche. Damit käme Putin in Russland unter Druck. Wir wissen schon, warum London das nicht macht. Big Money ist solidarisch – auch mit russischen Oligarchen – wenn da irgend ein Angriff auf Big Money kommt. Die westlichen Milliardäre wollen mit den Oligarchen Russlands weiter profitable Geschäfte machen. Kriminell sind sie alle, im Westen wie im Osten, die globalen Finanzvampire.

    Aber wenigstens kann man im Westen noch frei seine Meinung öffentlich äußern, ohne um seine Existenz fürchten zu müssen. DAS müssen wir gegen Putin und seine Verbündeten (in Deutschland: AfD) verteidigen.

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    • almabu sagt:

      Leo, dein Text spricht für sich und bedarf keines Kommentars von meiner Seite! Wir haben NOCH Meinungsfreiheit, das gilt ganz besonders auch für Dich. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!

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  10. Leo Brux sagt:

    Ja, hierzulande haben wir Meinungsfreiheit, und ich kann zum Beispiel unseren deutschen Behörden vorwerfen, in die NSU-Morde direkt verwickelt zu sein – ohne dass ich dies BEWEISEN könnte – ich kann es nur plausibel machen. (Dabei arbeite ich in einem Job, der von eben dem Staat bezahlt wird, den ich in Sachen NSU frech in die Pfanne haue.)

    Wie ist das in Russland? Unter Putins Herrschaft? Ich müsste bei einer vergleichbaren Unverschämtheit mit existenziellen Bedrohungen rechnen: Verlust meines Arbeitsplatzes, Prügel durch Putins Schlägertruppen, Verhaftung und Gefängnis – oder sogar Ermordung.

    Mord gehört zur politischen Praxis Putins gegen lästige Oppositionelle. In Russland sowieso, aber, wie man sieht, auch außerhalb.

    Nun, zumindest wirst du mir zugestehen müssen, almabu, dass ich mir in Russland meines Lebens nicht mehr sicher sein könnte, wenn ich mein Recht auf Meinungsfreiheit öffentlich auszuüben wagen würde.

    WARUM zum Teufel sollte ich einem solchen Verbrecher und Verbrecher-Regime gegenüber nachsichtig sein?

    Da erwarte ich mir dann allerdings auch deine Solidarität, almabu. Die Solidarität der Demokraten.

    Und bitte keine Ablenkungsmanöver von der Sorte, dass ja auch der Westen etc. pp. … JAAA, auch der Westen … Aber immerhin genieße im Westen noch das Recht auf Meinungsfreiheit. Das ist von ungeheurem Wert. Tagtäglich sage ich dafür DANKE.

    Denn ich weiß, dass Meinungsfreiheit etwas Ungewöhnliches, etwas Außerordentliches ist. Regimes, die volle Meinungsfreiheit gewähren, sind die Ausnahme. Die Putins, Erdogans, Orbans, Kaczynskis, Trumps tun, was sie können, um sie zu erwürgen; andere kennen von vorne herein sowas nicht, wie AlSisi in Ägypten, wie die Saudis, die Chinesen.

    Hier sagt dir, almabu, kein Propagandist, was er über die kriminellen Aktionen Russlands denkt, sondern jemand, der tatsächlich unabhängig beide Seiten attackiert, wenn und soweit deren kriminelle Energie plausibel aufzeigbar ist.

    Nur, dass die eine Seite es mir im kritisierten Land erlaubt, das zu tun; die andere Seite es mir mit brutaler Strafe vergelten würde, hätte ich das Pech, dort zu leben.

    Das bewirkt meine Parteinahme für demokratisch verfasste Länder. Es ist keine Frage der Moral, sondern des Interesses. Ich hab kein Interesse daran, umgebracht oder ins Gefängnis geschmissen zu werden; ergo distanziere ich mich ganz entschieden von Putin oder Erdogan und tu was ich kann, um deren Kriegserklärung gegen mich (bzw. gegen Menschen wie mich) entsprechend zu beantworten. Da stelle ich mich dann hinter May und Merkel und Macron. Was immer du gegen sie vorbringen magst, sie sind immer noch tausendmal besser als Putin.

    Was immer du – zum Teil zurecht – für strategische Rechtfertigungen der russischen Politik gegenüber die westliche Bedrohung vorbringen möchtest – Putin bzw. sein Regime würde einen wie mich umbringen oder zumindest ins Gefängnis werfen! Also ist er mein TODfeind.

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  11. Leo Brux sagt:

    letzter Absatz, 2. Zeile: gegenüber DER WESTLICHEN Bedrohung

    Weiter oben im Absatz über Ablenkungsmanöver fehlt ein ICH

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  12. Jakobiner sagt:

    „The story as told by the UK government is full of contradictions, without a shred of probative evidence. The entire pretext is based on the analysis coming out of Porton Down, the biochemical warfare facility dedicated to developing weapons of mass destruction, which is located only 10 miles from Salisbury. After first asserting that the poison was a nerve gas like Sarin or VX, the agency now claims that the toxic agent is “of a type developed by Russia,” namely Novichok.

    As former UK ambassador and author Craig Murray has noted, the phrase “of a type developed by Russia” is carefully chosen. He cited a source within the British government as confirming that “Porton Down scientists are not able to identify the nerve gas as being of Russian manufacture, and have been resentful of the pressuring being placed on them to do so.”

    Even if one were to accept the conclusion of the British government about the use of Novichok—and it has refused to provide samples to Russia or anyone else—this does not constitute proof that Russia directed the attack. The chemical was researched during the era of the Soviet Union. There is no evidence that Russia ever produced it, and it could just as easily have been manufactured in London, Langley or one of the states in the former Soviet Union that are now bitterly hostile to Russia.“

    https://www.wsws.org/en/articles/2018/03/17/pers-m17.html

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  13. Jakobiner sagt:

    Man sollte bei Berichten über den Einsatz von Massenvernichtungsmitteln etwas vorsichtig sein, spätestens seit dem Irakkireg 2003. Es schadet nichts, wenn man erst einmal in Ruhe klärt, was da eigentlich passiert ist. Das Ultimatums Mays ist ja opffensichtlich so ausgerichtet, dass Russland keine Chance hat, überhaupt auf die Vorwürfe einzugehen. Wie soll man in 24 Stunden nachweisen, was passiert ist? Das setzt ein Schuldeingeständnis vorraus. Natürlich ist Putin eine solche Attacke zuzutrauen, aber eben nicht nur ihm.

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    • almabu sagt:

      Es kann im Interesse UNSERER DEMOKRATIE und des FRIEDENS keine Freibriefe geben von Merkel und Co für May & Co. Streng genommen wäre ein Freibrief auf ungeklärter Faktenbasis ein Verstoß gegen Merkels erst am Mittwoch abgelegten Amtseid, das wäre echt krass!

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    • almabu sagt:

      Die französische Regierung hat zunächst genau die von mir vertretene Position vertreten, d.h. Klärung der genauen Fakten und Umstände und dann leitet JEDES LAND daraus SEINE Antwort ab!

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  14. Jakobiner sagt:

    Ebesno bezeichnend, dass die britische Regierung sich weigert, Russland Nervengasproben zu weiteren Untersuchungen auszuhändigen.

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  15. almabu sagt:

    Interessant auch, daß am Anfang der Propagandakampagne(?) Zeugen interviewt wurde, die in den USA und dem UK gegen Russland im Allgemeinen und Putin im Besonderen aussagten. Sie wurden in einem „gutbürgerlichen“ Hintergrund gezeigt. Es waren russische Kampfmittelexperten, die es nach dem Zerfall der Sowjetunion auf wunderbare Weise ins UK und die USA verschlagen hatte und denen nachgesagt wurde, direkt an der Entwicklung besagter Nervengase beteiligt gewesen zu sein? Welches Interesse hatte der Westen bloß an diesen Kriminellen, hat es offenbar bis heute? Wurde das Giftzeug im Westen niemals „aus rein wissenschaftlichem Interesse natürlich“ nachgebaut?

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  16. Jakobiner sagt:

    „Es waren russische Kampfmittelexperten, die es nach dem Zerfall der Sowjetunion auf wunderbare Weise ins UK und die USA verschlagen hatte und denen nachgesagt wurde, direkt an der Entwicklung besagter Nervengase beteiligt gewesen zu sein“

    Und einige von ihnen arbeiten in GBs Chemiewaffenanstalt Porton Down, die gerademal 10 Kilometer vom Tatort Salisbury entfernt liegt.

    Leo Brux argumentiert wie die Sozialdemokraten im Ersten Weltkrieg: Weil Rußland eine Despotie ist, sind alle Mittel gegen es erlaubt. Das Demokratieargument ist ja auch Grundlage für regime-change-Operationen und -kriege wie Irak 2003, Lybien 2011, Syrien.

    Interessant ist auch die Argumentation,dasss Putins Anschlag darauf abzielt innenpolitisce Unterstützung für sich während des Wahlkampfs zu erhalten. Das gleiche könnte man auch von Trump sagen, der gerade vor den Midtermelections steht und auch Theresa May käme eine außenpolitische Krise ganz recht angesichts ihrer unterirdischen Umfragewerte und der Brexitkrise.

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    • almabu sagt:

      Salisbury, der Ort des Attentates gegen die beiden unglücklichen Russen, liegt in der südenglischen Grafschaft Wiltshire. 9 Meilen (14,5 km) nördlich, im Grasland der Hochebene Salisbury Plain, befindet sich der weltbekannte prähistorische Steinkreis von Stonehenge.

      6 Meilen (ca. 10 km) nordöstlich das britische Chemienwaffen-Forschungszentrum Porton Down, dessen Wissenschaftler sich in der Bestätigung Theresa Mays Behauptungen, vornehm zurückhalten, vermutlich weil diese nicht wissenschaftlichen Ansprüchen genügten?

      Ca. 20 Meilen (30 km) südlich von Salisbury verbrachte ich vor einigen Jahren einen meiner schönsten Urlaube im Nationalpark New Forrest zwischen Wildpferden und Wildeseln in scheinbar unberührter Natur, nichtsahnend, daß die chemische Giftwaffenschmiede des UK ganz in meiner Nähe war! Der urig-verwachsene Campingplatz, mit ungewöhnlich breiten asphaltierten Wegen und ausgeprägten Kurven waren die Reste eines im Nationalpark verborgenen Riesenflugplatzes zur Vorbereitung der Landung der Alliierten Streitkräfte in der Normandie am 20. Juni 1944.

      Übrigens, ich habe keine Feinde. Daraus folgt, ich habe natürlich auch keine Todfeinde! Ich habe höchstens zuweilen potentielle Gegner, denen gegenüber ich mich möglichst rational zu verhalten suche! Dieses ganze GUT gegen BÖSE, SCHWARZ gegen WEISS entspricht nicht meiner Denkweise, meinem Charakter und ich halte sie nebenbei auch nicht für zielführend…

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  17. Jakobiner sagt:

    Hat eigentlich die Erdogan-Türkei chemische Waffen und Kampfstoffe? Als gutgerüsteter NATO-Partner müsste sie doch darüber verfügen.

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    • almabu sagt:

      Wie war das doch nochmal zu Beginn des sogenannten Syrischen Bürgerkrieges?
      Wurden nicht türkische Journalisten eingesperrt, die über Waffentransporte des IS durch die Türkei berichteten, die von übereifrigen türkischen Grenzpolizisten angehalten wurden und dabei vom MIT toleriert worden waren?
      Sind nicht in der Südtürkei Giftwaffenchemikalien, Ausgangsmaterialien und Zwischenprodukte beschlagnahmt worden? Kommt das Zeug dann irgendwo zur Anwendung, dann sagen einem die „neutralen“ Weisshelme in die Kameras „Das war dieser unmenschliche Verbrecher Assad!“

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  18. almabu sagt:

    Es gibt ja die Theorie, daß der ganze ordinäre, möglichst unsachliche dafür emotionale Populismus, der heute von der Politik und den Medien verbreitet wird, eine Folge dessen Erfolgs im Internet sei? Wenn dem so wäre, dann Gute Nacht, Weltfrieden!

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  19. almabu sagt:

    Typen wie ein Trump oder ein Boris Johnson hätten es früher nicht über den Job eines Marktschreiers hinaus gebracht. Heute inszenieren sie sich als Präsident und Außenminister, was für ein Fortschritt…

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  20. almabu sagt:

    Leo, deine Argumentation ist interessant: Weil DU DEIN Verhalten in bestimmten Ländern für Haft-, gar Todeswürdig EINSCHÄTZST, erklärst DU deren Repräsentanten zu DEINEN Todfeinden! Dies unterstützt und verstärkt dann wiederum deine Antipathien diesen Leuten gegenüber. Rational geht anders, oder?

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    • Leo Brux sagt:

      almabu,

      damit rechtfertigst du also Putins mörderische Kampagne gegen die Opposition in Russland.

      Und Erdogans Verhaftungspolitik gegen seine Kritiker.

      Wenn ich Blogger in Russland wäre und würde schreiben, ich hielte es für wahrscheinlich, dass Putin hinter den Morden an Nemzow und Politowskaja stünde, ebenso wie hinter dem aktuellen Mord in England, dann hätte ich doch wohl das gute Recht dazu, dies zu schreiben. Es ist außerdem plausibel. So plausibel, wie meine Annahme ist, deutsche Bundesbehörden seien direkt in die Morde des NSU verwickelt gewesen. Oder, wenn etwa Snowden einem mysteriösen Mord zum Opfer fallen würde: Der CIA wird da wohl involviert sein.

      Wenn ich also Blogger wäre und meine freie Meinung äußern würde, wäre ich in existenzieller Gefahr. Jobverlust, Verhaftung, Verprügelung, Mord sogar.

      Daraus darf ich dann, deiner Meinung nach, nicht schließen: Ich habe also einen TODfeind. Ich muss dieses Regime als verbrecherisch erkennen und bekämpfen. – Das darf ich deiner Meinung nach nicht so denken. Denn damit würde ich ja erst recht die Aggression des Regimes hervorrufen. Also, Leo, kusch!

      DAS ist deine Meinung, almabu?

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  21. almabu sagt:

    Ich hingegen halte mich prinzipiell für fehlbar, als ein zuweilen Irrender. Ich beschreibe zwar meine Sichtweise der Dinge, indess mir fehlt so ganz der missionarische Anspruch! Ich würde sagen, ich lade dazu ein über meine Sichtweise nachzudenken, mehr nicht! Ich habe absolut kein Problem damit, wenn du die Dinge oft anders siehst. In anderen Punkten stehen sich unsere Standpunkte näher, decken sich zuweilen gar, wie schön!

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    • Leo Brux sagt:

      almabu,

      du bist IMMER und EINDEUTIG parteisch: gegen den Westen, für Russland.

      Gibt es mal eine Ausnahme?

      Wenn es gegen den Westen geht, suchst du ausschließlich Indizien und Beweisgründe, die gegen den Westen sprechen.

      Wenn es gegen Russland geht, suchst du ausschließlich Indizien und Beweisgründe, die Russland verteidigen.

      Das gibt dann doch zu denken.

      Zumal Russland heute für Rechtspopulismus steht, für autoritäre Herrschaft.

      Du beteiligst dich am russischen Programm der Destruktion des Westens letztlich zugunsten einer autoritären rechten Politik. Querfront. Hand in Hand mit AfD, FPÖ, FN (inzwischen RN), Orban, …

      Ja, macht die liberale Demokratie kaputt!

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    • Leo Brux sagt:

      Übrigens halte ich mich prinzipiell auch für fehlbar. Was mich nicht hindert, aufgrund der Plausibilität meiner Vorwürfe gegen die deutschen Behörden diese der Kooperation mit dem NSU zu bezichtigen.

      Dabei weiß ich, dass ich mich täuschen kann.
      Und ich weiß, dass ich keinen unwiderleglichen Beweis vorlegen kann.

      DA, almabu, bist du ganz auf meiner Seite. Warum eigentlich? Du müsstest mich doch kritisieren! Denn ich hab keinen direkten und eindeutigen Beweis für meine Attacke gegen den Verfassungsschutz und gegen all die anderen Behörden und deren – wahrscheinliche! – Kooperation des Verfassungsschutzes mit dem NSU.

      Merkst du, was für ein „Witz“ dein Spiel mit dem Wörtchen „wahrscheinlich“ in deinem Artikel ist?

      Also bitte, erklär mir den Unterschied! Ist Russland so viel ehrbarer, so dass sich gegen Russland ein Verhalten wie das meine gegen die deutschen Behörden verbietet?

      Russland, das Land des Gangsterkapitalismus!
      Russland, das Land des Staatsterrorismus!
      Russland, die Kleptokratie.

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  22. almabu sagt:

    THE GUARDIAN veröffentlicht Meinungen ganz verschiedener Briten zum Gift-/Nervengasanschlag von Salisbury vor jetzt genau 14 Tagen. Die drei Betroffenen,Vater und Tochter sowie der Polizist, der als erster zum Fundort kam, leben glücklicherweise noch, aber offiziell noch immer in kritischem Zustand und ungeklärten Folgewirkungen im Überlebensfall. Hier kommt aber auch immer wieder die Nähe, ganze 7 Meilen vom Fundort zum britischen Gift-/Nervengaszentrum Porton Down, zur Sprache und das Fehlen vor irgendeinem Beweis für die puren Behauptungen der britischen Regierung, während Theresa May auf einer Welle des Patriotismus ihrem Brexit-Debakel entflieht und Boris Johnson mittlerweile wie ein Sprecher des britischen Geheimdienstes agiert. Verrückte Welt…

    ––––––
    https://www.theguardian.com/uk-news/2018/mar/16/we-should-see-the-evidence-public-reacts-to-spy-poisoning

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    • Leo Brux sagt:

      Von vorne herein ist klar: Dich interessieren keine Informationen, die in die andere Richtung deuten. Grundsätzlich nicht. Du sammelst immer nur Punkte, die den naheliegenden Verdacht von Moskau ablenken.

      Aber: Moskau mordet. Putin hat genug Beispiele dafür geliefert in den letzten 10 Jahren.

      Wenn du tatsächlich jemand wärst, der hier vorsichtig abwägen würde, würdest du zumindest sagen:

      Es spricht natürlich einiges dafür, dass Moskau hinter dem Mord steht. Nur, bewiesen ist er noch nicht.

      DAS allerdings stimmt.

      Angesichts des mörderischen Verhaltens des russischen Regimes kann die britische Regierung davon ausgehen, dass Moskau dahintersteht. So, wie Putin im Falle einer Ermordung Snowdens davon ausgehen kann, dass die USA dahinter stehen. Auch ohne dafür schon den präzisen Beweis zu haben.

      Oder würdest du in einem solchen Fall jetzt alle möglichen und unmöglichen Hinweise sammeln, die dagegen sprechen und die die USA vor ungerechten Beschuldigungen schützen?

      Würdest du nicht. Denn dein Feindbild ist einfach gestrickt: Immer gegen die USA. Immer für Russland.

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    • Leo Brux sagt:

      Ergänzung:

      there is “no plausible alternative explanation” to Russian involvement. If you say we should be a bit wary of taking such statements wholly at face value, I agree. So I also listen to the experts in chemical weapons and Russian politics who also put Moscow in the frame. For my money, one of the big convincers has been the Kremlin’s behaviour. Vladimir Putin’s government has not sounded affronted by this grave charge; it has responded with sneers and taunting.

      Russian state television, a mouthpiece for the Kremlin, mockingly warns anyone who is “a traitor to the motherland” not to go to England because “in recent years there have been too many strange incidents with a harsh outcome. People get hanged, poisoned, they die in helicopter crashes and fall out of windows in industrial quantities.” Moscow formally denies having a hand in attempted murder while simultaneously gloating about deaths on British soil. This is mighty strange behaviour if the Putin regime is as innocent as the Siberian snow.

      The Skripal case fits with an established tradition of using killings by exotic methods to issue fear-instilling messages. The statement is: we did it and we want you to know we did it because we are too ruthless and powerful to be touched.

      https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/mar/18/jeremy-corbyn-sergei-skripal-attack-putin

      So, wie es möglich ist, dass der Verfassungsschutz tatsächlich seine Hand nicht in den NSU-Morden drin hatte, so ist es auch möglich, dass der Anschlag auf Skripal kein Anschlag war oder aus einer anderen Ecke kam. Denkbar ist das durchaus. Ich berücksichtige das, halte meine Augen und Ohren offen. Aber ich halte mich in der Politik auch an Wahrscheinlichkeiten. Die Politik tut das im Fall Skripal zurecht. (Andernfalls würde man zum Spielball mächtiger Gegenspieler.)

      BigMoney möchte wahrscheinlich eher abwiegeln: Es könnte so weit kommen, dass GB und EU tatsächlich auf Geld und Bewegungsfreiheit der russischen Oligarchen zugreifen – mit denen macht man so gute Geschäfte, dass man es schade finden würde.

      Apropos Wahl in Russland: War das eine Wahl? – So eine Art von Wahl würden sich wohl unsere AfDler wünschen. Voller Bewunderung werden sie jetzt auf ihren Putin schauen. Und Deutschland in so eine Art von „Demokratie“ verwandeln wollen.

      Was sagt dazu ein Blogger, der vermutlich noch nie eine ernsthafte Kritik des russischen Regimes und seiner destruktiven Ambitionen in Europa verfasst hat? (Oder täusche ich mich? Gibt es Beispiele dafür? – Ich bin neugierig!)

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      • almabu sagt:

        Leo, du kannst ja nachlesen wenn du Zeit und Lust hast oder einfach Nachts nicht schlafen kannst? Meine Agenda setzt du jedenfalls nicht. Wie dir womöglich nicht entgangen ist, habe ich sowieso nur sehr wenig Zeit für mein Blog in den letzten Monaten, denn es gibt halt Dinge, auf die man keinen oder nur sehr begrenzten Einfluss hat. Deine Verbissenheit habe ich ja über Jahre bei Blog IG verfolgen dürfen, das haben die wenigsten über einen längeren Zeitraum mitgemacht. Ich weiss aus deinem eigenen Mund, daß du erst zufrieden sein dürftest, wenn du in einer Diskussion beide Seiten vertreten könntest, denn NUR DU bist in der Lage die Dinge von ALLEN SEITEN und in ALLEN ASPEKTEN zutreffend zu beschreiben und benennen. Nicht nur für deine Schlaflosigkeit, sondern auch dafür gibt es professionelle Hilfe. Sie nennen sich Ärzte! Viel Glück, Leo, du scheinst es dringend zu brauchen! Das meine ich ehrlich…

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  23. Jakobiner sagt:

    Dass Putin als alter KGB-Geheimdienstmann und Autokrat politischen Mord für legitim hält und auch dahinter stecken kann ist unbestreitbar. Aber so zu tun als würden westliche Geheimdienste nicht auch zuweilen zu false-flag-Operationen, Desinformation und auch politischem Mord greifen, ist ebenso naiv und sozialkundeunterrichtlich gedacht.Wenn dazu noch der CIA-Chef und nun Außenminsiter Pompeo heißt und die neue CIA-Chefin Haspelt waterboarding-Folterexpertin in einem scharzen Gefängnis in Thailand war, sollte man sich nicht nur über die Skrupellosigkeit Putins erregen.

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    • almabu sagt:

      Ich denke, wir sind uns hier einig, daß Putin kein Guter ist? Ich mache mir da keine Illusionen, wie man hier gelegentlich nachlesen kann, aber das entbindet UNS doch nicht von normalen rechtsstaatlichen Standards? Wenn Theresa May im konkreten Fall ein Gerichtsverfahren einleiten würde gegen Unbekannt, dann müsste sie diese Standards zumindest einhalten. Wenn es aber der Belzebub höchstpersönlich ist, dann genügen Vermutungen, unbelegte Behauptungen? Ihr müsst uns glauben, ist aber alles supergeheim, kann deshalb unmöglich belegt werden? Wir nähern uns – egal ob in Ost oder West – langsam unkontrollierbaren Oligarchien an, Zerrbildern der Demokratie letztlich. Was in Russland hinter den Kulissen geschieht, das erfahren wir im Allgemeinen nicht. Was im White House in Washington, DC geschieht, das twittert uns Trump, der einen stellvertretenden FBI-Direktor 24-Stunden vor dessen geplanter Pensionierung feuern lässt, weil der etwas gegen Trump in der Hand haben soll, was nach Moskau weist? Wer von den Beiden ist letztlich unberechenbarer? Der uns per Twitter an seinem „Denkprozess“ teilhaben lässt, wenn man das so nennen darf, oder der, über dessen Interna wir in der Regel nichts erfahren? Aber stellen wir uns einfach einmal vor, in Moskau säße auch ein Trump oder ein Kim Il Jong auf dem Thron? Furchtbarer Gedanke…

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  24. Jakobiner sagt:

    Wer es für offensichtlich hält, dass Russland Skripal vergiftet hat, sollte sich an die Anthrax-Anschläge in den USA im Jahr 2001 kurz nach den Anschlägen vom 11. September erinnern. Damals erhielten mehrere US-Regierungsvertreter per Post einen tödlichen Stamm von Milzbranderregern, durch den fünf Menschen getötet und siebzehn weitere infiziert wurden. Auch damals machten die Medien sofort das Land verantwortlich, gegen das sich die Kriegsdrohungen der USA und Großbritannien richteten – den Irak. Die Behauptungen, das irakische Regime würde Massenvernichtungswaffen besitzen und Beziehungen zu Al-Qaida pflegen, erwiesen sich später als Lügen, die Washingtons außenpolitischen Interessen im Vorfeld des Irakkriegs dienten.

    Nachdem die USA den Irak überfallen und besetzt hatten und sich herausstellte, dass es dort keine Massenvernichtungswaffen gab, wurde bekannt, dass das Anthrax, das in den Anschlägen verwendet worden war, auf Washingtons eigenes Massenvernichtungswaffenprogramm in Fort Detrick (Maryland) zurückging. Der amerikanische Wissenschaftler Steven Hatfill soll Gerüchten zufolge dafür verantwortlich gewesen sein, doch er wurde nach einer Untersuchung freigesprochen.

    Bis heute ist nicht geklärt, welche amerikanischen Regierungsvertreter an der Durchführung der Anthrax-Anschläge beteiligt waren. Das FBI machte einen weiteren Wissenschaftler namens Bruce Edwards Ivins für den Anschlag verantwortlich. Dieser hatte 2008 Selbstmord begannen. 2010 beendete das FBI seine Ermittlung, doch wie die amerikanische National Academy of Sciences elf Jahre später herausfand, konnte die US-Regierung nicht ausreichend nachweisen, dass der eingesetzte Anthrax-Erreger von Ivins stammte.

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    • almabu sagt:

      Dieser Sergei Skripal begann in 1993 als GRU-Agent* in Spanien. Er freundete sich mit einem spanischen Geheimdienstmitarbeiter an und betrieb sogar einen Wein-Export mit ihm zusammen!

      Über den Spanier kam es zur Begegnung mit einem britischen Geheimdienstler, der Skripal dann einkaufte. Skripal plauderte den Briten sein Wissen aus und die Russen wunderten sich über aufgeflogene Agenten. Es musste ein Leck geben, aber noch kannten sie es nicht! Da traf es sich gut, daß sich ein spanischer Geheimdienstler postalisch bei der russischen Botschaft in Madrid meldete und für 200.000 €uro Startgeld seine Mitarbeit anbot. Die Russen kauften ihn und der Spanier verriet, was er wusste und er kannte u.A. Sergei Skripal…

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  25. Jakobiner sagt:

    Nehmen wir einmal an, Putin stände hinter den Anschlägen–was könnten seine Motive sein?. Zum einen besagte Wahlen trotz Fußball-WM, um sich als starken Mann vor dem russichen Volk zu inszenieren, der dem Westen trotzt. Zum zweiten zu zeigen, dass Verräter bestraft werden. Fraglich aber, warum er dies dann so umständlich inszenieren sollte. Was das dritte Motiv näherlegen würde, dass er dem Westen zeigen wollte, dass er diesen selbst mit chemischen Kampfstoffen wie Assad in Syrien ungesrtaft angreifen kann, ohne dass dieser sich wehren kann. Zugleich einmal die Reaktionsfähigkeit des Westens und der NATO bezüglich chemischer, Hacker- und sonstiger Angriffe und Provokationen auszutesten

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  26. Jakobiner sagt:

    In diesem Falle könnte dieser Anschlag der Testlauf und Versuchsballon für zukünftige Provokationen und Angriffe sein, weswegen eine entschiedene und umgehende Reaktion der NATO und des Westens dann auch nötig wäre. Dennoch sollte Theresa May sich an die rechtssaatlichen Formalien der Organsiation zur Prävention von Chemiewaffen halten und falls sie Ultiamten stellt, den Zeitrajhmen auch so bemessen, dass das Gegenbüber auch real darauf antworten kann. So hat dies eher den Anschein einer Kampagne, bei der man Russland keine Chance einräumt und die Bevölkerung des Westens mit überhasteten Pawloschen Reflexen übertölpeln will.

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  27. Jakobiner sagt:

    The allegations of Russian use of “novichok” have come from the British government and its bio-chemical warfare facility at Porton Down, a few kilometers away from Salisbury. However, as Murray points out, Dr. Robin Black, the head of the Detection Laboratory at Porton Down, had cast doubt as to the existence of “novichok” nerve agents as recently as 2016.
    In a contribution to the scientific work Chemical Warfare Toxicology, which can be consulted online via Google Books, Black wrote:
    In recent years, there has been much speculation that a fourth generation of nerve agents, ‘Novichoks’ (newcomer), was developed in Russia, beginning in the 1970s as part of the ‘Foliant’ programme, with the aim of finding agents that would compromise defensive countermeasures. Information on these compounds has been sparse in the public domain, mostly originating from a dissident Russian military chemist, Vil Mirzayanov. No independent confirmation of the structures or the properties of such compounds has been published.
    Mirzayanov wrote that he had worked on “novichok” compounds in a 1995 article that did not make clear whether anyone ever managed to develop these compounds into a viable nerve agent. He wrote, “One should be mindful that the chemical components or precursors of A-232 or its binary version novichok-5 are ordinary organophosphates that can be made at commercial chemical companies that manufacture such products as fertilizers and pesticides.”
    Mirzayanov went on to publish a book in 2008 titled State Secrets: An Insider ’ s Account of the Russian Chemical Warfare Program. In the book, still available for sale on Amazon, Mirzayanov published what he claimed were the chemical formulas for the “novichok” compounds that the Soviet chemical weapons program worked on. This means that virtually anyone with access to chemical installations could manufacture the “novichok” compounds Mirzayanov claimed he had helped develop.
    Mirzayanov’s claims failed to persuade the scientific community, either in Britain or internationally, of the existence of “novichok” chemical weapons, however. The Porton Down facility was not alone in expressing its doubts. In 2013, as Murray notes, the Scientific Advisory Board (SAB) of the UN Office for the Prevention of Chemical Weapons (OPCW) similarly made clear that it had no evidence that “novichok” compounds had been turned into a nerve agent.
    In this report, still available on the OPCW web site, the SAB explained that it was not including “novichoks” on its list of chemical weapons, because it had seen no evidence that the compounds involved could be developed into a chemical weapon. It wrote:
    [T]he definition of toxic chemicals in the Convention would cover all potential candidate chemicals that might be utilised as chemical weapons. Regarding new toxic chemicals not listed in the Annex on Chemicals but which may nevertheless pose a risk to the Convention, the SAB makes reference to “Novichoks”. The name “Novichok” is used in a publication of a former Soviet scientist who reported investigating a new class of nerve agents suitable for use as binary chemical weapons. The SAB states that it has insufficient information to comment on the existence or properties of “Novichoks.”
    After London helped Washington launch a war based on WMD lies in 2003, no one has reason to believe the UK government’s unsubstantiated allegations of Russian use of “novichok,” which are at the center of its case against Russia. Instead, several questions should be asked, including the following.
    If a “novichok” weapon was secretly developed based on the compounds described by Mirzayanov, and UK officials have found it after it was used to poison Skripal:
    • Why have they refused to turn over a sample of this dangerous, unknown compound to the OPCW for analysis, so that future “novichok” attacks could be better treated?
    • How do they know that this weapon originated in Russia, when the formulas are available for sale to anyone on Amazon (for just US$7.25 on Kindle)?
    • In particular, how do UK officials know that this attack does not originate, as did the 2001 anthrax attacks in the United States, in sections of their own country’s bio-chemical warfare apparatus?
    If, as the scientific community appears to believe, the “novichok” nerve gas does not exist, and London has therefore not found it in Salisbury, then why is it again stoking a war hysteria based on WMD lies—this time aimed at Russia, a major nuclear power?
    https://www.wsws.org/en/articles/2018/03/19/novi-m19.html

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    • almabu sagt:

      Mit einem entsprechenden „Giftgaszwischenfall“ könnte man die EU bzw. und die NATO-Staaten nahezu an beliebiger Stelle zu beliebiger Zeit in einen Konflikt mit Russland treiben. Das könnte in Osteuropa, z.B. in der Ostukraine, aber auch im Baltikum geschehen und ein Krieg stünde rund 1.000 km vor Berlin! Das könnte aber auch im sogenannten „Syrischen Bürgerkrieg“ indirekt geschehen, wo es so langsam schwierig wird zu bestimmen, wer dort NICHT mitmischt! Dort könnte es zum direkten Konflikt zwischen NATO-Partnern, zu neuen Flüchtlings-Flutwellen nach Europa kommen, die Merkels Flüchtlings-Vertragspartner Erdogan praktischerweise selbst auslösen und steuern könnte.

      Aber, um es nochmals ganz klar zu stellen: WIR BEWEGEN UNS VOLLSTÄNDIG IM BEREICH DER SPEKULATION!

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  28. Jakobiner sagt:

    Desweiteren muss man sehen, dass Trump von Seiten des Pentagons, der Republikaner, der Geheimdienste wie auch der Demokraten auf eine mehr russlandfeindliche Linie gebracht werden soll, da er mehr in China und Nordkorea den Hauptfeind sieht denn in Rußland und Syrien. Seine Russlandkontakte versucht er auf Druck dieser Kräfte temporär immer wieder zu kompensieren durch harte Maßnahmen, um nicht in den Verdacht und das Image eines US-Präsidenten von Putins Ganden zu kommen..

    Auch spielt hinein, dass die USA und GB die deutsch-französischen Bestrebungen eine europäische Militärunion unter der Permanent European Security Cooperation (PESCO) neben der NATO aufzubauen mit Skepsis betrachten, wie auch die Außenpolitik Macron-Frankreichs und Gabriel-Deutschlands, das über die Lockerung der Russlandsanktionen nachdenkt, North Stream 2 bauen will und auch eine Wiederannäherung an Moskau sucht. Nicht umsonst hat der US-Kommandierende der NATO ein klares Bekenntnis der Europäer schriftlich gefordert, dass nur die NATO für die kollektive Verteidigung zuständig ist. Desweiteren wurde Ursula von der Leyen in Aussicht NATO-Generalsekretärin zu werden–ein Manöver, um Deutschland bei der NATO und weniger bei der neuen europäischen Säule einzubinden. Entsprechend hat von der Leyen nun wie Merkel eine harte Linie gegen Rußland aufgrund der Anschläge gefordert, während der abgestezte Gabriel erst einmal die Beweise sehen will wie Macron und der neue deutsche Außenminister Heiko Maas schon härter als Gabriel gegen Rußland vorgehen will.Ebenso bezeichnend ist, dass die britische Regierung sich bisher weigert, Russland und selbst mit Großbritannien verbündeten Staaten Nervengiftproben zu weiteren Untersuchungen auszuhändigen. Daher sollte man erst einmal abwarten, bis weitere Informationen verfügbar sind.

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  29. Jakobiner sagt:

    „Ich weiss aus deinem eigenen Mund, daß du erst zufrieden sein dürftest, wenn du in einer Diskussion beide Seiten vertreten könntest, denn NUR DU bist in der Lage die Dinge von ALLEN SEITEN und in ALLEN ASPEKTEN zutreffend zu beschreiben und benennen“

    Hiermit wird die Hybris von Brux und seine Selbstwahrnehmung als dem allwissenden Durchblicker trefflich beschrieben.

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  30. Jakobiner sagt:

    Und Der Brux ist auch nicht besser: Immer das pseudolinke Kritikgeschwafel gegen BIG MONEY, um dann dessen Positionen von Flüchtlingslohndumping, Schonung der etablierten Parteien und ihrem Neoliberalismus als kleinerem Übel gegenüber der AfD, Islamophilie, Erweiterung der Eurozone um Griechenland, Rumänien, Bulgarien, EU-und NATOexpansion um die Ukraine, Georgien und die Türkei, „humanitären Menschenrechts“-NATO-Imperialismus gegen Putin zu propagieren. Er war mal bei der SPD und verhält sich da nicht anders als die SPD gegen das zaristische Russland im Ersten Weltkrieg–nun aktuell US-Imperialismus gegen Putin-Russland.Wahrscheinlich würde er auch wieder Kriegskrediten zustimmen, wenn es aktuell würde.Und da sind die Grünen nochmals aggressiver als die SPD.

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    • almabu sagt:

      Wir sollten aufhören uns persönlich anzugreifen, sonst beende ich das hier lieber. Das bringt uns nicht weiter. Mich interessieren differenzierte Meinungen, Vielfalt als Basis, sich die eigene Meinung zu bilden. Da sind pseudo-religiöse Schwarz-Weiss-Gut-und-Böse-Fanatiker wenig hilfreich, zudem sie sich, wenn man sie nur lange genug posten läßt, meist zuverlässig selbst widerlegen.
      PS: Ich glaube mich zu erinnern, daß Leo für die Grünen, nicht für die SPD in München Kommunalpolitik machte?

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