Gold! Gold! Gold! Gold für Deutschland…

Die Bundesbank hat beschlossen, um allen VTs über nicht mehr vorhandenes deutsches Gold in New York, London und Paris einen Riegel vorzuschieben, einen kleinen Teil der gesamten deutschen Goldbestände von insgesamt 3.396 t und einem Gesamtwert von 143 Milliarden Euro „heimzuholen“.

Sie holt 300 t der 1.536 t aus New York zurück, nichts von den verbliebenen 450 t aus London,  jedoch alles, ganze 374 t aus Paris! Da regieren jetzt bekanntlich die Sozialisten. Grund genug vermutlich? Der momentan in Frankfurt lagernde Goldbestand würde so von jetzt 1.036 t innerhalb der nächsten fünf Jahre auf 1.710 t, die Hälfte des deutschen Goldvermögens ansteigen.

So flieht nach Asterix und Obelix nun auch noch der Schatz der Nibelungen aus Frankreich. Dies kommt bei den Franzosen nicht wirklich gut an:

„…À une semaine du cinquantième anniversaire du Traité de coopération et d’amitié franco-allemand signé à l’Élysée en janvier 1963, c’est en tout cas une drôle façon de célébrer ses noces d’or…“ (Zitat: LE FIGARO)

„Eine Woche vor dem 50. Jahrestag der Unterzeichnung der deutsch-französischen Zusammenarbeit und Freundschaft, dem Élysée-Vertrag in Januar 1963, ist dies auf jeden Fall eine merkwürdige Art die Goldene Hochzeit zu feiern!“

http://bourse.lefigaro.fr/devises-matieres-premieres/actu-conseils/l-allemagne-va-rapatrier-tout-son-or-entrepose-a-paris-344750

16 Responses to Gold! Gold! Gold! Gold für Deutschland…

  1. dieandereperspektive sagt:

    Glauben sie, das sie das Gold auch bekommen? Oder wird da mal wieder nur getrickst?

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    • almabu sagt:

      Warum sollten sie es nicht bekommen? Die Rückführung soll sogar über sieben Jahre erfolgen, bis 2020, wie ich inzwischen las. Da bliebe sogar genügend Zeit evtl. „Unregelmässigkeiten zu heilen“.

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      • almabu sagt:

        300 t über sieben Jahre verteilt? Das kann ja im Diplomaten-Handgepäck zurückgeholt werden, oder Niebel wickelt es einfach in einen seiner Wahnsinns-Schnäppchenteppiche ein?

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  2. Don Furioso sagt:

    Und auf der anderen Seite des Atlantiks munkeln Verschwörungsfetischisten über das gegenseite Mißtrauen der Zentralbanken, über das „prisoner’s dilemma“. Und vielleicht haben sie ja recht. http://www.zerohedge.com/news/2013-01-16/all-aboard-gold-repatriation-train-first-germany-next-netherlands

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    • almabu sagt:

      Das werden wir sehen, wenn anstelle von Gold, „das seltene Edelmetall Blei“ zurückgeliefert wird ;-)

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      • dieandereperspektive sagt:

        Wieso Blei? Es könnte auch zum Schuldenausgleich eingesetzt werden. Und schwupp, weg ist weg. Es war schon immer leichter etwas einzubehalten, was man schon hat. Vorallem USA und England, wollen es behalten. Warum wohl? Hat das noch etwas mit damals zu tun?

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  3. dieandereperspektive sagt:

    Heute durfte ich in der Zeitung lesen, dass für die Lagerung in London bis zu 550000€ berappt werden müssen. Doch diese Bestände bleiben völlig unangetastet, auch nach 2020. Warum und weshalb stellt man die Bezahlung nicht einfach ein, falls das Gold nicht herausgerückt wird? Vae victis!

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    • almabu sagt:

      Die Bestände in London machen Sinn, denn sie könnten im Ernstfall in andere Währungen getauscht werden. Das Gleiche gilt für die Hauptmenge, denn fast die Hälfte des Gesamtbestandes liegt ja in New York, USA. Nur im Euro-Land Frankreich machen Goldbestände technisch keinen Sinn…

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      • dieandereperspektive sagt:

        Beim ehemaligen Kriegsgegner zu dem es keinen Friedensvertrag gibt? Nein, bestenfalls theorethisch.

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      • Volksverdummung sagt:

        „Ernstfall“… und „Zwangs-Umtausch“ -rein technisch gesehen

        Der „Ernstfall“ besteht heute eben nicht mehr darin, dass die Bundesrepublik militärisch-konventionell angegriffen wird. Das traue ich unseren netten Nachbarn nicht zu!
        .
        Die ökonomischen Fakten sprechen hingegen eine klare Sprache.

        a. Der systemische „Ernstfall“ ist bereits eingetreten (2008).
        b. Die Finanzindustrie entzieht sich erfolgreich der staatlichen Kontrolle.
        c. Die Souveränität der politischen Entscheider ist zweifelhaft.
        d. Die „Gelddruckerei“ -allerdings nur- zur Begleichung der Wettschulden und zur Liquiditätsversorgung der völlig überflüssigen Finanzindustrie- ist in vollem Gange. Nicht nur die FED, sondern auch die „Bank of England“ und die „EZB-Dependancen“ erhöhen beständig ihre Kreditlinien für die privilegierten „Systemrelevanten“.
        e. Parallel dazu findet zwischen den miteinander konkurrierenden Währungsräumen und deren Finanzzentren ein massiver ABWERTUNGSWETTLAUF statt.
        .
        Bezüglich der TECHNIK eines „Umtauschs“ von Gold in Papierwährung (z.B. bei einem eventuellen Verkaufsgeschäft) bedarf es -spweit ich informiert bin- keines vorherigen Transports nach New York oder London. Das Gold muss hierfür eben nicht physisch umgelagert werden.
        .
        HESSE
        .

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  4. dieandereperspektive sagt:

    ich vergas, es sind 550000€ pro Jahr

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  5. Volksverdummung sagt:

    „Tanz der Bundesbank ums goldene Kalb“…?
    .
    Edelmetalle sind die einzigen Währungsreserven, die einer beliebigen Papiergeldwährung Stabilität und Inflationsschutz verleihen können.
    Ich will nicht unken, aber die Goldreserven einer Zentralbank müssen unter deren eigener KONTROLLE stehen und sie müssen JEDERZEIT, OHNE VERZUG und tatsächlich unumschränkt verfügbar sein.

    Sind die zuletzt genannten Bedingungen nicht gegeben, dann SOLLTE man nicht von einer „Währungsreserve“ sprechen.

    2. Niemand kann der Bundesbank garantieren, mit welchen SICHERHEITEN denn auch (!), dass die USA, Grossbritannien, Frankreich, oder ein x-beliebiger anderer Staat auf die Idee kommt, sämtliche Edelmetalle in seinem Hoheitsgebiet zu verstaatlichen (gegen Entschädigung in Papier; egal ob in Noten o. als Wechsel).

    3. Ich darf daran erinnern, dass die Goldreserven der verschuldeten Staaten, in der derzeitigen Krise des Kreditsystems, ein bevorzugtes Beuteobjekt sind.
    Wir sollten nicht vergessen, dass auch der „EZB-Diktator“ bereits versucht hat, Druck auf die Bundesbank auszuüben, damit die Ihre Goldreserve auflöst.

    Die Krise ist nicht vorbei und die Pfändung und Ausplünderung der Staaten durch eintreibende supranationale Organisationen (ESM), die den Interessen des Internationalen Bankenverbandes sehr aufgeschlossen sind, hat m. E. noch gar nicht richtig begonnen.
    .
    HESSE
    .

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    • almabu sagt:

      Theoretisch ist da so, ja! Aber die deutschen Goldreserven reichten schon zu DM-Zeiten nicht die Mark zu sichern. Dafür stand die Industrie und Infrastruktur und natürlich die Arbeitskraft der Deutschen. Zu Euro-Zeiten reicht der deutsche Goldschatz zweimal nicht aus! Ich schätze mal, dass die Goldbestände aller 17 Euro-Länder nicht ausreichen würden, den Euro abzusichern?

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  6. Volksverdummung sagt:

    Hallo almabu, (zum Kommentar v. 17.01.13 um 19:44)-

    Zitat: „…die deutschen Goldreserven reichten schon zu DM-Zeiten nicht die Mark zu sichern. Dafür stand die Industrie und Infrastruktur und natürlich die Arbeitskraft der Deutschen.“

    Was stabilisiert eine Währung?
    Ich denke, dass die Beliebtheit der DM -auch im Ausland- primär der Tatsache geschuldet war, dass die BUNDESBANK die GELDWERTSTABILITÄT der Währung stets über konjunkturelle, oder kurzfristige politische Erwägungen stellte!
    Der „Goldschatz“ der Bundesbank ist eher ein Nebenprodukt des florierenden „Wirtschaftswunderstaates“. Seine Akkumulation ist aber weder Voraussetzung der Wirtschaftskonjunktur noch vorrangiges Staatsziel gewesen.

    Zitat: „…Zu Euro-Zeiten reicht der deutsche Goldschatz zweimal nicht aus!“

    Richtig, und das trotz immer noch vorhandener Industrie, Infrastruktur und der Arbeitskraft der Deutschen…
    Da sollte man stutzig werden.

    Der wahre Wert einer Zentralbank-Goldreserve besteht (m. E.) nicht darin, dass man seine Währung temporär mit Goldverkäufen stützen könnte (das geht nicht unbegrenzt!), sondern darin, dass sich damit im währungspolitischen „Ernstfall“ zur Not immer noch Rohstoffe u. Fertigwaren auf dem Weltmarkt organisieren lassen.
    ———

    2. „Wieviel Gold würde man benötigen, um eine Papiergeldwährung abzusichern?“

    Die hypothetische Frage wäre für mich nicht, wie viel Gold man praktisch benötigte, sondern wo EIN GARANTIERTER Umtauschkurs einer goldgedeckten XY-Währung anzusetzen wäre, wenn man berücksichtigt, dass eine echte Garantie gegeben sein soll…
    Beispiel: 3000 Tonnen Gold sind zwar lediglich 3.000.000.000 unhandliche Gramm (3 Milliarden), aber das wäre allein kein Hinderungsgrund. Dann müsste man eben das garantierte Umtauschverhältnis, der vorhandenen Geldmenge entsprechend, anpassen. Allerdings fehlt mir die Phantasie sich vorzustellen, wie man in der Folgezeit dieses Umtauschverhältnis garantieren könnte (bei einer beschleunigt wachsenden Geldmenge).

    2. b. PLÄDOYER für eine eine inflationsgeschützte Währungsreserve

    Unter den gegebenen Bedingungen benötigen alle Bananenrepubliken, die sich gezwungen sehen, ihre Importe in Dollar zu bezahlen (Marktwirtschaft mit „bleiernen US-Regeln“) ausreichend US-Dollar oder Zugang zu Dollar-Krediten, die Ihnen dann als strangulierende Mühlsteine um den Hals baumeln. Volkswirtschaften, die nicht ausreichend US-$ erlösen, um ihre Importe zu refinanzieren und über keine Fremdwährungsreserven verfügen, müssen immer nach anderen Lösungswegen suchen…

    In einer Zeit, die von Preisinflation und einer schier unlimitierten Ausweitung der „physisch und digital verbrieften“ Geldmenge gekennzeichnet ist, sind inflationsgeschützte Zahlungsmittel (Währungsreserven) eine fast unumgängliche Alternative, um dem Wertverfall von Währungen entgegen zu wirken.
    Der „Marktpreis“ von Edelmetallen mag schwanken, aber er wird nie auf NULL gehen.

    Dennoch: Gold stellt währungspolitisch nur eine „Reserve“ dar, nicht mehr und nicht weniger.
    Wenn eine Währung permanent an Kaufkraft verliert, dann nur deswegen, weil das Vertrauen in ihre Wertstabilität nicht gegeben ist!

    ———–

    3. Machtpolitische Absicherung u. die „Ausnahme von der Regel“…

    Ein Staat, der in eigener Währung verschuldet ist und der nicht unbedingt auf das „Wohlwollen“ der Weltmärkte angewiesen ist, der könnte und kann SEINE Verbindlichkeiten JEDERZEIT durch „Anwerfen der Gelddruckmaschinen“ vermindern, bzw. komplett eliminieren.

    Das lohnt sich für den -staatlichen- Schuldner insbesondere bei vorhandenen Auslandsschulden in eigener Währung. Von den USA wird dies praktiziert;
    fällige Auslandsschulden werden mit der Notenpresse bedient.
    Unter „normalen Umständen“ müssten die USA ihre Kreditwürdigkeit längst eingebüßt haben.

    Man darf darüber nicht übersehen, dass die USA nicht der einzige Staat ist, der schwächeren Handelspartnern seine Bedingungen aufdiktiert.
    .
    HESSE
    .

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  7. Uhupardo sagt:

    Das ist eins der albernsten Theaterstücke derzeit überhaupt. Da wird suggeriert: „Ganz ruhig, Volk, wir holen jetzt unsere Guthaben nach Hause“. Was für ein ungeheurer Unfug. Dabei reichen die Goldreserven schon lange (lange, lange) nicht mehr aus, um auch nur irgendwas zu decken. Armseliges Schauspiel und so derart unwichtig.

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