UK-Cameron: Die EU ist uns (nicht) lieb und (zu) teuer!

David Cameron:  „Sechzehn Prozent der Angestellten in der EU-Kommission verdienen über 100.000 Euro pro Jahr. Es gibt insgesamt 55.000 Beamte und Angestellte aller EU-Institutionen. Deren Durchschnittsgehalt beträgt 102.000 Euro pro Jahr!“

Ein Brief der acht Nettozahler der EU reklamierte diese Woche, dass die EU-Kommission eine Erhöhung von 26 Prozent der Personalkosten für die nächste Sieben-Jahres-Periode verlange, die im 2014 beginnen wird.
Wenn sich die Euro-Länder hin zu einer tieferen Integration bewegten, dann ergäben sich Möglichkeiten für das UK seine Beziehung zur EU auf den Prüfstand zu stellen und neu zu verhandeln. Das wolle er tun. Dazu führe das Außenministerium eine detaillierte Untersuchung über die Ausgewogenheit der Verteilung der Kompetenzen zwischen dem UK und der EU durch.

Damit kündigt David Cameron faktisch eine Art Kriegserklärung an die EU an, die er in EU-Gipfeln im November (Budget) und Dezember (Finanzmärkte) präsentieren wolle.

Obwohl ich es persönlich bedauern würde, sollte es schlußendlich dazu kommen, bewegt sich das UK unter Cameron kontinuierlich auf einen Bruch mit der EU hin. Er setzt sich selbst unter Zugzwang mit seiner selbstgewählten Außenseiter-Rolle und stellt sogar ein Referendum zum Verbleib des UK in der EU in den Raum, nach den nächsten Wahlen selbstverständlich!

Ansonsten heischt David wie eine Diva nach dem Beifall der Massenmedien und der Stammtische, als Ablenkung von seiner Verantwortung für die prekäre Lage im Vereinigten Königreich. Das jedoch nutzt sich als politisches Pseudo-Instrument schneller ab als ihm lieb sein dürfte?

Wenn ein Fahrgast in einem Zug ständig auffsteht und den anderen Fahrgästen lautstark erklärt, dass dieser Zug in die falsche Richtung fahre, dann muss er irgendwann die Konsequenzen ziehen, aussteigen und den Zug wechseln oder er macht sich zum Gespött seiner Mitreisenden. David Cameron hat vorerst nicht die Absicht den Zug zu wechseln. Vorerst begnügt er sich noch damit, genußvoll die Notbremse zu betätigen…

Da David Cameron bisher wohl eher einer der schwächeren Britischen Premierminister der jüngeren Geschichte ist, der eine hauptsächlich symbolische Politik mit starkem theatralischem Einschlag betreibt und als Applausgesteuert populistisch gilt, könnten ihn allerdings auch innenpolitische und/oder wirtschaftliche Probleme zu Fall bringen, bevor er seinerseits als St. George den EU-Dragon erlegen kann…

http://www.guardian.co.uk/politics/2012/oct/19/david-cameron-britain-relationship-eu

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