Neues zum Lac d’Annecy-Massaker: Al-Hilli überfuhr Mollier mit dem BMW!

LE MONDE will Ermittlungsergebnisse der Generaldirektion der Gendarmerie Nationale gesehen haben, die einen partiell neuen Einblick in das Tatgeschehen erlaubten.

Die kürzlich von mir geforderten Angaben zur Munition und Waffe sind gemacht: Es handelt sich um eine 7,65mm Parabellum oder Luger Patrone der Dimension 7,65 x 21mm, abgefeuert aus einer hundertjährigen Waffe, vom Typ P 06, dem Vorläufer der berühmten P 08! Sie dürfte noch seltener und damit in Waffen-Sammlerkreisen hochbegehrt  sein. Dies sollte die Ermittlungen eigentlich vereinfachen?

Die Tatwaffe von Chevaline!

Zum Tatablauf darf man wohl annehmen, dass die al-Hillis niemals diesen Parkplatz aufgesucht hätten, wenn die Leiche Sylvain Molliers dort gelegen hätte?

Sie waren also zuerst da, Vater und ältere Tochter, außerhalb des Autos, der Rest der Familie im BMW, als Sylvain Mollier auftauchte.

Dieser Mollier fuhr ein Mountain-Bike der 5.000+Euro-Klasse, soll zuvor noch nie in der Gegend gefahren sein, die ihm von seinem Schwiegervater empfohlen worden war.

Die Waffe konnte identifiziert werden, weil Fragmente(?) der Waffe am Tatort auf dem Boden gefunden worden seien. Hatte der Täter die Waffe also fallen lassen oder fand gar ein Kampf am Tatort statt? Oder handelt es sich um die leeren Magazine? Dann hätte man aber die „Fragmente“ wohl auch als solche bezeichnet?

Al-Hilli soll versucht haben mit seiner Tochter schnellstens das Auto zu erreichen. Ihm gelang dies, seiner Tochter nicht. Warum die Eile? Weil Sylvain Mollier niedergeschossen worden war?

Al-Hilli soll rückwärts gefahren sein, dabei den liegenden Mollier angefahren haben, dessen Körper entsprechende Spuren zeigte. Der Mörder sei dem Fahrzeug dabei schiessend schiessend gefolgt. Dann habe al-Hilli sich beim Versuch zu wenden festgefahren. Jetzt, immobil geworden, konnten die Insassen ihrem Mörder nicht mehr entkommen, der sie mit Kopfschüssen tötete.

Dann schoss der Täter erneut auf den am Boden liegenden Mollier. Die Munition ging ihm aus und er versuchte die ältere Tochter Zaynab, die bereits eine Schussverletzung erlitten hatte, mit der Waffe zu erschlagen.

Dann hörte er plötzlich auf und floh vom Tatort. Ob er selbst etwas gehört hat, oder von einem „Schmiere stehenden“ Komplizen gewarnt wurde ist noch unklar.

Zeugen wollen einen Mann auf einem Motorrad gesehen haben, der, mit den Beinen auf der Erde das Gleichgewicht zu halten suchend, den Eindruck eines ungeübten Fahrers machte. Da von unten bereits der Ex-RAF-Brite William Brett Martin mit dem Fahrrad nahte und hinter ihm der französische Walker/Wanderer mit seinen beiden Begleiterinnen bergauf kamen, ohne diesen Motorradfahrer zu erwähnen, müsste der bergauf oder seitlich geflüchtet sein. Interessant wäre, ob er den Zeugen passend gekleidet erschien, also z.B. auch als Biker zum Tatort gekommen sein könnte oder woher sonst das Motorrad stammte?

Der Täter muss bei diesem Waffentyp eine Kugel im Lauf und insgesamt drei volle Magazine mit sich geführt und bei der Tat zwei Magazinwechsel durchgeführt haben um auf 25 abgegebene Schüsse zu kommen. Die leeren Magazine hat er dabei nicht weggeworfen sondern eingesteckt. Das lässt trotz aller Emotionalität und Brutalität der Tatausführung auf rationales Handeln schließen und einen vertrauten Umgang mit der Oldtimer-Waffe. Ein Schütze mit einer solchen, seltenen Waffe sollte in Schützen- und Sammlerkreisen Spuren hinterlassen?

Deutsche Geheimdienste(!) hätten von einer Spur des Vaters von Saad al-Hilli zum Vermögen Saddam Husseins gesprochen. Der verstorbene Vater besass ein Konto mit einem Millionenbetrag im nahen Genf. Dieses Konto soll aus einer Zeit stammen als Saddam Hussein mit der Aktion Embargo-Waren gegen Öl einen regen Tauschhandel führte. Der Streit der al-Hilli-Brüder sei um dieses Konto und nicht um das eigentliche väterliche Erbe geführt worden.

http://www.lemonde.fr/societe/article/2012/10/27/tuerie-de-chevaline-les-secrets-d-une-scene-de-crime_1782012_3224.html

2 Responses to Neues zum Lac d’Annecy-Massaker: Al-Hilli überfuhr Mollier mit dem BMW!

  1. lisbeth steinegger sagt:

    Am Nachmittag vor dem Attentat bemerkte ich mit einem mulmigen Gefühl, dass wir von einer Bande Jugendlicher aus zwei Autos, auf der Route de la Chapelle,(Annecy) bzw auf dem Parkplatz beobachtet wurden. Glücklicherweise war es uns möglich, eine zweite Ausfahrt aus dem Parkplatz zu benützen. Wir bemerkten ebenso eine auffallende Gruppe sehr reicher Araber, Frauen mit goldgefassten Burkas, auf dem Parkplatz des Beau Rivages. Die Wahrheit über den Mord herauszufinden ist bestimmt schwierig.

    Liken

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