Lac d’Annecy-Massaker: Ermittlungen treten auf der Stelle…

Mittlerweile befinden sich fünf französische Polizisten  in Claygate, Surrey und durchsuchen das Haus der al Hillis nach Spuren, die sie weiterführen könnten. Heute folgt ihnen zudem der ermittelnde Staatsanwalt aus Annecy für einen Tag.

Was könnten die Franzosen da suchen oder finden, wozu ihre britischen Kollegen nicht in der Lage wären? Andeutungsweise ist von Reibereien und Eifersüchteleien zwischen den Polizeien der beiden so verschiedenen Nachbarländern die Rede. Man werfe sich gegenseitig Arroganz und Überheblichkeit vor und kritisiere die jeweiligen Ermittlungsmethoden des Anderen auch in früheren Fällen…

Ein ebenfalls arabischstämmiger Freund Saad al Hillis dreht die Geschichte einfach um und behauptet, der getötete französische Radfahrer sei das eigentliche Ziel des Mordanschlages gewesen. Er habe in einer Firma bearbeitet, die sich mit sensibler Nukleartechnik beschäftigte.

Die nächsten Angehörigen der Familie, bei denen die überlebenden Töchter eventuell verbleiben könnten, seien sein Bruder, mit dem al Hilli angeblich wegen des Erbes ihres Vaters im Streit gelegen haben soll und eine normalerweise in London studierende Schwester der Mutter, die sich allerdings momentan im Irak aufhalte.

Die Person Saad al Hillis – von allen als sehr freundlich und umgänglich beschrieben – stellt selbst seine Freunde vor Rätsel. Keiner weiss genau, womit er sich konkret beschäftigte. Als relativ unabhängiger Freelancer, Entwicklungsingenieur und Informatiker und Luftbild-Unternehmer konnte er sich mit maximaler Freiheit unauffällig bewegen. Die Firma sei auf Kartographie spezialisiert, mittels fünf Micro-Satelliten kann sie Details, wie Naturkatastrophen, Mohnfelder in Afghanistan, den Fortschritt von überirdischen Bauarbeiten wie z.B. Pipelines (oder Atomanlagen im Iran?) metergenau abbilden. Sein Kontakt zu der Satellitenfirma, einer EADS-Tochter,sei zwar harmlos gewesen, aber letztlich hat wohl auch keiner so genau hingesehen, was der Mann so machte?

Sollte er als Agent, ob nun fest für eine Macht oder auch hier als Freelancer für den Meistbietenden gearbeitet haben, dann hätte er wohl keine bessere Tarnung und Legende gehabt haben können? Aber auch dies ist natürlich nur eine weitere Hypothese, deren Schwäche darin liegt, dass man die Ursache, die Schuld für die Ereignisse nur beim Opfer sucht, es quasi „posthum zum Sündenbock“ macht!

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