Neues vom Lac d’Annecy-Massaker: Unsere tägliche Wendung gib uns heute…

Nicht der in der Gegend lebende, radfahrende Ex-Royal-Airforce-Brite soll die Polizei gerufen haben, sondern ein Franzose, der 41-jährige Phillipe D., der mit zwei Freundinnen die Sackgasse aufwärts wanderte.

Ihnen sei der traumatisierte Brite auf dem Weg nach unten begegnet. Nach anfänglichen Sprachproblemen gingen alle zusammen, also vier Personen, „ein paar Meter“ an den Tatort zurück, um sich selbst ein Bild zu machen!

Das achtjährige Mädchen habe tot gewirkt und weder auf Berührungen noch auf Ansprache reagiert. Damit haben mindestens vier, vermutlich an der Tat unbeteiligte Personen, unbeabsichtigt Spuren am Tatort hinterlassen. Das macht es der Polizei nicht einfacher.

Phillipe D. erzählt, dass er weder Schüsse gehört habe, noch einen dunklen Allrad-Pkw, noch ein Moped oder Motorrad gesehen habe. Das steht in klarem Widerspruch zu den Aussagen des Briten, der jetzt zudem als panisch und traumatisiert beschrieben wird.

Der Abstand der drei Franzosen zum Tatort müsste demnach sehr nahe gewesen sein. Wenig wahrscheinlich, dass sich Fahrzeuge die dem Briten bergabwärts entgegen kamen plötzlich in Luft aufgelöst, oder seitwärts „in die Büsche geschlagen“ haben können? Die Aussagen passen irgendwie nicht zusammen….

Die Ermittler stellten weiter hin fest, dass sich die al Hilli-Familie, die sich kurzfristig für eine Woche auf einem Campingplatz eingemietet hatte, diesen bereits nach zwei Tagen verliess um einen anderen, nur wenige hundert Meter entfernten Campingplatz, an der selben Straße aufzusuchen, den sie in den vergangenen Jahren schon öfter besucht hatten.

Camping-Nachbarn fanden Saad al Hillis Verhalten seltsam, denn er verliess den Platz mehrmals täglich alleine mit dem BMW für jeweils etwa eine halbe Stunde.

Die Betreiber des Campingplatzes fanden sein Verhalten hingegen völlig normal…

http://www.guardian.co.uk/world/2012/sep/11/french-alps-shooting-cyclist-girl

15 Responses to Neues vom Lac d’Annecy-Massaker: Unsere tägliche Wendung gib uns heute…

  1. Volksverdummung sagt:

    Wenn die erneute Verwirrung der Presse und der Öffentlichkeit, durch sich teilweise wiedersprechende Zeugenaussagen, nicht Teil eines genialen länderübergreifenden Fahndungskonzeptes ist, wie lassen sich die „drei friends“, die drei Spaziergänger, die JETZT unvermutet ins Rampenlicht der Öffentlichkeit getreten sind, erklären?

    Anders ausgedrückt: Darf die ermittelnde Behörde so ermitteln, wie sie es für richtig hält, oder sind da übergeordnete „Bremser“ mit im Geschäft?

    1. DIE NEUEN ZEUGEN
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    Die Identität der beiden „friends“, mit denen der 41 jährige Franzose unterwegs gewesen sein will, ist nicht bekannt gegeben worden. Sie, deren Identität, Aussehen, Alter, Geschlecht u. Wohnort unbekannt sind, haben sich nicht öffentlich geäußert. Das erscheint verständlich.
    Der 41 jährige Phillipe D.:
    Es ist ungeklärt, ob der Franzose selbst (aus welchen Gründen?) an die Presse heran getreten ist, oder ob die Presse ihn zuerst aufgespürt hat.
    Der berufliche Hintergrund, sowie der Wohnort des 41 jährigen Franzosen wurden nicht bekannt gemacht.

    2. Unbekannte FAHNDUNGSTAKTIK, oder ERMITTLUNGSFEHLER?
    Angeblich hat die Polizei den Franzosen und seine „friends“ befragt, oder verhört…
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    WANN erfolgte die Befragung?
    Zeitnah zu der Befragung des RAF-Beobachters, oder erst sehr viel später, nachdem die Presse und die „neuen Zeugen“ den Kontakt zur Polizei gesucht hatten? Oder vielleicht erst dann, nachdem offenbar geworden war, dass die Presse von der Existenz dieser Zeugen Wind bekommen hatte?

    Es ist abzuwarten, ob der STAATSANWALT in seiner Pressekonferenz am Mittwoch dazu Stellung nimmt.

    WANN meldeten sich die drei „neuen“ Zeugen als Zeugen bei der Polizei? Unmittelbar am Tattag, oder erst dann als sie verwundert feststellten, dass man „irrtümlich“ den „RAF-Briten“ für denjenigen hielt, der den Notruf abgesetzt hatte?
    (…letzteres kolportierte die Presse!).
    Oder wurden die Aussagen der drei Zeugen unmittelbar nach der Untat von Ermittlungsbeamten aufgenommen, aber nicht weiter verfolgt?
    Ist das vorstellbar?
    a. EINE polizeiliche ERMITTLUNGSPANNE/-FEHLER?
    b. Hatte und hat jemand ein Interesse, die Täter entkommen zu lassen?

    3. Gibt es Aussagendiskrepanzen der vier „Zeugen“, die nach der Untat als erste am Tatort waren?
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    Mit den drei Neuen gibt es jetzt vier BEOBACHTER, die sich zeitlich und örtlich ganz nah am Tatgeschehen befanden.
    Der Name des britischen EX-RAF-Angehörigen ist nicht bekannt gegeben worden. Er traf wohl nur zwischen 1 bis 6 Minuten NACH der Untat am Tatort ein.
    Berechnung hierzu im 4. Absatz bei:
    https://almabu.wordpress.com/2012/09/07/lac-dannecy-massaker-warum-mussten-familie-al-hilly-und-sylvain-mollier-sterben/#comment-5269

    • Unklar ist:
    Hat der Brite selbst versucht, noch am Tatort Hilfe herbei zu telefonieren?
    War er OHNE Handy unterwegs?
    Von wem wurde die Hilfe angefordert?
    Wer nahm den ersten Notruf entgegen?
    Die ersten drei Fragen schienen bereits geklärt! Hat die Presse das nicht korrekt nachrecherchiert, oder wurde Sie bewusst (das geht nur koordiniert!) in die Irre geführt?
    WER NAHM DEN ERSTEN NOTRUF ENTGEGEN?

    • Unbeantwortet ist auch, wie lange der Brite sich ALLEINE am Tatort aufgehalten hat, bevor er sich dafür entschied umzukehren, und unklar ist auch, „wieviele Meter“ vom Tatort entfernt sich Spaziergänger und Biker begegneten.

    • MARSCHZEIT der drei Spaziergänger.
    Wie lange benötigten die Spaziergänger für Ihren Weg (ca 3 km)?
    Bei einer vermuteten Marschgeschwindigkeit von 6 km/h maximal eine halbe Stunde!
    Hätte der RAF-Radler die Spaziergänger nicht überholen müssen, als er den Berg hinauffuhr?
    Nein, die Spaziergänger könnten tatsächlich hinter ihm her spaziert sein und ihm erst nach vielleicht 12 Minuten (abzüglich der kalkulierten „Durchschnittswegezeit“, die sie noch v. Tatort trennten) auf seinem Rückweg begegnet sein.

    Hat der Brite sich ca. 10-12 Minuten an diesem Ort des Schreckens aufhalten können?
    Bei versuchter Hilfeleistung erscheint mir dies vorstellbar! Sein „traumatisierter Schockzustand“ bei der Begegnung mit den drei Franzosen ist allemal verständlich! Wer hätte da ruhig bleiben können?

    4. DAS VERSCHWUNDENE ALLRADFAHRZEUG…
    .
    Die Aussage des Briten steht im Widerspruch zu der Aussage des Franzosen. Es MUSS eine Abzweigung (Nebenweg, hohle Gasse) von der Sackgasse geben, zwischen dem Tatort und Chevalin!
    Und das MUSS vordringlich geklärt werden!

    Kleines Problem: Ich kann den Tatort nicht exakt lokalisieren, auch nicht per google maps! Die 3km, mit denen stets hantiert wird, sind wohl nur grob geschätzt! Tatsächlich sind doch mehrere Einbuchtungen zu erkennen.

    Falls es dieses Allradfahrzeug und das beobachtete Moped gegeben hat, dann sind Sie nicht in Richtung Chevalin (kein Sichtkontakt mit den drei Franzosen) und nicht in Richtung Jarsy geflüchtet. In Richtung Jarsy wären Sie nicht am Briten vorbei gekommen, oder Sie hätten umdrehen müssen und noch einmal am Tatort und am Briten vorbei kommen müssen.
    Am naheliegendsten erscheint mir eine Flucht über Nebenwege auf Giers!
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    HESSE
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    • almabu sagt:

      Eine recht detailierte Beschreibung der Finde-Situation steht in diesem GUARDIAN-Artikel:
      http://www.guardian.co.uk/world/2012/sep/11/french-alps-shooting-cyclist-girl?INTCMP=SRCH

      Es gibt übrigens (mindestens!) fünf Augenzeugen, von denen vier übereinstimmen und die des britischen Erstentdeckers abweicht.

      Die drei französischen Wanderer.
      Ein französischer Handwerker, der an der Straße am Beginn der Sackgasse am Ferienhaus eines Briten arbeitete.

      Die haben alle keine Autos und/oder Motorräder vom Bergparkplatz herunterkommen sehen und keine Schüsse gehört.

      Oben auf dem Parkplatz soll es keinen Handy-Empfang geben, weshalb zur Alarmierung der Rettungskräfte zuerst wieder ein Stück abgestiegen werden musste.

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      • Peter sagt:

        1. Eine kleine Korrektur sei mir gestattet: Der RAF-Mann hat behauptet, er habe den grünen Allradwagen und das Motorrad *in Richtung Tatort* fahren sehen, nicht vom Tatort kommend. Ein Link dazu:
        http://www.telegraph.co.uk/news/9529413/France-shooting-Police-hunt-4×4-driver.html#
        Falls diese Fahrzeuge zuvor stationär waren oder aus einem Feldweg nahe des Tatorts kamen, könnte das den Widerspruch zwischen der Aussage des RAF-Mannes und denen der anderen Zeugen erklären.

        2. Die erfolgreiche Flucht des/der Täter weist auf profunde Ortskenntnisse hin. Ich würde darum eher an einen ortsansässigen Psychopathen (womöglich einen Wilderer – es befinden sich sicherlich mehr schallgedämpfte Waffen in den Händen von Wilderern als in denen von Profikillern) denken als an einen von auswärts angereisten Profi.

        3. Was man von der Schießkunst des Täters erkennen kann, ist gut, aber so gut nun auch wieder nicht. An dem zerschossenen BMW sieht man z. B. die Spuren eines Hochschusses, der an der Oberkante der Windschutzscheibe nahe der Mitte eingetreten und am Dachhimmel rechts oben wieder ausgetreten ist.

        Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, das war der erste Schuß überhaupt, abgegeben während der Täter von vorne auf den BMW zurannte. Daraufhin hat Herr al-Hilli vermutlich in Panik den Rückwärtsgang eingelegt. Der zweite Einschuß in der Frontscheibe hingegen (links unten, über dem Instrumentenpanel) sieht nach einem Volltreffer aus, dürfte aber aus ganz kurzer Entfernung abgegeben worden sein. Ich habe das mal ausgemessen: Diese Trefferlage und diesen Schußwinkel bekommt man nur hin, wenn man entweder wie ein gut geschulter Combatschütze vor dem Wagen tief in die Hocke geht oder sich wie ein Irrer auf die Motorhaube des Wagens wirft und sich darauf aufstützt. Dieser dunkle Fleck auf der Motorhaube des BMWs sieht mir eher danach aus, als habe sich der Täter dort aufgestützt.

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        • almabu sagt:

          Auch dies sind sehr interessante Details!
          Es stimmt, dass der Brite die Fahrzeuge als aufwärts, zum Tatort hin, fahrend geschildert hat. Die drei Wanderer und der Handwerker hinter ihm, haben aber weder Fahrzeuge aufwärts noch abwärts fahrend geschildert.

          Nach Aussage des Handwerkers, der bei der Auffahrt der al Hillis, diesen auf der engen Straße Platz machen musste, wofür sich Saad al Hilli mit Handzeichen bedankt habe, sagte aus, die al Hillis seien schon etwa eine Stunde vor der vermutlichen Tatzeit da hoch gefahren.

          Andere Fahrzeuge seien in dieser Zeit die „Sackgasse“ nicht rauf- und nicht runtergefahren.Dies deutet also auf Ortskenntnis oder eine sorgfältig geplante Falle hin.

          Das Verhalten des oder der Schützen scheint hingegen rätselhaft. Wildes Herumgeballere und kaltblütige Exekution gleichzeitig. Waren da ungezügelte Emotionen im Spiel? Ein Geheimdienst hätte die al Hillis sicher weniger dramatisch verschwinden lassen können?

          Diese versuchte Auslöschung einer ganzen Familie könnte sowohl aus einem anderen Kulturkreis stammen, oder aber auch zum Beispiel ein „hate crime“ durch rechtsradikale Rassisten sein, ähnlich dem kürzlich verurteilten Norweger, dessen Namen ich mir hier erspare…

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  2. Volksverdummung sagt:

    …FLUCHTROUTEN I.
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    Alternative Fluchtrouten für die Mörder, anstatt über Chevaline, gäbe es auf NEBENWEGEN durch die Berge in Richtung GIERS oder JARSY.
    Giers ist östlich v. Chevaline gelegen, bzw. hinter dem östlichen Bergkamm, der an den Tatort angrenzt, Jarsy befindet sich südsüdwestlich v. Tatort.
    • Man muss kein Alpinist sein, um diese Nebenwege zu nehmen!
    • Bäume und Blattwerk verdecken größtenteils die Sicht nach OBEN (bei Hubschraubereinsatz ohne Wärmebildkameras…)

    Falls das Zusammentreffen des Briten und der 3 hinzukommenden Zeugen „nur ein paar Meter“ vom Tatort entfernt stattgefunden hat (dies sollte die Polizei genau ermitteln können -durch gesonderte Zeugenbefragung und Lokaltermin), dann MUSS davon ausgegangen werden, dass die Flucht der Täter NICHT über Chevaline, sondern über die Berge (zu Fuss?), oder auf Nebenwegen Richtung Giers oder Richtung Jarsy erfolgt ist (mit KFZ, und/oder Motorrad). Vielleicht auch getrennt, auf getrennten Wegen.

    Ich denke, dass diese Nebenwege auch mit Allradfahrzeugen relativ problemlos befahrbar sein müssten! Die Einheimischen müssten das wissen, und auch die Pressemeute hätte das längst austesten können!!!
    Bei GOOGLE EARTH und GOOGLE MAPS sind diese Nebenwege gut erkennbar. Zur Not hätte man sich auch mit einem IPAD (ggf. sogar nur mit Hilfe von offline gespeicherten Karten dieser Bergregion) auf diesen Wegen durch das Gebirge bewegen können, ohne sich zu verirren (mit oder ohne GPS!) !

    …FLUCHTROUTEN II.
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    Chevaline (…place is situated in Annecy, Haute-Savoie, Rhone-Alpes, France, its geographical coordinates are 45° 46′ 0″ North, 6° 13′ 0″ East and its original name (with diacritics) is Chevaline).

    Es gibt fünf FLUGPLÄTZE in der näheren Umgebung von Chevaline. Gemessen vom Stadtzentrum von Chevaline ist der „Albertville Airport“ der nächstgelegene. Nach Entfernungen geordnet:
    „Alberville Airport“: ca. 17 km vom Stadtzentrum v. Chevaline entfernt,
    „Annecy-Meythet Airport“: ca. 20 km entfernt,
    „Chambery/aix Bai Airport“: ca, 30 km entfernt,
    „Megeve Airport“: ca. 34 km entfernt,
    „Sallanches-Mont-Blanc-Airport“: ca. 38 km entfernt.

    Die Flucht durch die Berge hätte -auf einsamen Wegen- also relativ zügig bewerkstelligt werden können! Zur sicheren Entsorgung der Tatwaffen gäbe es zahlreiche Möglichkeiten. Angesichts des unerwarteten Erscheinens des dann erschossenen französischen Radfahrers ist es vorstellbar, dass man sich erst in diesem Moment für eine Fluchtroute über Nebenwege entschieden hat (bei Profis sollte man in Betracht ziehen, dass sie die Möglichkeit von „Störungen“ einkalkulieren).
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    HESSE
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  3. almabu sagt:

    In der Tat überlegenswerte Hinweise! Die Zeugen wurden übrigens am vergangenen Wochenende getrennt nochmals an den Tatort und die zu ihm hinführende Straße verbracht um die Aussagen vor Ort, die Strecken und die Zeiten einzeln zu vergleichen.

    Die zunächst freigegebene Strasse* und der Tatort wurden inzwischen auch für Fussgänger wieder gesperrt, da eine Art von makabrem Sensations- und Blumenniederleg- und meine-tiefe-Trauer-mit Handy-in-soziale-Netzwerke-fotografier-Tourismus entstanden war.
    Damit dürften dann auch die eventuell letzten Spuren vor Ort vernichtet worden sein?

    *(Einheimische sagten, dass diese Straße für Ortskundige keine Sackgasse sei und man durchaus, speziell mit Allrad- oder Zweirad-Fahrzeugen nach oben oder seitlich durchkommen könne.)

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    • Volksverdummung sagt:

      FLUCHTWEGE…

      1. Almabu, Du hast Recht!
      Der Telegraph hat klipp und klar geschrieben, dass das ALLRADFAHRZEUG und das MOPED den Briten bei seiner ersten Annäherung an den Tatort -„speeding towards“- in Richtung des Tatortes überholt haben!

      Die Aussagen des 41 jährigen Franzosen und des Briten sind in diesem Punkt widerspruchsfrei.

      2. SPERRUNG DER WEGE…
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      Die Sperrung von Straße und Tatort dürfte Nachforschungen der Presse (Erkundung der Nebenwege) nachhaltig erschweren!

      3. ERMITTLUNGSANSÄTZE…
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      • Ich gehe davon aus, dass die Personen im Allradfahrzeug und die auf dem Moped zu spät kamen, um den Mord an dem Franzosen noch abzuwenden. Er „musste“ sterben, weil er bereits den Tatort erreicht hatte!
      Die Flucht der Täter muss unmittelbar darauf erfolgt sein; es müssen mehrere Personen gewesen sein, und es müssen mindestens zwei Fahrzeuge, neben dem Moped im Einsatz gewesen sein!

      Umso wichtiger wäre es jetzt, die NEBENWEGE in Richtung Giers und in Richtung Jarsy abzusuchen, am besten durch erfahrene Spezialisten.

      Auch müssten die Anlieger an den ENDPUNKTEN dieser Nebenwege gezielt befragt werden!
      Die Flugplätze und Tankstellen in der Umgebung müssten gecheckt werden, Überwachungskameras in dieser Gegend in die Auswertung mit einbezogen werden.

      Die Mobilfunkprovider müssten zur Herausgabe ALLER Handyprotokolle verpflichtet werden, um ungewöhnliche Bewegungsprofile um den Tatort herum heraus zu filtern!
      Sollte technisch, moralisch und datenschutzrechtlich in diesem Fall kein Problem darstellen!
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      HESSE
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      • Peter sagt:

        @ Volksverdummung

        Deine Hypothese, dass der Geländewagen und das Motorrad etwas mit der Tat oder dem Täter zu tun hatten, ist eine gute Hypothese, aber dennoch nur eine Hypothese. Falls die Leute in diesen Fahrzeugen „Abdecker“ waren, wäre es ihre Aufgabe gewesen, den französischen Radler davon abzuhalten, zur fraglichen Zeit zum Tatort zu gelangen. In dem Fall hätten sie versagt, hätten ebenso gestümpert wie der eigentliche Schütze.

        Zum Stichwort „Moped“: Der RAF-Mann hat im O-Ton von einem „small motorcycle“ gesprochen, obwohl es das Wort „moped“ auch im Englischen gibt. Um deine Hypothese etwas zu stützen – ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass geheimdienstliche oder sonstige Profikiller bei der Arbeit in bergigem Gelände mit einem schwachbrüstigen Moped unterwegs sind – würde ich einfach mal davon ausgehen, dass der RAF-Mann genau das meinte, was er gesagt hat: ein *kleines Motorrad* wie z. B. eine Honda Monkey, die man notfalls im Kofferraum eines Geländewagens verstauen kann und die ja auch in Camper-Kreisen als „Beiboot“ sehr beliebt ist. Für ein Team von Aufklärern / Abdeckern, welche eine Zielperson beschatten, die mit ihrer Familie einen Campingurlaub macht, wäre so ein Kleinmotorrad jedenfalls wesentlich sinnvoller und würde besser ins Bild passen als ein Moped.

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        • almabu sagt:

          „…Zum Stichwort “Moped”:“ Es gibt Kleinkrafträder ab 50ccm die als Trial-, als Geländemaschinen ausgelegt sind und ganz hervorragend für diese Landschaftsgegebenheiten geeignet sind, besser sogar als schwere Maschinen. Selbst die Profis der Bundeswehr haben früher leichte 125ccm Hercules-Kleinkrafträder für Melder eingesetzt, wenn ich mich da richtig erinnere…

          Ob die Phantomfahrzeuge etwas mit der Tat zu tun hatten, ist zwar naheliegend, aber sekundär. Zunächst interessiert die Frage, ob es sie gab und wo sie geblieben sind und warum von fünf Zeugen nur einer diese gesehen haben will. Tauchen sie nicht auf, würde die Aussage des Ex-RAF-Radlers sicher nicht glaubwürdiger, oder?

          Wir spekulieren ja alle munter herum und dabei muss daran erinnert werden, dass die Geheimdienst-Variante nur eine unter vielen möglichen Tatmotiven darstellt.
          Dagegen spräche eigentlich die extrem grausame, brutale Tatausführung. Da stecken – warum auch immer – irrationale Emotionen mit drin und kalte Berechnung wegen der Exekutionen. Das spräche eigentlich für mehr als einen Täter.

          Was machten die al Hillis eine Stunde da oben? Warum sahen weder der Handwerker unten, noch die drei Wanderer auf der Strecke diese Fahrzeuge die den Ex-RAF-Radler von unten nach oben fahrend überholten? Woher kamen sie, wohin verschwanden sie?

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  4. almabu sagt:

    http://www.leparisien.fr/faits-divers/tuerie-de-chevaline-les-enqueteurs-explorent-trois-pistes-12-09-2012-2161630.php

    Eine Woche nach dem Lac d’Annecy-Massaker hat der ermittelnde Staatsanwalt Eric Maillaud heute Nachmittag in Annecy eine Pressekonferenz abgehalten.

    Es würden drei wichtige Spuren verfolgt:

    1.) Ein Verbrechen, das mit den beruflichen Aktivitäten Saad al Hillis verknüpft sei.

    2.) Die Verbindungen in den Irak.

    3.) Die familiären Konflikte der al Hilli-Familie.

    (Sorry, aber das klingt ein bisschen zu sehr wie „selber schuld!“)

    Die sterblichen Überreste der Ermordeten wurden an ihre Familien übergeben.

    Der ermittelnde Staatsanwalt Eric Maillaud wird Morgen nach England reisen um sich vor Ort in Claygate bei den französischen und englischen Polizisten zu informieren.

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    • Volksverdummung sagt:

      PRESSEKONFERENZ des Staatsanwalts v. 12.09.2012…

      1. Gab es nur ein Statement des Staatsanwalts, oder hatte die Presse die Chance Fragen zu stellen?
      Wenn, dann…

      A. Hat die anwesende Presse den Staatsanwalt nicht nach dem Stand der AUSWERTUNG bestimmter Ermittlungsspuren, z.B. der beiden Mobiltelefone und des Laptops, befragt???

      B. Liegen der Staatsanwaltschaft (nach einer Woche!) jetzt brauchbare und komplette Auswertungen der Kommunikationsprotokolle der „Kommunikationsprovider“ vor?
      Standen diesem Ermittlungsansatz „technische Störungen“ oder andere Schwierigkeiten im Wege?

      C. Konnten die aufgefundenen Geschosshülsen ZWEIFELSFREI einer bestimmten Waffe oder einem bestimmten Waffentyp zugeordnet werden? Was hat die ballistische Untersuchung der Patronen ergeben, die längst abgeschlossen sein müsste?
      Welche Waffentypen kommen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft theoretisch in Betracht?

      D. Hat die Staatsanwaltschaft definitiv harte Indizien dafür, dass mehrere Personen beteiligt gewesen sein MÜSSEN, oder kommt -für sie- auch ein Einzeltäter in Betracht?

      E. Gelten der, oder die Insassen des ALLRADFAHRZEUGS, sowie der Fahrer des begleitenden „motorisierten Zweirads“, die der Brite (Ex-RAF) angegeben hat, als tatverdächtig, oder tatbeteiligt?
      (nach dem Lokaltermin der Polizei mit den Zeugen müsste geklärt sein, wo genau der Brite die Fahrzeuge gesehen hat und ob diese noch VOR dem Tatort hätten abbiegen können oder nicht!)

      Hat der Staatsanwalt eine chronologische REKONSTRUKTION des Tatverlaufs und geben können, die ALLE Zeugenaussagen widerspruchsfrei integriert?

      2. ZWEIFEL…
      .
      Der Staatsanwalt ist entweder der „Held“, oder der „Sündenbock“, wenn es keine konkret Tatverdächtigen gibt.

      Der Bruder des ermordeten Saad Al-Hilli wird uns deshalb noch eine Weile als „Tatverdächtiger“ erhalten bleiben.
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      Falls die Untat jedoch tatsächlich „mit den beruflichen Aktivitäten Saad al Hillis verknüpft“ sein sollte, dann erscheint eine EINZEL- oder ZUFALLSTAT unwahrscheinlich!

      Verschliesst sich die Staatsanwaltschaft -noch- Erkenntnissen, dass eine „ORGANISATION“ tatbeteiligt gewesen sein könnte (Industriespionage im Bereich der Satelliten- u. Drohnentechnologie)?
      Müssten in diesem Fall nicht ANDERE Stellen federführend ermitteln?
      Hat die Staatsanwaltschaft entgegen ihrer „Darstellung“ NICHT in alle Richtungen ermittelt? Oder hat sie unzureichend ermittelt?

      • Hat die ermittelnde Staatsanwaltschaft eine Flucht der Täter „durch die Berge“ als Arbeitshypothese zu früh und voreilig ausgeschlossen? Wie lange hat es gedauert bis der HELIKOPTER mit seiner WÄRMEBILDKAMERA am Tatort war? Eine Stunde, zwei Stunden? Welche Gebiete wurden überflogen?

      • Und noch eine ketzerische Frage! FUNKTIONIERTE die Wärmebildkamera?
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      HESSE
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  5. almabu sagt:

    Auszuscheiden scheinen im Moment die Versionen „Gescheiterter Raubüberfall“ und ein fremdenfeindliches Motiv?

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  6. Peter sagt:

    Ja, diese Pressekonferenz habe ich live verfolgt. Ich habe keine Insider-Informationen darüber, was dort wirklich vorgefallen ist – dennoch war ich angesichts dieser Pressekonferenz des Ermittlers regelrecht bestürzt.

    Sämtliche genannten Ermittlungslinien scheinen auf die professionelle Hinrichtung einer ganzen Familie hinauszulaufen, die nur die beiden Töchter mit viel Glück überlebt haben. Aus meiner Sicht macht das einfach keinen Sinn: Welcher Geheimdienst, selbst wenn die Auftraggeber wirklich ernsthaft verärgert wären und öffentlichkeitswirksam eine „Botschaft“ übermitteln wollten, würde schon eine ganze Familie auszulöschen versuchen? Und selbst wenn, wer würde dafür einen einzelnen, wenig talentierten Schützen ins Feld schicken, in einer absolut unkontrollierten Situation, in der irgendwann ein Radfahrer auf den Plan tritt und auch noch hingemetzelt werden muss?

    Wenn es bei dem Mehrfachmord wirklich um Herrn al-Hilli (und dessen berufliche Aktivitäten, dessen Verbindungen in den Irak oder dessen familiären Konflikte) gegangen wäre, hätte man ihn entweder allein erwischen oder straf- und problemlos vor den Augen seiner Familie töten können. Letzteres wäre so einfach gewesen: Ein nettes junges Pärchen kommt angeradelt oder hält mit dem Wagen neben dem geparkten Wagen der al-Hillis, ein junger Mann mit einer Landkarte in den Händen und einem fragenden Gesichtsausdruck geht zu deren Wagen – „S’cuse me, mate, can you tell me where …“ –, wartet, bis al-Hilli die Seitenscheibe herunterfährt, zieht die Pistole unter der Karte hervor, schießt Herrn al-Hilli zweimal in den Kopf und fährt wieder ab. Das war es, erledigt. In einem anderen Szenario, sozusagen der billigeren „Mykonos“-Version des Obigen, hätten ein halbes Dutzend unrasierter Typen die Magazine ihrer Maschinenpistolen in den Wagen der Opfer entleert.

    So aber ist es nicht abgelaufen. Stattdessen war hier ein einzelner Täter am Werk, der blindwütig um sich geschossen hat, aus nächster Nähe, sich dabei höchstwahrscheinlich selbst verletzt bzw. übel geschnitten hat, einem kleinen Mädchen den Schädel eingeschlagen hat und dann blutend oder zumindest blutüberstömt über vertraute Bergpfade abgehauen ist. Professionell geht anders.

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    • Volksverdummung sagt:

      PRESSEKONFERENZ des Staatsanwalts…

      Gab es tatsächlich eine UNGEKÜRZTE LIVE-Übertragung?
      Eine Pressekonferenz des Staatsanwalts sollte dazu dienen, die Öffentlichkeit zu informieren, ohne die Fahndung zu konterkarieren.

      Hat die PRESSE nicht detailliert nachgefragt?

      2. EINZELTÄTERTHEORIE…
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      …die Aussagen des Briten, der ZWEI FAHRZEUGE in Richtung Tatort bezeugt hat (KFZ u. „motorisiertes Zweirad“) sind nicht geeignet, die Einzeltätertheorie zu erhärten, um es vorsichtig auszudrücken.
      WIEVIEL ZEIT HÄTTE „EIN FAHRZEUG“ GEHABT über Nebenwege zu „verschwinden“, bevor die systematische Suche begonnen hat und der HELIKOPTER ggf. im Einsatz war? Ich vermute: Ausreichend Zeit.

      Wenn sich in dieser Bergregion verrückte, oder rassistische „Waldschrate“ mit automatischen Waffen herumtreiben, dann wäre leider zu erwarten, dass es weitere Untaten geben wird.
      Die Berglandschaft ist keineswegs menschenleer, sondern bei Bikern und Trekking-Touristen sehr beliebt.

      3. TATAUSFÜHRUNG…
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      Falls es eine Falle war: Es kann durchaus möglich sein, dass die Täter NICHT damit rechneten, dass Al-Hilli MIT SEINER KOMPLETTEN Familie erscheinen würde.
      Die Presse berichtete nicht, dass die Familie öfter gemeinsame Ausflüge unternommen hätte. Hingegen wurde kolportiert, dass Al-Hilli öfter ALLEINE unterwegs war…
      Die Familienmitglieder, die ihn begleiteten, wären demnach nur „zur falschen Zeit, am falschen Ort“ gewesen, ebenso wie der französische Radfahrer, der offensichtlich „zur falschen Zeit, am falschen Ort“ war.

      Eine „blindwütige“ Untat?
      Das Gegenteil erscheint mir näher liegender. Vielleicht gab es sogar noch eine VERZÖGERUNG, bevor Al-Hilli MIT SEINER FAMILIE ermordet wurde, weil die Täter nicht eingeplant hatten, dass er MIT seiner Familie erschienen war.

      4. EINE STUNDE auf die Mörder gewartet?…
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      ALMABU hat geschrieben::
      „Nach Aussage des Handwerkers, der bei der Auffahrt der al Hillis, diesen auf der engen Straße Platz machen musste, wofür sich Saad al Hilli mit Handzeichen bedankt habe, sagte aus, die al Hillis seien schon etwa eine Stunde vor der vermutlichen Tatzeit da hoch gefahren.“

      (12. September 2012 um 11:10, im 2. Absatz)
      https://almabu.wordpress.com/2012/09/11/neues-vom-lac-dannecy-massaker-unsere-tagliche-wendung-gib-uns-heute/#comment-5288

      sowie hier:

      „Was machten die al Hillis eine Stunde da oben? Warum sahen weder der Handwerker unten, noch die drei Wanderer auf der Strecke diese Fahrzeuge die den Ex-RAF-Radler von unten nach oben fahrend überholten? Woher kamen sie, wohin verschwanden sie?“

      (12. September 2012 um 21:08, im 5. Absatz):
      https://almabu.wordpress.com/2012/09/11/neues-vom-lac-dannecy-massaker-unsere-tagliche-wendung-gib-uns-heute/#comment-5291

      FRAGE: Wenn die Hinweise der Zeugen stimmen: was machte Al-Hilli dann ca. 1 Stunde lang auf dem Parkplatz, bevor es zum Mord kam? Gab es noch ein Picknick? Oder gab es noch eine „Unterhaltung“ mit den Mördern?
      Erwartete Al-Hilli seine Mörder?
      Was ergab die AUSWERTUNG der Mobiltelefone?
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      HESSE
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      • Peter sagt:

        Was mir nicht einleuchtet ist, warum ein rational handelnder Täter die gesamte Familie hätte auslöschen *müssen*, wenn er es nur auf Herrn al-Hilli abgesehen hatte. Das wäre nur dann sinnvoll gewesen, wenn der Täter den Opfern persönlich bekannt gewesen wäre und befürchten musste, von den überlebenden Familienangehörigen identifiziert zu werden – allerdings hätte dieser hypothetische „Cousin X aus Bagdad“ dann wohl auch wissen müssen, dass es da auch noch eine kleine Tochter gab. Ferner hätten es die überlebenden Töchter wohl mittlerweile erwähnt, falls der Täter ein Bekannter / Verwandter gewesen wäre.

        Ein rational handelnder Fremder hingegen hätte sich doch nur ein bisschen maskieren müssen, um Herrn al-Hilli problemlos vor den Augen seiner Familie ermorden zu können.

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