Was bitte, meint Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker genau?

In einem NZZ-Artikel kündigte er eventuell eine zwangsweise Gläubigerbeteiligung bei notleidenden Banken an für den Fall, dass die freiwillige Beteiligung nicht ausreichend sei. Ich verstehe das so, dass Banken die staatliche Gelder bekommen den Staat auch als Teilhaber bekommen, solange bis das Darlehen zurückgezahlt worden ist. So ist es bei der letzten Krise vor drei Jahren erfolgreich praktiziert worden.  Junckers Ansinnen löste Protest bei den Leserbriefen aus. Das verstehe ich nicht:

Wieso sollen Privatbanken mit staatlichen Geldern gerettet werden ohne Gegenleistung? Ist denn schon wieder Weihnachten?
Wer Gelder bekommt, soll auch den Staat solange als Teilhaber bekommen, bis er seine Schulden zurückzahlen kann. Das hat vor drei Jahren in Deutschland doch ganz ausgezeichnet funktioniert. Die haben sich alle mit dem ersten verfügbaren Geld den Staat wieder vom Halse geschafft und das Darlehen des Steuerzahlers zurückgezahlt!

Wo läge denn die Motivation der schnellen Rückzahlung wenn es keine Zwangsbeteiligung gäbe? Eben!

Anders läge der Fall, wenn Junckers eine generelle Nachschusspflicht der Gläubiger der Banken gemeint hätte. Dies hätte er dann aber eigentlich anders formulieren müssen. Eine solche Nachschusspflicht, die es z.B. bei Genossenschaftsbanken gibt, müsste aber auf jeden Fall vor einem Engagement bei einer Bank bekannt sein und Vertragsbestandteil sein. Nachträglich kann man damit nicht ankommen!

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