CDC-Kongress: Beim Stabwechsel der Pujols orakelt Jordi über schwere Konfrontationen!

http://www.lavanguardia.com/politica/20120324/54275599045/convergencia-busca-sueno.html
Convergència Democràtica de Catalunya (CDC), die stärkste politische Kraft Kataloniens, geführt von dem Ökonomen Artur Mas i Gavarró (Barcelona, 1956), eröffnete gestern in Reus (Baix Camp) ihren 16. National-Kongress mit zwiespältigem Bewusstsein:

Die Zwänge des Regierens, im schwierigsten Moment  den eine katalanische Regierung in den Zeiten der Demokratie je zu bewältigen hatte, stossen nach dem Scheitern des Estatuts mit den Erwartungen und dem Streben nach Unabhängigkeit der militanten Basis zusammen und erfordern einen Kurswechsel, hin zu einem neuen Horizont, der es ihnen zumindest erlaubt zu träumen, dass ein anderes Katalonien möglich sei…

Möglicherweise deshalb hatte Oriol Pujol, der bei diesem Kongress zum Generalsekretär gewählt wurde, versucht die Stimmung mit Garantien zu heben: „Der nationale Wechsel ist unumkehrbar, er ist nicht taktisch oder kurzfristig, sondern eine feste Verpflichtung von der wir wissen, dass sie schwierig ist, die wir aber mit Entschlossenheit angehen werden“.

Oriol Pujo, der Sohn des „ewigen Jordí Pujol“, der Kataloniens Generalitat „ewige 23 Jahre“ geführt hatte, zeichnete die CDC mehr als eine Volksbewegung, die die klassischen Parteischemen zwischen Linken und Rechten, Anhängern der Unabhängigkeit oder deren Gegnern, vermieden hätte. Diese Pluralität impliziere auch eine Pluralität der politischen Ziele der Bewegung.

Die Führung der CDC versuchte mit allen Kräften bindende Beschlüsse zu vermeiden. So führte sie den Begriff „volle Souveränität“ als Ziel ein um die die hunderte Forderungen nach „Unabhängigkeit“ oder einem „eigenen Staat“ zu unterlaufen, die etwa 11 Prozent der gesamten Anträge ausmachten. Von den rund zweitausend Delegierten befürworten zwar mehr als 90 Prozent die Unabhängigkeit Kataloniens, aber die CDC geht sehr vorsichtig damit um, denn weniger als die Hälfte der Wähler der CiU will die Unabhängigkeit zum jetzigen Zeitpunkt, die „radikalen“ Delegierten reflektieren in diesem Punkt also keineswegs den Wählerwillen!

Nachdenkliche Worte des „ewigen Jordi Pujol“, die gut zu sein politisches Testament werden könnten: „Die Unabhängigkeit ist nicht praktikabel, oder ist nur sehr schwierig machbar, aber das Katalonien, das man uns aufzwingen will, ist auch nicht machbar! Haben wir Vertrauen, es kommen schwierige Zeiten, wir müssen uns alle bewusst sein, dass es vielleicht eine große Konfrontation geben wird. Versuchen wir sie zu vermeiden, aber seien wir darauf vorbereitet, falls sie eintrifft! Fall jemand dazu fähig ist diese Schlacht zu führen, dann sind wir das. Die Sturmtruppe wird die Convèrgencia sein!“

http://www.lavanguardia.com/local/tarragona/20120323/54275552360/jordi-pujol-pide-a-una-ciu-epica-ante-una-eventual-confrontacion-con-espana.html

El expresidente de la Generalitat Jordi Pujol ha erigido a CDC y a la federación como los únicos que pueden plantar cara a una eventual confrontación con España durante los próximos años, un combate que considera que puede tener una fuerte „carga épica“

Ante 2.000 delegados, el cónclave convergente ha dado el pistoletazo de salida la tarde de este viernes con la intervención de Pujol, que este fin de semana será ascendido a presidente fundador –cargo de nueva creación–, y momentos antes ha hablado el secretario general adjunto de CDC, Oriol Pujol, que se convertirá en el nuevo secretario general de la formación.

El que fue presidente de la Generalitat durante 23 años ha alertado de que pueden llegar momentos de gran dificultad esta legislatura y que CiU, como „única tropa de choque“, debe recurrir a la épica para hacerles frente.

http://www.lavanguardia.com/politica/20120323/54276380839/oriol-pujol-defiende-transicion-nacional-soberania.html

Der neue Generalsekretär des CDC, Oriol Pujol, erklärte dazu:
Wir wollen Bedingungen schaffen, wo die Katalanen mehr Fähigkeit und Kraft haben werden über ihre Zukunft selbst zu entscheiden. Deshalb sagen wir klar, dass der nationale Übergang zur Souveränität führt. Diese Souveränität soll ins Zentrum der Politik in diesem Land gestellt werden  um zum Beispiel darüber zu entscheiden, ob wir einen Finanzpakt (mit der spanischen Zentralregierung in Madrid) wollen oder nicht!“

http://www.lavanguardia.com/politica/20120323/54275549909/pujol-vivimos-estado-constitucion.html

Jordi Pujol hat versichert, dass Katalonien in einem Staat ohne Verfassung lebe.
Der ehemalige Präsident des CDC, der mit dem Führungswechsel auf dem Kongress zum Ehrenpräsidenten wurde, versicherte, dass Katalonien nach dem Urteil des Tribunal Constitucional, des spanischen Verfassungsgerichtes, in sehr schwierigen Momenten lebe und im Moment in Gefahr sei. In jüngste Zeit habe katalonien viele Attacken erlebt. Gegen unsere Autonomie, gegen unsere Entscheidungsfähigkeit, gegen unsere Wirtschaft und bis hin zu unserer Identität! Katalonien lebe in einem Staat ohne Verfassung…

3 Responses to CDC-Kongress: Beim Stabwechsel der Pujols orakelt Jordi über schwere Konfrontationen!

  1. […] CDC-Kongress: Beim Stabwechsel der Pujols orakelt Jordi über schwere Konfrontationen! « almabus bl…. Related Posts (Mar 19, 2012) Finanzpakt: Wende- oder Knackpunkt der Beziehungen zwischen Katalonien und Spanien? « almabus blog […]

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  2. Visca Catalunya...!!!!! sagt:

    Warten wir mal ab….erst wenn Schottland unabhängig wird, wird es sich Katalonien nicht nehmen lassen, das gleiche effektiv und zielgerichtet anzustreben!

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    • almabu sagt:

      Es gab vor vielen Jahren mal eine Kampagne, bei der der „ewige“ Jordi Pujol auch die Finger im Spiel hatte. ich glaube, sie nannte sich „Europa der Regionen“? Die Idee dahinter war, dass sich Industriestarke Regionen Europas vernetzen zu Lasten der Nationalstaaten. Für Pujol schon damals ein Versuch den Spielraum Kataloniens zu erweitern und dazu Verbündete in der EU zu suchen. Wenn ich mich recht erinnere, ging es um Katalonien, die Region Marseille, die Region Mailand und die Region Stuttgart. Alles starke Industriestandorte in ihrem Ländern. Nebenbei war das auch ein offensichtlicher Versuch der Entsolidarisierung von ihren jeweiligen Nationalstaaten!

      Katalonien braucht gar nicht solange zu warten, bis in Schottland eine Entscheidung gefallen ist. Ohne Finanzpakt ist die Autonomie pleite und müsste sich entweder selbst auflösen und sich im spanischen Verband wieder eingliedern, oder halt die Misere nutzen und den Schritt zur Unabhängigkeit wagen. Ob das dann friedlich ablaufen wird, das weiss ich natürlich nicht? Vielleicht finanzieren Katar und Saudi Arabien unter dem Label „Friends of Catalunya“ eine Befreiungsbewegung?

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