1982 – 2012: Dreissig Jahre später, Falkland-Krieg Reloaded?

Wie im Kindergarten zieht David Cameron Umdrehung für Umdrehung die Schraube der Provokation an um zu sehen, wie weit er bei der von einer Krebserkrankung genesenden argentinischen Präsidentin Christina Fernández de Kirchner gehen kann.

Cameron käme innenpolitisch ein neuer Krieg, ein ’Guerra de las Malvinas 2.0’ sicher nicht ungelegen, denn selten stand ein britischer Premier vor größeren wirtschaftlichen Problemen.

Jetzt schickt also die Royal Navy den Neuesten der Neuen, den Lenkwaffenzerstörer HMS Dauntless zu den kalten Inseln im Südatlantik um dort auf ein paar Insulaner, ein Haufen Schafe und eine unbekannte Menge vermuteter Rohstoffe, Bodenschätze und fossile Energie aufzupassen.

Alles reiner Zufall? So sagen es zumindest die Briten und schicken gleich noch als Propagandawaffe den leibhaftigen Thronfolger und Heli-Piloten Prince Willy Windsor da runter!

Der erste Falklandkrieg hatte die Briten 255 und die Argentinier 650 Todesopfer gekostet und Maggy Thatchers Popularität in ungeahnte nationalistische Höhen getrieben. Vielleicht ist es das, wovon Cameron träumt, der bisher längst nicht alle seine Landsleute von seiner überlegenen Staatskunst überzeugen konnte?

http://www.lavanguardia.com/internacional/20120131/54247903599/londres-envia-barco-guerra-malvinas-tension-argentina.html

6 Responses to 1982 – 2012: Dreissig Jahre später, Falkland-Krieg Reloaded?

  1. uhupardo sagt:

    Schön, dass es hier Zeilen dazu gibt! Praktisch niemand sonst redet über dieses Thema, dabei sieht es wirklich nach dem nächsten Ablenkungskrieg aus. Der interessiert natürlich nicht, weil rundherum genug Turbulenzen sind, das ist der Unterschied zum vergangenen Mal.

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  2. ToGra sagt:

    Ach ja, die Provokationen kommen von Cameron – wie weltfremd ist das denn!!! Die Argentinier sind selbst die größten Kolonialisten und können nur nicht, wie sie gerne wollten – ganz einfach, weil sie unfähig sind – zu fast allem außer andere beschei..n!
    Die (Mehrheit!) der Argentinier sollte erst mal ihre Hausaufgaben in Geschichtsunterricht machen, bevor sie etwas fordern was sie nie besaßen, denn selbst in den Jahren von 1820-33 waren dort scheinbar nur ein paar US-Amerikaner aber keine Argentinier, zumal Argentinien damals noch kurz hinter „Malos“ Aires aufgehört und der Süden fast ausschließlich den Indigenen gehört hatte.
    Dann müssten die arroganten Gauchos aber zugeben, dass sie weder rechtlich, noch politisch, noch geologisch, noch geographisch und schon gar nicht moralisch Anspruch auf die Falklands haben.
    Würden sie die Ansprüche, die sie immer gerne an andere stellen an sich selbst anlegen, dann müssten sie zudem erst mal ganz Patagonien den Mapuches/Tehuelches zurückgeben und diese könnten evtl. Ansprüche auf die Inseln stellen.
    Aber es geht der argentinischen Linksfeudal-Oligarchie eh nur darum den eigenen (nicht den nationalen!) Geldbeutel mit den mutmaßlichen Rohstoffeinnahmen zu füllen.
    Das Land ist sozial-gesellschaftlich, moralisch und industriell so verrottet und daher sucht die linksfaschistische CFK eben ein willkommenes Ventil und die Falklands bieten sich an, da hier quasi jeder einen irrationalen Nationalismus raushängt, der sich jedoch keineswegs in wahrer Heimatliebe widerspiegelt, denn Gemeinsinn bzw. Einsatz für das Gemeinwohl und Liebe zum Land, ganz speziell im Sinne von Umweltschutz gibt es nur von ganz wenigen – und diese scheren sich nicht um diese Inseln.
    Der argentinische Regisseur Adolfo Aristarain lässt es in seinem Film „Martin (Hache)“ 1997 ganz klar und eindeutig sagen: „Pero Argentina es otra cosa, no es un país, es una trampa que alguien inventó, algo como la zanahoria del burro. […]. La trampa es que te hacen creer que puede cambiar, lo sentís cerca, ves que es posible, que no es una utopía y ya… mañana … y siempre te cagan.”
    Asi es – muy lamentablemente …
    Schöne Grüße aus Sudaca von einem, der sich familiär und geschäftlich von der ach so netten, aber komplett heuchlerischen Fassade der hiesigen Mentalität hat täuschen lassen und es jetzt ausbaden muss.

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    • almabu sagt:

      Zu den britischen Ansprüchen auf die Malvinas würde ich mal mit dem sehr ausführlichen Wikipedia-Eintrag zum Falklandkrieg beginnen. Die Weltkarte verdeutlicht sehr gut wo die Inseln liegen und man möge mir doch bitte erklären, was zum Teufel die Briten dort unten zu suchen haben? Der Kolonialismus ist vorbei. Die UN sieht das genauso und fordert Verhandlungen zwischen beiden Ländern. Selbst die Strassen da unten hat Argentinien gebaut… Was sie persönlich von Argentinien halten mögen gehört nicht hierher. Das Gejammer relativiert eher ihre Argumente. Aber wenn der Seeverkehr unter britischer Flagge in ganz Südamerika beeinträchtigt wird, wird Cameron womöglich seine „Rule-Britannia-Spielchen“ überdenken?

      http://de.wikipedia.org/wiki/Falklandkrieg

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    • almabu sagt:

      @ toGra: Ihre Kommentare von letzter Nacht habe ich gelöscht, da sie in mehrfacher Hinsicht einen inakzeptablen Verstoss gegen mein Blog-Statut darstellen! Wenn Sie sich die Mühe machen wollen, es durchzulesen, dann werden Sie sehr schnell verstehen was ich damit genau meine!

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