Nur eine Nicht-Kandidatur kann Sarkozy vor Merkel retten!

Der Posten des französischen Präsidenten, einst ‚qua Amt‘ einer der einflussreichsten und stärksten Männer des Westens, ist unter Merkel und Sarkozy zu einer Art Hausmeister, einem Lakaien des geplanten und immer mehr vollzogenen deutschen Wirtschaftsprotektorates über Frankreich verkommen. Im Duo Merkozy stellt Merkel den Kopf, der sagt wo’s lang geht und Sarkozy den herumzappelnden Hintern!

Auf Frankreich, der ‚grande nation‘ ruhte einst die Hoffnung der kleineren europäischen Länder auf ein ausgewogenes Gleichgewicht, eine Balance der Kräfte in Europa.

Sarkozy hat das nun gründlich vermasselt. Würde er mit Merkels Hilfe wiedergewählt, wäre er nur eine weitere Pappnase der Kanzlerin, eine Art gallischer Peter Hinze auf Abruf!

Schwer zu sagen, wie sich diese Aussicht mit dem Selbstbild Sarkozys vereinbaren ließe? Aber es gäbe für ihn noch einen Weg, sich nicht zu Merkels Trottel machen zu lassen:

Nicolas Sarkozy bräuchte nur zu erklären, dass er nicht als Kandidat der UMP für die Wahl zum Präsidenten zur Verfügung stehe, Frau und Kind/er unter den Arm zu klemmen und sich ab in die Wirtschaft zu verziehen, zum ‚richtig Kohle‘ machen!

Auf der Münchener Sicherheitskonferenz legte der Oxford-Historiker Timothy Garton Ash unter der Überschrift „Die Rolle Deutschlands in Europa und der Welt“ seine Sicht der Dinge klar:

  1. Deutschland verfolge kurzsichtige, nationale Interessen anstatt Europäische!
  2. Deutschland wolle ein Europa nach deutschem Vorbild formen!
  3. Deutschland sehe sich fälschlicherweise als Dauerzahler Europas!
  4. Deutschland dürfe Europa nicht teilen, sondern müsse es zusammenführen. Dies, nicht die Eingliederung der DDR, sei seine eigentliche Reifeprüfung!

Nun würde mich in diesem Zusammenhang auch Garton Ashs Ansichten über Großbritanniens und Frankreichs Rollen und Haltungen zu Europa brennend interessieren, aber man kann halt nicht alles haben!

Hier macht ein kluger Mann, deshalb vermutlich nicht zufällig, den Versuch Fragen zu Kosten und Nutzen Europas, die klar Klassenspezifisch zu beantworten sind, national zu beantworten und damit faktisch bewusst Fälschung zu betreiben:

Die Geringverdiener und das Prekariat in Deutschland sind eben nicht Nutzniesser des Euros und Europas! Sie sind nur die nützlichen Idioten, die vom Kapital als Modell für Resteuropas Arbeitnehmer auserkoren worden sind! Was hier geschehen ist und überall geschehen soll, ist die Optimierung der Renditen für das internationale Kapital. Selbst die Politik mit ihren nationalen Spielchen sind letztlich nur Getriebene von Banken, Versicherungen und Hedgefonds…

5 Responses to Nur eine Nicht-Kandidatur kann Sarkozy vor Merkel retten!

  1. Stardust sagt:

    wer mit dem teufel tanzt, muss zwangsläufig auch brandwunden hin nehmen.

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  2. Mecky sagt:

    Unsere peinliche Leberwurst im Hosenanzug (Merkel),schreckt vor nichts zurück.Erst ,die Chinesen um Geld für Ihre Bankenfreunde anbetteln,und nun den Pinoccio aus Frankreich bei den Wahlen helfen wollen.Ich sage Euch ,beides geht in die ohnehin schon vollgeschissene Hose.Merkel wird doch wohl nicht glauben ,durch Ihre Art von Politik,auch nur eine Stimme für den kleinen Gnom gewinnen zu können,im Gegenteil Sie wird sehr viele Wähler abschrecken!

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  3. almabu sagt:

    François Hollande bleibt bei den Umfragen im ersten Wahlgang mit 32% (+3) an der Spitze,dahinter Nicolas Sarkozy 25% (+2), Marine Le Pen verliert 2 Punkte auf 16% und François Bayrou 1,5 Punkte auf 12,5%, nach einer Umfrage durch Ipsos-Logica Business.

    Hollande würde danach im zweiten Wahlgang 59% der Wählerstimmen erhalten, die Werte von Nicolas Sarkozy lägen unverändert bei 41%, nach dieser Umfrage für France Télévisions, Radio France und «le Monde», veröffentlicht diesen Dienstag, den 7. Februar 2012.

    Allerdings setzten diese Ergebnisse die Wahlzulassung der FN und Marine Le Pens voraus! Sollte sie nicht antreten dürfen, würde dies angeblich den amtierenden Präsidenten begünstigen?

    Ich glaube das nicht, denn vermutlich würde die brüskierte FN Mittel und Wege finden, Sarkozy zu schaden?

    Sie würden ihn sicher nicht mit ihren Stimmen zum Präsidenten machen…

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