Deutschlands beliebteste Politikerin: Ende der Narrenfreiheit für Merkel in Sicht?

Draghis neuester Wurf eines Schulden-perpeto-mobile in der EU, das permanenten und grenzenlosen Geldfluss in die klamme Euro-Südschiene verspricht, müsste eigentlich wie eine Ohrfeige bei Merkel einschlagen.

Tut er aber nicht! Merkel ist derzeit tiefer abgetaucht als ein deutsches U-Boot mit Davidstern vor der iranischen Küste. Was Draghis EZB beschloss, schrumpfte das Bild von der mächtigsten Frau der Welt schneller auf Normalmaß als die das später wortkarg und nichtssagend vor Kameras korrigieren konnte.

Beschlossen wurde die unbegrenzte künftige Finanzierung der Schulden der Euro-Südschiene mit variablen Begleitkonditionen die viel kreativen Spielraum für Gestaltung lassen. Rajoy bastelt schon an einem sanften Rettungskonzept für sein Spanien. Monti wird seine Italiener auch möglichst sanft behandeln wollen, zumindest falls er wiedergewählt werden möchte!

Uns Deutschen hat Draghi damit Inflation und ein höheres Ausfallrisiko verordnet, denn die EZB, für die der deutsche Steuerzahler geradestehen muss, hat zugunsten privater Investoren, sprich Banken, ihren Status eines bevorzugten Gläubigers aufgegeben. Allein dies wird uns eine Menge Geld kosten…
Diese Politik wird die Geldvermögen der Deutschen, ihre Ersparnisse, wie Eis in der Sonne abschmelzen lassen. Zusammen mit der angekündigten Armutsrente kommen herausfordernde Zeiten auf uns Deutsche zu.

Wo sind die „Mundheroen“ Merkel und Schäuble und Kauder denn jetzt?

Schäuble kommt als Zwetschgehex’ ins Fasnachtsmuseum und Merkel kriegt ein fürstliches Gnadenbrot auf europäischer Ebene und Kauder darf sich den Schweizer Fluglärm über Süddeutschland für den Rest seines Lebens anhören.
Er hat ihn sich schließlich selber eingebrockt…

6 Responses to Deutschlands beliebteste Politikerin: Ende der Narrenfreiheit für Merkel in Sicht?

  1. Mephistopheles sagt:

    Wohl wahr! Liest man diesen Kommentar zusammen mit dem ebenfalls hier veröffentlichten, treffenden Artikel „Demokratie tschüss! Draghi entmündigt die Länder zu Gunsten der Banker.“, so ist das Bild komplett.

    Ich bin zwar noch nie ein Freund radikaler Maßnahmen gewesen, aber selbst ich beginne mehr und mehr, mit Madame Guillotine zu liebäugeln. Alternativ dazu fällt mir der Dankesorden des Deutschen Volkes ein: der Laternenpfahl am Abschleppseil – um den Hals zu tragen….

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  2. uhupardo sagt:

    „Wo sind die „Mundheroen“ Merkel und Schäuble und Kauder denn jetzt?“

    Nicht verstanden oder? ;-) Merkel nörgelt ganz leise und unter dem Tisch, weil sie Draghi unendlich dankbar ist, das aber nicht sagen kann. Nun muss sie keine weiteren Rettungspakete durch den Bundestag peitschen, riskiert keine Wahlstimmen und lässt die EZB die Drecksarbeit erledigen. Warum sollte sie denn protestieren?

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    • almabu sagt:

      Weiss ich doch! Höre ich aber trotzdem gerne von Dir! Das Dilemma unserer politischen Dummschwätzer koste ich weidlich aus, obwohl ich das Ergebnis der „Draghödie“ für einen fatalen Fehler halte!

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      • uhupardo sagt:

        Den „fatalen Fehler“ sehe und empfinde ich vor allem gar nicht. Das wäre nur so, wenn ich der Ansicht wäre, dass die Draghi-Entscheidung irgendwelche schlimmen Konsequenzen hätte, die ohne diese Entscheidung nicht entstanden wären.

        Das ist jedoch nicht der Fall. Ohne Anleihenkäufe wäre der Euro zweifelsohne weit vor Weihnachten erledigt gewesen. Jetzt werden also Anleihen gekauft … oder nicht mal das, denn die Riskikoprämie Spaniens ist nach der Ankündigung gestern wei ein Stein gefallen und heute schon wieder.

        Aber selbst wenn es zu Anleihenkäufen kommt, was ist denn passiert? Das System wird statt jetzt sofort dann eben in einem Jahr vor die Wand fahren. Wirklich Schlimmes ist gestern also nicht passiert

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        • almabu sagt:

          „…Wirklich Schlimmes ist gestern also nicht passiert“

          Wenn man ohne den geringsten Aufschrei der Öffentlichkeit die offenkundige Entmündigung der demokratisch legitimierten Politik durch eine handvoll Bankster als nichts Schlimmes bezeichnet, dann ist gestern in der Tat nichts Schlimmes passiert! Mir hat’s trotzdem gereicht…

          Das war kein heisser Staatsstreich und kein kalter Putsch, sondern ein simpler Taschenspielertrick:
          Draghi und eine handvoll Bankster beschliessen etwas zu verteilen, was ihnen nicht gehört und damit Konsequenzen auszulösen, die Dritte draghen müssen, welch‘ eine Draghödie, commedia del arte…

          (Komisch, ich habe nur noch Draghi im Kopf?)

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  3. uhupardo sagt:

    Alles richtig, wäre aber nur wirklich ein Desaster, wenn du der Meinung bist, keine solche Entscheidung oder eine andersgelagerte würde das System retten. Davon gehe ich nicht (mehr) aus.

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