Lac d’Annecy-Massaker: Nach sechs Wochen nichts als Spekulationen!

Es ist ziemlich ruhig geworden um diesen rätselhaften Fall. Dies ist womöglich der gemeinsamen Ermittlungskommission geschuldet, die eine wirksame Kontrolle des Informationsflusses erleichtert.

Es kann aber wohl eher darauf zurück geführt werden, dass die Ermittler nach wie vor keine belastbaren Beweise für eine der zahlreichen Hypothesen befunden haben.

So möge man die folgenden „Fakten“ einfach als Info-Splitter verstehen und sich eine eigene Meinung über das Geschehen bilden. Die Reihenfolge, in der sie hier aufgeführt werden, spielt insofern also keine „wertende“ Rolle:

Saad al-Hilli betrieb von seinem Haus in Claygate, Surrey mit 4 Workstation PCs und einem Laptop ausgedehnte antizionistische, antisemitische Aktivitäten in islamistischen Internet-Foren.

In diesem Haus wurde auch eine eine Hochspannungs-Taser-Pistole gefunden.

Es hatte den Anschein, als habe er diesen Camping-Urlaub in Frankreich sehr kurzfristig angetreten, zu einem Zeitpunkt, da seine Töchter bereits wieder in der Schule hätten sein müssen. Ein entsprechender Anruf der Schule wurde auf seinem Handy gefunden.

Kurz vor dem Urlaub hatte er alle Türschlösser seines Hauses auswechseln lassen.

Einen Tag vor der Mordtat in Chevaline besuchte Saad al-Hilli das nur rund 60km entfernte schweizerische Genf, wo er ein Bankkonto* mit einem Millionenbetrag unterhielt. *(Andere sagen, das Konto gehörte seinem verstorbenen Vater und soll Teil des unter den al-Hilli-Brüdern umstrittenen Erbes gewesen sein! Dieser soll ein Millionenvermögen und Grundbesitz in mehreren Ländern der EU und im Irak hinterlassen haben. Trotzdem seien Saad al-Hillis Eltern in England in geradezu ärmlichen Verhältnissen beigesetzt worden?)

Rund  dreissig Minuten vor der Tat machte al Hilli mit einer von den französischen Ermittlern im BMW gefundenen Digitalkamera Urlaubsbilder in einem Nachbardorf, die seine Familie als entspannte, lachende Urlauber vor malerischen Bauernhäusern zeigten.

Auf Grund der Entfernung zum Tatort muss er dann praktisch auf direktem Weg dorthin gefahren sein.

Dies wird als mögliches Anzeichen für ein von Saad al-Hilli geplantes Treffen mit einem Unbekannten gewertet, von dem seine Familie möglicherweise nichts wusste und die ihm dabei praktisch als Tarnung dienen sollte?

Bei diesem Unbekannten könnte es sich auch um den französischen Radfahrer Sylvain Mollier gehandelt haben, der ebenfalls ermordet wurde?

Saad al-Hilli war selbständiger Ingenieur und Informatiker und hatte zumindest familiäre Kontakte in den Irak. Seine politischen Ansichten verbreitete der schiitische Muslim freizügig in entsprechenden Foren. Vielleicht wollte er auch in einem Sektor „dealen“, der Embargos unterliegt und deshalb gute Gewinnspannen versprach?

Sylvain Mollier arbeitete in einem speziellen Sektor von Behältersystemen für Zirkonium. Seine Firma CEZUS, die zu AREVA gehört, hatte vor Jahren mit dem Iran Geschäfte im Umfeld dessen nuklearen Aktivitäten gemacht.

War es wirklich ein Zufall, der diese beiden Männer an diesem abgelegenen Ort zusammenführte? Wenn es kein Zufall war, dann muss der/die Mörder Saad al-Hilli zum Waldparkplatz-Treffpunkt in Chevaline gefolgt sein oder – in Kenntnis des geplanten Treffens – bereits dort auf die Opfer gewartet haben?

Die Polizei notierte den Notruf des Ex-RAF-Briten Brett Martin um 15:48 Uhr, also noch vor 16 Uhr!

Dieser gab aber bei seiner Vernehmung an, am Tatort keine Verbindung gehabt zu haben und deshalb wieder in Richtung Chevaline bergab gefahren zu sein, wo er auf den Franzosen mit seinen beiden Begleiterinnen traf.

Nach mühsamer Verständigung wegen Sprachproblemen und Aufregung seien beide Männer zurück an den Tatort hinauf gegangen. Dann will der Franzose den Notruf getätig haben. Das sei etwa um 16:10 Uhr gewesen.

Diese Zeitdifferenz und die Frage WER den nun die Polizei verständigt hat, sind meines Wissens nie befriedigend erklärt worden, aber vielleicht habe ich das auch nur irgendwo übersehen?

Bei einem grünen Geländewagen, den Zeugen mit hoher Geschwindigkeit in der Nähe gesehen haben, könnte es sich um ein Fahrzeug der Forstbehörde ONF gehandelt haben, sagt die Polizei lakonisch…

Im Prinzip könnte es so gewesen sein, aber es könnte auch vollkommen anders gewesen sein. Die Ermittlungen treten anscheinend auf der Stelle oder man will niemand auf die Füsse treten, bei der französischen Staatsanwaltschaft?

Über einen Monat(!) nach der Tat, hat die französische Polizei eine „grüne Telefonnummer“ unter 0800 002 950 eingerichtet und veröffentlicht, unter der mögliche Zeugen ihre Beobachtungen melden können. Das war wirklich schnell gehandelt!

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