Lac d’Annecy-Massaker: Bombe? Umgebung des Hauses der al Hilli-Familie evakuiert.

NEUES zum Lac d’Annecy-Massaker:
Haus der al Hillis in Claygate, Surrey und die Zufahrt teilweise geräumt. Unmittelbare Nachbarn (der Telegraph spricht von zwei Strassen!) wurden vorübergehend evakuiert. Auch die Presseleute wurden um ca. 200m zurückverlegt. Bombenentschärfer bzw. Sprengstoffspezialisten des Royal Logistic Corps vor Ort. Sichtblenden wurden errichtet. Es seien potentiell explosive Substanzen gefunden worden. Offiziere erhielten ein erstes Briefing in einem Nachbarhaus. Das Interesse konzentriere sich auf einen Schuppen oder eine Werkstatt am hinteren Ende des langezogenen Grundstückes.

Die getötete ältere Schwedin als Großmutter der Kinder mütterlicherseits identifiziert.

Ein Handwerker in Chevaline, Haute Savoie, Frankreich, möglicherweise der letzte Zeuge der die al Hilli-Familie lebend gesehen hat, sagte aus, dass der rote BMW der Familie mindestens eine Stunde vor der Tat den einsamen Waldparkplatz erreicht habe und es kein Anzeichen dafür gegeben habe, dass ein anderes Fahrzeug der Familie gefolgt sei. Er habe keine Schüsse gehört, obwohl man die Schüsse von Jägern in der Gegend sonst hören würde, was auf einen möglichen Schalldämpfereinsatz hinweisen könnte. Er meinte, dieser Parkplatz sein kein Ort, wohin Familien mit kleinen Kindern normalerweise gehen würden (was immer er damit auch sagen wollte?).

Alle 25 gefundenen Geschosshülsen sind vom Kaliber 7,65mm. Die Rekonstruktion der Tat lässt auf mehr als einen Schützen schließen.

http://www.leparisien.fr/faits-divers/chevaline-la-femme-agee-tuee-est-la-grand-mere-maternelle-10-09-2012-2158266.php

http://www.guardian.co.uk/world/2012/sep/10/french-alps-shootings-evacuate-neighbours

http://www.independent.co.uk/news/uk/crime/alps-shooting-police-evacuate-homes-as-bomb-squad-arrives-8121433.html

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/france/9532922/France-shooting-al-Hilli-family-neighbours-evacuated-amid-bomb-fears.html

3 Responses to Lac d’Annecy-Massaker: Bombe? Umgebung des Hauses der al Hilli-Familie evakuiert.

  1. almabu sagt:

    Ich versuche verschieden Aussagen in Übereinstimmung zu bringen, was mir nicht gelingen will:

    Der Brite, Royal-Airforce-Rentner und in der Gegend wohnend, muss anonym bleiben, da er als vorläufig wichtigster Zeuge in Lebensgefahr sein könnte. Er sagte, er habe zuerst den toten Radfahrer gefunden, sich dann um das verletzte Mädchen gekümmert und sich schließlich dem BMW zugewandt, der mit verschlossenen Türen und laufendem Motor auf dem Parkplatz stand. Er habe das Seitenfenster der Fahrertür eingedrückt, eingeschlagen und dann den Motor abgestellt.

    Bei der Obduktion wurde bekannt, dass alle Opfer im Wagen je zwei Kopfschüsse und teils weitere Schusswunden am Körper aufwiesen. Die Kopfschüsse deuten auf eine militärische, eine Kommando- oder geheimdienstliche Ausbildung des/der Schützen hin.

    Das verwendete Kaliber von 7,65mm gilt wegen seiner geringen Durchschlagskraft und Stärke aber genau in diesen Kreisen seit rund achtzig Jahren als überholt. Die entsprechenden Pistolen waren als Konstruktionen mit starrem Lauf am Ende ihrer Entwicklung angelangt. Berühmheit erzielte die damals schon technisch überholte Walther PPK als James-Bond-Pistole. Ein Grenzfall ist die russische Makarov PM, die mit ihrem 9mm-kurz-Kaliber diese Konstruktion maximal ausreizt und fordert.
    Historisch ältere Maschinenpistolentypen setzten zunächst ebenfalls das Kaliber 7,65mm ein. Das letzte mir bekannte Modell dürfte die tschechische Skorpion VZ61 gewesen sein, die in den 70er als Ballerwaffe der Bösen in Hollywood-Filmen auftrat. Doch hatte die Skorpion ein Magazin mit einer Kapazität von 20 Schuss. Man hätte in jedem Fall nachladen müssen. Wer läuft mit einer MP mit Ersatzmagazin im Wald herum, oder mit einer Pistole und drei (3!) Ersatzmagazinen?

    Präzise Nahschüsse zum Kopf sind wohl kaum durch die Fensterscheiben des Wagens abgegeben worden, die zum Teil durch Einschüsse „erblindet“ sein durften? Zudem wurde die Diskrepanz zwischen den zuerst gemeldeten 15 Hülsen und den später gemeldeten 25 Hülsen damit erklärt, dass sich zehn Hülsen im Fahrzeug befunden hätten.

    Wenn das Fahrzeug also verschlossen und mit geschlossenen Scheiben da stand wie der Zeuge beschrieb, wie konnten dann zehn Schüsse innerhalb des Fahrzeugs abgegeben worden sein?

    Wie erklären sich die enthemmte Ballerei (17 Schüsse gegen das Fahrzeug und in die Körper) und die kalte Exekution (4×2 = 8 Schüsse) durch Nahdistanzkopfschüsse, anders als durch (mindestens) zwei Täter?

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  2. almabu sagt:

    Die tschechische CZ-83 dürfte derzeit die modernste Waffe im 7,65mm Kaliber sein. Sie hat ein doppelreihiges Magazin mit 15 Schuss.

    Type: Double Action 
    Caliber 7.65×17 mm (.32ACP)
    Overall length 172 mm
    Weight 920 g loaded
    Barrel length 96 mm 
    Magazine capacity 15 rounds (7.65mm)

    Ist das eigentlich nicht auch der Waffentyp, die „unsere unsäglichen NSU-Nazis“ bei ihrer Mordserie in Deutschland einsetzten?

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