Wirtschaftsweise: Nicht Spanien, sondern Frankreich größtes Sorgenkind der EU!

Gerade noch hatten wir uns sehr schwer daran gewöhnt, dass nach Portugal und Griechenland nun Spanien als größter Problemfall der EU genannt worden ist, da wird schon „eine neue Sau durch’s Dorf getrieben“, nämlich Frankreich!

Dies wäre in der Tat der Super-Gau für die Flickschusterei, mit der die Euro-Länder ihre Finanz-, Banken-, Systemkrise unter deutscher Führung zu bewältigen suchen. Ein Krisenherd Frankreich wäre in der Tat das Ende des Euro und wohl auch der EU wie wir sie kennen. Wirtschaftlich zu groß um gerettet werden zu können und politisch zu wichtig um á la Griechenland erpresst werden zu können.

„…Der Wirtschaftsweise Lars Feld (hat) bei der Vorstellung des Jahresgutachtens gesagt: „Das größte Problem ist nicht mehr Griechenland, Spanien oder Italien, es ist Frankreich, weil Frankreich im Hinblick auf die Herstellung seiner Wettbewerbsfähigkeit nichts unternommen hat und sogar in die Gegenrichtung geht…“ (Zitat: FAZ)

Das wäre doch ein guter Moment von der unhaltbaren, kapitalhörigen Zwangs-Spar-Manie der Merkel, Schäuble & Co. abzurücken und dem Südwesten Europas mehr Einfluss auf die anstehenden Problemlösungen einzuräumen, oder?

Mir persönlich wäre ein humaneres Europa, dass sich an französisch-spanisch-italienischen Einflüssen orientiert und den Menschen und das Soziale nicht als störenden Randfaktor betrachtet, erheblich lieber als deutsche Hartz-IV-versklavte Niedriglöhner, die nebenbei die Steuern zur Bankenrettung aufbringen müssen und unweigerlich der Altersarmmut entgegen malochen!

Das Einzige was wir uns wirklich sparen könnten, sind Frau Merkel und ihre Kapital-Lakaien…

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/sachverstaendigenrat-sondergutachten-ueber-frankreich-waere-grobe-unhoeflichkeit-11955596.html

10 Responses to Wirtschaftsweise: Nicht Spanien, sondern Frankreich größtes Sorgenkind der EU!

  1. Sepp Aigner sagt:

    Ganz zufällig ist das eine Steilvorlage für den „Sozialisten“ im Elysee für merkelmässige „Reformen“. die er – wenn er nicht an den Gewerkschaften und der Linken scheitert – durchführen wird, obwohl er im Wahlkampf das Gegenteil versprochen hat und deswegen gewählt worden ist.

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    • almabu sagt:

      Ja, das ist es ganz gewiss! Aber die Folterliste des ehemaligen Airbus-Chefs Louis Gallois enthält die entsprechenden Standard-Sauereien der Zinshörigen Neocons und Hollande sucht sich die Mindestzumutungen heraus. Er kann nicht überleben in Frankreich, wenn er auf die Berliner Asi-Politik einschwenkt. Ich setze da große Hoffnung auf die Franzosen…

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  2. Uhupardo sagt:

    Wie lange sagt Uhupardo schon: Erst Griechenland, dann Spanien, Italien, dann Frankreich und Deutschland zum Schluss …

    Wenn niemand die Welle aufhält, wird es auch so kommen (müssen). Selbstverständlich ist Frankreich der Knackpunkt, weil „much too big to fail“, was denn sonst. Aber irgendwer muss die Spar-Domina und ihren Clan aufhalten oder wir werden Europa nicht wiedererkennen.

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    • almabu sagt:

      Frankreich wird der Stopper für die deutschnational geprägten wirtschaftlichen Vorstellungen der Merkel-Bande. Im Prinzip hat sie (mal wieder!) den Rest der Welt gegen ihre „Zwangs-Kaputt-Spar-Manie“, wenngleich aus durchaus unterschiedlichen Gründen. Wenn David Cameron beim EU-Haushaltsgipfel sein Blatt nicht überreizt, sondern diplomatisch* geschickt ausspielt, dann sieht Merkel da mal wieder gaaanz alt aus! Auch der Polit-Rockstar der Deutschen, der wiedergewählte Obama, wird jetzt mit der Merkel-Tante eher Klartext reden, als vor den US-Wahlen. Die Russen, sprich „der eine Russe“, is not amused über das ständige Menschenrechtsgelaber & Freiheitsforderungen für Krawall-Mösen. „Am Deutschen Wesen, soll…“ Die Merkel hat doch den Schuss nicht gehört!

      *(Cameron soll sich im Vorfeld mit der kompletten EU-Südschiene treffen oder bereits getroffen haben!)

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      • Uhupardo sagt:

        Noch ist das längst nicht entschieden, ob Frankreich als „Stopper“ funktioniert. Ich glaube nicht daran.

        Allerdings sind diese ganzen Ränkespiele auch nur vordergründiges Theater – auch die Machterhaltungsbestrebungen des Herrn Cameron, der sein Parlament nicht verärgern darf/will.

        Das ganze Thema kann man, egal in welchem Land, wenn man über wirkliche Substanz reden will, nämlich in 2 Minuten abhandeln.

        Jetzt kann sich die Menscheit überlegen, ob sie sich damit befassen will oder nicht.

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        • Mealo sagt:

          Schön, wie er zum Anfang den Sozialismus erklärt, in dem wir bedauerlicher Weise bald wieder real leben werden, wenn´s so weiter geht!
          Pispers is echt genial aber von Wirtschaft hat er leider nicht die geringste Ahnung!

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        • almabu sagt:

          Nein, für Wirtschaft gibt es all‘ die zigtausende Spezialisten, die alles voll durchblicken, was nicht weiter als ihre Nasenspitze entfernt ist, Schulbuchkonform auftritt und sich niemals nicht alle drei vier Jahre von einer völlig unvorhersehbaren Krise überraschen lassen, gell?

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        • Volksverdummung sagt:

          @Mealo

          Würde doch mal in mich gehen…
          Genial ist, wer nicht die „geringste Ahnung“ von Wirtschaft hat?

          „Wenn´s so weiter geht“, dann landen wir (die Summe der Individuen einer Gesellschaft) „bedauerlicherweise“ gewiss NIE in einem besseren UTOPIA.

          WEM nützt es, oder wie „genial“ ist es, gesellschaftliche ALTERNATIVEN zum „real existierenden“ (Raubtier-)Kapitalismus PAUSCHAL als „sozialistisch“ zu verteufeln?

          Das Wohl der „Wirtschaft“ ist dem EINZELNEN herzlich egal. Und ich vermute stark, dass das -leider- auch umgekehrt der Fall ist!
          Schon mal drüber nachgedacht, was man unter „Gemeinwohl“ verstehen könnte?

          Mit freundlichen Grüssen
          .
          HESSE
          .

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