Schicksale hinter Rajoys neoliberalen Erfolgsstories!

Die Arbeitslosigkeit in Spanien sank im Mai um 117.985 Menschen, der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1996! Das ist der Teil, den Präsident Mariano Rajoy unermüdlich erzählen würde.

Doch die Spanier lassen sich nicht mehr verar…en. Sie wissen, dass es immer noch 4.215.031 Menschen OHNE Arbeit im Lande gibt! Der Anteil dieser Arbeitslosen die keinerlei staatliche Unterstützung bekommen, die also „aus dem System gefallen sind“ ist um 12% auf 49%, fast die Hälfte aller Arbeitslosen gestiegen! Dazu sagt Rajoy nichts…

Dann kommt hinzu, dass es saisonbereinigt nur 34.160 Arbeitslose weniger sind, die miserabel bezahlten neuen Jobs sind hauptsächlich im Service (Tourismus, Hotel und Gastronomie), Landwirtschaft und im Baugewerbe entstanden (wo bereits eine neue Blase droht!) und weit weniger in der Industrie.

Die unbefristeten Verträge stehen zu den befristeten Zeitverträgen im Verhältnis 1:11 (!). Sie werden (leider „natürlich“) schlechter bezahlt als die unbefristeten Arbeitsverträge. Generell werden derzeit neue Arbeitsverträge zu schlechteren Konditionen abgeschlossen, wer wechselt, der verschlechtert sich im Regelfall. Wer seiner Firma und Arbeit treu blieb, der verdiente von 2008 bis 2013 „nur“ 1,6% weniger! Betrachtete man aber nur die letzten beiden Jahre 2012 und 2013, dann wären die Einkommen der Firmentreuen durchschnittlich um 5% gesunken. Die „nur“ 1,6% weniger rühren also vom späteren Einsetzen der Verschlechterung im Beobachtungszeitraum her! Wer jedoch zwischen 2008 und 2013 seine Arbeit wechselte, der verdiente 2013 durchschnittlich 17% weniger als 2008!

Passend dazu und geradezu obszön die Meldung, der Agentur für Grundrechte der EU, dass auf breiter Front in Europa, in 13 Staaten zu denen neben Spanien auch Deutschland gehört, sich Fälle systematischer Ausbeutung  von Arbeitskräften durch Unternehmen häufen! Das ist bestimmt die Folge unsere „ach so beliebten neoliberalen Wirtschaft“, gell, Frau Merkel?
Diese Ausbeutung massiert sich in der Landwirtschaft, im Tourismus-, Hotel- und Gastro-Gewerbe, aber auch im privaten Alten- und Pflegebereich der häufig durch verängstigt-willige Illegale im Verborgenen ausgeübt wird…

2 Responses to Schicksale hinter Rajoys neoliberalen Erfolgsstories!

  1. almabu sagt:

    6,5% spanischer Eltern können ihren Kindern keine neue Kleidung kaufen.

    10% aller spanischer Eltern können den Geburtstag ihrer Kinder nicht feiern. Bei den unteren Einkommen sind es bis zu 35%!

    02% aller spanischer Eltern können ihren Kindern keine altersgerechten Bücher kaufen.

    Dazu Mariano Rajoy: Es geht überall aufwärts mit Spaniens Wirtschaft. Wir sind das leuchtende Vorbild, die Lokomotive der EU!

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  2. almabu sagt:

    Immobilien Makler alarmiert über die jüngst wieder stark anziehenden Immobilienpreise, die durch spekulative Fonds aus dem Ausland, hauptsächlich den USA, angeheizt würden, welche die seit 9 Quartalen fallenden spanischen Immobilien-Preise mit denen anderer Zonen Europas verglichen und einen Wiederanstieg auf das Niveau von 2007, dem Jahr vor der Krise, erwarteten und hierbei einen schnellen Reibach machen wollten.

    So kauften sie zum Beispiel Land zu Preisen, die Immobilien erst bei Preisen von 10.000 Euro pro Quadratmeter rentabel werden lassen!

    Zuletzt waren die Miet-Preise zwar noch um 0,1% gefallen, gleichzeitig zogen die Grundstückspreise in Barcelona und Madrid um bis zu 64% an. Nix dazu gelernt? Es geht schon wieder los!

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