Lac d’Annecy-Massaker: Überfall, Familiendrama oder Hinrichtung mit politischem Hintergrund?

Die Identität des Besitzers des BMWs ist geklärt. Es soll sich um einen etwa 50-jährigen in Bagdad gebürtigen Iraker mit Namen Saad al Hilli handeln, der in Claygate, Surrey, dem südlichen Umfeld von London lebte. Nicht sicher ist im Moment, dass es sich bei den Ermordeten um diesen Mann und seine Familie handelt. Sie müssen noch identifiziert werden.

Vermutlich handelt es sich bei den Mordopfern im Auto um ein Ehepaar und eine ältere Tante oder die Großmutter der überlebenden Kinder? Bei der älteren Frau seien schwedische und irakische Pässe gefunden worden. Schweden hat inzwischen die Staatsangehörigkeit der Frau bestätigt.

Drei der Toten seien mit jeweils einem Kopfschuss hingerichtet worden, darunter der Fahrer, eine der Frauen auf der Rückbank, sowie der Radfahrer, Sylvain Mollier, der vermutlich zufällig zum Tatzeugen wurde und deshalb sterben musste.

Die Todesursache der anderen Frau muss morgen in Grenoble durch eine Autopsie geklärt werden. Auch fehlt zur Zeit eine Erklärung dafür, warum am Tatort fünfzehn Geschosshülsen einer Automatik-Pistole gefunden worden sind, was etwa einem vollen Magazin entspricht, wenn drei der Ermordeten mit drei Kopfschüssen getötet worden sind. Wozu, warum und auf wen sind die anderen zwölf Schüsse abgegeben worden?

Gefunden worden sind die Opfer von einem Radfahrer, einem ehemaligen Mitglieder der Royal Airforce. Als er den Tatort erreichte, sah er zunächst den ganz offensichtlich toten Radfahrer um den er sich nicht weiter kümmerte. Dann fand er die noch atmende Achtjährige in einer Blutlache liegen. Sie war durch einen Schuss in die Schulter und durch heftige Schläge gegen den Kopf, die zu Schädelbrüchen geführt hatten, kritisch verletzt. Er brachte sie in stabile Seitenlage und näherte sich dann dem BMW-Geländewagen dessen Motor lief. Weil die Türen verriegelt waren, schlug er auf der rechten Fahrerseite die Scheibe ein und stellte den Motor ab. Dann alarmierte er die Polizei. Zwar stand er unter Schock, konnte jedoch der Polizei Fragen beantworten. Das verletzte Mädchen, dessen Tod zwischenzeitlich offiziell gemeldet worden war, befindet sich in einem künstlichen Koma. Sie ist ausser Lebensgefahr muss aber nochmals operiert werden.

Die Polizei ermittelt zwar in alle Richtungen, betont aber dass der Täter töten wollte und die Tat mit äusserster Brutalität ausgeführt worden sei. Ein einfacher Raubüberfall scheint also eher unwahrscheinlich.

http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2012/09/05/01016-20120905ARTFIG00589-haute-savoie-quatre-personnes-tuees-par-balles.php

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