Wall Street begeistert: Merkel droht deutscher Wirtschaft mit Russland Sanktionen!

„…Germany gets 35 percent of its oil and natural gas supplies from Russia, and its annual exports to Russia are worth 38 billion euros ($53 billion). More than 6,000 German companies have investments in the country, and German business leaders say trade between the two countries is good for about 300,000 German jobs…” (Zitat: Bloombergview.com)

Aber das genügt den USA noch nicht. Merkel müsse die Drohung an Putin noch verschärfen. Sie gilt ihnen generell als zu vorsichtig. Ihre Bereitschaft zu Sanktionen auf Kosten der deutschen Wirtschaft sei ein entscheidender Signal an die beiden anderen EU-Staaten, die sich hinter den Deutschen in dieser Frage versteckten, den Niederlanden und – of course – dem UK mit seiner City of London. Der Franzose Hollande hat ja bereits zu Beginn der Krise festgestellt, dass seine Rüstungsexporte an Russland nicht zur Disposition stünden.

Das nennt man Arbeitsteilung: Die USA stehen hinter dem Staatsstreich in der Ukraine, der von niemanden im Westen in Frage gestellt wird, empören sich scheinheilig über Putin, der ebenfalls mit Unrecht anwortet und freuen sich über Merkel, die einen Eid geleistet hat „Schaden vom deutschen Volke abzuwenden“, wenn sie eilfertig die Russen auf Kosten der Deutschen sanktioniert.

22 Responses to Wall Street begeistert: Merkel droht deutscher Wirtschaft mit Russland Sanktionen!

  1. Norbi sagt:

    Ich schreibe ab und zu auf Leo´s Blog, ich denke hier passt es vielleicht besser hin.

    Soeben lief auf tagesschau24 ein mehrminütiger Beitrag über die rechte Szene auf dem Maidan.
    Zum ersten Mal seit Monaten ein objektiver und unabhängiger Beitrag.

    Es wurde das rechtsradikale Gedankengut erwähnt, die Nazi-Symbole und dass es die Rechten sind, die auf dem Maidan das sagen haben und die Proteste anführen.
    Also mehr oder weniger ein Eingeständnis dessen, was wir selber aus diversen Videos und Berichten wissen.

    Wieso plötzlich dieser „unvoreingenomme“ Bericht?
    Ganz einfach, jetzt, da man die anti-europäische Regierung gestürzt hat, braucht man die Faschisten vom Maiden nicht mehr (natürlich sind wohl 50% wirklich demokratisch orientiert, ohne die rechten Schläger, würden sie aber immmer noch in der Kälte ausharren).

    Sie sind sogar urplötzlich eine Bedrohung, weil, wie der Bericht richtigerweise hervorhebt, ihre Ansichten nicht mit denen der EU in Einklang zu bringen sind und sie sich massiv gegen die derzeitige Übergangsregierung (die prompt von uns anerkannt wurde) richten.
    Verschwiegen wurde diesemal auch nicht, dass weiterhin protestiert wird. (manche meinen, einige rechte Gruppen würden Straßenschlachten planen um die Gunst der Stunde auszunutzen und die Regierung zu stürzen oder mehr Mitspracherecht zu bekommen?)

    Wir sehen mal wieder, Medien und Politik haben Hand in Hand eine Gruppe von Radikalen benutzt, um einen politischen Umbruch zu bewirken. Wie sooft wurden uns kaum Informationen darüber gegeben, wer diese „Revuluzzer“ eigentlich sind? Und wenn, dann mit dem Verweis darauf, dass sie das kleinere Übel sind.

    Jetzt da man sie nicht mehr braucht, werden sie zur Bedrohung. Irgendwie erinnert mich das stark an das Vorgehen in anderen Staaten in letzter Zeit…

    Sobald ich die besagte Reportage in der Mediathek finde, werde ich sie hier posten, ansonsten läuft sie sicher noch mehrmals am Tag.

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    • almabu sagt:

      Vielen Dank für den Beitrag Norbi! Das ist eine sehr interessante Information. Diese Rechten vom Maidan waren wahrscheinlich nur die Hilfstruppen und die Tarnung für den Putsch den Profis, vermutlich mit US-Background, durchgeführt haben. Ob sie nun nicht mehr gebraucht werden, das hängt von der Entwicklung in der Ukraine und dem politischen Standpunkt ab. Die EU braucht sie sicher nicht. Sie stellen sogar eine potentielle Gefahr für die EU dar. Mit den erbeuteten Waffen* und den Kontakten zu Neo-Nazis in der EU besteht erhöhte Gefahr für Rechtsterrorismus. Die USA wiederum könnten mit diesen „Schmuddelkindern“ die EU auf Abstand halten. Sie hatten noch nie Berührungsängste (siehe auch Al Kaida im Balkan, Lybien und Syrien!). Der springende, alles entscheidende Punkt ist, ob die Amis mit diesem Staatsstreich durchkommen, der nicht untersucht werden soll. DER und die Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine war das erste UNRECHT in dieser Krise. Putin hat aus der Defensive gehandelt und mit UNRECHT gekontert auf der Krim, was sein Verhalten aber nicht besser macht. Solange wir aber alle mit den Fingern und laut schreiend auf Putin zeigen, ist das Verhalten der EU heuchlerisch und dumm. Merkel sanktioniert auf Kosten der deutschen Wirtschaft und Arbeitsplätze. Applaus aus New York!
      __________
      *(…aus den Waffendepots im Gebiet Lwiw Ende Februar mehr als 5000 Kalaschnikows, 2741 Makarow-Pistolen, 123 Maschinengewehre sowie 12 Feuerwerfer des Typs Schmel gestohlen wurden. Ferner wurde der Verlust von 1 500 Handgranaten F-1 und einer großen Menge Munition festgestellt.“)

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      • Norbi sagt:

        Ich sehe das auch so. Es ist außer Frage, dass Putin gegen Völkerrecht verstößt.

        Wollen wir den Konflikt verstehen, müssen wir uns auch fragen:
        Wie ist es zu dieser Situation gekommen?

        War es nicht abzusehen, dass Russland einen seiner wichtigsten Militärhäfen Sewastopol, um jeden Preis schützen wird? War der Status der autonomen Republik Krim, als Teil Ukraines, nicht von Anfang an fraglich?

        Nun haben wir eine Regierung in der Ukraine, die auf Konfrontationskurs mit Russland geht, glücklicherweise erstmal nur Verbal.
        Es ist nachvollziehbar, dass Russland auf keinen Fall riskieren kann, dass der Militärhafen Sewastopol, der bis 2042 gepachtet ist, in irgend einer Weise bedroht wird.
        Hinzu kommen, eine pro-Russische Bevölkerungsmehrheit auf der Krim, Tausende auf die Russische Seite übergelaufene Ukrainische Soldaten und ein Schutzgesuch des geflüchteten Präsidenten Janukowitsch.

        Vergleichen wir die Völkerrechtsbrüche auf unserer Seite, die Kriege die wir im Namen der Demokratie führen und die Millionen Opfer, die wir allein im Irak durch fadenscheinige Argumente zu verantworten haben, fällt es mir ehrlich gesagt schwer 1. nicht zu lachen wenn westliche Politiker von einem Bruch des Völkerrechts reden und 2. dem Russischen Vorgehen nicht doch etwas Verständnis entgegenzubringen.

        Anders als bei westlichen Invasionen, sind nämlich noch keine Menschen zu Schaden gekommen (auch wenn man sich das wohl herbeisehnt?).
        Und während in Pakistan, Jemen oder sonstwo, US Drohnen Menschen aus sicherer Distanz ermorden, echauffieren sich die von uns gewählten Politiker über Russland.

        Wir als Deutsche sollten auch nicht vergessen, ein Krieg, sei er noch so unwahrscheinlich wäre verheerend für Europa, würde die USA aber kaum betreffen. Es ist deshalb schon ziemlich widerlich von Seiten einiger Journalisten, wie man Stimmung gegen Russland macht und immer wider durch Stumpfe Ressentiment gegen die Russen aufwiegelt.
        Ich frage mich da, wessen Interessen vertreten diese Menschen?

        Erst bringen wir Länder durcheinander, wiegeln Minderheiten auf, unterstützen durch NGOs die Opposition (egal wie radikal und anti-Demokratisch sie ist) und dann gucken wir entweder zu wie sich die Menschen selbst vernichten oder lassen einfach ein paar Bomben auf diese Länder regnen. Am Ende klopfen wir uns dann auf die Schultern und sagen „Mission accomplished!.

        Ansonten denke ich an die Interessen der Ukrainer und daran, dass möglichst keiner zu Schaden kommt. Krieg ist etwas grausames und Schlimmes und sollte es in der Ukraine dazu kommen, klebt auch Blut an unseren Händen. Wir sind nämlich schon lange keine neutralen Beobachter mehr.

        Jetzt haben die Ukrainer also eine korrupte pro-Russische Regierung, durch eine anti-Russische Oligarchin ausgetauscht. Das Land wird wahrscheinlich geteilt werden, also Krim weg und Ost-Ukraine wird sich wohl auch verabschieden. Wirtschaftlich wird der Rest der Ukraine am Tropf des IWF hängen und die anderen Teile abhängig von Russland sein. Das ist im Moment eigentlich das optimistischste Szenario, weil es freidlich ablaufen würde.

        Ein anderes Szenario ist, die Ukraine sucht den Konflikt, aufgestachelt von der EU/USA, wird sie gegen die Russischen Truppen vorgehen, es kommt zu einem Bürgerkrieg dessen Folgen nicht absehbar sind.

        Was denkst du, wird der weitere Verlauf sein?

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        • almabu sagt:

          Ich sehe das weitgehend genau so wie Du Norbi!

          Trotz aller meiner hellseherischen Bemühungen sind meine entsprechenden Fähigkeiten noch immer recht unterentwickelt.

          Kurz: Ich weiss nicht was passieren wird!

          Wir haben mit drei konträren Hauptinteressen zu tun, mit denen Russlands, der USA und Europas.

          Darunter angesiedelt sind regionale Player wie die Anliegerstaaten, Polen, Weissrussland und die Türkei. Diametral divergierende Kräfte innerhalb der Ukraine selbst. Eine sehr komplexe Gemengelage.

          Einen Erhalt der gesamten Ukraine als ein Staat sehe ich nur möglich, wenn zum Stand der nächtlichen Verhandlungen vom 21. Februar zurückgekehrt würde.

          Dazu sehe ich keine Bereitschaft bei den USA. Sie haben jetzt eine strategisch starke Position direkt vor der russischen Haustür und werden diese nicht aufgeben. Wenn es jetzt erneut zu Unruhen in Weissrussland käme, dann würde auch diese Diktatur westlich befreit, wogegen zunächst einmal nicht einzuwenden wäre, wenn es irgendeine Verbesserung für die Menschen gäbe. Wer es aber nicht schafft seiner eigenen Bevölkerung bessere Lebensbedingungen zu verschaffen, wie Obama, macht sich als Kämpfer für Freiheit und Menschenrechte nicht sehr glaubwürdig. Es geht also um geostrategische NATO-Erwägungen und das bedeutet potentiell, es geht um Krieg!

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    • HESSE sagt:

      Hallo Norbi,

      Kann mich Deinen Überlegungen nur anschliessen.

      Zitat: „…Medien und Politik haben Hand in Hand eine Gruppe von Radikalen benutzt…“

      Das funktioniert zuweilen auch umgekehrt, wie man unschwer erkennen kann…
      Trotzdem ist m. E. immer noch nicht ausreichend geklärt, welche AKTEURE die politischen Strippen ziehen, oder, anders ausgedrückt:
      Wer finanziert, propagiert und nimmt auf die politischen Entscheidungsträger Einfluss und sorgt dafür, dass die Ukraine zum potentiellen Bürgerkriegsgebiet mutiert?
      .
      HESSE
      .

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  2. HESSE sagt:

    Welche „company“, oder welcher „politische Sportverband“ (Angela Merkel-Stiftung, KAFKA-KAS, Grüne Hilfe, „5 Mrd.-Dollar-NGO“) investiert in die Interessen der Ukrainischen „Bürger“?

    (vgl. auch: Wer profitiert von der Krise?
    Exemplarische Auswahl diverser „Blut, Schweiss und Tränen-companys“:
    https://almabu.wordpress.com/2014/03/12/ob-putin-kissingers-krote-schluckt/#comment-7979 )

    • Zur ökonomischen Krise der Ukraine (die von der Militärpolitik überlagert wird…):

    1. THESE:
    Die von Oligarchen beherrschte Volkswirtschaft der Ukraine wird durch die EINBINDUNG des IWF noch gestärkt werden, weil der IWF (IMF) und auch andere Kapitalinvestoren (insbesondere Agrarland-, Gasfracking-, Pipelineprojekte- und Energiedistributoren) politisch abhängige Ansprechpartner bevorzugen, um die Interessen der Zivilgesellschaft eben nicht berücksichtigen zu müssen!

    2. THESE:
    Es ist absehbar, dass die Ukraine nun den Spielregeln des IWF unterworfen wird. Die IWF ist kein Wohlfahrtsinstitut, sondern agiert als Schraubstock des vom US-Dollar beherrschten Finanzsystems, eines Systems, das die weltweite Öffnung der Märkte propagiert und bereits zahllose Volkswirtschaften zugrunde gerichtet hat!

    3. THESE:
    Es ist nicht erkennbar, dass in der Ukraine irgendeine politisch organisierte Gruppierung existiert, die sich ernsthaft für die INTERESSEN DER BÜRGER einsetzt, auch wenn im Prinzip ALLE Gruppierungen behaupten, im Interesse der „Zivilgesellschaft“ tätig zu sein!

    FAZIT:

    Die bedingungslose (!) Bereitschaft der Junta in Kiew dem IWF den roten Teppich auszurollen topt selbst die Kollaborationsbereitschaft westlicher EURO-Staaten wie Griechenland, Irland und Zypern, die zumindest noch versucht haben Kapitulationsbedingungen gegenüber der TROIKA aus EZB, IWF und EU-Kommission auszuhandeln.

    Die wirtschaftspolitischen Implkationen und Ziele des Putsches in Kiew werden in der öffentlichen Wahrnehmung -noch- von den sicherheitspolitischen Aspekten verdrängt.
    Möglicherweise ist den ukrainischen Bürgern noch nicht bewusst, was Ihnen wirtschaftlich zugemutet werden soll!
    .
    HESSE
    .

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  3. HESSE sagt:

    …Nationales Reformprogramm, oder neoliberales Proxyprojekt zur Destabilisierung der alten „Eliten“?

    „LE MONDE“ kommentiert:
    „Der Erfolg von Swoboda und der Platz, den neofaschistische Gruppen wie Prawy Sektor auf dem Maidan eingenommen haben, spiegeln ein tiefes Unbehagen in der ukrainischen Gesellschaft. …“

    aus: LE MONDE DIPLOMATIQUE: „Stramm national in der Ukraine“
    (UT: „Im ukrainischen Kabinett ist mit Swoboda eine Partei vom äußersten rechten Rand vertreten, die sogar den stellvertretenden Regierungschef stellt. Das könnte die Aufgabe erschweren, den Westen und den Osten des Landes zusammenzuhalten“), v. Emmanuel Dreyfus (dtsch. Ausgabe, Archivtext v. 14.03.2014)
    http://www.monde-diplomatique.de/pm/2014/03/14/a0035.Text

    ——————————————
    (1) „Prawy Sektor“ und (2) „Swoboda“

    • Prawy Sektor (1)

    Zitat:
    „…Prawy Sektor (Rechter Sektor), die in den Flammen des Maidan entstanden ist, hat inzwischen einige tausend Mitglieder überall im Land und genießt zumindest momentan viel Sympathie in der Bevölkerung. In ihren Reihen finden sich von der Swoboda-Partei enttäuschte Mitglieder ultranationalistischer Gruppierungen und einfach gestrickte rechte Schläger.

    • Swoboda“ (2)

    Zitat:
    „…Die nationalistische Bewegung, die in der Sowjetzeit ausgeschaltet war, meldete sich nach der Unabhängigkeit 1991 mit der Gründung der Sozial-Nationalen Partei der Ukraine (SNPU) zurück. Bis zum Beginn der 2000er Jahre war die SNPU eine ausländerfeindliche und ultranationalistische Partei, die kaum Einfluss hatte und auf die Westukraine beschränkt blieb. Ihr heutiger Vorsitzender Oleh Tjahnybok wurde 1998 zum ersten Mal ins Parlament gewählt. Auf ihrem Parteitag 2004 versuchte die SNPU dann ihr faschistisches Erscheinungsbild abzustreifen: Sie taufte sich um in „Swoboda“ (Freiheit) und ersetzte ihr Emblem, die hakenkreuzähnliche Wolfsangel, durch ein neutraleres Symbol. Diese kosmetischen Veränderungen zielten nicht nur auf die gemäßigte Wählerschaft, sondern auch auf ihr Image im Ausland. …“

    „…Die Partei sitzt seit der Abdankung von Präsident Janukowitsch in der Übergangsregierung und hat im von Exaußenminister Jazenjuk geführten Kabinett sechs Posten übernommen. Der Swoboda-Abgeordnete Oleksandr Sych wurde stellvertretender Ministerpräsident. Zum Vorsitzenden des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats wurde Andrei Parubi ernannt, der zusammen mit Oleh Tjahnybok 1991 die SNPU gegründet hat. Was die Besetzung dieses wichtigen Postens im ukrainischen Sicherheitsapparat mit einem strammen Nationalisten im Zusammenhang der Krimkrise bedeutet, bleibt noch abzuwarten. …“

    Weitere Puzzlesteinchen bei LE MONDE DIPLOMATIQUE…
    http://www.monde-diplomatique.de/pm/2014/03/14/a0035.Text

    ——–
    …Andrei Parubi:

    A. Der frühere Leiter des nationalen Sicherheits-Service der Ukraine Aleksandr Yakimenko glaubt, dass die Gruppe um Parubiy von US-Geheimdiensten gesteuert wurde (oder noch wird)…
    https://almabu.wordpress.com/2014/03/13/kiew-maidan-sniper-schossen-vom-dach-der-philharmonie-halle/

    B. Das Interview mit Aleksandr Yakimenko, ex-Geheimdienstchef der Ukraine:
    „Mercenaries took part in Maidan violence – Ex-Ukraine security chief“ (v. 13.03.2014, 12.00 Uhr)
    http://rt.com/op-edge/mercenaries-at-maidan-ukraine-558/

    Zitat:
    „…The violence on Maidan which caused almost 100 deaths was organized by some opposition leaders who poured Western money and resources into the coup…“
    .
    HESSE
    .

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  4. HESSE sagt:

    ökonomische Neuordnung oder folgt nun die politische Restauration „alter Ansprechpartner“ (Timoschenko u.a.)?

    • Nachtrag zur Festnahme von Oligarch Dimitri Firtasch im beschaulichen Wien…

    „Hilfe bei FBI-Ermittlungen: Ukrainischer Oligarch in Wien verhaftet“ (APA/red, der Standard.at; v. 13.03.2014, 12:42 Uhr)
    http://derstandard.at/1392688118818/Ukrainischer-Oligarch-in-Wien-verhaftet

    „Aufgrund jahrelanger Ermittlungen des amerikanischen FBI und eines Haftbefehles eines US-Bundesbezirksgerichtes hat die Staatsanwaltschaft Wien eine nationale Festnahmeanordnung gegen den Unternehmer erlassen“, zitiert der STANDARD einen Sprecher des österreichischen BKA.
    Ein Sprecher des österreichischen BKA sprach von einem Rechtshilfeakt für das FBI. Die österreichische Staatsanwaltschaft gab an, dass das FBI Firtasch „Bestechung“ und „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ vorwerfe.

    Das FBI hat Firtasch bereits 2006 (!) zur Fahndung ausgeschrieben..,

    Ein Rechtshilfeakt für Julia Timoschenko? Möglich.
    Möglicherweise wird aber auch Neueinsteigern (Chevron, Shell) der Markteintritt erleichtert.
    .
    HESSE
    .

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  5. almabu sagt:

    „…Die Krim ist für Russland nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow von äußerst großer Bedeutung, die nur im historischen Kontext betrachtet werden sollte.

    „Wenn unsere westlichen Partner sagen, das Kosovo sei ein besonderer Fall, können wir nur antworten, dass die Krim ein ganz besonderer Fall ist“, sagte Lawrow am Freitag in London auf einer Pressekonferenz nach Verhandlungen mit seinem US-Amtskollegen John Kerry. „Die Krim ist ein Fall, der nicht isoliert von der Geschichte betrachtet werden kann. Alle sind sich darüber im Klaren, dass die Krim für Russland unermesslich mehr bedeutet als die Komoren für Frankreich oder die Falklandinseln für Großbritannien“, sagte Lawrow…“ (Zitat: RT)

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    • almabu sagt:

      Lawrow mag sicher Recht haben mit dieser Aussage. Trotzdem rechtfertigt sie keinen Rechtsbruch. Die Verfassungen der Krim – weder die Alte, noch die Neue-Alte – lassen eine Sezession nicht zu und natürlich schon gar nicht unter der Bedingung einer vorherigen Besetzung des fraglichen Territoriums durch ausländische Truppen. Das wäre genauso Unrecht wie der Putsch in Kiew und auf das Niveau will sich Russland doch wohl nicht begeben?

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  6. almabu sagt:

    Die NATO-Propagandamedien SPON und FOCUS melden die intakte Übernahme einer US-Aufklärungsdrohne über der Krim, die angeblich von einer in Deutschland stationierten US-Einheit stamme. Komischerweise haben die mir zugänglichen englischsprachigen russischen Medien diesen Vorfall nicht gemeldet? Warum sollte Putin einen solchen netten Propaganda-Erfolg verschweigen?

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    • HESSE sagt:

      Das war gestern die einzige Meldung weit und breit, zu Lande, zu Wasser und in der Luft, die es wagte, die Sache aufzugreifen:
      Artikel: „Angeblich ist US-Drohne über der Krim abgefangen worden“. (UT) „Die Hunter-Drohne könnte aus dem Stützpunkt Hohenfels in Bayern stammen“, v. Florian Rötzer (14.03.2014)
      http://www.heise.de/tp/artikel/41/41250/1.html
      Zitat:
      „…Nach russischen Medien ist über der Krim eine US-Drohne abgefangen worden. Es würde sich, so heißt es in Bezug auf Informationen vom russischen Rüstungskonzern Rostec, auf dessen Website die Meldung aber nicht zu finden ist, um eine MQ-5B-Hunter-Drohne handeln. Pikanterweise würde diese Drohne normalerweise in Bayern stationiert sein und von der 66th Military Intelligence Brigade gesteuert werden, die aber nicht in Bayern, wie es heißt, sondern auf dem Wiesbaden Army Airfield stationiert ist. …“
      „…Sollte der Bericht stimmen, dann war die Brigade Anfang März nach dem Antritt der Interims-Regierung im ukrainischen Kirowohrad stationiert worden…“

      Stationiert in Kirowohrad… Seit Anfang März?

      Lobenswert ist die Vorsicht, mit der Rötzer die Meldung eingeordnet und bewertet hat, und mit der er -im Gegensatz zu anderen Schlagzeilenjägern- seiner journalistischen Sorgfaltspflicht nachgekommen ist!
      Ein aufgeweckter Leser („Ionati“ v. 15.03.14 00.44 Uhr) postete den Link zu einer kurzen Videosequenz:
      http://krasview.ru/video/479929-Video_s_amerikanskogo_bespilotnika_kotoryiy_13.03.2014_byl_perehvachen_i_posajen_v_Krymu
      Die Leser sind sich in der Bewertung nicht ganz einig :-I

      ——-
      Dann gab es noch eine kommentierte Meldung bei „zerohedge.com/news..“ (die Meldung bezieht sich auf eine AFP-Meldung, die sich bei „news.yahoo.com“ findet, die wiederum auf eine russische Meldung verweist):

      „US Drone „Intercepted“ Over Crimea By Russian ‚Self-Defense‘ Forces“ (submitted by Tyler Durden on 03/14/2014 15:20 -04:00)
      http://www.zerohedge.com/news/2014-03-14/us-drone-intercepted-over-crimea-russian-self-defense-forces?page=3

      Aber der ironisch-fragende Kommentar ist es wert, dass man auf ihn verweist:
      ZITAT:
      „…It is perhaps ironic that the US is complaining abouit Russia’s military presence in Ukraine even as its own equipment is reportedly operating in the country.
      What next: CIA spooks in Kiev inciting a violent coup, oh wait, that would be Libya or Egypt. And everyone knows what a success that way. …“

      ——–
      Und es gab diese Meldung: „U.S. Drone Intercepted Over Crimean Air Space“, mit zwei Verweisen (v. 11.03. u. v. 14.03.14) auf „missglückte“ Einsätze im noch ukrainischen Luftraum.

      http://rickrozoff.wordpress.com/2014/03/14/u-s-drone-intercepted-over-crimean-air-space/

      ———–
      Stirnrunzel-FAZIT:

      Die Falken bestimmen jetzt das Tempo und die Eskalationsstufe!
      Die politischen „Einsatzleiter“ sollten wissen, dass Sie Gefahr laufen, dass Ihnen die Dinge „aus der Hand genommen werden“…

      Welcher NATO-, oder US-Brandbeschleuniger, welcher Amateur und gewissenlose Schwachkopf hat diese sinnlos/provokativen Einsätze autorisiert?
      Wollte man russische Nummernschilder identifizieren?
      .
      HESSE
      .

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      • HESSE sagt:

        Nachtrag:
        Unglaublich, aber offenbar wahr. Die „Traumschau“ hat das amerikanische „Dementi“ (gestern…) verlautbart und diesbezüglich auf die russische „Propaganda“ verwiesen. Hat da ein cleverer Redakteur im Hintergrund für ein wenig TRANSPARENZ gesorgt?

        Ich verweise lieber gleich auf die amüsanten Leserkommentare!
        Einige der dort postenden Humanbellizisten (die Nicks sind mir noch aus dem Libyen-Krieg im Gedächtnis) müssen gedacht haben, dass sie im falschen Film gelandet sind… :-)

        Also. AUSNAHMSWEISE:
        http://meta.tagesschau.de/id/83316/angeblich-us-aufklaerungsdrohne-ueber-der-krim-abgefangen
        .
        HESSE
        .

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        • almabu sagt:

          „…Hat da ein cleverer Redakteur im Hintergrund für ein wenig TRANSPARENZ gesorgt?“

          Ja, das wäre eine hübsche Idee einer Redaktion. Hoffen wir, dass es solche Journalisten in den zunehmend unerträglichen NATO-Nordatlantik-Neocon-Nachrichten noch gibt?

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  7. Jakobiner sagt:

    Mich stört, wenn im Falle Maidandemonstranten von DEM ukrainischen Volk gesprochen wird.Faktisch waren dies vor allem prowestliche westukrainische Bevölkerungsteile, die den ostukrainischen russophilen Bevölkerungsteilen einfach das EU-Assozierungsabkommen aufdrücken wollten und auf die Befindlichkeiten der prorussischen Bevölkerungsteile keinerlei Rücksicht nehmen (vergleiche das Sprachengesetz).Ebenso nervt die Dämonisierung Yanukowitschs.Zwar hat er das EU-Assoziierungsabkommen auf Eis gelegt, aber trotz russischen Milliardenkrediten auch nicht den Vertrag zur Mitgliedschaft in der Eurasischen Union Putins und der russischen Zollunion unterschrieben.Yanukowitsch hat die Ukraine also neutral gehalten.
    Nicht NATO, weder EU noch Eurasische Union.Dazu muss man sehen, dass Yanukowitsch und seine Partei der Regionen von der Mehrheit der Ukrainer damals gewählt wurde–nachdem die Vertreter der Orangenen Revolution, allen voran Oligarchin und Gasprinzessin Timotschenko das Land plünderten und sich untereinander zerstritten. Von Reformen war unter Timotschenko auch nichts zu sehen–es ging nur darum die Ukraine möglichst schnell in die EU und in die NATO zu bringen.Drittens unerwähnt bleibt, dass die EU der Ukraine nur 600 Millionen Euro gewähren wollte. Die restlichen 14 Milliarden Euro wären vom IWF geklommen–mit allen IWF-Auflagen, die das bedeutet (Privatisierung, Deregulierung, Abbau des Sozialstaates, Rentenkürzung, Kürzung der Subventionen für Nahrungsmittel und Energie, Liberalsierung des Arbeitsmarktes/Hire and Fire,etc.)
    Yanukowitsch hätte also einen anderen veritablen Maidan der sozialen Unruhen provoziert, wäre er auf diese IWF-Knechtschaft eingegangen.Putin vergab hingegen die 15 Milliarden Euro ohne derartige Auflagen, ja nicht einmal auf den Beitritt zur russischen Zollunion bestand er.Viertens wird vergessen, dass Yanukowitsch dem Vorschlag des Weimarer Dreiecks zustimmte, der eine Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit vorsah, eine Verfassungsänderung, der die Verfassung von 2004 vorsah (also Schwächung seiner Präsidentenmacht) und Neuwahlen.Mit diesem Kompromiss, der alle Beteiligten einbezog, sowohl prowestliche wie prorussische Bevälkerungsteile, hätte man gut leben können.Doch Teile der Maidanprotestler stürmten einfach das Parlament und putschten, wodurch sich die ganze missliche Lage ergab und Russland nicht mehr bereit war zuzusehen.Die beste Lösung wäre es, eine neutrale Ukraine für die nächsten 10 Jahre zu fordern–weder EU noch Eurasische Union und schon gar nicht NATO-Mitglied.Dann hätten die Ukrainer Zeit sich in Ruhe zu überlegen, was sie eigentlich wollen und einen nationalen Konsens und historischen Kompromiss auszuhandeln.So aber versuchen sowohl die USA/EU/NATO ihre Macht auf die Ukraine auszuweiten und Russland ebenso.Was die Ikrainer wollen, ist ohnehin Nebensache geworden–das Land ist längst Spielball der Grossmächte und ihrer strategischen Überlegungen.

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  8. Jakobiner sagt:

    Die USA sehen in Sanktionen gegen Russland auch einen Weg, Europa mehr an US-Frackingöl- und gas zu binden.Unter anderem verkaufen jetzt die USA Teile ihrer strategischen Ölreserven, um Europa bei den Sanktionen zu helfen:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/moeglicher-seitenhieb-gegen-russland-usa-bieten-strategische-oelreserven-zum-verkauf-an/9609678.html

    Merkel selbst zündelt weiter rum, in dem sie und die EU in der Ukraine jetzt schnellstmöglich das EU-Assozierungsabkommen durchpeitschen will, um ebenso Fakten zu schaffen:

    http://www.heute.de/merkel-und-tusk-drohen-im-konflikt-um-die-ukraine-mit-weiteren-sanktionen-32315464.html

    Die westukrainische Regierung wiederum drängt jetzt wieder darauf, möglichst schnell in die NATO zu kommen:

    http://www.jamestown.org/programs/edm/single/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=42078&tx_ttnews%5BbackPid%5D=27&cHash=d138fefd14dff1cc4f530c37a9e91b34#.UyHss85n1n8

    Die US-Republikaner wiederum machen Druck auf Obama, der Ukraine Waffen zu liefern:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-krise-usa-sollen-waffen-und-munition-an-ukraine-liefern-a-958575.html

    Cheney fordert sogar „militärische Optionen“:

    http://www.presstv.ir/detail/354067.html

    Die US-Neocons wittern Morgenluft, Obama zu einer generellen Wende in der Aussenpolitik, die einen neuen Kalten Krieg gegen Russland, Iran und Syrien beabsichtigt, zu drängen. Teile der Neocons arbeiten dabei auch in der US-Adminsitration, an vorderster Stelle Mrs. Nuland(„Fuck the EU!“), die mit den Neocons um Kagan verwandt ist und in der Ukraine ordentlich zündelt.

    http://www.commondreams.org/view/2014/03/03-2

    Die Frage ist, ob die USA die Krise in der Ukraine nicht als Auftakt sehen,.jetzt auch Putin zu destabilisieren.
    Vielleicht gibt es Leute in der US-Administration, die der Ansicht sind, dass Putin nicht Teil der Lösung, sondern des Problems ist.Bezeichnend finde ich dabei folgende Meldung:

    „Der Informationsdienst Stratfor, der enge Beziehungen zu den US-Geheimdiensten unterhält, schreibt dazu unter der Überschrift: „Nach der Ukraine wendet sich der Westen der Peripherie Russlands zu“: „Der Westen will seinen Erfolg bei der Unterstützung von Protesten gegen die ukrainische Regierung in eine breitere, die ganze Region umfassende Kampagne ummünzen.“
    Eine georgische Delegation besuche derzeit Washington und der Premierminister des Landes, Irakli Gharibaschwili, solle diese Woche US-Präsident Barack Obama, Vizepräsident Joe Biden und Außenminister John Kerry treffen, berichtet Stratfor. Auch der moldawische Premierminister Iurie Leanca plane am 3. März ein Treffen mit US-Vizepräsident Joe Biden im Weißen Haus. „Bei beiden Besuchen stehen die Aussichten der Länder für eine Integration in den Westen ganz oben auf der Tagesordnung – anders gesagt, wie sie näher an die Vereinigten Staaten und die Europäische Union heran und von Russland weg gebracht werden können.“Auch Lilia Shetsova, Mitarbeiterin der US-Stiftung Carnegie Endowment for International Peace (sic!) in Moskau drängt darauf, den Umsturz in der Ukraine auf andere Länder und auf Russland selbst zu übertragen. „Die Ukraine ist zu dem schwächsten Glied in der postsowjetischen Kette geworden“, schreibt sie in einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung. „Man müsste im Auge behalten, dass ähnliche Umwälzungen auch in anderen Ländern möglich sind.“

    http://www.wsws.org/de/articles/2014/02/27/ukra-f27.html

    In den USA wird ebenso laut nachgedacht, ob eine russische Besetzung der Krim, ja der Ost- und Südukraine Russland wirtschaftlich nicht auch ausbluten könnte und für Unruhen in den Gebieten, im Nordkaukasus und in Russland führen könnten, die schließlich Putin stürzen:

    http://www.foreignaffairs.com/articles/141020/alexander-j-motyl/is-losing-crimea-a-loss

    http://www.jamestown.org/programs/edm/single/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=42083&tx_ttnews%5BbackPid%5D=27&cHash=d7c9e331c275c3459dc738bba6e2b842#.UyHvQ85n1n8

    2) Was ich nicht ganz verstehe, ist Russlands Politik auf der Krim. Eigentlich besteht ja der Wert von Sewastopol weniger in dem dirketen militräischen Nutzen des Hafens, sondern politisch in der Tatsache, dass somit ein russischer Stützpunkt bis 2042 auf dem Gebiet der Ukraine besteht und damit eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine als Ganzes unmöglich macht. Wenn die Krim aber unabhängig oder Teiol Russlands würde,wäre sie ja nicht mehr Gebiet der Ukraine und könnte die Restukraine dann eben doch potentiell NATO-Mitglied werden.Ist dieses Referendum am 13. März überhaupt im russichen Interesse?Und falls ja, dann vielleicht nur als Auftakt sich auch die Ost- und Südukriane, wenn nicht gar die ganze Ukraine zu holen?

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  9. almabu sagt:

    Ich halte Putins Besetzung der Krim durch „unbekannte grüne Männchen“ für eine zwar illegale, aber als Folge des Putsches in Kiew für nachvollziehbare Defensivmaßnahme.

    Sie wurde übrigens erstaunlich diszipliniert und professionell durchgeführt, da hätten andere Weltmächte vergleichsweise schon mal ein paar Tausend Tote erzeugt!

    Ich denke Putin hoffte, mit dem Pfand Krim in der Hand, den Putsch faktisch rückgängig machen zu können?

    Die USA haben aber zuviel investiert, Blut gerochen und sehen eine gute Chance mit ihrer Beute Ukraine, in die sie sich fest verbissen haben, davon zu kommen, also verhandeln sie nicht.

    Sie bieten nichts und fordern alles und anschließend stellt sich Kerry vor die TV-Kameras, setzt seinen treuen Dackelblick auf und bedauert, dass die russischen Agressoren unbelehrbar seien!

    Russland wiederum muss befürchten, dass der Ärger mit der Ukraine nicht beendet ist. Die Strategie der Einmischung mittels NGO’s ist aus US-Sicht zu erfolgreich um beendet zu werden. Jetzt wird an der ganzen Peripherie Russlands zersetzt werden, zumindest da, wo man die USA schalten und walten lässt…

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    • almabu sagt:

      Wenn man den kontinuierlichen Niedergang der US-Mittelschicht seit den 70er Jahren bis zum heutigen Tag betrachtet, dazu die zeitlich um zehn, fünfzehn Jahre versetzte Abwärtskurve der Europäer nimmt, dann fehlt es den neokonservativen Politikern im Westen vollkommen an Glaubwürdigkeit bezüglich Menschenrechten, Freiheit, Demokratie und Wohlstand. Ihr trauriger Rekord, der Verelendungs-Saldo wiederlegt sie sehr eindrücklich. In der Ukraine ist jetzt schon von Rentenkürzungen um 50% die Rede, schließlich verlangt der IMF drastische Sparmaßnahmen (=Versklavungsmaßnahmen). Damit lägen die Ukrainer künftig auf 25% der nicht sehr üppigen russischen Renten. Dafür lohnt es sich schon auf den Maidan zu gehen, gell?

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  10. Jakobiner sagt:

    Noch gar nicht beachtet ist, was die Ukraine die europäischen Steuerzahler kosten wird.Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Philip Mißfelder hat bei Anne Will darauf aufmerksam gemacht: Zur Stützung der ins Bodenlose fallenden ukrainischen Währung und Wirtschaft wären Hilfsgelder, die den Griechenlandrettungsschirm übertreffen, von Nöten. Zugleich stellte Mißfelder zwei Bedingungen für EU-Hilfen: Zum einen müsse die neue ukrainische Regierung die Rechtsradikalen von Swoboda aus der Regierung entfernen und ihre Kooperation beednen. Zum zweiten müsste sich Jazunjek von Timotschenko und anderen Oligarchen trennen, da sonst nicht gewährleistet sei, dass die Hilfsgelder auch ihren Empfänger erreichen werden.Timotschenko und die meisten Oligarchen hätten das Land jahrelang geplündert und in den Bankrott geführt.Wohlweislich bemerkte dann Klaus von Dohnanny(SPD), dass eine Ukraine ohne Oligarchen nicht der Stabilität diene, weswegen diese Ansprechpartner blieben, worauf Mißfelder zustimmte.Aber es ist bezeichnend: Dieser EU-Erweiterungswahn kennt keine Grenzen. Man hat sich noch nicht einmal von der Fianzkrise erholt, man hat bankrotte Staaten wie Bulgarien und Rumänien aufgenommen und jux begibt man sich in die nächste Erweiterungsrunde um die bankrotte Ukraine und sei es nur das vorläufige EU-Assozierungsabkommen.Meiner Ansicht nach sollte man weitere EUI-Erweiterungen nur dann vornehmen, wenn die EU sich finanziell konsolidiert hat.

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  11. almabu sagt:

    Die Rollen sind klar verteilt. Die USA initiieren den Putsch und selektieren das neue Personal. Die EU zahlt brav und folgt dem Vorturner in Washington, DC.

    Die Klassenstreberin darf das Propaganda-Sprachrohr geben und wird gleichzeitig abgehört, weil man ihr (Staatsnah, aus dem Osten) vielleicht doch nicht so ganz traut?

    Die EU-Südschiene wird sich ungläubig die Augen reiben, denn auf einmal sind genug Milliarden da, um in ukrainische (und russische!) Oligarchentaschen gepumpt zu werden.

    Und die Julia, die „mit dem Rücken“, wird schlagartig gesunden, wenn die Dollarzeichen vor ihren Rehaugen flackern und zur Übernahme der schweren Verantwortung „so was von bereit“ sein.

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  12. almabu sagt:

    „…Meiner Ansicht nach sollte man weitere EUI-Erweiterungen nur dann vornehmen, wenn die EU sich finanziell konsolidiert hat.“

    Richtig, das wäre logisch! Aber das entscheidet nicht die Logik sondern „Andere“ für uns.

    Es ist kein Zufall, dass es an der EU-Spitze von ungewählten, demokratisch nicht legitimierten Nordatlantikern nur so wimmelt. Wir werden im Prinzip ferngesteuert. Von wem? Da gibt es verschiedene Theorien, da darf sich jeder eine aussuchen, denn belegt sind sie alle nicht ;-)

    Aber wenn die EU kein Problem damit hätte die Ukraine aufzunehmen mit all ihren Problemen, dann wäre das Theater um die Aufnahme der Türkei geradezu grotesk, oder?

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