„Druck“ von Präsident Macron im Libanon erfolglos?

18. September 2020

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte sich diesen Sommer intensiv, persönlich und 2x vor Ort in Beirut dafür eingesetzt, daß das krisengeschüttelte Nahostland nach der Explosions- und der Brandkatastrophe bei gleichzeitig paralysierter Regierung schnell wieder zu arbeitsfähigen, verlässlichen und damit vertrauenswürdigen politischen und in der Folge auch wirtschaftlichen Zuständen kommt. Diese seien die Voraussetzung damit der Libanon aus seiner größten Krise seit über dreissig Jahren, als 1990 der 15-jährige Bürgerkrieg zu Ende ging, schnell heraus käme. Es scheint, als habe er hat mit seinem persönlichen Einsatz bisher wenig sichtbaren Erfolg erzielt?

Die üblichen Verdächtigen im Hintergrund mauerten auf die übliche Weise und forderten, daß die Regierungsämter die Machtverhältnisse und damit die Religionen wiederspiegeln sollten.

Die Schiiten von der iranisch gesteuerten Terrororganisation Hizbollah und die Amal-Bewegung forderten schiitische Minister, darunter (sehr wichtig!) das Amt des Finanzministers.

Macron hatte für eine neue Regierung eine Deadline bis 15. September gefordert, die zunächst von der libanesischen Seite akzeptiert worden war.

Präsident Michel Aoun, „der Christ“ im libanesischen Sektistischen System, bestätigte einen Anruf von Macron aus Paris, der Druck machte auf die Verantwortlichen einer Regierungsbildung.

Diplomatische Quellen sagten Macron habe auch den Parlamentssprecher Nabih Berri, den Führer von Amal angerufen, sowie den führenden Sunnititischen Politiker und Ex-Präsidenten Saad al-Hariri, der bisher den geplanten neuen Premier-Minister (und Ex-Botschafter in Deutschland) Mustapha Adib unterstützte.

Der Sunnit Adib sagte Gestern, er wolle (bzw. benötige?) mehr Zeit für Gespräche zur Kabinettsbildung, nachdem es erste Meldungen gab, er wolle von der Aufgabe zurücktreten! Er hatte die rotierende Kontrolle von Ministerien vorgeschlagen, was nicht gut ankam, den manche dieser Ministerien werden seit Jahren von den gleichen Fraktionen/Gruppen/Religionen gehalten und kontrolliert, ein Umstand, der bei einem evtl. Wechsel noch für die eine oder andere Überraschung gut sein könnte?

Angeblich hatte Macron Adib zugesprochen, bat ihn ruhig zu bleiben und nicht zurückzutreten.

Der christliche Oppositionspolitiker Samir Geagea, ein politischer Gegner der Hizbollah, erklärte, die Forderungen der Terrorgruppe hätten ins Herz der französischen Initiative gezielt. „So Gott will, liege ich falsch, aber sie ist wirklich zusammengebrochen, was kann sie jetzt noch retten?“

Er sagte, daß ein Nachgeben auf die Forderungen der Hizbollah und Amals würde andere Fraktionen ebenfalls dazu veranlassen Forderungen zu stellen und die Reformen verhindern.

Gefragt, was geschehen würde falls die Möglichkeit, welche die französische Initiative böte, nicht genutzt würde, sagte er „mehr Kollaps, aber schneller!“
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https://www.reuters.com/article/us-lebanon-crisis-government/frances-macron-calls-lebanese-president-about-cabinet-formation-idUSKBN2691BA




Griechenland, Türkei, EU, NATO, USA, UK, Russland…

15. September 2020

Der Schlamassel im östlichen Mittelmeer zieht sich immer mehr in die Länge. Ein EU-Beitrittskandidat und NATO-Mitglied, die Türkei, bestreitet einem EU- und NATO-Mitglied- und Nachbarstaat, Griechenland Teile dessen Territorien bzw. deren Nutzungsrechte. Dabei haben sich aus den unterschiedlichsten Gründen noch andere EU- und NATO-Staaten wie Italien vor allem aber Frankreich direkt eingemischt. Dazu kommen dann noch (mindestens!) die Nur-NATO Staaten UK und die USA. Dahinter dürfte noch Russland Interessen in dieser Gegend der Welt verfolgen?

Da sind also kommerzielle und territoriale Interessen der Anrainerstaaten. Dazu kommen (theoretisch!) übergeordnete Interessen der EU und der NATO. Dann sind da noch die globalen Interessen der USA, des UK und natürlich Russlands. Ob im Hintergrund auch China eine Rolle spielt?

Es geht um bereits gefundene und zusätzlich vermutete Erdgasbestände, die alle Seiten entweder besitzen oder zumindest kontrollieren möchten.

Erdogan fährt mit seiner Marine in griechischem und zypriotischen Seegebiet herum und beschützt ein illegal Gas suchendes türkisches Forschungsschiff, die „Oruc Reis“*, das mittlerweile wieder das türkische Antalya angelaufen hat.

Die Griechen schimpfen, wollen aber keine militärische Auseinandersetzung mit der Türkei. Die Franzosen schicken symbolisch eine aus zwei Rafale-Jets bestehende Luftstreitmacht nach Zypern. Die Briten, sowieso auf Zypern stationiert, halten den Ball flach und schweigen.

Die NATO ist derweil mit griechischen(!), türkischen(!), französischen, italienischen, deutschen(?) und natürlich US-Kriegschiffen im östlichen Mittelmeerraum unterwegs. Wegen ihrer Beteiligung im Krieg in Syrien und ihres daraus resultierenden Marinestützpunktes Latakia sind auch die Russen vor Ort. Die meisten anwesenden NATO-Mitglieder sind zumindest symbolisch auf griechischer Seite. Die USA hingegen machen anscheinend Marinemanöver mit den Türken? Zumindest gibt es auf den 26.08.2020 datierte Fotos des US-Zerstörers „Winston C. Churchill“ (der auch US-Bürger war) im Netz, Seite an Seite mit der türkischen Fregatte TCG „Barbaros“.

Aber es kommt gelegentlich auch vor der libyschen Küste zu irritierenden Zusammenstößen zwischen türkischer und französischer Marine, denn die Türkei mischt inzwischen im ehemals französisch-italienischen Einflussgebiet aus Kolonialzeiten Libyen eifrig mit und fördert dort unkontrolliert die Aufrüstung. Die Türkei soll vor der libyschen Küste aber auch auf dem Festland nach Erdgas und -öl suchen wollen und verhandele darüber bereits mit der libyschen Regierung. Beide Staaten haben mal eben die neuen Seegrenzen im östlichen Mittelmeer neu ausgehandelt, die restlichen Anrainer durften zusehen und haben dies aus den Medien erfahren. Wie rechtsgültig sind eigentlich solche bilateralen Verträge nach internationalem Recht, wenn andere Staaten davon direkt betroffen sind?

Hat die EU in diesem Konflikt eigentlich eine gemeinsame Haltung?
Zumindest Macron hat auf Korsika ein Treffen von 7 tangierten EU-Staaten abgehalten, nämlich Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Malta, Griechenland und Zypern…
Griechenlands Regierung verkündet die Aufrüstung durch einen NATIONALEN Schild und bestellt sogleich 18 Rafale-Jets bei Frankreich und 4 neue Fregatten (von wem?) und modernisiert 4 alte Fregatten aus deutscher Produktion. Dazu Flugabwehr, Torpedos und viel, viel Munition! Wieviel Milliarden € steckt das hochverschuldete Griechenland jetzt in NATIONALE Aufrüstung?

Weder NATO noch EU scheinen hier noch eine Rolle zu spielen?
Können NATO und EU bei einem Streit zwischen Mitgliedern nicht helfen?

Zumindest die EU wird es versuchen und am 24. und 25. September einen EU-Gipfel zum Thema abhalten.

Was sagen die Frauen von der Leyen und Merkel, was Herr Michel dazu? Wie lange will die EU eigentlich noch versuchen Erdogan mit einem EU-Beitritt zu locken? Das hat bisher in keinem Falle funktioniert und meine Phantasie reicht nicht dazu aus, mir die dazu benötigte Einstimmigkeit der EU-Staaten für einen Beitritt der Türkei vorzustellen, z.B. die von Malta, von Zypern, von Griechenland, von Italien und von Frankreich?

Hat die NATO eine gemeinsame Haltung? Was sagt deren Generalsekretär Rasmussen? „Ja, aber…?“

Was sagen die USA bzw. Trump?

Was sagen die Russen bzw. Putin? „Net?“

Macron und Erdogan beschimpfen, provozieren und belehren sich derweil weiter gegenseitig über die Medien mit post-pupertärem Infantilismus, wie auf dem Schulhof…

Durch die Menge der Beteiligten und die Vielzahl der oft konträren Interessen eine potentiell gefährliche Ausgangslage für einen größeren Konflikt, der aus dem Ruder laufen könnte…
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*(Das Schiff trägt den Namen eines lokalen osmanischen Regenten in Nordafrika, das Jahrhunderte lang zum Osmanischen Reich gehörte, bis es den Osmanen von Frankreich und Italien abgenommen wurde.
https://en.wikipedia.org/wiki/Oru%C3%A7_Reis)


Wie Paris trotz Corona seine Museen füllt…

14. September 2020

Die weltbekannten Pariser Museen haben trotz allen üblichen Corona-Einschränkungen geöffnet. Das ist auch gut so. Nur der Besuch lässt anscheinend etwas zu wünschen übrig?

Da trifft es sich doch gut, daß zumindest zwei dieser Museen jetzt in die Medien gerieten:
https://france3-regions.francetvinfo.fr/paris-ile-de-france/paris/jeune-femme-empechee-entrer-au-musee-orsay-cause-son-decollete-1872484.html

Hier wurde einer jungen Frau, „Jeanne“ wegen ihres tiefen Dekolletés der Eintritt in’s Musée d’Orsay verwehrt! Das gab einen Sturm in den sozialen Medien und das Museum entschuldigte sich später, doch zu spät:

Das Musée d’Orsay bekam Besuch von der Frauengruppe FEMEN, die mit über 20 Aktivistinnen, deren Oberkörper nur mit knappen Slogans bemalt waren, protestierten!

Mal sehen, wie sich danach die Zuschauerzahlen entwickeln werden?

Eine ganz andere Geschichte entwickelte sich in Paris in der Cinémathèque Francaise, wo Nudisten, FKKlern, nur „Oben“ mit Masken bekleidet, „Unten“ nicht, der Zutritt erlaubt wurde!

https://france3-regions.francetvinfo.fr/paris-ile-de-france/paris/cinematheque-exposition-louis-funes-s-ouvre-aux-naturistes-poil-1872878.html

Das Ausstellungsthema, Der Meister, Louis de Funès, war in seinen Paradekostümen als Flic, oder Rabbi Jacob leider nur als leblose, wie eingefroren wirkende, Wachsfiguren, aber dafür mehrfach anwesend, schade, sehr schade! Ich versuche mir vorzustellen, wie diese verschiedenen Figuren des Louis de Funés, alle gleichzeitig ausgeflippt wären bei dem Versuch, den Nackten den Zutritt ins Museum zu verwehren;-))


Rota, das neue Stuttgart für AFRICOM?

14. September 2020

Die spanische Zeitung ABC berichtet über mögliche Pläne der USA, den Sitz des US-Militär-Kommandos für Afrika, AFRICOM nach Rota, bei Cadiz in Andalusien, Spanien zu verlegen, um „die bösen Deutschen“ zu bestrafen, die sich von den USA „für lau“ beschützen ließen und nur 1,4% statt 2% ihres Bruttoinlandsproduktes, BIP, für Verteidigung aufbrächten. Spanien hingegen gibt nur 0,94% seines BIP’s für Verteidigung auf, auf dem Niveau von Luxembourg und Belgien. Wofür der Eine bestraft wird, würde der Andere belohnt? Keine Angst, bin mit dem Abzug des US-Militärs aus Deutschland vollkommen einverstanden, Hauptsache sie nehmen dabei ihre Atomwaffen in der Eifel mit!

Daß die USA AFRICOM aus Deutschland abziehen wollen, ist nun keine Nachricht mehr, aber es stand/steht ja auch die Rückverlegung in die USA im Raum.

In Rota, am Eingang zum Mittelmeer, gebildet von Europa und Afrika, befindet sich seit Francos Zeiten ein gemeinsam von Spaniern und US-Militär genutzter Marinestützpunkt von gleichzeitiger strategischer Bedeutung für die Mittelmeerkontrolle, als auch wegen seiner Nähe zum Afrikanischen Kontinent. Der 2.300 Hektar große Stützpunkt aus rund 10.000 Spaniern, US-Militär und Zivilangestellten bedient die örtliche Wirtschaft schon heute mit rund 500 Millionen Umsatz! Es gibt 20.000 Flug- und 1.000 Schiffbewegungen pro Jahr. In diesem Sinne würde eine Verlegung von AFRICOM nach Rota durchaus Sinn machen.

Dazu käme noch der ebenfalls von Spaniern und der US-Air Force gemeinsam betriebene Flugstützpunkt Móron de la Frontera, bei Sevilla.

Um AFRICOM aber nach Spanien zu verlegen bräuchte es eine Änderung des bilateralen Vertrages über Zusammenarbeit bei der Verteidigung zwischen den USA und Spanien. In Spanien regiert mit dem Duo Pedro Sánchez, PSOE, und Pablo Iglesias, UP, aber eine Links/Ganz-Links-Koalition, die – zumindest verbal – mit mehr US-Truppen in Spanien Probleme haben dürfte?

Der aktuelle Vize-Präsident Pablo Iglesias* erklärte noch 2014 in einem Radio-Interview, daß es zu seinen Prioritäten gehöre, diesen Bilateralen Vertrag zu kündigen, das US-Militär aus Spanien zu verabschieden und Spanien aus der NATO zu nehmen!


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*(Es gab um Iglesias und die Bewegung PODEMOS immer wieder mal Gerüchte um Fremdfinanzierung durch Venezuela und den Iran. Bisher allerdings KEINE Beweise, KEINE Ermittlungen!)
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https://www.abc.es/espana/abci-base-rota-aporta-economia-comarca-500-millones-anuales-202008160101_noticia.html#vca=mod-sugeridos-p1&vmc=relacionados&vso=la-base-de-rota-aporta-a-la-economia-de-la-comarca-500-millones-anuales&vli=noticia.foto.espana



11. 09. 2020, La Diada, Totentanz des katalanischen Separatismus?

12. September 2020

Zu diesem Anlass bot der katalanische Nationalseparatismus in der jüngeren Vergangenheit alles auf was er zu bieten hatte, viele Lügen, viel Geld, und viel Volk auf der Straße, dessen Menge er stets in den Millionenbereich log. Zwar wurden diese Zahlen regelmäßig von Experten wissenschaftlich „heruntergerechnet“, aber das Bild, das die von den CAT-Sep’s subventionierten TV-, Web- und Printmedien verbreiteten, waren viele Leute auf den Straßen, illegale Cubana-Fahnen wurden hektisch gewedelt, ein „einig Volk“ beim Straßenfest. Am Rande die üblichen Zutaten, Ausschreitungen, Beschädigungen, Verkehrsblockaden. Das wurde durch eine ausgeklügelte Logistik im Hintergrund geplant und ermöglicht, die verstrahlte Teilnehmer aus den hintersten Winkeln der nordostspanischen Autonomie Katalonien in hunderten Bussen; sowie per Bahnverkehr herankarrten, nach dem Motto: „Wir machen uns einen schönen Tag in Barcelona und lassen es dort so richtig krachen!“

Es war im Vorfeld schon klar, daß es diesmal anders werden würde:

Da war die in Katalonien lange heruntergeredete Corona-Pandaemie.

Da steht die gerichtliche Amtsenthebung wegen Ungehorsams des Rassisten Quim Torra vom Amt des Autonomiepräsidenten wohl unmittelbar bevor?

Da will eben dieser Quim Torra zuvor noch schnell Neuwahlen ausrufen, solange er das noch legal kann.

Aber auch die Variante eines erneuten Ungehorsams steht zur Debatte, wobei Torra seine Amtsenthebung schlicht ignorieren wollen würde!

Da soll der (dann) seines Amtes enthobene Präsident Torra NICHT durch seinen Vize-Präsidenten Aragonès abgelöst werden, was der normale Weg wäre, denn der ist ERC-Konkurrent bei den Neuwahlen.

Da zerstreiten sich der zeitweilig per Internationalem Haftbefehl gesuchte Kofferraumflüchtling und Digitalpräsident Carles Puigdemont in seinem goldenen Exil in Waterloo, Belgien mit Torras Partei über die Rechte am Namen einer Neugründungspartei und Puigdemont tritt flugs mit seinen Getreuen aus der Mutterpartei aus und lässt diese als Trümmerhaufen zurück.

Da sind sich ALLE Parteien, JxCAT, PDeCAT, ERC, Gruppen, CUP, und Organisationen, ANC, OMNIUM, welche die CAT-Sep’s bilden total uneinig sind über den weiteren Weg, die nächsten Schritte und vor allem WER hat WAS zu sagen, damit demnächst WER, WAS wird und vor allem, WER WIEVIEL KASSIERT!


Am Ende blieb für die La Diada 2020 kaum mehr als Symbolik:
Statt zentralen Massenkundgebungen, ca, 130 lokale Versammlungen mit wenig Menschen dafür optisch wirksamen „Kunstwerken“ aus Schuhen und leeren Stühlen vor wichtigen Gebäuden. Denke: Das böse Spanien hat all die Menschen, die einmal diese Schuhe trugen und die auf diesen Stühlen saßen vertrieben, verhaftet, ins Exil gejagt…

Die nicht der Separatismus-Kritik verdächtigte LA VANGUARDIA in Barcelona nannte eine Gesamtzahl von 59.500 Teilnehmern!
Bei der Hauptkundgebung in Barcelona waren es ca. 180 Teilnehmer, in Badalona sollen es gar 1.500 Teilnehmer gewesen sein, an anderen Orten gar nur ein Dutzend!

Die Separatisten stritten sich heftig und schoben sich gegenseitig die Schuld zu:
Elisenda Paluzie, ANC: „…Independentisten in totaler Konfusion!“
Marcel Mauri, Òmnium Cultural: „… der schlimmste Feind des Independentisten ist er selbst!“
Die Bürger Barcelonas haben mit den Autoreifen abgestimmt:
An diesem Freitag Morgen des 11. September 2020 sollen 420.000 Autos die Stadt verlassen haben, davon viele in Richtung der Pyrenäen, auf ein langes Wochenende offenbar, so ganz ohne den ganzen Separatisten-Scheiss…

Da passte es dann gut, daß dieser Quim Torra von der spanischen Links/Anarcho-Regierung Sanchéz/Iglesias und der spanischen Monarchie nach knapp 80 Jahren eine Entschuldigung forderte für die Erschiessung des Massenmörders Lluís Companys* (ca. 8.500 Tote) durch den Massenmörder Francisco Franco (exakte Todeszahlen unbekannt) während des Zweiten Weltkrieges. Eine Umbettung der Reste Companys analog zur Umbettung Franco wurde jedoch nicht gefordert.

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*Companys war von der deutschen Gestapo in seinem Exil-Versteck bei Nantes in der Bretagne in Frankreich verhaftet und an Franco ausgeliefert worden. Ein (aus Katalanen) bestehendes Militärgericht verurteilte ihn in Barcelona zum Tode, wo er am 15.10.1940 auf dem Montjuic erschossen und dem nahen Cementerio la Pedrera beerdigt wurde.


Neue Granate zum 2. Jahrestag der „Gelbwesten“ in Frankreich!

11. September 2020

Rechtzeitig zum 2. Jahrestag der andauernden Proteste der „Gelbwesten“ (Gilets Jaune) in Frankreich hat das französische Innenministerium den Einsatz einer neuen Granate (GMD) gegen seine Staatsbürger verkündet. Die gibt’s zwar schon seit dem Jahr 2.004, sie wird aber aus mir unbekannten Gründen erst jetzt eingesetzt. Sie soll nicht hoch über die Köpfe, sondern flach auf den Boden geworfen werden, wo sie mit dem Lärm eines startenden Flugzeuges explodiert und mit 126 km/h 18 kleine Kautschukprojektile 30m weit verschiesst. Das hört sich zwar extrem gefährlich an, soll aber weniger gefährlich sein, als die bisher verwendeten Granaten…

Dies ist eine beiläufige Nebenmeldung in den Medien. Wenn die jetzt aus Weissrussland oder Russland käme, dann wäre doch wohl medial der Teufel los, oder?

PS: Also Gelbwesten, schön auf Augen und Eier aufpassen, gell?


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https://www.francetvinfo.fr/politique/gerald-darmanin/les-forces-de-l-ordre-utiliseront-une-nouvelle-grenade-de-desencerclement-moins-dangereuse-dans-les-manifestations-annonce-gerald-darmanin_4102655.html#xtor=EPR-51-%5Bles-forces-de-l-ordre-utiliseront-une-nouvelle-grenade-de-desencerclement-moins-dangereuse-dans-les-manifestations-annonce-gerald-darmanin_4102655%5D-20200911-%5Bbouton%5D


Großbrand im Hafen von Beirut!

10. September 2020

Fünf Wochen nach der Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut ist dort erneut ein Großbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr ist u.a. auch mit Hubschraubern im Einsatz.

Bisher soll es wegen des starken Qualms zwar zu Atemproblemen bei Anwohnern nicht aber zu Todesopfern gekommen sein.

Die Ursache sollen große Mengen an gestapelten Autoreifen und Vorräte an Kanistern mit Motorölen gewesen sein. Ob es sich um Brandstiftung oder einen Unfall handelt, ist zur Zeit noch nicht bekannt!
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https://www.francetvinfo.fr/monde/proche-orient/liban/liban-un-gigantesque-incendie-se-declare-au-port-de-beyrouth-quelques-semaines-apres-l-explosion_4101269.html#xtor=EPR-51-%5Bliban-un-gigantesque-incendie-se-declare-au-port-de-beyrouth-quelques-semaines-apres-l-explosion_4101269%5D-20200910-%5Bbouton%5D


Ur-Katalanen schon vor 9 Millionen Jahren?

10. September 2020

Wir wussten natürlich schon, daß die Katalanen viel älter sind als die Spanier auf der iberischen Halbinsel. Sie hatten die erste Demokratie, eine viel schönere Sprache als das Castellano und waren sozusagen die mediterrane Ur-Form von Dänemark. Sie haben nicht nur Amerika entdeckt und Cervantes und Shakespeare waren natürlich Katalanen. Aber wussten wir auch wie diese ersten Katalanen aussahen?

Neueste Ausgrabungen und Entdeckungen bei Sabadell zeigten uns, daß die ältesten Katalanen eine Pujol-artig geschrumpfte Ur-Form des… Elefanten waren! Geniale Tiere schon damals, von Tapir-artiger Größe zwar nur, allerdings mit einem tragischen Konstruktionsfehler, der bis auf die heutigen Katalanen durchschlägt. Ihre Stoßzähne waren nicht nach vorne, gegen einen potentiellen Feind gerichtet, sondern nach hinten, gegen die eigene Brust! Wenn sie also in offener Attacke gegen den Feind anrannten, dann stiessen sie sich beim Zusammenprall ihre Stoßzähne in die eigene Brust! Das gleiche geschah auch bei voller Zustimmung. Wer zu sehr nickte, schaffte sich selbst aus dem Spiel!

Dieses katalanische Ur-Trauma führte im Laufe von Millionen Jahren zum Aussterben des Ur-Katalanen und bis zum heutigen Tag versuchen die Nachkommen, die sich irgendwann in dieser Ewigkeit mit Ur-Spaniern vermischt haben müssen, sowohl die direkte Frontalattacke als auch die volle Zustimmung zu vermeiden, „der katalanische Weg halt“…

Das Bild in diesem verlinkten Artikel zeigt einen Ur-Katalanen und seine Sippe auf den damaligen Ur-Ramblas spazierend, aus der Höhe des Baumes in Bildmitte von einem Ur-Spanier im Jagdfieber beäugt. Er wollte wohl aus dem Tapir Tapas machen? MATRIT ENS MATA?
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https://www.catalunyapress.es/texto-diario/mostrar/2081590/descubren-sabadell-restos-antiguos-europa-antecesor-elefantes?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter%20www.catalunyapress.es


RYAN-AIR drückt Pilotengehälter in Frankreich um 20%

10. September 2020

Die in Irland sitzende RYAN-AIR hat mit den Piloten der in Frankreich sitzenden Tochtergesellschaft MALTA-AIR, die Arbeitsverträge nach französischem Recht besitzen, eine Vereinbarung getroffen, wonach die Piloten für die Dauer von fünf Jahren auf 20% ihrer Gehälter verzichten um im Gegenzug ihre Jobs nicht zu verlieren. Danach, ab 2026, bekämen sie wieder ihr volles Gehalt von 2020.

Für Kabinenpersonal wie Stewardesses und Stewards gäbe es eine solche Vereinbarung noch nicht. Man verhandele noch. Je weniger jemand verdient, desto schwerer kann er mit einer 20%-igen Lohn- oder Gehaltskürzung leben…

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https://www.latribune.fr/entreprises-finance/services/transport-logistique/ryanair-accord-avec-les-pilotes-francais-pour-reduire-les-salaires-856120.html?xtor=EPR-2-%5Bl-actu-du-jour%5D-20200910&_ope=eyJndWlkIjoiYzA3ZDUwZmRjYTgzOTUyMzNjNzhlZmYzYjY5ZDBiMDgifQ%3D%3D


Rennen um Impfschutz gegen Corona-Virus offen?

10. September 2020

Dieser Link führt zu einem interessanten Artikel der THE NEW YORK TIMES, der eine Übersicht (Stand: 10. Juni 2020!*) der derzeit forschenden Kandidaten und den Stand ihrer Bemühungen in einem übersichtlichen Vergleich zeigt!
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* (Obwohl diese Momentaufnahme bereits ein viertel Jahr alt ist, halte ich diesen Artikel noch immer für sehr informativ.)