Katalanischer Übergangsrat CATN: Legal, illegal, scheissegal?

Das 14-köpfige Beratungsgremium „Consell Assessor per a la Transició Nacional“ (CATN) aus Politikern, Juristen und Soziologen, das die Generalitat über den Weg zur Abstimmung über die Unabhängigkeit beraten und mit einem selbst geschaffenen Anschein von Legalität versehen soll, hat heute erstmals einen ganzen Berg erarbeitete Papiere vorgelegt.

Am bereits bekannten Grundproblem hat sich jedoch nichts geändert:

Der einzige legale Weg, das heisst ohne die geltende und damit auch für Katalonien verbindliche Spanische Verfassung zu brechen, bestünde in einer Änderung der Verfassung, die eine größere Autonomie oder gar die Trennung von Spanien möglich machen würde. Dazu müssten aber alle Spanier, für die diese Verfassung gilt, befragt werden und nicht nur ein Teil von ihnen.

Selbst ein Entgegenkommen der durch Korruptionsskandale á la Bárcenas oder Gürtel nahezu paralysierten Zentralregierung, an das im Moment nicht einmal zu denken ist, würde keine verfassungsändernde Mehrheit garantieren können.

So bleibt faktisch also nur der Bruch dieser Spanischen Verfassung. Damit dieser irgendwie demokratisch bemäntelt werden kann, wird von legitimen Wegen gesprochen, mit denen die Illegalität geschminkt werden soll.

Die Katalanen sehen sich ja gerne als ausblutende Opfer, die von Madrid bis auf den letzten Blutstropfen ausgesaugt werden. (Sie sind darin den Bayern nicht unähnlich;-)

Um ihren angepeilten Weg einmal anders darzustellen, folgendes Bild:

Der Ernährer einer Familie (egal, ob männlich oder weiblich!) hat keine Lust mehr für den ganzen Haufen von Jung und Alt aufkommen zu müssen. Er ist verheiratet und hat deshalb Rechte aber auch Pflichten. Er will sich nun dieser Pflichten durch eine einseitige Willenserklärung entledigen. Wohl kein Gericht dieser Welt würde ihm Recht geben, vor allem nicht aus den finanziellen Verpflichtungen entlassen. Im diesem Bild kann er sich nur zwischen weiter zahlen oder abhauen in die Illegalität entscheiden. Nur, Katalonien wäre auch am Tag nach einer Ruptur Nachbar eines größeren Spaniens, das Mitglied der EU und der NATO wäre. Da blieben theoretisch nur Nordkoreaner, Russen oder Chinesen als potentielle Verbündete übrig, oder?

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