Caldwell: Islam wichtiger als Christentum in Europa!

Einen interessanten Aspekt zum schwierigen Verhältnis muslimischer Einwanderer zur christlichen Aufnahmegesellschaft fand ich in einem Interview bei SPON mit dem Einwanderungsexperten und US-Amerikaner Christopher Caldwell. Ich muss gestehen, so habe ich das Thema bisher noch nie betrachtet und würde spontan sagen, da ist wohl was wahres dran:

(Zitatausschnitt SPON)
SPIEGEL ONLINE: Halten Sie die europäische Mehrheitskultur für so schwach, weil sie säkular ist?

Caldwell: Der Islam ist in Europa die zweitgrößte Religion. Aber das ist nur statistisch richtig. Wenn man die Lebendigkeit seiner Ideen betrachtet, ist der Islam in Europa die viel wichtigere Religion als das Christentum. Es gibt so viele Artikel in Zeitungen, so viele Debatten zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, die sich mit der Frage beschäftigen, was der Koran zu Ehrenmorden oder zum Kopftuch sagt. Was das Christentum dazu sagt, scheint für niemanden von großer Wichtigkeit zu sein.

SPIEGEL ONLINE: Da höre ich ein gewisses Bedauern.

Caldwell: Ich will Europa keine Ratschläge erteilen. Mir fällt nur auf, dass viele Europäer sich selbst für aufgeklärt halten und den Islam für barbarisch. Es ist ein Fehler, die Religiosität der Muslime zu verachten. Mein Eindruck ist, dass sie ihnen etwas gibt, das den Europäern fehlt. Das ist auch einer der Gründe, weshalb die Präsenz so weniger Muslime viele Europäer so nervös macht. (Zitatende SPON)

Wenn man die dynamischen Aktivitäten der beiden Religionen in der Öffentlichkeit betrachtet, dann hat man oft wirklich nicht mehr den Eindruck, dass der Islam die Nummer zwei in Europa ist?

6 Responses to Caldwell: Islam wichtiger als Christentum in Europa!

  1. Peter2509 sagt:

    Eine ganz schöne Frechheit, uns als „Aufnahmegesellschaft“ zu bezeichnen. Wer ist denn hier jemals gefragt worden ob er das will? Ich habe jedenfalls keinen Moslem aufgenommen. Die wurden mir aufgezwungen. Diejenigen, die sie hergeholt haben, haben im Umkreis von Kilometern um ihre Villen keinen einzigen davon. Die wurden uns zwangsweise reingedrückt und jetzt sollen wir auch noch ein schlechtes Gewissen von diesen Verbrechern eingeredet bekommen, weil in diesem dichtbesiedelten Land langsam der Streß losgeht. Ich würde mich schämen Leute aufzunehmen, die es als Ehre betrachten ihre Töchter abzustechen oder zu verstümmeln. Ich lasse mir jedenfalls von niemanden einreden, ich hätte die Verantwortung, weil ich die hergeholt habe.

    Gefällt mir

  2. almabu sagt:

    Mir schon klar, dass Sie das nicht waren, bei solchen Ansichten! Klischeehafte Verallgemeinerungen und Generalverdacht über eine Religionsgemeinschaft sind auf jeden Fall auch nicht hilfreich in der Debatte, oder? „Aufnahmegesellschaft“ ist in diesem Zusammenhang ein technischer Begriff: Zuziehende Minderheit trifft auf ansässige Mehrheit, alles klar?

    Gefällt mir

  3. Peter2509 sagt:

    Alles klar. Sich einistende Minderheit trifft auf ungefragte Mehrheit. Das nennt man dann Demokratie.

    Gefällt mir

  4. almabu sagt:

    Es ist als Fakt nicht von der Hand zu weisen, dass sich Anfangs niemand Gedanken um die Einwanderer, deren Migration und die möglichen Folgen machte. Auch für die deutsche „Urbevölkerung“ wurde die Migration erst nach und nach zu einem Thema. Dies hat aber für sich genommen nichts mit dem Thema Demokratie zu tun, denn es gibt ja jede Menge Probleme die für uns „undemokratisch“ gelöst wurden und werden: Wiederaufbau der Bundeswehr. Euro, Europa, Kriegsbeteiligung der BW seit Rot/Grün. Verramschen und verschenken deutscher Waffen. Da sind die Deutschen nirgends gefragt worden…

    Gefällt mir

  5. kronloyal sagt:

    sag mal spinnt der caldwell ???

    der islam ist nichts weiter als eine billige kopie vom christentum und es bestehen daher auch keine großen unterschiede, bis auf die miese interpretation des heiligen krieges (missionsaufruf)
    nur weil christen und muslieme ihren glauben uterschiedlich ausleben, heißt das nicht, dass das christentum im vergleich abgestumpft ist…die islamsten stehen einfach viel mehr führ ihren glauben ein und gehen dabei sehr radikal vor christenverfolgung u.a.). und das kann man ja wohl nicht als eine vielfältige und lebendige idee bezeichnen oder gar gutheißen !!!

    Gefällt mir

  6. almabu sagt:

    Islam und Christentum haben gemeinsame Wurzeln im Judentum. Als Kopie würde ich die beiden jüngeren Religionen deshalb aber noch lange nicht bezeichnen! Der Islam ist in der gegenwärtigen Debatte über Einwanderung bzw. Integration von Einwanderern in Europa halt in aller Munde. Da reden dann auch Leute wie ich mit, die vom Thema keine tiefere Kenntnis haben;-) Der SPIEGEL-Titel ist eine ziemlich bescheuerte Interpretation des Themas. TITANIC machte das Niveau noch plastischer: Schwanzvergleich, Wer hat den längeren?

    Gefällt mir

Was denkst Du?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: