Ab 1. Mai: Kein Bier mehr für Ausländer in deutschen Kneipen!

Die Regierung hat verfügt, dass Ausländer ab dem 1. Mai diesen Jahres in Deutschlands Kneipen und Gaststätten kein Bier mehr bekommen. Mehr noch: Sie dürfen nicht einmal mehr hinein, denn Deutschlands Kneipen werden zu privaten Clubs exklusiv nur für Deutsche und legalisierte Ausländer die seit mindestens zwei Jahren im Land leben. Dies gilt auch für temporäre, herbstliche Massenbesäufnisse in Großzelten einer süddeutschen Großstadt.

Überrascht? Erstaunt? Gar entsetzt? Nein? Na klar, sie haben es mir erst gar nicht geglaubt, denn ich hatte einfach zu sehr übertrieben, stimmts?

Ausländerfeindlich, rassistisch, Verstoss gegen den Gleichheitsgrundsatz? Suchen Sie sich eine Begründung aus, mit der man gegen diese Verordnung vor Gericht ziehen würde.

Es mag Sie erstaunen, aber ich habe gar nicht übertrieben! Ich habe nur ein paar Kleinigkeiten geändert: Setzen sie Niederlande für Deutschland ein und Coffee-Shops für Kneipen und Marihuana für Bier, dann stimmt die Meldung nämlich:

Coffee-Shops müssen in private Clubs nur für Niederländer oder legalisierte, mindestens zwei Jahre im Land lebende Ausländer umgewandelt werden. Touristen, Geschäftsleuten aus dem Ausland sind die Kifferkneipen künftig verboten. Nicht, daß ich ein persönliches Interesse daran hätte, mich stört grundsätzlich nur die Ungleichbehandlung von Inländern und Ausländern. Ich darf als Europäer in die Niederlande ziehen, dort eine Arbeit aufnehmen oder einer selbständigen Tätigkeit nachgehen, aber ich darf nicht in den Coffee-Shop und dort zum Feieraben etwas kiffen, was meinen niederländischen Kollegen erlaubt wäre? Ob das rechtlich durchsetzbar ist? Mir jedenfalls erscheint dies wie ein schnellgestrickter Akt der Willkür…

4 Responses to Ab 1. Mai: Kein Bier mehr für Ausländer in deutschen Kneipen!

  1. weisshaupt sagt:

    was ist, wenn ich als Deutscher nach Holland ziehe, um dort einen Coffee-shop zu eröffnen? Muss ich dann vor der Tür desselben mein Gras verkaufen?

    Wieder mal ein Beispiel für halbdurchdachte Regulierungswut vollkorrupter Ignoranten…

    discordianische Grüße,
    weisshaupt

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    • almabu sagt:

      Ich vermute mal stark, dass Du ihn besitzen dürftest, den Coffee-Shop, aber drin qualmen, nee, das geht nicht…
      Aber so „Klopse“ gibt es auch bei uns: Wenn Du Dir einen Gewerbeschein holst und einen Waffenhandel anmeldest, dann kannst Du hundert Waffen im Rahmen Deiner Geschäftstätigkeit, und bitte korrekt und sicher verwahrt, im Haus haben, ohne selbst einen Waffenschein zu haben, korrekt?

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  2. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das mit der Dienstleistungsfreiheit in der EU in Einklang zu bringen sein wird.

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    • almabu sagt:

      Du bist ja Anwalt und wirst das wissen! Mir geht es nur ganz allgemein gegen das Gerechtigkeitsempfinden. Mir wäre jetzt auch kein Fall bekannt, wo eine Gruppe, wie in diesem Falle Ausländer, von etwas ausgeschlossen wird, das für Inländer legal ist.

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