Gesetzesentwurf: Spanische Pässe für sephardische Juden!

Die Vertreibung der spanischen Juden, der Sepharden aus Spanien im Jahr 1492 war ein historisches Verbrechen. Heute sind ihre Nachkommen, es ist von 3,5 Millionen die Rede, in der ganzen Welt verteilt, davon alleine 500.000 in Israel.

Ihnen soll künftig der Zugang zur spanischen Staatsangehörigkeit erleichtert werden in einem späten, symbolischen Akt der Wiedergutmachung.

Heute leben wohl die meisten Juden außerhalb Israels in den USA? Spanien könnte da in Zukunft wieder aufholen. Das Interesse an den spanischen Pässen soll groß sein, so wird berichtet.

Was der Staat Israel davon hält, dass da eventuell Spanien seine Doktrin von der alleinigen Heimstatt der Juden unterlaufen und konterkarieren könnte, das ist nicht bekannt und wie Eingangs schon erwähnt, es ist ja bisher nur ein Gesetzesentwurf des spanischen Justizministers Alberto Ruiz Gallardón.

2 Responses to Gesetzesentwurf: Spanische Pässe für sephardische Juden!

  1. almabu sagt:

    Auch die portugiesische Regierung plant künftig den Nachfahren der 1496 vertriebenen sephardischen Juden erleichterten Zugang zur Nationalität und zum Pass Portugals zu gewähren.

    Sie ist sogar schon einen administrativen Schritt weiter als Spanien in dieser Frage und bereits bei der Ausgestaltung der entsprechenden administrativen Details.

    Die meisten der rund 400.000 damals aus Portugal vertriebenen Juden gingen über den Atlantik in die Neue Welt.

    Ein Teil konvertierte unter Druck zum Christentum. Die Nachfahren portugiesischer Juden hinterließen Spuren in Amsterdam und New York.

    Heute sollen nur noch rund tausend Juden in Portugal leben, konzentriert um die Städte Lissabon und Porto herum.

    Auch soll es noch eine Gruppe von Juden in Portugal geben, die ihren Glauben seit fünfhundert Jahren heimlich leben!

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  2. almabu sagt:

    Die Nachkommen der rund 300.000 Moriscos, spanischer Muslime die 1610 ebenfalls aus Spanien ausgewiesen wurden fordern für sich die Gleichbehandlung bezüglich der Staatsangehörigkeit mit den sephardischen Juden. Alles andere sei Rassismus sagen sie. Diese Moriscos haben damals hauptsächlich die Straße von Gibraltar überquert und sich im Gebiet des heutigen Marokko niedergelassen…

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