Schuld(en)zuweisungen der Währungsdompteure!

US-Finanzminister Geithner zeigte in Warschau mit dem Finger auf die Europäer und nannte sie nach der Methode „Haltet den Dieb“ eine katastrophale Gefahr für die Weltwirtschaft!

Die in ihrem wirtschaftlichen Denken in den USA geformte IMF-Vorsitzende Christine Lagarde stösst schon seit langem ins selbe Horn! Eine glückliche Fügung des Schicksals(?), dass sie so passend zur Krise ihren Schwanzgesteuerten Landsmann, den Salonsozialisten und Europäer DSK ablösen konnte…

Es macht anscheinend wohl doch stets einen Unterschied von welcher Seite des großen Teiches man die Probleme der nationalen Volkswirtschaften, der Währungszonen oder der gesamten Weltwirtschaft betrachtet?

Jedenfalls hält der oberste europäische Währungshüter, Lagards Landsmann M. Trichet, zu Beginn der Konferenz in Warschau, den „Amis“ den Spiegel vor mit dem Verweis, dass die Euro-Zone sich in der momentanen Krise wesentlich besser schlage als andere „entwickelte Volkswirtschaften“!

http://www.liberation.fr/economie/01012360471-la-zone-euro-va-mieux-que-d-autres-grandes-economies-selon-trichet

Er nannte die Amis nicht beim Namen, verwies aber auf das europäische Defizit von 4,5% beim Bruttoinlandsprodukt.

Das der USA wird wohl knapp doppelt so hoch ausfallen (8,8%) und es wird dann im Vergleich zum Vorjahr um über 20% gewachsen sein!

Aber das hat US-Politiker noch nie davon abgehalten, den Europäern gute Ratschläge (für wen gut?) zu erteilen, denn sie, wie auch die Briten, haben ja den unschätzbaren Vorteil jederzeit Berge von bunten Papierschnipseln bedrucken zu können  und zudem die beiden weltweit größten Fischereihäfen für kreative Finanzprodukte zu beherbergen, mit denen global Geld eingesammelt wird.

Solange dies so ist und solange dies für diese beiden Länder existenziell so wichtig ist, wird es mit ihnen keine wirksamen Kontrolle der aus dem Ruder laufenden Finanzindustrie geben! Weil das so ist, wird es auch künftig Fälle geben wie jüngst bei der schweizerischen UBS, wo ein in London agierender, Dreissigjähriger Partybengel mal eben unbemerkt ein paar Milliarden verballert. Das sind halt die unvermeidlichen Kollateralschäden zu deren Beseitigung dann wieder Millionen Menschen den Gürtel enger schnallen müssen. Pervers? Nein, ganz normales Wirtschaften…

2 Responses to Schuld(en)zuweisungen der Währungsdompteure!

  1. almabu sagt:

    Die österreichische Finanzministerin hat jetzt als Totschlagsargument gegen jegliche Bankenkritik die alte Neocon-Formel ausgegraben, dass Bankenkritik antisemitisch sei!

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  2. Daniel Rotzinger sagt:

    Wann endlich stehen die Menschen auf und sagen basta!!!

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