Kein Witz: Die EU will Israel unsere persönlichen Daten geben!

So meldet es zumindest die Zeitung HAARETZ und stellt fest, dass anscheinend nur das kleine Irland ein Problem darin sieht.

Zur Erinnerung: Irland ist eines der Länder deren Pässe gefälscht wurden, um bei einem Mossad-Betriebsausflug mit geschätzten 35 Personen einen Palästinenser, den Hamas-Waffenhändler Mohammed al-Mabhouh, in Dubai zu ermorden. Auch echte, deutsche Pässe wurden mit fragwürdigen Methoden beschafft und bei diesem Verbrechen eingesetzt.

Gerade sitzt einer der Beteiligten Israelis in Polen in Auslieferungshaft und soll gegen heftigen israelischen Widerstand an Deutschland überstellt werden. Dort droht ihm aber (natürlich!) keine Mordanklage, nicht einmal wegen Beteiligung, sondern nur eine Ermittlung wegen Passvergehens. Dann darf er sicher schnell und geräuschlos ins gelobte Land zurück reisen.

Warum die EU nun darauf kommt, einem Land mit derart kriminellem Umgang mit den Daten der Bürger und den Pässen anderer Staaten noch eilfertigst und untertänigst die sensiblen Daten ihrer Staatsbürger zur Verfügung stellen zu wollen, das ist schwer nachvollziehbar. Geschäfte sollen geschmeidiger gemacht werden, so heisst es. EU-Bürger die in Israel herumreisen, sollen mit ihren Handys telefonieren und im Internet surfen können und dabei korrekt abgerechnet werden können und umgekehrt! Die Server zur Speicherung dieser Daten sollen aber in Israel stehen (Kuck-Kuck, Kuck-Kuck, ruft’s aus dem Wald!).

Ehrlich, ich habe keine Ahnung, ob mehr EU-Bürger in Israel telefonieren, als Israelis in der EU? Ich weiss auch nicht, ob dieses neue Gesetz Konsequenzen für Palästinenser mit EU-Pässen in Gaza und der Westbank haben wird, wenn Israel Dank unserer eilfertig-beflissenen Politiker an ihre EU-Daten und Konten kommt?

Der Wahnsinn ist, das die Initiative von Behörden ausgeht, deren Auftrag, Ziel und Sinn der Datenschutz der EU-Bürger sein soll! Das Positive zuletzt: Um gültig zu werden müsste dieses Gesetz von ALLEN EU-Mitgliedstaaten national verabschiedet werden. Wenigstens Irland sagte schon einmal: „No way!“

Aber wir können sicher sein, dass die an unseren Daten Interessierten Kontroll-Freaks in Israel damit ihr Vorhaben nicht aufgeben werden!

20 Responses to Kein Witz: Die EU will Israel unsere persönlichen Daten geben!

  1. henry sagt:

    du pfeife (!) unsere daten haben die schon immer,oder wer meinst du regiert uns hier in der brddr ..ergo was soll s,komm runter von deinem baum

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    • almabu sagt:

      Tut das eigentlich weh? Aber Spaß beiseite: Warum glaubst Du, wird hier an einem Vertragswerk gearbeitet, wenn Israel die Daten „schon immer“ hat? Soviel zur Logik…

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  2. islamicrevolutionservice sagt:

    Damit die Zionisten unsere Daten ganz offiziell haben dürfen und nicht wie bisher „illegal“!!

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  3. michael sagt:

    das problem ließe sich durch den eu-beitritt israels noch eleganter lösen….

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    • almabu sagt:

      Das ist sicher richtig! Aber bisher argumentiert die EU z.B. im Falle der Türkei, dass man keine EU-Außengrenze mit unsicheren Kantonisten wie mit Georgien oder dem Iran haben wolle, das gälte für Israel, das mit allen Nachbarn im latenten Kriegszustand ist, ganz besonders. Außerdem müssten allen EU-Bürgern in Israel gleiche Rechte wie den Juden eingeräumt werden. Ich kann mir ehrlich gesagt keinen jüdischen Religionsstaat Israel in der EU vorstellen, ohne dass dies zu Problemen an allen Ecken führen würde?

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  4. alter Sack sagt:

    Ich will ja keine alten „Verschwörungstheorien“ aufwärmen, aber wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse, ist der erste Schritt zur totalen Kontrolle das Einsammeln von Informationen über den „Feind“. In dem Fall all die Menschen, die immer noch glauben sie würden in Freiheit und Demokratie leben!
    Da ist dann also doch was Wahres dran, an den Weltherrschaftsplänen des Judentums. Heute nur harmlos als Israellobby bezeichnet.
    Oder muß es noch konkreter werden, bis die Ersten anfangen es zu merken?
    Natürlich muß es das! Und bis dahin (wir erleben das sicher noch) werden Leute (wie z. B. ich) als Spinner, Nazis und Rassisten beschimpft!
    Von Leuten wie…na Du weißt schon!
    Ich bedanke mich herzlich!

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  5. […] Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Kaum sichert das SWIFT-Abkommen den US-Zugriff auf die internationalen Überweisungsdaten, wird auch schon am totalen Datenaustausch der EU mit den USA gearbeitet. Und ganz nebenbei will man, überraschenderweise mal nicht mit Terror begründet, auch Israel großzügig mit unseren persönlichen Daten versorgen. […]

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  6. Delario sagt:

    Ich finde, unsere Daten sollten zu keinem einfach so übertragen werden. Wenn ein externes Land bedenken oder anfragen wegen einer Person hat, sollen sie ganz offiziell eine Anfrage an unsere Sicherheitsorgane schicken, aber generelle Datenfreigabe finde ich überaus mies.

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  7. […] Dann darf er sicher schnell und geräuschlos ins gelobte Land zurück reisen. Quelle: Almabo Post Published: 12 Juli 2010 Author: Michael Posse Found in section: Aktuelle Ausgabe, Ausgabe […]

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  8. […] almabus Blog) KategorienDatensch(m)utz, News, Politik Tags: bank, daten, Datensch(m)utz, israel, swift, […]

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  9. Ido Deisuke sagt:

    Leute, hört auf Unsinn zu labern und schaut auch mal im Ha’Aretz-Artikel an, worum es geht.

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    • almabu sagt:

      Es geht genau darum, was ich im Artikel schrieb: Ein Land, das einen – nennen wir es mal kreativen Umgang mit fremden Daten pflegt – soll genau der Zugang zu diesen erleichtert werden. Das ist ungefähr so, wie einen Alkoholiker zum Verwalter eines Weinkellers zu machen;-))

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      • Ido Deisuke sagt:

        Da geht es nicht um „ein Land“, sondern um vorrangig um Unternehmen.

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        • almabu sagt:

          Deshalb soll ein Vertrag zwischen Staaten, also der EU und Israel, geschlossen werden? Und sensible Daten europäischer Staatsbürger sind sicherer vor israelischen Geheimdiensten, wenn sie auf Servern in Israel gespeichert werden? Verstehe;-))

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  10. Ido Deisuke sagt:

    Sicherer vor israelischen Geheimdiensten? Was soll das Theater? Wenn sie die Daten wollen, werden sie sie bekommen. Und wieso sollten Geheimdiensten Zugriff auf Unternehmensserver bekommen? Wenn sie es wollen, können sie ihn sich auch so verschaffen, egal wo der Server steht.

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    • almabu sagt:

      Willst Du damit sagen „Legal, illegal, Scheiss-egal?“

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      • Ido Deisuke sagt:

        Ih will sagen, dass die Geheimdienste Mittel und Wege haben, an Daten heranzukommen, egal auf welchem Server sie liegen, dazu braucht es nicht dieses Abkommen.
        Die Sache hier hat aber nix mit Geheimdiensten oder ähnlichem gedöns zu tun, lediglich das Erleichtern des Datenaustausches zw. Unternehmen, also Verbesserung des Businessverkehrs zw. der EU & Israel, wovon beide profitieren.

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  11. Ido Deisuke sagt:

    Achso, und das stimmt nciht, wie du implizierst, weil…?

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