Befreit Bösewicht Putin nach der Krim noch schnell Katalonien?

Unerwartete Hilfe bekam der berühmt-berüchtigte katalanische Separatist Artur Mas jetzt von Putin:

„…He (Putin) said Russia is not considering annexing Crimea, but said Crimean citizens should be allowed to determine their own future, presumably as part of Russia or Ukraine
“We are not considering this possibility,” he said. “It’s up to people living in a certain territory, if they can exercise their free will, and determine their future. For example, if Kosovo’s Albanians were allowed to do that, self-determination, which according to U.N. documents is a right, but we will never instigate it, never support such trends.”
“Only the people who live in a certain territory have the right to decide their own future,” he said…“ (aus Putins PK von Heute, zitiert aus RT)

Mensch, Rajoy, da müssen Dir doch die Ohren klingeln bei diesen Worten? Vielleicht könnte Mas ja die Russen zu Hilfe rufen ob die noch ein paar tausend neutral bekleidetet Bewaffnete nach Katalonien schicken könnten? Den einen oder anderen reichen Russen der zu beschützen wäre, soll es doch an der Costa Brava und in Barcelona inzwischen geben?

6 Responses to Befreit Bösewicht Putin nach der Krim noch schnell Katalonien?

  1. Leo Brux sagt:

    Das Problem haben viele Serben im Moment auch … wegen des Kosovo.

    Im Grunde rechtfertigt Serbienfreund Putin mit dem – meines Erachtens guten! – Argument, dass die Bürger selber über Verbleib, Sezession oder Autonomie zu entscheiden haben, die Abspaltung und Unabhängigkeit des Kosovo. Dies ist nur scheinbar ein gutes Argument. Stell dir vor, der Seeufer Horsti hätte den Länderfinanzausgleich satt und wollte mit Bayern aus Deutschland austreten? Was würde seine Freundin Angela da wohl sagen?

    In Serbien scheint Putins „entsetzliche“ Rechtfertigung grade hektisch diskutiert zu werden. Verständlich!

    Die Fälle Schottland und Katalonien liegen etwas anders, nämlich so, dass sich da keine Mehrheit für die Unabhängigkeit finden wird. Warum nicht? – Weil es keine hinreichenden Gründe dafür gibt. Das sehen die Schotten und Katalanen naturgemäß anders als Du, Leo! Die Gründe sind unterschiedlich, die zu Grunde liegenden Verfassungen auch. Schlechtes Beispiel!

    Aber WENN es sie gäbe, die Gründe und die Mehrheit, müsste ein Demokrat die Entscheidung akzeptieren. Da sich kleine Staaten mit ihren näheren und ferneren Nachbarn ohnehin engstens vernetzen, ist ihre Unabhängigkeit für niemanden ein Schaden. Leo, warum gibt es meines Wissens keinen Staat auf der Welt, der die Regularien seiner Teilung in die Verfassung schreibt?

    Ich vermute, Putin wird bald mit dem Sezessionswunsch von Luhansk und Donezk kommen, den er schützen will. Die Kiewer nationalistischen Revolutionäre und du, almabu, ihr werdet dann irgendwie im selben Boot sitzen und protestieren? Während ich sage, dass das bitte bitte in letzter Instanz in der Hand der lokalen Bevölkerung bleiben muss. Kann ich mir wirklich nur sehr schwer vorstellen, du Hellseher, warten wir’s ab!

    OB die Luhansker und Donezker und Krim-Russen genug Grund für die Abkehr von der Ukraine haben, müssen wir sie selbst entscheiden lassen. Warte ab, ob der Westen eine solche Abspaltung, die ich mir nicht wünsche, anerkennen würde? Ich denke das nicht…

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    • almabu sagt:

      Ich warte schon auf deinen Kommentar, Leo, wenn FRANKEN sich von BAYERN unabhängig macht ;-)
      PS: Gäbe die bayrische Verfassung das her und was würde der Bund da sagen?

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      • besucher sagt:

        also wenn die Bayernpartei die Unabhängigkeit des Freistaates erklären würde dann würde Franken die Bundeswehr zum Schutz der Radikalbayern ins Land rufen und in Bay. Schwaben würden württtemberg. Regimenter einrücken. Dann sollen die Altbayern mal zusehen wo sie bleiben!

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  2. Francisco sagt:

    Der Westen macht einen grandiosen Denkfehler: jeder darf in die „freie welt“ kommen, auch wenn illegal (Kosovo z. Bsp.) aber wehe dem, der sich für die „unfreie welt“ entscheidet….. Sorry, entscheid ist entscheid, ob es uns gefällt oder nicht. Das muss der Westen kapieren, dass Demokratie nicht immer so ausgeht, wie gewisse Eliten es wollen. Siehe auch der Fall Schweiz, da wurde entschieden, die Einwanderung selber zu regeln, übrigens was USA, Kanada und Australien schon längstens tun, und die sind ja unsere heissgeliebten freunde… Zweierlei Mass, dass hat Putin satt und zeigt uns den Spiegel…. und das tut bekanntlich immer weh.

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    • almabu sagt:

      Gebe Dir grundsätzlich Recht, Francisco! Das zweierlei Maß, mit dem gemessen wird, ist inzwischen geradezu zu einem Erkennungsmerkmal des von den USA geführten Westens geworden. Der Schweizer Fall hat damit zunächst nur insofern damit zu tun, dass uns das Ergebnis der Befragung nicht passt, meintest Du das? Die Schweiz muss jetzt halt ein paar Dutzend Verträge mit der EU neu verhandeln und mit den Konsequenzen leben, sonst ist ja bisher nichts passiert, oder? Schweizer Hochschulen jammern schon, dass sie jetzt die Erasmus-Partnersschaften mit jeder einzelnen Partner-Uni im Ausland individuell neu verhandeln müssten. Es sollen 144 Uni sein…

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