Jahr 1 nach der Tragödie von Lampedusa:

Italiens Patrouillen retteten im Zuge der Operation „Mare Nostrum“ 150.000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer und nahmen 330 Schleuser fest. Italien lässt sich diese Operation 9 Millionen Euro pro Monat kosten. Im Jahr davor waren es ca. 60.000 Flüchtlinge. Ihre Zahl ist binnen eines Jahres um das Zweieinhalbfache angestiegen! Bei der Anzahl der Toten kursieren verschiedene Zahlen, die zwangsläufig häufig auf Schätzungen basieren. So wird oft die Zahl von 2.500 Toten in diesem Jahr genannt. An einem einzigen Wochenende im September waren es aber schon rund 700 Tote. Es ist zu vermuten, dass die wirkliche Zahl erheblich höher liegen dürfte…

Jetzt läuft parallel eine Aktion der EU mit Namen des griechischen Meeresgottes „Triton“ an. Die 28 EU-Mitglieder lassen sich dies ganze 2,9 Millionen Euro pro Monat kosten, ein knappes Drittel nur des italienischen Beitrages und rechnerisch nur 100.000 € pro EU-Mitglied und Monat! Ein Skandal!

FRONTEX hat nur von 8 der 28 EU-Mitgliedern Boote unterstellt bekommen. Dies sind Finnland, Spanien, Portugal, Niederlande, Lettland, Malta, Frankreich und Island.

Während die italienische Marine bis vor der lybischen Küste operiert, können und dürfen die FRONTEX Boote dies nicht tun. Es sind 2 Hochsee-Schiffe, 2 Küstenschutzboote, 2 Schlauchboote, 2 Flugzeuge und ein Hubschrauber.

Damit ist absehbar nicht annähernd die Hilfe möglich, die Italien leistete.

One Response to Jahr 1 nach der Tragödie von Lampedusa:

  1. almabu sagt:

    Die spanische PP-Regierung des Mariano Rajoy will das Ausländerrecht ändern, durch einen Anhang, der speziell auf die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Marokko abstellt.

    Ziel soll es sein, die heisse, bisher illegale Rücklieferung von Migranten, die das dreifach gestaffelte Zaunsystem überwinden konnten, zu legalisieren.

    Sie hätten also – einmal auf spanischer Seite des Zaunsystems und damit auf EU-Boden angekommen – nicht die gleichen Rechte wie alle anderen Migranten innerhalb der EU. Begründet wird dies mit dem Fakt, dass die beiden Exklaven die einzige Landgrenze der EU mit Afrika darstellten!

    Nicht gesagt wird in dem Änderungs-Antrag, was künftig mit den Migranten geschehen soll, denen es gelingt noch drei, fünf oder gar zehn Meter vom Zaun weg in die EU hinein zu rennen?

    Liken

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