US-/UK-/Frankreich: Angriff auf Syrien wäre nicht legitim und somit Kriegsverbrechen.

Anmerkungen zum Interview auf RT (RussianTelevision) am 27. August 2013 von Paul Craig Roberts

Haben Sie auch wie ich die Nase voll von dem Vorwand, dass ein militärischer Angriff der Vereinigten Staaten von Amerika/des Vereinigten Königreichs gegen Syrien eine Antwort ist auf Assads angeblichen Einsatz von chemischen Waffen? Wenn nur ein Journalist vor einer Live-Kamera einem der vielen Lügner – Obama, Cameron, Hague, Tony Blair – die Frage stellen würde: „Warum lügen Sie uns an?“ Gäbe es doch eine Helen Thomas irgendwo in den Medien!
Leider bestehen die Medien nur aus Zuhältern und Huren für Regierungen.
Die Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika und des Vereinigten Königreichs haben perfekt klar gemacht, dass Assad keine chemischen Waffen eingesetzt hat. Hätte Assad chemische Waffen eingesetzt, würde Washington auf den Bericht der UNO-Inspektoren für chemische Waffen warten, die die Untersuchung durchführen. Der UNO-Generalsekretär sagt, dass zuerst die Fakten geklärt werden sollten, bevor ein Krieg begonnen wird, aber Washington weiss, dass die Tatsachen beweisen werden, dass die Regimes der Vereinigten Staaten von Amerika und des Vereinigten Königreichs Lügner sind. Washington steht unter Druck, anzugreifen ehe die Experten die Fakten präsentieren.
Wenn die Fakten Obama und Cameron unterstützen würden, hätten die beiden Kriegshetzer eine gute Chance, eine UNO-Resolution zu erreichen, die ihre Attacke gegen Syrien unterstützt. Aber Washington und London wissen, dass alle ihre Behauptungen aus blanken Lügen bestehen.
Der Punkt, den alle übersehen, einschliesslich des UNO-Generalsekretärs und der russischen Medien, ist dass ungeachtet dessen, ob Assad chemische Waffen eingesetzt hat oder nicht, es noch immer ein Kriegsverbrechen der Vereinigten Staaten von Amerika und des Vereinigten Königreichs ist, wenn sie eine nackte Aggression gegen Syrien begehen.
Die syrische Regierung ist mit einer Invasion von Kräften aus dem Ausland konfrontiert, die mit grösster Wahrscheinlichkeit von den Vereinigten Staaten von Amerika rekutiert und ganz gewiss gefördert und ausgerüstet sind. Welches Recht haben Washington und London, darüber zu entscheiden, welche Waffen Assad verwenden darf, um sich gegen eine Invasion zu verteidigen? Wer gab Washington das Recht, Atombomben gegen Japan einzusetzen, abgereichertes Uran und weissen Phosphor in seinem halben Dutzend Kriege gegen muslimische Völker zu verwenden?
Die Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika und des Vereinigten Königreichs sind kriminelle Organisationen, allerdings im Gegensatz zur Mafia ohne jede Ehre. Sie sind die Schlimmsten der Schlimmsten. Und ausserdem sind sie dumm. Der Schmäh mit den „Massenvernichtungswaffen“ funktionierte im Irak, und sie benutzen den selben Schmäh, um Syrien anzugreifen. Aber die Welt glaubt ihnen das diesmal nicht. Washington und London haben sich in ihre eigene Überheblichkeit verstrickt, und dieses Mal wird die ganze Welt in ihnen die Kriegsverbrecher erkennen, die sie sind. Mit ein bisschen Glück wird dabei herauskommen, dass die Verbrecherstaaten Vereinigte Staaten von Amerika, Vereinigtes Königreich und Israel von der zivilisierten Welt isoliert werden.
In dem Interview mit RT stelle ich die Frage, wann im 21. Jahrhundert die Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika und des Vereinigten Königreichs jemals in irgendeinem Bereich die Wahrheit gesagt haben? Denken Sie darüber nach und sehen Sie selbst, was dabei herauskommt.

erschienen am 28. August 2013 auf > Paul Craig Roberts Website

Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse http://www.antikrieg.com nicht zu vergessen!

24 Responses to US-/UK-/Frankreich: Angriff auf Syrien wäre nicht legitim und somit Kriegsverbrechen.

  1. Volksverdummung sagt:

    Hallo almabu,

    die m. E. unsäglichen Kommentare von Obama, Cameron und Hollande, wie auch von Merkel und Steinbrück machen deutlich, dass „unsere“ westlichen „Anführer“, den syrischen Bürgerkrieg auf jeden Fall weiter anfachen wollen, ungeachtet der Frage, ob die syrische Regierung, ODER die nach Syrien „eingewanderten Rebellen“ chemische Kampfstoffe eingesetzt haben!

    Es ist offensichtlich, dass die politischen und militärstrategischen Planungen auf die Gas und Erdölvorkommen von Iran, Irak sowie derjenigen der Staaten rund um das Kaspische Meer abzielen, inklusive potentieller Transportwege (Pipelines etc.).
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    2. Zur Stunde liegen der westlichen Öffentlichkeit noch immer KEINE BEWEISE vor, dass die syrische Regierung Chemiewaffen eingesetzt hat, allen Behauptungen zum Trotz, dass man diesbezüglich über „unumstössliche“, „höchstwahrscheinliche“, oder „nahezu hundertprozentige Erkenntnisse“ verfüge.

    Ich befürchte, dass „Curveball“ noch einen syrischen Vetter hat.
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    3. Gestern wurde über die Presse verlautbart, dass London -entgegen den Erwartungen politischer Beobachter- „ein wenig auf der Bremse steht“.
    Vorgeblich wollel das Unterhaus keinem -offenen- Kriegseinsatz zustimmen, solange die behaupteten Beweise für ein Überschreiten der „roten Linie“ nicht nachprüfbar auf dem Tisch liegen und von -einigermaßen- unabhängigen Stellen falsifiziert werden können.

    Es könnte aber noch einen anderen, einen ausschlaggebenderen Grund, für das unerwartete Innehalten des Westens geben:
    • russische Satellitenaufnahmen, die angeblich den Abschuss der Chemiewaffen dokumentiert haben und auf die „Rebellen“ der „al-Nusra-Front“ als Urheber verweisen.
    Die diesbezüglichen Aufnahmen sollen dem Sicherheitsrat bei seiner letzten Sitzung schon vorgelegen haben! Wenn sich das erhärtet, dann stehen die vorgenannten westlichen PolitikerInnen wahlweise als Lügner (mit herunter gelassenen Hosen), oder als Menschen da, denen man besser keine politische Macht anvertrauen sollte, wenn man den Frieden bewahren und wiederherstellen will.

    DIESBEZÜGLICHE QUELLE:
    Interview von James Corbett (ein unabhängig arbeitender Journalist) mit Ayssar Midani, einer syrisch-französischen Bürgerin und politischen Aktivistin, die ihre Eindrücke aus Damaskus schildert.
    Titel: „Syrian Activist: Satellite imagery proves Syrian chemical weapons attack staged by rebels“.

    http://www.corbettreport.com/syrian-activist-satellite-imagery-proves-syrian-chemical-weapons-attack-staged-by-rebels/

    „We talk about the history of the terrorist jihadi insurgency in the country and their prior use of chemical weapons,
    the latest attack and claims of satellite evidence proving that the attack was not launched by government officials, and the likely consequences of a US-led strike on the country…“
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    HESSE
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    • almabu sagt:

      Ich sehe das im Wesentlichen genauso! Der wirtschafts- bzw. geopolitische Hintergrund muss unbedingt beachtet werden. Seit dem unsäglichen Nabucco-Pipeline-Projekt mit dem Starverkäufer Josef Fischer war klar, dass „man“ dazu das iranische Öl- bzw. Gas brauchte. Ausserdem sollten diese, sowie die kaspischen Ressourcen, nach Westen und nicht etwa nach Indien, Pakistan oder China geleitet werden. Aus Sicht des Imperiums eine win-win-Situation, die gleichzeitig die potentiellen Ziele Russland und China schwächen würde. Dies ist „fast“ der einzige Grund für das ganze verbrecherische Theater, das der Westen hier aufführt. Einen unkontrollierbaren Unruhegürtel am unteren, südlichen und östlichen Rand des Mittelmeeres hält auch die Möchtegern-Großmacht EU hübsch in Schach. Einem Marsch von Millionen verzweifelten Arabern ins rettende Europa hätte die EU außer FRONTEX nichts entgegen zu setzen. Wie immer riskieren die USA, sicher auf ihrer Seite des Atlantiks sitzend, nicht den eigenen Arsch, sondern unseren…
      Trotzdem werden die deutschen Schafe in einem Monat „Mutti“ Merkel wiedergewählt haben, weil „man“ in weiser Voraussicht einen Gegenkandidaten präsentiert, der keine Alternative darstellt, sie also im Grunde keine Wahl haben bei der Wahl…

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    • almabu sagt:

      Kann erst Sonntag Abend ausführlich antworten, da ich mir nicht auf dem mobile den Wolf tippen will…

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  2. Volksverdummung sagt:

    Hallo almabu,

    gestern Abend fand ich diese Meldung im österreichischen „Standard“:
    „US-Geheimdienst: Schuld syrischer Regierung nicht bewiesen“ (v. 29.08.2013, 17:20 Uhr).

    QUELLE:
    http://derstandard.at/1376535058862/US-Geheimdienst-Schuld-syrischer-Regierung-nicht-bewiesen

    – Schlagzeile u. Meldung sind längst hinter die Meldungen vom 22. August „verrutscht“, aber noch vorhanden.

    (Kurz-) ZITAT:
    „Washington/Damaskus – Die US-Geheimdienste halten eine Verbindung der syrischen Regierung mit der angeblichen Giftgas-Attacke vergangenen Woche für nicht bewiesen.
    Die Nachrichtenagentur AP zitierte am Donnerstag aus einem Bericht des obersten Geheimdienstchefs, der erhebliche Lücken in der bisherigen Argumentation der Regierung in Washington sieht.
    US-Abgeordnete in zuständigen Ausschüssen seien informiert worden.
    …US-Außenminister John Kerry hatte am Montag von einer „unbestreitbaren“ Verbindung zwischen Assad und dem Giftgas-Einsatz gesprochen.“

    Bedeutet im Klartext:
    Die US-Geheimdienste selbst bewerten diejenigen „Hinweise“, die sie der US-Regierung zugespielt haben, und die diese wiederum als hinlänglichen „Beweis“ für eine Täterschaft der syrischen Regierung bei der Anwendung chemischer Waffen im syrischen Krieg interpretiert, als überhaupt nicht beweiskräftig!

    Mich würde der „Bericht des obersten Geheimdienstchefs“ (Clapper?), der die „Lücken in der Argumentation“ der US-Regierung aufzeigen soll, brennend interessieren!
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    2. Zahlreiche Nachrichtenagenturen haben gestern auch gemeldet, dass Russland in einer nichtöffentlichen Sitzung des Sicherheitsrates, IN EINEM MEMORANDUM (!), bei einem Angriff auf Syrien unverblümt mit einer Bombardierung der saudi-arabischen Ölfelder gedroht hat.

    3. Das britische Unterhaus will handfeste Beweise sehen und keine „Curveball“-Meldungen und hat Cameron deshalb den Gehorsam verweigert. Letzterer besteht jetzt nur noch auf einer Untersuchung des -immer noch nicht zweifelsfrei bewiesenen- Chemiewaffenanschlags.

    Unsere Kanzlerin hatte daraufhin nichts besseres zu tun, als mit Putin zu telefonieren, anstatt dem britischen Unterhaus den Rücken zu stärken! Diese amateurhaften diplomatischen Spielchen wecken in fataler Weise Erinnerungen an die Spielchen, die im Juli 1914 schnurstracks in den Weltkrieg mündeten!

    • Russland könnte sich tatsächlich -hervorgerufen durch eine auf fehlerhaften spieltheoretischen Erwägungen beruhende westliche Diplomatie, die sich Zugang zu den Energierohstoffen des Mittleren Ostens verschaffen will- in eine geopolitische Lage manövriert sehen, in der es sich entschliesst, militärische Mittel zum Einsatz zu bringen, um die „westlich-wahabitische“ Expansion zu stoppen,was unweigerlich Gegenreaktionen hervorrufen würde!

    Die deutsche Kanzlerin setzt -m.E.- die „Energiepartnerschaft“ mit Russland aufs Spiel und konterkariert positive, friedensstiftende Akteure, die sich immer noch darum bemühen, einen Zusammenprall der Atommächte in Syrien zu verhindern; neben dem britischen Unterhaus zähle ich auch Teile der US-Geheimdienste dazu.
    Eine Politik, die auf fehlerhaften Bedrohungsanalysen und Risikoeinschätzungen beruht ist brandgefährlich. Das Problem sehe ich auch darin, dass sich nur wenige in Deutschland vorstellen können, dass Russland tatsächlich militärisch eingreifen könnte. Eine geradezu naive situative Beurteilung der Lage (fehlerhafte Bedrohungsanalyse), die bereits im Georgien-Krieg (2008) deutlich hervorgetreten ist.

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    4. Die Aussenpolitik des französischen Präsidenten Hollande gleicht derjenigen seines Vorgängers Sarkozy immer mehr, so dass man durchaus fragen darf, wer eigentlich in Frankreich regiert…
    .
    HESSE
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    • Volksverdummung sagt:

      Nachträge…

      1. Saudische Chemiewaffen in Syrien?

      Reporter recherchierten direkt vor Ort!
      Befragte Anwohner und Assad-Gegner in Ghouta machen demnach Saudi-Arabien für die Freisetzung chemischer Substanzen (am 20./21.08.2013) verantwortlich.

      „Exclusive: Syrians in Ghouta claim Saudi-supplied rebels behind chemical attacks. Rebels and local residents in Ghouta accuse Saudi Prince Bandar bin Sultan of providing chemical weapons to an al-Qaida linked rebel group“, by Dale Gavlak and Yahya Ababneh (mintpressnews.com (29.08.2013).

      http://www.mintpressnews.com/witnesses-of-gas-attack-say-saudis-supplied-rebels-with-chemical-weapons/168135/
      ——–

      2. Saudi-Arabien bedrängt Russland und beansprucht Syrien

      Ende Juli 2013 unterbreitete Prince Bandar bin Sultan (saudischer Geheimdienstchef) Putin in Moskau ein „Angebot“, in dem er u.a. deutlich machte, dass Saudi-Arabien die politische Kontrolle über Syrien beansprucht.

      Der unüberlegte Hinweis des saudischen „Geheimdienstdiplomaten“, dass die Sicherheit der Olympischen Spiele in Sotschi auch vom Verhalten der tschetschenischen Terroristen abhänge, die Saudi-Arabien kontrolliere, dürfte dazu geführt haben, dass das ursprünglich geheime Treffen und die besprochenen Themen von russischer Seite öffentlich gemacht worden sind!

      …21./22.08.2013
      „Russian President, Saudi Spy Chief Discussed Syria, Egypt“, translation by Rani Geha and Sahar Ghoussoub (al-monitor.com; v. 22.08.2013).
      Original: „As-Safir Publishes a Comprehensive Report about Bandar’s Meeting with Putin: ‘You Get the Investments and the Oil Price … But Give Us Syria!’“ (first published in „As-Safir“ (Lebanese newspaper), 21.08.2013)

      http://www.al-monitor.com/pulse/politics/2013/08/saudi-russia-putin-bandar-meeting-syria-egypt.html#ixzz2d5UVLSNv

      • 27.08.2013
      „Saudis offer Russia secret oil deal if it drops Syria. Saudi Arabia has secretly offered Russia a sweeping deal to control the global oil market and safeguard Russia’s gas contracts, if the Kremlin backs away from the Assad regime in Syria“, by Ambrose Evans-Pritchard (telegraph.co.uk; 27.08.2013, 12:00 PM).

      http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/energy/oilandgas/10266957/Saudis-offer-Russia-secret-oil-deal-if-it-drops-Syria.html

      • 27.08.2013
      „REPORT: The Saudis Offered Mafia-Style ‚Protection‘ Against Terrorist Attacks At Sochi Olympics“, by Geoffrey Ingersoll (businessinsider.com; 27.08.2013, 4:54 PM).

      http://www.businessinsider.com/saudis-russia-sochi-olympics-terrorism-syria-2013-8

      • 25.08.2013
      „A Veteran Saudi Power Player Works To Build Support to Topple Assad“, by Adam Entous (online.wsj.com; 25.08.2013, 7:33 PM).

      http://online.wsj.com/article/SB10001424127887323423804579024452583045962.html

      • 26.08.2013
      „Syria, the Saudi connection: The Prince with close ties to Washington at the heart of the push for war“, by David Usborne (independent.co.uk; 26.08.2013).
      http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/syria-the-saudi-connection-the-prince-with-close-ties-to-washington-at-the-heart-of-the-push-for-war-8785049.html
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      HESSE
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    • Volksverdummung sagt:

      Ein unverkennbar frustrierter, aber zum Widerstand entschlossener russischer Präsident, der wohl bereits jede Hoffnung auf ein Einlenken der USA aufgegeben hatte?

      • Interview des russischen Präsidenten Putin v. 31. August 2013 (10.58 min.)

      (einige Aussagen…)

      Putin zeigte sich überrascht von der Entscheidung des britischen Unterhauses und von der Tatsache, dass es innerhalb der westlichen Staatengemeinschaft überhaupt eine Diskussion über einen geplanten US-Militäreinsatz gegeben habe.

      Das Beispiel Großbritanniens könne man als „Panne“ in den üblichen Entscheidungsprozessen innerhalb der westlichen Staatengemeinschaft interpretieren, da diese gewöhnlich an den Entscheidungen der amerikanischen Regierung orientiert seien. Er werte das Beispiel Großbritanniens jedoch als Indiz dafür, dass es dort Menschen gebe, die einen klaren Verstand haben und zum Wohle ihres Landes einsetzen, auch gegen den Willen der USA.

      Die Geschichte beweise, dass die US-Politik gegenüber Afghanistan, Irak, Lybien, Ägypten und anderer Länder des Nahen und Mittleren Ostens gescheitert sei.

      Putin bestritt, dass die USA Beweise bezüglich einer Täterschaft der syrischen Regierung vorgelegt hätten. Selbst gegenüber der russischen Regierung habe man erklärt, dass die „Beweise“ einer Geheimhaltung unterliegen.
      Eine Geheimhaltung von Beweisen sei nicht beweiskräftig und „unter Partnern“ nicht akzeptabel. Unbewiesene Behauptungen rechtfertigten keinen Krieg.

      ! (ab 6.15 min. …) Putin weist darauf hin, dass er seit dem G8-Gipfel (17.Juni) überhaupt keinen direkten Kontakt zum US-Präsidenten gehabt habe!

      Ausserdem beklagte er fehlende Anstrengungen der USA, die syrische Opposition
      dazu zu bewegen, sich an früher bereits zugesagten Friedensgesprächen (in Genf) zu beteiligen.
      Er bezeichnete den G-20 Gipfel als Chance, eine politische Lösung für Syrien zu suchen.

      Abschliessend warnte er -unverkennbar an die USA adressiert- vor einer Eskalation der Gewaltspirale und zeigte sich äusserst besorgt über die Möglichkeit eines Weltkrieges.

      .
      HESSE
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      • almabu sagt:

        Du gräbst da ja wirklich interessante Sachen aus, Hesse! Ein bemerkenswertes Interview wenn man mal unterstellt, die Untertitel entsprechen dem gesprochenen Wort? (Ich kann kein Russisch, hätte Putin nicht Deutsch sprechen können, das kann er doch? Aber Merkel tut ja auch so, als könne sie kein Wort russisch;-)
        Wenn Putin Pressekonferenzen so locker und anscheinend spontan abhält und dies also keine Inszenierung ist, dann muss ich mein Bild von ihm in Teilen revidieren, aber es ist ohnehin nicht so schlecht wie unsere Medien ihn darstellen;-)

        Sein erkennbarer Frust, sein Ärger könnte davon her rühren, dass er weiss, dass Russland nach Syrien und dem Iran quasi automatisch ins Visier der USA rücken wird. Der Automatismus, die systemimmanente Gier des Kapitalismus, wird darauf hinauslaufen, die kaspischen, die iranischen und demnächst die Energie-Ressourcen vor der libanesisch-syrisch-zypriotisch-israelisch-türkischen Mittelmeerküste zu beanspruchen, zu kontrollieren „zu vermarkten“ halt…

        Tatsächlich hat der Westen, hauptsächlich vertreten durch die USA, bisher mit Ausnahme von Süd-Korea und Vietnam praktisch nur „failed states“ zu Stande gebracht. Das ist auch eine zynische Form der Kontrolle der Weltbevölkerung?

        Die Tatsache, dass Putin den Weg über die Medien wählt und die übliche Vertraulichkeit von Regierungskontakten bewusst umgeht, zeigt seinen Frust oder die Tatsache, dass die USA ganz bewusst an ihm vorbei agieren und Putin kein anderer Weg bleibt?

        Solange es im Imperium nicht an Vasallen vom Schlage Frankreichs oder Deutschlands mangelt, braucht Obama sich aber keine ernsthaften Sorgen zu machen, auch wenn der unfähige UK-Cameron es wieder einmal vermasselt hat (der soll sogar schon Ärger mit seiner Frau haben deswegen;-)

        Putins Interview kann aber auch eine Retourkutsche für den abgesagten Obama-Russland-Besuch nach dem G-20-Gipfel in St. Petersburg sein? Lässt Obama jetzt den G-20-Gipfel nicht auch noch platzen, dann sieht es so aus, als ob Putin erfolgreich eine Friedensinitiative gestartet, oder zumindest vorgeschlagen hat?

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      • Volksverdummung sagt:

        Friedensinitiative? Ich sehe das leider pessimistischer.

        Falls der US-Kongress -auf Grund zweifelhafter „Beweise“, die kurzerhand zur „Geheimsache“ enklärt wurden- Obama ausdrücklich ermächtigt, US-Militär gegen Syrien einzusetzen und es dann zu US-Militärschlägen kommt, dann wird es auch keinen Friedensprozess mehr geben.

        2. In meinen Augen beweisen diejenigen, die ganz bewusst auf Eskalation und offene Intervention der USA setzen, um einen „Sieg im Bürgerkrieg“ zu erringen, dass Sie sich nicht um die Menschen in Syrien scheren, auch wenn Sie es unausgesetzt behaupten.

        Vgl. z.B. hier:
        „Einmischen, jetzt! Erst wenn der Syrienkonflikt international eskaliert, wird es Verhandlungen und eine Lösung geben. Der Westen muss Farbe bekennen“, v. Kristin Helberg (taz.de)

        http://www.taz.de/!122768/

        • Kostprobe:

        „Was muss noch passieren? Worauf warten wir? Da zerstört ein Regime seit zweieinhalb Jahren mit grenzenloser Gewalt das eigene Land, massakriert die eigene Bevölkerung, und alles, was uns in Deutschland dazu einfällt, ist, reflexhaft vor einem Flächenbrand zu warnen, die Angst vor al-Qaida zu schüren und eine politische Lösung zu fordern.

        Statt sich weiter so wenig wie möglich einzumischen, muss der Westen endlich Farbe bekennen. In jedem Ort Syriens sitzen Menschen, die von einem freien demokratischen Land träumen. Sie gehen dort, wo ausländische Dschihadisten die Kontrolle übernehmen, gegen deren radikale Vorstellungen und Methoden auf die Straße. Warum lassen wir diese Leute im Stich? Warum unterstellen wir den Syrern pauschal, ein Kalifat errichten und Minderheiten vertreiben zu wollen?

        Flugverbotszonen und Waffen
        Stattdessen sollten wir sie mit Flugverbotszonen schützen und Aktivisten wie Rebellen mit allem ausstatten, was sie für einen Sieg über das Regime und die Konfrontation mit den Radikalen brauchen. Der Westen hat keine Partner in Syrien? Unsinn, wer sie bis jetzt nicht gefunden hat, ist selbst schuld….“
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        Die (unabhängige?) Autorin Kristin Helberg war gestern auch im Presseclub bei „Phoenix“ präsent und durfte dort, ohne auf Widerspruch ihrer Kollegen zu stossen, Ihre Forderung nach einer Eskalation des Bürgerkrieges (…zum Wohle der Syrer, wohlgemerkt) wiederholen…
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        HESSE
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  3. Volksverdummung sagt:

    Hallo almabu,

    ich wünsche Dir einen recht schönen guten Morgen und ordentlich „Marmelade“ aufs warme Brötchen! – So, genug geschwafelt. Zurück zum Ernst des Deutschen und zum Spiegel des Lebens, der Weltinnenpolitik!

    Gestern abend kurz nach 21.00 Uhr dechiffrierte der Hessische Nachrichtendienst, sicher zur Freude des BND, eine altbayrisch-guttural verschlüsselte Sondermeldung des Nayrischen Rundfunks, die -offenbar auf Bitten befreundeter „Partner“- mit hoher Gewissheit unweit Pullachs ersonnen wurde:

    Demnach habe der“Spiegel“ berichtet, dass der „BND“ Beweise für einen Giftgaseinsatz durch Assad hat. Der Bundesnachrichtendienst habe die Spiegel-Meldung nicht bestätigt, aber auch nicht ausdrücklich dementiert… :-(
    • Aber hallo! Der BEE-N-D ist ja nicht bescheuert :-)

    Trotzdem: Haben unsere Nachrichtenspezialisten nicht begriffen, dass Sie spätestens seit 2003 (Irak-Lügengeschichten des BND-Mannes „Curveball“) selbst mit Argusaugen beargwöhnt werden?
    Und ist es vorstellbar, dass sich, neben dem „Spiegel“, möglicherweise auch der „BND“ -bewusst, oder in Verkennung der Realität- vor einen anderen Karren hat spannen lassen?
    —–

    Titel: „Syrien-Krise: BND fängt Beleg für Giftgaseinsatz durch Assad-Regime ab“, v. Matthias Gebauer; Spiegel-online, v. 02.09.2013.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/syrien-bnd-faengt-beleg-fuer-giftgaseinsatz-durch-assad-regime-ab-a-919965.html

    Vorab: Die hiesige Auswertung der „Spiegel-Auswertung“, die die „BND-Auswertung“ ausgewertet hat, welche auch der „amerikanischen Auswertung“ zugrunde gelegen hat, hat „mit hinreichender Gewissheit“ ergeben:

    • 1. Schlagzeilen des „Spiegel“ sollte man nicht so wortwörtlich nehmen…
    Auch dem Inhalt lässt sich nicht entnehmen, dass der BND einen halbwegs gesicherten „BEWEIS“ für die Täterschaft der syrischen Regierung erbracht haben könnte.
    • 2. Der BND hat „Telefongespräche“ abgehört, die er für plausibel genug erachtet, um auf dieser Grundlage die syrische Regierung einer „westlichen Bestrafungsaktion“ zuzuführen.
    Eine Nachprüfung der BND-Angaben ist nicht möglich, weil der BND die Identität der -angeblich- Abgehörten -unverständlicherweise- der Weltöffentlichkeit schlicht verweigert. Der BND hat es auch versäumt, Telefonprotokolle zu veröffentlichen. Eine Überprüfung der BND-Behauptungen durch Dritte, ist so gänzlich der Boden entzogen.
    • Theoretisch und praktisch könnte der abgehörte „Beifang“ den BND-Lauschern auch -von interessierter Seite- untergeschoben worden sein.
    Es bleibt unklar, ob der BND diese Möglichkeit ausschliessen konnte, oder ob er sie in seinen internen Plausibilitätsprüfungen“ -ähnlich wie bei seiner Primärquelle „Curveball“- ungeprüft gelassen hat.
    • 3. Amerikanische und deutsche „Anscheinsbeweise“ stammen aus derselben „Quellensammlung“.
    —–

    Was berichtet uns der „SPIEGEL“?

    1. Selbst der BND-Chef Schindler habe eingeräumt, dass der BND zwar keinen eindeutigen Beweis dafür habe, dass die syrische Regierung hinter den Chemiewaffenattacken stecke. Man unterstütze jedoch die Amerikaner und habe eine eingehende „Plausibilitätsanalyse“ erstellt, die den Schluss zulasse, dass die syrische Regierung (der Spiegel schreibt „Regime“) der Täter sei.

    Die Plausibilitätsanalyse von Schindler beinhaltet ein -wohlgemerkt fiktives- Szenario, in dem spekulativ (um nicht zu sagen, frei erfunden) davon ausgegangen wird, dass Assad sich „in einer Art Endkampf um Damaskus“ befindet, „die vor allem im Osten von Rebellen belagert sei“.
    Problem: Das vom BND in den Raum gestellte „Endkampfszenario“ entspricht möglicherweise einer Wunschvorstellung, lässt sich aber aktuell nicht mit der militärischen Situation in Syrien in Einklang bringen. Das von Schindler entworfene Untergangsgemälde erinnert eher an die „Untergangsstimmung“ eines Bruno Ganz im Berliner Führerbunker…

    Ebenso spekulativ unterstellte Schindler, dass Assad -quasi in höchster Not- „möglicherweise….wie zuvor zur Abschreckung einen begrenzten Giftgaseinsatz angeordnet“ habe.
    Ja, im Spiegel steht tatsächlich ganz unschuldig und ungerührt: „…Wie zuvor!“

    2. Schindler behauptete auch, allen gegenteiligen Pressemeldungen der vergangenen Monate zum Trotz:
    „…einzig das Regime von Assad verfüge über binäre Kampfstoffe wie Sarin. Nur die Experten des Regimes könnten diesen anmischen und mit kleinen Raketen einsetzen. Nach Erkenntnissen des BND sei dies schon mehrmals vor dem aktuellen Angriff, der rund 1400 Menschen tötete, geschehen.“ (Spiegel-Zitat)

    3. Um der BND-Plausibilitätsstory wenigstens etwas „Beweiskraft“ einzuhauchen, verweist der Spiegel-Autor ausgerechnet auf die USA. Er schreibt:
    „Die BND-Analyse deckt sich mit den von den USA vorgelegten Erkenntnissen. Demnach wurde das Giftgas mit mehreren kleinen Raketen verschossen, die man von Ladeflächen von Lastern abfeuern kann. An den Tatorten gefundene Hülsen weisen daraufhin, dass es sich dabei um 107-Millimeter-Geschosse handelte, das Regime verfügt über große Lager dieser Waffen. Schindler betonte, dass die Rebellen nicht in der Lage seien, einen solchen konzertierten Angriff auszuführen…“

    • Nur um das geistig und analytisch auf die Reihe zu bringen:
    Der Spiegel-Autor hat aber „vergessen“ darauf hinzuweisen, dass der BND den US-Amerikanern -ähnlich wie 2003- erneut die „Indizien“ zugeliefert hat.
    Der Spiegel fabuliert von amerikanischen „Erkenntnissen“, die sich mit der Plausibilitätsstudie des BND „decken“ und verschweigt, dass das kein eigenständiges Indiz für die Richtigkeit der deutschen Vermutungen sein kann, eben weil Amerikaner und Deutsche in ihren „Plausibilitätsstudien“ identisches Ausgangsmaterial „analytisch“ strapaziert haben (BND-Material).

    4. Unerlässliche Dreingabe vom BND: elektronischer Nachrichtenmüll…

    A. In einem abgehörten Telefongespräch habe ein Arzt „exakt und mit vielen Details Symptome von Patienten beschrieben“, die auf Sarin hindeuteten.
    Das Abhören scheint zwar zu funktionieren, aber ein derartiges Telefonat beweist nicht einmal im Ansatz, dass die syrische Regierung für irgendeinen Angriff mit Chemiewaffen verantwortlich ist.

    B. Der „hochrangige Vertreter der Hizbollah“, der telefonisch gegenüber einer iranischen Botschaft geäussert haben soll, dass Assad „die Nerven durchgegangen“ seien, wurde von Schindler nicht namentlich benannt, ebenso wenig, wie er dessen angeblichen Telefonkontakt in der -ebenfalls ungenannten- iranischen Botschaft namentlich offenbart hat.

    Warum hat der BND nicht die diesbezüglichen „Telefonmitschnitte“ und „Telefonprotokolle“ veröffentlicht, warum wurden diesbezüglich keine „Belege“ an den „Sicherheitsrat“ übermittelt?

    Warum lässt sich die deutsche Politik, insbesondere die verantwortliche Regierung, und warum lässt sich der „Spiegel“ von Auslandsgeheimdienst mit nicht nachprüfbaren und unbewiesenen „Plausibilitätsstudien“ abfüttern?

    Gibt es ein politisches Interesse unserer Regierung, sich mit nicht falsifizierbarem Nachrichtenabfall abspeisen zu lassen?

    Vielleicht täuscht das die Öffentlichkeit, aber einem Herrn Putin wird das nicht reichen!
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    HESSE
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    • almabu sagt:

      Sag mal, Hesse, anscheinend brauchst Du keinen Schlaf, was? Ich habe diese Meldung auch gelesen und dachte mir, „oh‘ nein, nicht schon wieder?“ Über SPON brauchen wir wohl nicht mehr zu diskutieren? Die sind den neoliberalen USA noch ergebener als unser Zwangsfernsehen, dessen Nachrichtensendungen mich immer öfter an die Aktuelle Kamera der DDR erinnern, mit der ich in den Siebzigern in Berlin gelegentlich mein BRD-Weltbild überprüfte…

      Das Morden in Syrien muss in der Tat ein schnelles Ende haben. Dieser den Syrern von aussen aufoktroierte Krieg könnte natürlich auch jederzeit von aussen beendet werden, aber das wäre nicht im Sinne der Erfinder. Wir erinnern uns an die ursprünglichen Ziele: Assad muss weg, hiess es damals wie heute. Weil es nicht ganz so läuft wie geplant, ist man hier etwas flexibler geworden, aber Assad spielt sicherlich in den Plänen der Initiatoren dieses „Bürgerkrieges“, der eine bezahlte Invasion von aussen ist, sicher eher eine baumelnde, als eine tragende Rolle? Aber wer weiss das schon? Jetzt wo der Kriegs-Nobelpreisträger und Dronenmörder Obama den US-Kongress entscheiden lässt, kann sicher die ausgeprägte Syrien-Lobby in den USA ihr Gewicht in die Waagschale werfen und die Weichenstellung dieses Krieges entscheidend beeinflussen? Die Hoffnung stirbt zuletzt…

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    • Volksverdummung sagt:

      Ist „CURVEBALL“ nur die Spitze eines Eisberges?

      • Hält die Plausibilitätsprüfung des BND (Standardprozedur) journalistischen Mindeststandards stand?

      Ein Pressebericht vom Mai dieses Jahres:
      „UN accuses Syrian rebels of chemical weapons use. Syrian rebels have made use of the deadly nerve agent sarin in their war-torn country’s conflict, UN human rights investigator Carla del Ponte has said“, by Damien McElroy and agencies (telegraph.co.uk, v. 06.05.2013, 09:04 AM).

      http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/10039672/UN-accuses-Syrian-rebels-of-chemical-weapons-use.html

      Darf man diesem Bericht trauen?
      Im BND-Jargon: Da stünde nur „unplausibles“ Zeug drin, nicht weil die Journalisten schlampig recherchiert hätten, sondern weil das Berichtete, vom Ergebnis her, bestimmte Erwartungen nicht erfüllt.

      • Wie bereitet der BND seine Informationen auf?
      Kann es sein, dass er exakt nach der Informationsschnittmenge sucht, die die politischen Vorgaben der Regierung, als auch die Staatsräson nicht tangiert?
      Vorausgesetzt, das wäre der Fall, dann liefern die „politischen Plausibilitätsstudien“ des Geheimdienstes keineswegs ein akzeptables Informationsangebot, weil in Ihnen bereits politische Bewertungen eingeflossen wären, die in die Domäne der politischen Entscheider fällt.

      THESE: 1. Politisch entscheidungsrelevante Informationen erfahren in den BND-Präsentationen keine angemessene Würdigung.
      2. Es besteht die Möglichkeit, dass sich die massgebenden politischen Entscheider dessen nicht ausreichend bewusst sind!

      Auszug aus dem Presseartikel:
      „´According to the testimonies we have gathered, the rebels have used chemical weapons, making use of sarin gas,` del Ponte, a former war crimes prosecutor, said in an interview with Swiss radio late on Sunday.
      ´We still have to deepen our investigation, verify and confirm (the findings) through new witness testimony, but according to what we have established so far, it is at the moment opponents of the regime who are using sarin gas,` she added.
      ….Top UN rights investigator Carla del Ponte said Sunday that according to testimony, rebels have been using sarin gas.“…
      Übersetzung:
      „Ausweislich der Zeugenaussagen, die wir gesammelt haben, haben die Rebellen chemische Waffen benutzt, inklusive der Anwendung des Gases Sarin“, sagte (ergänzt: Carla…) del Ponte, früher Strafverfolgerin von Kriegsverbrechen, letzten Sonntag in einem Interview mit Swiss radio. „Wir müssen unsere Untersuchungen noch vertiefen, neue Zeugenaussagen evaluieren und zu bestätigen suchen, aber ausweislich dessen, was wir ermittelt haben, sieht es momentan so aus, dass es Regimegegner gewesen sind, die das Gas Sarin angewandt haben, fügte sie hinzu.“

      • Die „rote Linie“ der amerikanischen Regierung kennt nur einen Adressaten, die Regierung in Damaskus. Die Möglichkeit der Chemiewaffenanwendung von dritter Seite kann öffentlich nicht zugegeben werden, weil Sie die „politische Plausibilität“ der US-Aussenpolitik untergraben würde!
      Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass man diese Möglichkeit intern ins politische Kalkül zieht.

      Die vereinzelten aufscheinenden Berichte, die „Rebellen“ mit Chemiewaffen in Verbindung brachten, wurden als unwahrscheinlich („…not likely“) abgetan (so z.B. vom Pressesprecher des Weissen Hauses, John Carney).
      Ein Zusammenschnitt divergierender Medienberichte und offizieller Einschätzungen, erläutert von CNN, BBC, Euronews, France24, Al Jazeera, NHK in beinahe vergessenen und kaum gewürdigten Berichten vom Mai 2013:


      .
      ( „UN’s Del Ponte says evidence Syria rebels ‚used‘ sarin“, 3.36 min.)

      Wie plausibel (u. wie zutreffend) ist z.B. die Berichterstattung von „PressTV“, die die Gewaltakte des 21, August aufgreift, diese kommentiert und einen möglichen Zusammenhang zu den Geschehnissen im Mai 2013 konstruiert, bzw. für „plausibel“ hält?

      ( „Syria „chemical attack“ raises questions in UN“, 3.27 min.)

      Sorry, almabu. Aber das war ich der politisch motivierten Plausibilität schuldig, die sich definitionsgemäß jeder wissenschaftlichen Einordnung entzieht und in den zwielichtigsten Tümpeln ihr Unwesen treibt.
      .
      HESSE
      .

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  4. almabu sagt:

    Konsequent sind sie schon, die Amis:
    Huffpo berichtet mit Berufung auf die TIMES, dass als eine direkte Konsequenz der Verweigerung des Britischen Parlamentes eines Militärschlages gegen Syrien, etwa 30 hohe britische Militärs von den Syrien-Besprechungen im US-Central Command in Tampa, Florida ausgeschlossen worden seien, da sie (im Gegensatz zu den Franzosen?) „nicht länger mit sensiblen Geheimdienstinformationen versorgt werden könnten, da sie sich beim Thema Syrien als unzuverlässig erwiesen hätten“!

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  5. almabu sagt:

    Ich kann die PDF nicht laden(?), bzw. nicht öffnen. Der Grund dafür ist mir momentan nicht bekannt. Muss erst mal sehen, was los ist?

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    • Volksverdummung sagt:

      • Plausibilität…

      …ich hab von hier aus kein Problem, wenn ich den angegebenen Link auf deiner Seite benutze, oder den bei der „taz“.
      Noch ;-)
      .
      HESSE
      .

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      • almabu sagt:

        Mir scheint, mein Acrobat funktioniert nicht? Habe inzwischen aber den Text vermutlich über Umwege gefunden, nämlich den Link über google suchen, ‚diese Seite übersetzen‘ anklicken und dann von der gruseligen deutschen Übersetzung wieder auf ‚Original‘ zurück klicken. Hatte noch keine Zeit den Text zu lesen, aber bereits die Einführung spricht Bände. Es scheint in der Tat ein Sammelsurium von wertlosem Zeug und Hörensagen und difusen Partnern zu sein, dass eines Französischen Geheimdienstes, der diesen Namen verdient unwürdig sein sollte?

        Ce document est constitué de renseignements déclassifiés issus des sources
        propres françaises. Il repose également sur l’analyse technique approfondie des
        sources ouvertes réalisée par nos services. Il reprend enfin certains éléments
        complémentaires
        recueillis dans le cadre de coopérations avec nos principaux
        partenaires
        .

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        • almabu sagt:

          Wozu – fällt mir da spontan ein – haben Staaten Geheimdienste, wenn diese Material liefern, dass von anderen Staaten stammt? Steht das nicht im Widerspruch zum ursprünglichen Sinn dieser Dienste? Helmut Schmidt hatte recht, wenn er zu seiner Zeit diesen Elaboraten sehr kritisch gegenüber stand…

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  6. Volksverdummung sagt:

    Randnotiz:
    Sorry, wegen des fast identischen Doppel-Kommentars:
    „3. September 2013 um 16:02“ und „3. September 2013 um 21:09“. Die Version von „16:02“ erscheint mir entbehrlich (!)..schon weg!
    Muss sich auch Dein „WordPress“ gedacht haben, denn sonst hätte ich Ihn nicht noch einmal aufbereitet, (hüstel) mit kleineren Korrekturen… :-)

    2. Eine geheimdienstliche Plausibilitätsstudie beweist, dass die Geheimdienste keinen Beweis haben!

    3. Die unkritische Übernahme von Behauptungen Dritter kann persönlich bedingt sein, ist aber auch ein Merkmal arbeitsteilig arbeitender Verwaltungsapparate, die sich beim Informationsaustausch blindlings „vertrauen“ und sich bei „Fehlern“ und schuldhaften Handlungen gegenseitig decken und entlasten.
    Intern werden Systemfehler -nahezu immer- für unwahrscheinlich erachtet!

    Helmut Schmidt, dem durchaus bewusst sein dürfte, das Geheimdienste letztlich ähnlich wie andere arbeitsteilig arbeitende Apparate funktionieren, vertraute -abwägend- lieber seinem eigenen Urteilsvermögen.
    Auch Helmut Kohl soll Geheimdiensterkenntnissen wenig Wert beigemessen haben.
    .
    HESSE

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  7. almabu sagt:

    Hier der Vollständigkeit halber die „offizielle“ Version der US-Regierung zu den terroristischen Giftgas-Anschlägen bei Damaskus:

    http://www.whitehouse.gov/the-press-office/2013/08/30/government-assessment-syrian-government-s-use-chemical-weapons-august-21

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  8. Volksverdummung sagt:

    Das Pressestatement (v. 30.08.2013) ist noch immer letzter Stand in Sachen amerikanischer Beweise?

    Putin hat es ja mitbekommen, dass die „classified documents“ (mit einer minimalen Chance darin enthaltener Beweise?) ohnehin nur mit „key partners“ geshart werden.
    Logisch, dass er bei seinem Interview v. 31.08.13 so frustriert war.

    2. Armes Frankreich und armer BND. Habt Ihr auch keine „stichhaltigen Beweise“ bekommen?
    Und speziell Gerhard Schindler, der Boss des BND: Jetzt muss er sich noch nachsagen lassen, dass er seinem vorgesetzten Dienstherrn nicht Alles mitgeteilt hat?

    3. Die vom Praktikanten zusammengezimmerte amerikanische Presseerklärung samt raubkopierter Schauskizze (Spiegel-online, oder Le Monde?) reicht nicht aus, um die syrische Regierung überzeugend zu überführen.

    Nächstes Problem: Dieses propagandistische Fiasko birgt unabsehbare Konsequenzen und könnte der Auslöser dafür sein, dass völlig Unschuldige ihr Leben verlieren werden.
    Das ist dann die Eskalation einer bestehenden Krise, für die der Westen aber auch überhaupt keine politische Lösung anzubieten hat?

    4. Der Presseschnipsel (v. 30.08.2013) wird vermutlich nicht alles sein, was die Amerikaner haben und sagen könnten. Vielleicht weiss man in Washington sogar sehr genau, wer im einzelnen verantwortlich zu machen wäre und kann es nicht sagen, weil man dann einen „key partner“ kompromittieren würde. Aber das ist spekulativ.

    —-
    Von wegen „Schon weg“… Typisch Extremist. :-)
    .
    HESSE
    .

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    • almabu sagt:

      Ich versuche einmal das ganze Propaganda-Durcheinander etwas einzudampfen:

      Es sollen bereits über 100.000 Menschen getötet worden sein in Syrien.
      Diese sind jedoch keineswegs Assad alleine anzulasten, denn wesentliche Teile des Westens sowie Regionalmächte haben ihren Teil zum Gemetzel beigetragen, oder es gar erst durch ihre Einmischung initiiert. Da wären zumindest die USA, UK, Frankreich, Israel, die Türkei, Saudi Arabien und Katar zu nennen. Wenn das Assad-Regime nicht sofort umfällt und sich gar erfolgreich wehrt, dann sind das alles natürlich seine Toten, denn wir, der Westen kämpfen für höhere humanitäre Ziele wie Menschenrechte und Demokratie, das rechtfertigt sprichwörtlich alles und jedes Opfer syrischer Zivilisten. Das erinnert mich stark an den pathologischen Fall des Brandstifters, der danach die Feuerwehr ruft und sich dann bei der Löschung besonders hervortut.

      Natürlich haben wir der Westen absolut keine Geopolitischen- und Ressourcen-Interessen in dieser Gegend des Nahen- und Mittleren Ostens. Syrien ist für uns kein Sprungbrett für einen Krieg gegen den Iran, den ein Syrien-Anrainer seit Jahren heftig fordert und jetzt hinter den Kulissen im US-Kongress mit beeinflussen darf, wie praktisch!
      „Wir, der Westen“ brauchen diesen Krieg so dringend, dass es eigentlich vollkommen egal ist, was wir Assad vorwerfen. Es würde uns im Notfall genügen ihm vorzuwerfen, „dass er sich nach dem Toilettengang die Hände nicht gewaschen habe…“
      Unsere offiziellen Statements ähneln eher religiösen Grundsätzen, die man nicht begreifen, sondern GLAUBEN soll! Obama und Hollande sind Beispiele dafür, Cameron hat’s zunächst vermasselt, wird aber gewiss Mittel und Wege finden trotzdem „irgendwie“ mitzumachen. Und wir Deutschen? Hätten wir nicht Wahlkampf würde „Mutti“ schon eine kessere Lippe riskieren gen Assad, soviel ist sicher. Aber ein Elaborat aus maritimer Abhör-Aktion, super-sau-guten menschlichen Quellen „on the ground“ und Erfüllung von Erwartungshaltungen der Politik, das steuern wir auch wieder bei, gell‘ curveball?

      NACHTRAG:
      Putins Probleme sind folgende:
      Ein Krieg gegen Syrien ist sehr wahrscheinlich. Kann Russland ihn nicht verhindern, steht Putin dumm da.
      Verliert das mit russischen Waffen ausgerüstete Syrien die ungleiche Auseinandersetzung, steht Putin …. …
      Gehen die USA/der Westen ohne Sicherheitsratsbeschluss in den Krieg, ist die Bedeutung des Rates und Russlands geschwächt, steht Putin …. …
      Greifen Russland, Iran oder China auf Seiten Syriens ein, haben wir ein Weltkriegsszenario, dann wird die Menschenrechtssituation und die der Homosexuellen in Russland zur möglichen propagandistischen Rechtfertigung des Krieges des Westens gegen den Osten, dann stehen wir alle …. …

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  9. almabu sagt:

    In Jordanien sollen hohe Offiziere, die Berater des Vorsitzenden der Stabschefs waren, den Syrern Informationen über eine Kommandozentrale geliefert haben, die Saudis, CIA und Mossad gemeinsam auf jordanischem Boden betreiben. Ausserdem sollen von ihnen ebenfalls die Infiltrationsrouten Saudischer Terroristen nach Syrien „geleaked“ worden sein…

    …An ABC News/Washington Post poll released Tuesday said 59 percent of Americans oppose unilateral US military action. Pew Research also found that opponents of a strike outnumber supporters, 48 percent to 29 percent. (Quelle: Presstv.ir)…

    …Was kümmert es den Kongress, was die US-Bevölkerung denkt? Die rufen im Zweifelsfall eher bei AIPAC an und fragen, was DIE darüber denken…

    …Der von Obama dem Kongress vorgelegte Text soll weder eine zeitliche, noch räumliche Begrenzung eines Krieges beinhalten. Demnach wäre es also theoretisch möglich den Krieg auf den Libanon auszuweiten wegen der Hizbollah, oder gar gleich auf den Iran. Möglicherweise schrecken die Abgeordneten davor zurück ihrem Präsidenten solch weitgehende Vollmachten einzuräumen?

    Die USA haben übrigens 2007 einen syrischen Antrag bei der UN, Chemiewaffen aus dem GANZEN Nahen Osten zu verbannen, blockiert, weil dies dann auch Israel und Ägypten betroffen hätte! Syrien hingegen haben sie für das gleiche Verhalten wie Israel, die Nichtunterzeichnung der Chemiewaffen-Konvention, bereits 2003 mit einseitigen Sanktionen belegt.

    Ein nicht quantifizierbarer Teil der Syrischen Opposition hat (in Paris) schon einmal angekündigt, im Falle eines westlichen Angriffs auf Syrien aus patriotischen Gründen das Assad-Regime zu unterstützen…

    Die folgende Bemerkung wurde aus einem Artikel der NEW YORK TIMES zensiert. Beim BOSTON GLOBE ist sie (zur Zeit) noch vorhanden:

    „…One administration official, who, like others, declined to be identified discussing White House strategy, called AIPAC “the 800-pound gorilla in the room,” and said its allies in Congress had to be saying, “If the White House is not capable of enforcing this red line” against the catastrophic use of chemical weapons, “we’re in trouble…”

    Das Aussenpolitische Komitee des US-Senates stimmte am Mittwoch mit 10:7 Stimmen FÜR einen Krieg gegen Syrien. Dabei wurden folgende „Einschränkungen“ verhandelt. Syrien darf nur 60 Tage lang zerstört werden, mit der Möglichkeit einer 30-tägigen Verlängerung. Nur Bodentruppen sollen ausgeschlossen bleiben. Nach einem Bombardement, dass also ein Vierteljahr andauern könnte, sollte die Demokratie in Syrien ausbrechen und die Assad-Sippe Geschichte sein, so kalkuliert man offenbar im Senat?

    Die Macho-Kindergarten-Spiele um die Syrien-Frage auf dem G-20-Gipfel gehen munter weiter.
    Die Sitzordnung wurde auf Wunsch der USA geändert um möglichst viel Raum zwischen Putin und Obama zu bringen. (Dann können die freien westlichen Medien Obama-Bilder zelebrieren ohne den Hausherrn Putin zeigen zu müssen!)

    Die Konservativen im US-Kongress, die sonst keine Gelegenheit auslassen Obama ans Bein zu pinkeln, haben ein Info-Treffen mit Russischen Diplomaten verweigert. Die Info, die sie benötigen, die liefert ihnen AIPAC, dazu brauchen sie die Russen nicht…

    Was Putin anbelangt, so lautet die Taktik der USA generell, offenbar seine völlige Missachtung, um so auch dem letzten Hinterwäldler klar zu machen, dass Russland schon lange keine ebenbürtige Supermacht mehr sei? Der Frust bei Putin ist erkennbar…

    Aber noch einer wird abgestraft: Nach seinem Flop im britischen Unterhaus den Briten einen Syrien-Krieg zu verkaufen, wird es kein Einzelgespräch Camerons mit Obama auf dem G-20 geben, mit dem sogenannten „Sozialisten“ Hollande, dem kriegslüsternen Kolonial-Franzosen*, ist aber offenbar genau ein solches geplant… (Ebenso wie Mali war auch Syrien einmal unter französischer Kontrolle!)

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