ECOPOP, oder warum die SVP-Initiative gegen Masseneinwanderung in die Schweiz kein Ausrutscher war!

Da gibt es seit vierzig Jahren die „Vereinigung Umwelt und Bevölkerung“ mit Sitz in Winterthur, die das Schweizer Bevölkerungswachstum durch Regulierung der Einwanderung sowie Geburtenkontrolle(!) in den Griff bekommen möchte. Die von ECOPOP werden wahlweise als Ökologen, Grüne, Faschisten oder alles zusammen bezeichnet!

ECOPOP hat schon im Mai 2011 eine Initiative gestartet, die im Schweizer Bundesblatt veröffentlicht wurde. Am 29. Mai 2013 erklärte der Schweizerische Bundesrat diese Initiative zwar für zulässig, empfahl aber deren Ablehnung ohne selbst einen Gegenvorschlag zu machen.

ECOPOP ist also – wenn ich das richtig verstehe – noch zur Volksabstimmung anhängig. Einige rechnen im kommenden Jahr 2015 damit? Andere bezweifeln deren Zulässigkeit, weil sie verschiedene Ziele verfolge was unzulässig sei? Den aktuellen juristischen Stand dieser Initiative habe ich nicht gefunden. Jedenfalls hat die SVP-Initiative den ECOPOP-Leuten die Schau gestohlen, jedenfalls kurzfristig und das ist womöglich sogar gut, denn:

ECOPOP ist viel drastischer als die SVP-Initiative, denn sie will die künftige jährliche Zuwanderung in die Schweiz auf 0,2% der Wohnbevölkerung begrenzen!  Bei 8 Millionen Schweizern wären dies also maximal 16.000 Zuwanderer pro Jahr, oder 20% der 80.000 Zuwanderer die derzeit jährlich in die Schweiz kommen. ECOPOP würde sich – bildlich gesprochen an die Grenze stellen und abzählen „Eins, zwei, drei, ihr kommt nicht rein, nur jeder vierte darf herein!“

http://www.eidgenoessische-abstimmungen.ch/thomas-minder-und-die-ecopop-initiative/

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/16890936

2 Responses to ECOPOP, oder warum die SVP-Initiative gegen Masseneinwanderung in die Schweiz kein Ausrutscher war!

  1. Hammond sagt:

    @Blogautor

    Der Text der Ecopop-Initiative (siehe hier zB: http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis406t.html ) bezieht sich mit der Nennung der Zahl 0.2% auf die NETTO-Einwanderung, und nicht wie sie es oben formuliert haben, auf die Bruttoeinwanderung. Der Unterschied dazwischen ist markant, womit die ecopop-Initiative weniger drastisch ist als von Ihnen dargestellt.

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    • almabu sagt:

      Ich denke, da irren Sie sich, Hammond?
      Hier der Text:
      „2 Die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz darf infolge Zuwanderung im dreijährigen Durchschnitt nicht um mehr als 0,2 Prozent pro Jahr wachsen.“

      0,2% von 8 Millionen Schweizern machen 16.000. Würden Sie mir da vielleicht zustimmen?
      Ausserdem sind 0,2% von Brutto mehr als 0,2% von Netto, einverstanden? Bezöge sich der Wert von 0,2% also auf Netto, dann wäre es noch viel krasser, dann könnten sie die paar erlaubten Zuwanderer an der Grenze persönlich mit Handschlag begrüßen, oder?

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